Das Buch
AUTOR(EN) Reinhard Marx VERLAG Pattloch SEITENZAHL 320 AUSSTATTUNG HC + SU HC PREIS EUR (D) 19,95 ISBN3-629-02155-7 ISBN 978-3-629-02155-7 ERSCHEINUNGSTERMIN 05.11.2008
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
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Das Kapital
Ein Plädoyer für den Menschen„Ein Kapitalismus ohne Menschlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit hat keine Moral und auch keine Zukunft.“ Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising
Ist der Traum vom Wohlstand für alle in einer marktwirtschaftlichen Ordnung ausgeträumt? Viele Menschen fragen, was seinerzeit Karl Marx fragte: Dient das Kapital noch dem Menschen oder dient der Mensch nur noch dem Kapital?
Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, teilt mit Karl Marx zwar den Nachnamen, nicht aber die Weltanschauung. Er denkt aus christlicher Verantwortung darüber nach, wie es Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität geben kann, in einer Welt, in der die Macht des Geldes scheinbar grenzenlos ist.
Inhalt von „Das Kapital“ von Reinhard Marx
Die wirtschaftliche Globalisierung wird von vielen Menschen als existentielle Bedrohung erfahren. Die internationale Finanzmarktkrise zeigt, wie stark anonymes Kapital unser Schicksal bestimmt. Banken und Fonds verspekulieren Milliarden, die Zeche zahlen andere. Viele rufen nach sozialer Gerechtigkeit. Was damit gemeint ist, darüber herrscht keine völlige Einigkeit. Auch die Thesen von Karl Marx werden in dieser Debatte genannt und allzu häufig verklärt. Es läuft heute auf die Frage hinaus: Dient das Kapital noch dem Menschen oder dient der Mensch nur noch dem Kapital?
Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, teilt mit Karl Marx zwar den Nachnamen, nicht aber die Weltanschauung: Nicht nur die Menschen brauchen Kapital, sondern das Kapital und der Markt brauchen auch die Menschen. Das System der Sozialen Marktwirtschaft liegt klar im Vorteil, sowohl gegenüber einem „primitiven Kapitalismus“ als auch gegenüber einem verklärenden Marxismus. Erzbischof Marx mischt sich deshalb ein, widerspricht im Namen des Menschen und aus christlicher Verantwortung: Die Globalisierung der Märkte muss durch eine Globalisierung von Solidarität und Gerechtigkeit ergänzt werden. Ein Kapitalismus ohne Rahmenordnung schädigt das Gemeinwohl. Das ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern eine klare ökonomische Erkenntnis, die auch durch Erfahrung überprüfbar ist. Ähnlich der nationalstaatlichen Rahmenordnung, brauchen wir eine weltweite Regelung für Finanzströme, Arbeitnehmerrechte und das wirtschaftliche Verhalten. Für weltweite Solidarität und Gerechtigkeit zu arbeiten, ist ein Auftrag für die Politik, aber auch für jeden, der am wirtschaftlichen Geschehen beteiligt ist.
Und das sind letztlich alle.
Leseprobe
Das Kapital
Betrachtet man die heutige weltwirtschaftliche Entwicklung, scheinen Sie mit Ihrer Auffassung Recht gehabt zu haben, dass das Kapital stetig nach seiner Vermehrung strebt, dass es in diesem Streben im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos ist und dass die Tendenz zur ökonomischen Globalisierung insofern dem Kapitalismus tatsächlich immanent ist.
Rezensionen
Süddeutsche Zeitung
| 30.10.2008Selten hat das Buch eines Bischof so viel Aufmerksamkeit gefunden: Reinhard Marx warnt auf 320 Seiten vor einem ungebändigten Kapitalismus.
Rheinische Post
| 30.10.2008"Aufsehen erregend"
Münchner Merkur
| 30.10.2008Der "schwarze" Marx
Leserstimmen
Peter
| 16.03.2009Konsequenzen
„Ich bin Mitglied im Kirchenvorstand eines Kirchenkreises in der Westfälischen Landeskirche. Ich würde mir wünschen, dass Erzbischof Reinhard Marx konfessionsübergreifend auf der Basis der Aktion Arbeit im Bistum Trier und der Hauptvorlage der Evangelischen Landeskirche von Westfalen "Globalisierung gestalten" die Diskussion und die Einleitung von konkreten Maßnahmen mit der Wirtschaft und Politik diskutiert und anschiebt.”
Larissa
| 14.03.2009Marx gegen Marx
„Das Buch ist vom Gesichtspunkt der Gegenüberstellung zwei Welten interessant: 19 Jahrhunderte und 21. Doch haben über Karl Marx begonnen, zu vergessen. ”
Siegfried
| 24.11.2008ein Erzbischof zum Kapital
„Die Erkenntnisse und Auslassungen eines Erzbischofs zum Thema Kapital sind schon erstaunlich. Nur mit Gebeten und kirchlischen Appellen läßt sich sicher nichts ändern. auch wenn die Reichen fleißig in die Kirche gehen.”