Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Der Untergang der islamischen Welt

9783426784068
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Taschenbuch, Knaur TB
12.09.2011, 240 S.

ISBN: 978-3-426-78406-8
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Eine Prognose

Umstürze in Tunesien und Ägypten. Aufstände. Bürgerkriege in Libyen, in Syrien und im Jemen. Der Aufruhr hat alle arabischen Staaten erfasst. Die islamische Welt steht an der Schwelle einer neuen Epoche. Bringt sie das Ende der religiös verfassten autoritären Gesellschaften? Wie tragfähig sind zivilgesellschaftliche Strukturen? Der deutsche Nahost-Experte Hamed Abdel-Samad beschreibt und analysiert anschaulich die Wurzeln der gegenwärtigen Misere in Nordafrika und dem Vorderen Orient. Seine Prognose ist scharf, aber zwingend: Die islamischen Staaten werden zerfallen, der Islam wird als politische und gesellschaftliche Idee, er wird als Kultur untergehen.

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Leselounge

Der Autor

Hamed Abdel-Samad

Portrait von Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für...

zum Autor Bücher von Hamed Abdel-Samad

Pressestimmen

"So gründlich, so radikal, so konsequent wie Hamed Abdel-Samad hat in den letzten Jahren kein Moslem den Islam kritisiert.Er fordert eine "geregelte Insolvenz" für den Islam, denn wenn er eine Firma wäre, "wäre er längst Pleite gegangen". <br />

Deutschlandradio Kultur "Lesart", 05.09.2010

"Hamed Abdel-Samad ist nicht der erste Moslem der sich mit dem Islam auseinandersetzt. Vor ihm haben es schon u.a. Salman Rushdie und Ibn Waraq, Necla Kelek und Seyran Ates getan, nur um die bekanntesten Namen zu nennen. Aber so gründlich, so radikal, so konsequent wie er hat es in den letzten Jahren keiner gemacht. Der "postkoranische Diskurs", den er wagt, geht weiter als Islamkritik."

Deutschlandradio Kultur "Lesart", 05.09.2010

" Ohne Zweifel legt der Autor den Finger zurecht in die Wunden. Radikal und schonungslos benennt er die Probleme, an denen die islamische Welt leidet. Seine Intention ist klar: Er möchte den Islam nicht abschaffen, sondern sorgt sich um ihn.[...] mit seinen ketzerischen Forderungen ist Hamed Abdel-Samad seiner Zeit weit voraus. Die Frage ist, wann die Muslime ihn einholen werden."

Deutschlandradio Kultur, 03.01.2011

"In der ungewohnten Perspektive, einer muslimischen Innensicht, liegt ein Vorzug dieses Buches."

Hessische / Niedersächsische Allgemeine, 20.12.2010

"Mutig und streitbar [...]."

Braunschweiger Zeitung, 27.11.2010

"Hamed Abdel-Samad, gegen den eine Fatwah ausgesprochen worden ist, beschreibt und analysiert anschaulich die Wurzeln der gegenwärtigen Misere in Nordafrika und dem Vorderen Orient. Seine Prognose ist scharf und zwingend: Die islamischen Staaten werden zerfallen, der Islam wird als politische und gesellschaftliche Idee, er wird als Kutur untergehen, weil er eine mittelalterliche Ideologie vertritt, die keine Aufklärung durchlebt hat und die der Moderne nicht standhält."

Conturen der Zeit, 2013

"Hamed Abdel-Samad war einst ein Islamist. Inzwischen bekämpft der Publizist jedoch mit heiligem Furor das, wofür er einst stand. (...) Erist ein ägyptischer Salman Rushdie (...)"

Süddeutsche.de, 26.11.2013

"Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in der Nähe von Gizeh geboren. Er war 23 als er 1995 nach Deutschland kam. Er spricht und schreibt besser deutsch als die meisten von uns. Er ist auch neugieriger. Wer von uns hat schon Englisch, Französisch, Politikwissenschaften, Shintoismus, Buddhismus und jüdische Kultur studiert? Das alles wäre nicht möglich, wenn Hamed Abdel-Samad nicht auch mutig wäre.<br /> Sein Mut beginnt nicht erst, wenn er sich wehren muss gegen Feinde. Sein Mut ist jener, viel besungene, aber wenig praktizierte Mut gegenüber den Freunden. Der Mut, der dazu gehört sich loszusagen von seiner Umgebung, von Eltern und Verwandten. Diese Art Mut ist nichts, das man sich vornehmen, keine Tugend, die man erlernen kann. Meist ist sie ein Laster, jedenfalls ein Widerspruchsgeist, den man schon am Kind beobachtet.(...)<br /> Wir wissen nicht, ob das Verschwinden von Hamed Abdel-Samad etwas mit seinem Mut, mit seiner Kritik an der Welt, in der er aufwuchs zu tun hat.(...)<br /> Was immer der Grund für sein Verschwinden ist - wir wünschen uns, dass Hamed Abdel-Samad wieder auftaucht und dass er seinen klaren Verstand noch hat, damit er weitermachen kann, was er bisher getan hat. Auch uns auf die Füße zu treten."

