Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Der Architekt

9783426512753
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Taschenbuch, Knaur TB
01.10.2012, 384 S.

ISBN: 978-3-426-51275-3
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Psychothriller

Ein aufsehenerregender Mordfall, eine Mediensensation: Der Berliner Stararchitekt Julian Götz ist angeklagt, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter bestialisch ermordet zu haben. Nachts, im Schlaf. Alle Indizien deuten auf ihn als Täter, doch er beschafft sich ein Alibi. Der junge Drehbuchautor und Journalist Ben Lindenberger wittert seine Chance, mit einem spektakulären Buch über den Fall zu Bestseller-Ruhm zu gelangen, und stellt Nachforschungen an. Doch bald schon ist er nicht mehr Herr des Geschehens und gerät in einen Sog aus Machtgier, Intrigen, dunklen Geheimnissen und Begierden.

Der Autor

Jonas Winner

Portrait von Jonas Winner

Jonas Winner, geboren 1966 in Berlin, promovierter Philosoph, arbeitete nach dem Studium in Berlin und Paris als Journalist, Redakteur für das...

zum Autor Bücher von Jonas Winner

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Pressestimmen

"Keine schlechte Story, und eben hin und wieder ein neuer Touch."

Hellweger Anzeiger, 22.09.2012

"'Der Architekt' ist ein gelungener Psychothriller. Autor Jonas Winner weiß, wie er seine Leserschaft fesseln und schocken kann."

Multimania, Oktober 2012

"Der Philosoph und Drehbuchautor hat einen spannenden und unvorhersehbaren und ein wenig schrägen Roman vorgelegt, der sich von der Masse an schlecht geschriebenen Psychothrillern stilistisch und inhaltlich klar abhebt. Für alle, die Thriller mögen und kein Problem mit grausamen Details haben: eine schwere Empfehlung."

Die Presse / Die Presse am Sonntag, 07.10.2012

"Wer Der Architekt von Jonas Winner zur Hand nimmt, muss Geduld mitbringen und sich auf ein ungewöhnliches Buch einlassen."

Krimi-couch.de, Oktober 2012

"[Jonas Winners] Romane sind lebendig, plastisch und spulen sich förmlich vor dem inneren Auge des lesers ab - wie ein Film. 'Der Architekt' verfügt über alles, was ein packender Thriller haben muss: ein düsterer und brutaler Mordfall, mysteriöse Charaktere und menschliche Abgründe, wie sie finsterer kaum sein könnten."<br /> <br /> "Ein unglaublich fesselnder Psychothriller, der mit immer neuen Wenungen und einem fulminanten Finale restlos überzeugt."

Booksection.de, 09.10.2012

"Aufgepasst! Jonas Winner sieht zwar ziemlich harmlos aus. Aber der Berliner beherrscht alle Spannungs-Tricks und fesselt mit einem sensationellen Psychothriller, der uns nach allen Regeln der Kunst auf falsche Fährten lockt."

Petra - Buch Special, 07.11.2012

“'Der Architekt' schockt. Ein Thriller für anspruchsvolle Leser. Autor Jonas Winner hat eine verschachtelte Geschichte um Mord, Sex, Machtgier und Verrat entworfen, die extrem unter die Haut geht."

Berliner Kurier online, 17.11.2012

"Ein intelligenter Psychothriller jenseits des Mainstream."

Media-Mania.de, 09.12.2012

"Ein Buch wie ein Kinofilm, der einen vor Spannung ganz tief in den Kinosessel drückt. Wer DER ARCHITEKT liest, hat die Geschichte sofort vor Augen, so plastisch ist sie erzählt. Und so packend. Jonas Winner, promovierter Philosoph, weiß, wie er den Leser fesselt und schockiert. Immer wieder überrascht der Berliner Autor mit rasanten Wendungen, grausamen Details und psychologischem Schrecken... Hart, aber verdammt gut!"