Frankfurter Rundschau, 27.01.2013

"Als der Arabische Frühling begann, lernten die deutschen TV-Zuschauer einen anderen, deutlich ernsthafteren Abdel-Samad kennen. Als Experte vor allem für sein Geburtsland Ägypten erklärte er in Talkshows und Sondersendungen immer wieder, warum er die Aufstände im arabischen Raum für einen Glücksfall für die Demokratie halte, und warb leidenschaftlich um die Unterstützung des Westens. Auch nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Mohammend Mursi gar er sich hoffnungsvoll, dass Ägypten eine friedliche Zukunft bevorstehe.<br /> Parallel zu seinen Fernsehauftritten, Vorträgen und Gastbeiträgen veröffentlichte Abdel-Samad mehrere Sachbücher zu den Themenkomplexen Islam und Arabischer Frühling. Dazu gehören "Der Untergang der islamischen Welt" sowie der autobiografisch geprägte Band "Mein Abschied vom Himmel"."

spiegel.de, 25.11.2013

Lesetipps

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Eine äußerst scharfsinnige Analyse der islamischen Welt und ihrer aktuellen Situation. Einer der sich auskennt, der
deutsche Politologe mit ägyptischen Wurzeln, Hamed Abdel-Samad, zeichnet ein düsteres Szenario - ohne dabei beifallhaschend wichtigzutun... Er zieht viele historische Fakten und Entwicklingen heran, um den Zerfall der islamischen Welt verstehbar zu machen. Ein gutes Buch, das fundiert die Hintergründe und Ursachen vieler Konflikte in diesem Zusammenhang aufzeigt.
mcbrnds, 05.12.2014

Ich kann nach acht Jahren Leben in Aegypten jeden Satz dieses Buches doppelt unterstreichen. Meine Erfahrungen aus
Beobachtungen und unzaehligen Gespraechen und Begegnungen decken sich fast voellig mit denen des Autors. Sollte es noch nicht geschehen sein, so muss dieses Buch (so wie einige andere hervorragende Buecher zum Thema ebenfalls) ganz dringend ins Arabische uebersetzt werden, damit auch zumindest diejenigen Menschen in Nordafrika, im Nahen und Mittleren Osten die Chance haben, es zu lesen, die gewillt und mutig genug sind, der Wahrheit ins Auge zu blicken - und das sind nicht wenige und es werden immer mehr.
Ingrid, 17.05.2011

Die islamische Religion ist viel reicherals die sich daraus entwickelte Gesellschaftssicht und Tradition. Die Erkenntnis
der Wertschätzung des einzelnen von Gott geliebten Menschen ist in verkrusteter Tradition untergegangen. Die egoistische Macht des Mannes und die Angst des Gesichtsverlustes, die vergessene Weiterentwicklung der Exigese des Koran und die Reduzierung der Predigt auf das traditionell Bekannte unterschagen die Wärme und Gütigkeit der islamischen Lehre. Sie machen die Menschen starr und unbeweglich - letztendlich lebensunfähig in der sich bewegenden Welt, wenn sie nicht einen eigenen individuellen Weg mit ihrem Glauben finden. Ein Buch mit klarer Sprache, glasklaren Beschreibungen der Erlebnisse. Aufrütteln aber Hoffnung verbreitend.
Gerhard, 15.02.2011

"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert" so seine Aussage in den ersten Seiten.
Meiner Ansicht lassen diesen Herren persönliche und familiärer Erfahrung, die negativ waren nicht los. Seine Prognosen stehen unter Einfluss seiner Erfahrungen, so auch Frau Necla Kelek.
Eine Religion, die vom Morgenland bis nach Andalusien jahrhundertelang mit Wissenschaft und Kultur dominierte und Grundlage für die Wahrnehmung der Wissenschaft in der christl. Welt geschaffen hat, erlebt seit etwa 200 Jahren sein Tief. Eine Religion, die Toleranz vermittelt hat und dies im Zusammenleben verschiedenster Kulturen auch umgesetzt hat.
Warum sehen wir die Religion als eine Gefahr? Sehen wir nicht ihre Vergangenheit? Eher sehen zur Zeit irregeleitete Besessene, die sich vom Westen den Namen islamischer Terroristen geben lassen. Mal Hand aufs Herz: wenn eine Religion den Terrorismus doch verbietet, wieso bringt man diese mit Besessenen in Verbindung, nur weil diese wenigen Mächtigen geleitet werden.
Mir macht nicht der Islam Angst, sondern unsere nicht gerechtfertigte Islamophobie.
Dennoch respektiere Herrn Abdel-Samed seine Ansicht.
Es bleibt bei einer Prognose - aber auch nur.
Sören, 21.10.2010

Die mutige und intelligente Art des Autors, sich mit dieser "Muttel aller Heikelkeiten" auseinander- UND
zusammenzusetzen sollte ein Vorbild für alle gutwilligen, nicht ideologischen Menschen sein.
Ich habe das Buch an einem Vormittag verschlungen, zumal es sich auch sehr flüssig liest und immer wieder einleuchtende Beispiele aus dem "wirklichen" Leben gegeben werden. Hoffentlich wird der Autor nicht von irgendwelchen dummen Fanatikern engegriffen oder gar ermordet. Wir müssen ihn schützen wie uns selbst.
Weiter so!
Helmut, 18.09.2010
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