Buch-Ticker.de, Februar 2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die Leseprobe machte mich richtig neugierig auf den neuen Roman von Jonas Winner "Der Architekt". Es baute eine Spannung
auf, die mich nicht mehr losgelassen hatte. Umso begeisterter war ich, als ich das Buch endlich in den Händen hielt. Schon das Cover hatte mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die schwarz-weißen Streifen verschwommen vor den Augen und wenn man das Cover länger betrachtet ist es wie ein Sog, in den man automatisch hineingezogen wird. Einfach klasse...
Jonas Winner erzählt in seinem Buch gleich mehrere Geschichten. Zunächst baut er in einer Ich-Erzählform eine Rahmenhandlung auf: Ein Rechtsanwalt erhält von einem unbekannten Mann ein Manuskript mit dem Titel "Der Architekt". Der Mann bittet ihn dieses bis zum nächsten Tag zu lesen, dann würde er wieder kommen. Im Anschluss daran beginnt die eigentliche Handlung: Der Prozess gegen den Architekten Julian Götz, der seine Frau und seine Kinder auf brutale Weise ermordet haben soll. Besonders spannend an diesem Erzählstrang fand ich immer wieder mit welcher Detailtreue der Autor die Geschehnisse im Hause Götz zum Zeitpunk des Mordes und die Tat an sich darstellte. Der Leser hatte das Gefühl sich in dieser Situation zu befinden. In diesem Erzählstrang spielt eigentlich der Filmetexter Ben Lindenberg die Hauptrolle. Er entscheidet sich nach dem erfolglosem Versuch einen neuen Film zu veröffentlichen dazu, die Geschichte des Architekten Julian Götz nieder zu schreiben und als Buch zu veröffentlichen. So ist er von Beginn an bei dem Prozess dabei und hegt auch sonst engen Kontakt zu Julian Götz - doch das ist das Gefährliche. Plötzlich bekommt Ben Wahnvorstellungen. Warum erfährt der Leser leider nicht genau, doch man kann erahnen, dass es etwas mit seiner Nähe zu Julian Götz zu tun haben könnte. Der dritte Erzählstrang handelt von der jungen Mia, die gemeinsam mit ihrer Freundin Dunja und dessen Freund nach einer Autotour in einer Tiefgarage landet. Von dieser aus gelangen sie in einen Wohntrakt, in welchem sie auf maskierte Menschen treffen. Dieser Wohntrakt entwickelt sich allerdings nach und nach immer mehr zu einem Labyrinth, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Mia ist zunehmend psychisch angeschlagen und will nur noch eins: RAUS. Diese Idee der Manipulation von Menschen durch die Architektur hat mich besonders beeindruckt - Psychosen erzeugen durch einen bestimmten Baustil... Eine faszinierende, aber auch gleichzeitig unheimliche Vorstellung.
Der Ansatz der gesamten Geschichte hat mich vollkommen überzeugt und mich auch dazu angeregt das Buch überhaupt zu lesen. Doch je mehr ich las, desto enttäuschter wurde ich. Die drei Handlungsstränge wechseln teilweise viel zu schnell, sodass der Leser gezwungen sehr häufig in seinen Gedankengängen hin und her zu springen. Kaum hat man sich wieder in ein Geschehen eingedacht wechselt schon die Handlung. Der Erzählstil des Autors macht es dabei nicht gerade einfacher. Häufig sind mir e
Sandra Krause, 01.05.2014

Dem Berliner Stararchitekt Julian Götz wird der Prozess gemacht wegen des Mordes an seiner Ehefrau und seinen beiden
Töchtern. Der wohl eher mäßig erfolgreiche Drehbuchautor Ben Lindenberger erfährt durch Zufall davon und möchte darüber ein Buch schreiben. Seine Recherche beginnt er während des Prozesses und lernt dadurch Götz selbst und seine Familie kennen. Immer mehr gerät er in den Sog der einzelnen Personen und deren Handeln.
Der zweite Handlungsstrang erzählt von einer jungen Frau namens Mia. Erst am Ende des Buches laufen alle parallelen Ereignisse zusammen. Leider bekommt man am Schluß auch keine wirkliche Auflösung, sondern steht als Leser ziemlich ratlos da, weil man unbefriedigt zurückgelassen wird.

Der Schreibstil des Autors Jonas Winner ist flüssig, und man kommt sofort in das Buch rein. Die Handlungen aber bleiben die ganze Zeit über ein Rätsel. Die einzelnen Protagonisten sind alle so wenig beschrieben, dass man sie sich nicht bildlich vorstellen kann, umso mehr wirken sie alle durch ihr Handeln und ihre Reaktionen durchweg unsympathisch. Man kann nicht wirklich mitfühlen oder –leiden, sondern war fast immer emotionslos.

Einen Teil des Buches nimmt auch die Architektur von Götz ein, der mit seinen Bauten die Manipulation der Menschen bewirken will, die sie betreten. Die Passagen kamen mir vor wie eine Vorlesung für Architektur, etwas weniger davon wäre wohl besser gewesen. Und das Vorhaben selbst wirkt doch sehr abgehoben und unrealistisch.

Meine persönlichen Erwartungen an den Roman waren hoch, da ich das Genre sehr gern mag und der Plot wirklich interessant geklungen hat, mal was Neues dachte ich. Aber die Umsetzung ist leider nicht geglückt. Die meisten Handlungen haben keinen Sinn ergeben, die Dialoge waren zum Teil wenig anspruchsvoll. Leider konnte mich dieser Roman überhaupt nicht begeistern und fesseln.

Das Buch wird als Psychothriller angepriesen, für mich verdient es diese Bezeichnung nicht, nur die Protagonisten in dem Buch waren anscheinend durchweg Psychos.
Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht!
S. Kaldich, 07.03.2014

Insgesamt habe ich schon einige Meinungen über das Buch gelesen, zumeist fielen diese nicht allzu positiv aus. Ich
wiederum muss sagen, dass das Buch mein Leserepertoire sehr bereichern konnte! „Der Architekt“ von Jonas Winner ist als Psychothriller ausgeschrieben, völlig zu Recht! Der Klappentext beschreibt „nur“ einen gewöhnlichen Fall, einen Stoff für einen ganz normalen Thriller. Doch je weiter man liest, desto klarer wird die psychische Verstrickung der Story.
Mein Tipp an alle (künftigen) Leser: Lasst euch auf die Geschehnisse ein! Es muss nicht immer alles zu 100% nachvollziehbar sein, gerade was die menschliche Psyche betrifft! Sie ist unvorstellbar komplex und eben nicht immer rational! Wenn ihr an einem PSYCHOthriller interessiert seid, lest dieses Buch! Solltet ihr an rationaler Fallaufklärung und präziser Spurensicherung interessiert sein sucht euch besser einen gewöhnlichen Krimi. Für mich ist Jonas Winners „Der Architekt“ ein gelungenes Werk!
Selina Müller, 24.10.2013

Zum Inhalt:

Das Buch ist in zwei Erzählsträngen geschrieben. Im ersten wird der bekannte Berliner Stararchitekt Julian Götz angeklagt, seine Frau und seine beiden Töchter auf brutalste Weise ermordet zu haben. Noch schlimmer erscheint, dass er die Taten in der Nacht verübt hat, seine Töchter also im Schlaf umbrachte. Beweise für seine Schuld gibt es nicht, sie fundiert nur auf Indizien. Als ihm nun der Prozess gemacht wird, verirrt sich der erfolglose Drehbuchautor Ben Lindenberger in den Gerichtssaal und wird förmlich in den Bann des Geschehens gezogen.

Ben ist nun davon beseelt, ein Buch über das Leben und die Unschuld von Julian Götz zu schreiben. Er setzt alles daran, dies in die Tat umzusetzen. Nachdem er mit der Schwester des Opfers, Sophie, gesprochen hat, versucht er nun, über den Anwalt auch an Julian heranzukommen. Seine Hartnäckigkeit wird belohnt und so kommt es, wie es kommen muss: Er lernt Julian kennen und auch die ganze Familie des Opfers. Immer tiefer wird Ben in den Sumpf der Tat gezogen und es kommt sogar so weit, dass er anfängt an sich zu Zweifeln, ob er das Richtige tut. Ist Julian unschuldig oder nicht? Irgendetwas ist hier richtig faul.

Im zweiten Erzählstrang geht es um Mia. Über sie erfahren wir relativ wenig, nur, dass sie in einem Haus gefangen gehalten wird, aus dem es anscheinend kein Entkommen gibt. Furchtbare Dinge passieren dort und selbst Fenster gibt es hier nicht. Mia ist am Ende, wie kann sie dieser Hölle entfliehen?

Wie diese beiden Erzählstränge zusammengeführt werden und was sich daraus ergibt, müsst Ihr schon selbst herausfinden, denn mehr werde ich nicht verraten.

Fazit:

Der Autor Jonas Winner wollte hier einen fesselten Thriller schreiben. Leider ist ihm dies in meinen Augen nicht gelungen.

Viel zu oft und zu lange verstrickt er sich hier in Beschreibungen von Architektur und Bauplänen, die mich als Leser langweilen. Ich wollte hier lesen, wie es zu dem Mord gekommen ist und wer ihn ausübte. Dies erfahren wir leider nicht wirklich.

Die verworrenen Erzählstränge finden zwar am Ende zusammen, aber wirklich einleuchtend ist das Ende nicht.

Die Spannung, die am Anfang aufgebaut wurde, fällt schnell in sich zusammen und ich quälte mich eher durch das Buch, als dass ich es mit Begeisterung las. Schade, man hätte aus diesem Stoff doch so viel mehr machen können.

Auch die Charaktere bleiben mir das ganze Buch über eher platt. Niemals kann ich mich mit ihnen identifizieren. Sie sind mir durchweg unsympathisch.

Der Schreibstil ist ein wenig holprig. Wie gesagt: die vielen Beschreibungen der Häuser und Bauweisen, störten mich doch schon sehr. Das störte natürlich den Lesefluss enorm.

Von mir kommen hier 2 Sterne. Eine Leseempfehlung vergebe ich hier nicht.
Beata Koch, 04.10.2013

Psychospiel in Deutschlands Hauptstadt

Jonas Winners neuer Thriller »Der Architekt«, erschienen im Droemer Knaur Verlag im Oktober diesen Jahres, spielt in unserer Hauptstadt Berlin. Dort sitzt Julian Götz, seines Zeichens international anerkannter Architekt, Ehemann & Vater zweier Töchter vor dem Moabiter Kriminalgericht auf der Anklagebank, im Verdacht seine Familie umgebracht zu haben. Fasziniert von diesem Prozess, beschließt der Drehbuchautor Ben Lindenberger aus seinem gewohnten Alltagstrott auszubrechen und setzt sich mit dem 49jährigen Architekten in Verbindung, um ihm vorzuschlagen ein Buch über ihn und den Fall zu schreiben. Erst nach einer Weile wird im klar, wie sehr ihn die Geschichte immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen, Geheimnissen und dunkle Begierden zieht…

Gute Idee, aber…

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, fiel mir als erstes das geometrisch gestaltete Cover auf. Schwarz-weiße Balken finden sich zu einem Fluchtpunkt in der Mitte des Buches zusammen, wie als ob man durch einen langen Flur geht, dessen Wände auf diese Weise gestaltet wurden, hinein in eine schwarze, unbekannte Welt. Nachdem ich das Buch aus der Hand gelegt habe, muss ich ehrlich zugeben, dass das Cover sehr gut zum Inhalt passt.

In »Der Architekt« dreht sich alles um Architektur, das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung, welche sich in mehrere Handlungsstränge aufteilt. Viele architektonische Details werden umfangreich beschrieben, man merkt dass der Autor hier entweder sehr gut recherchiert oder selbst viel Interesse an Architektur hat. Teilweise nimmt dies ein wenig überhand und ich habe stellenweise das Gefühl, dass die Handlung nicht so recht in Fahrt kommen will. Spannung erzeugt der Autor definitiv, ich wollte unbedingt weiterlesen, denn schließlich wollte ich erfahren, wer denn nun der Mörder ist, war es der Architekt oder nicht?

Als nächstes stellte sich die Frage, was es mit Mia auf sich hatte, denn die Geschichte um das Mädchen bildet einen weiteren Handlungsfaden. Mia, eine junge Frau, die von ihrer Freundin auf eine dubiose Party in eine noch dubiosere Umgebung mitgenommen wird, findet sich plötzlich in einem Raum wieder, eingesperrt, abgeschnitten von der Außenwelt, inmitten der Dunkelheit und der Geräuschkulisse hämmernder Bässe, inmitten von sich windenden Leibern, die sich gegenseitig in Extase treiben. Wie dieser Teil des Plots mit der restlichen Handlung zusammenhängt, erfährt man als Leser erst sehr spät im Buch. Das wiederum gefiel mir sehr gut, denn ich wusste Mias Rolle bis weit über 75% des Buches nicht wirklich einzuordnen. Die Hinweise darauf verdichten sich erst im letzten Viertel des Buches und es fällt einem wie Schuppen von den Augen. Pluspunkt für Herrn Winner, denn er weiß, den Leser spannend zu unterhalten und diese Spannung auch bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.

Ab
Buechernische, 13.05.2013

Rasant, spannend und mitreißend - sind die Adjektive die mir zu diesem Buch als erstes in den Sinn kommen.
Denn ausnahmsweise ermittelt mal nicht ein Ermittlerteam sondern ein Journalist. Er selbst kommt immer öfter an seine Grenzen und stellt verwirrt fest, dass er teilweise nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann. Dadurch, dass der Leser alles durch seine Augen betrachtet, wird man automatisch mit in diese Verwirrtheit mit reingezogen und fühlt richtig mit ihm mit.
Die Schlüsselfigur dieses Thrillers ist natürlich der Architekt Götz, der eine ganz eigene Aura ausstrahlt, bedrohlich und unergründlich. Genie und Wahnsinn liegen schließlich gar nicht so weit auseinander. Diese beiden Figuren habe mir schon mächtig imponiert, ein machtgeiler Architekt und ein ambitionierter Journalist, der sich in den Fall hineinfrisst und aufpassen muss nicht selbst aufgefressen zu werden.
Denn hinter der zunächst so glücklich und heil wirkenden Fassade sieht es ganz anders aus, wer genau seine Finger mit im Spiel hat, wir erst ganz zum Ende hin klar. Jonas Winner schafft es über diese Zeit die Spannung extrem hochzuhalten, sodass ich das Buch wirklich kaum aus der Hand legen konnte.
In der Geschichte befindet sich noch eine Geschichte. Die Geschichte von Mia - diese hat mich wirklich fasziniert, ich wollte unbedingt sofort wissen, was diesem jungen Mädchen zu gestoßen ist, aber ich musste mich gedulden und konnte erst nach und nach die beiden Geschichten miteinander verknüpfen.

Was mir weniger gefallen hat, ist das diese Geschichten in eine weitere Geschichte gebettet sind, die ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte. Das Ende war mir zu abrupt. Abgesehen davon, habe ich allerdings keinerlei Kritikpunkte.
Der Psychothriller ist extrem gut geschrieben und zieht einen sofort in den dunklen Sog hinein. Man weiß zwischendrin selbst nicht mehr, wem man noch vertrauen kann und wer jetzt der Mörder ist und das finde ich wirklich spitze.
Für mich eine Mischung aus Shutter Island und Zodiac - einzige Ausnahme: Am Ende wird alles aufgelöst.

Empfehlen würde ich das Buch jedem, der auf verworrene Psychothriller steht und natürlich allen die Berlin Gothic von Jonas Winner verschlungen haben!
Kathrin Wagner, 19.04.2013

*Optik*
Das Cover gefällt mir. Es ist zwar eher schlicht gehalten mit den schwarzen und weißen Streifen. Aber irgendwie hat es etwas Anziehendes. Es macht den Eindruck es wolle den Leser in das Buch hineinziehen. Leider prangt in riesigen Lettern der Name des Autors auf dem Cover und dem Titel wurde nur ein bedeutend kleiner Platz eingeräumt. Das finde ich generell etwas schade, ich mag es eher anders herum. Noch kleiner unter dem Titel steht es sei ein Psychothriller. Hier hätte man durchaus die Schrift noch kleiner und kleiner bis zur Unerkenntlichkeit werden lassen können, denn das war es für mich definitiv nicht. Aber dazu später mehr.

*Inhalt*
Julian Götz, Stararchitekt in Berlin, ist angeklagt, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter nachts im Schlaf ermordet zu haben.
Ben Lindenberger ist Autor und auf der Suche nach DER Idee überhaupt, die ihm endlich den nötigen Erfolg beschert. Er bekommt Wind von dem Prozess und ist sofort Feuer und Flamme, diesen für ein Buch auszuschlachten. Immer mehr hängt er sich hinein, nimmt Kontakt zum Angeklagten und der Familie auf und wird immer weiter hinter die Kulissen gezogen.

*Meinung*
Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und für Psychothriller bin ich immer zu haben. Leider hat es der Autor mit diesem Buch nicht geschafft, mich zu überzeugen. Zu Anfang beginnt die Geschichte viel versprechend, die Grundidee hat mich angesprochen und ich war interessiert wie es weiter gehen wird. Die Geschichte wird einer Seits aus der Sicht von Ben erzählt und es gibt einen zweiten Handlungsstrang, in dem Mia die Person ist, um die es sich dreht. Lange (gut 3/4 des Buches) ist ungewiss in wie weit beide Stränge miteinander zu tun haben.
Allerdings kam für mich an keiner Stelle diese kribbelige Spannung auf, die ich sonst bei Psychothrillern verspüre. Es war mehr ein zur Kenntnis nehmen, besonders je weiter die Story fortgeschritten ist. Es wurde immer verwirrender und kurioser. Der Protagonist erleidet aus heiterem Himmel ständig Halluzinationen und für mich war es schwer aus einander zu halten, was ist jetzt wahr und was bildet er sich nur ein. Keiner der Charaktere konnte mich für sich einnehmen, sie sind zum Teil recht unsympathisch, bleiben nur flach beleuchtet und handeln vor allem in manchen Situationen total realitätsfern. Natürlich ist es eine fiktive Geschichte aber bei bestimmten Sachen kann man einfach nur den Kopf schütteln.
Die Aufklärung des Falls war dann noch ein wenig überraschend aber konnte es für mich leider auch nicht rausreißen.
Der Schreibstil des Autors war im Übrigen flüssig zu lesen, allerdings waren einige Textstellen so verwirrend geschrieben, dass ein nachmaliges Lesen selbiger angebracht war.

*Fazit*
Gute Grundidee die Potenzial gehabt hätte, wurde leider nicht gut genug umgesetzt. Es beginnt viel versprechend verliert sich aber dann in Kuriositäten und Verw
Mareike, 31.10.2012

Gelockt durch das auffallende moderne Cover wurden die Reize gesteuert um überhaupt herauszufinden um was es in diesem
Buch vom deutschen Autor Jonas Winner gehen soll.

Die Vorbemerkung des Autors gibt eine super Einstimmung in einen Psychothriller. Der Schauplatz ist Berlin. Ein Mann soll seine Familie im eigenen Haus umgebracht haben. Opfer sind seine Frau Christine und seine Töchter Pia und Svenja. Ein Mann mit einem guten Beruf, Status, Ruhm und Wohlstand. Warum hat Julian Götz das getan? Was ist am 25. September tatsächlich passiert?

Ben Lindenberger stellt sich als Trittbrettfahrer vor. Er ist beruflich gerade in einer Flaute und kommt
durch Zufall zur Gerichtsverhandlung und sieht eine Möglichkeit mithilfe dieser Story wieder Fuss zu fassen.

Mias Einblicke dienen als Kontrastprogramm und sind lange unklar in welcher Verbindung dies zum Fall Götz stehen soll.

Personen die ins Geschehen eintreten stellen sich oftmals nicht vor und der Leser saugt jeden Brocken auf um herauszufinden wer die Person überhaupt ist und somit einen Zusammenhang herstellen zu können. Der Verlauf wird gegliedert in Einblicke von unterschiedlichen Blickwinkeln. Die bis auf die Schilderungen um Mia zusammenhängend sind.

Die Figur Bens war ein gutes Gegenstück zu den Ganzen Polizisten und FBI Agenten auf dem Markt, denn er ist lediglich ein kleiner Schriftsteller ohne Kenntnisse im Ermittlungsgeschehen und der Architektur.

Seine Fortschritte und Gedanken zogen den roten Faden durch das Buch bis kurz vor dem 2. Teil ein
Abschnitt für mich nicht so optimal und untypisch für den bisherigen Verlauf war. Danach besserte sich die Entwicklung wieder etwas und tänzelte ständig zwischen verschiedenen Endungen herum bis dann auf den letzten paar Seiten der Eindruck, die Sicht oder gar die Wunschvorstellungen eines Mannes wiedergespiegelt wurde. Für das Ende hätte ich mir etwas mehr Bodenständigkeit vorgestellt.
Anja, 29.10.2012

Die Leseprobe machte mich richtig neugierig auf den neuen Roman von Jonas Winner "Der Architekt". Es baute eine Spannung
auf, die mich nicht mehr losgelassen hatte. Umso begeisterter war ich, als ich das Buch endlich in den Händen hielt. Schon das Cover hatte mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die schwarz-weißen Streifen verschwommen vor den Augen und wenn man das Cover länger betrachtet ist es wie ein Sog, in den man automatisch hineingezogen wird. Einfach klasse...
Jonas Winner erzählt in seinem Buch gleich mehrere Geschichten. Zunächst baut er in einer Ich-Erzählform eine Rahmenhandlung auf: Ein Rechtsanwalt erhält von einem unbekannten Mann ein Manuskript mit dem Titel "Der Architekt". Der Mann bittet ihn dieses bis zum nächsten Tag zu lesen, dann würde er wieder kommen. Im Anschluss daran beginnt die eigentliche Handlung: Der Prozess gegen den Architekten Julian Götz, der seine Frau und seine Kinder auf brutale Weise ermordet haben soll. Besonders spannend an diesem Erzählstrang fand ich immer wieder mit welcher Detailtreue der Autor die Geschehnisse im Hause Götz zum Zeitpunk des Mordes und die Tat an sich darstellte. Der Leser hatte das Gefühl sich in dieser Situation zu befinden. In diesem Erzählstrang spielt eigentlich der Filmetexter Ben Lindenberg die Hauptrolle. Er entscheidet sich nach dem erfolglosem Versuch einen neuen Film zu veröffentlichen dazu, die Geschichte des Architekten Julian Götz nieder zu schreiben und als Buch zu veröffentlichen. So ist er von Beginn an bei dem Prozess dabei und hegt auch sonst engen Kontakt zu Julian Götz - doch das ist das Gefährliche. Plötzlich bekommt Ben Wahnvorstellungen. Warum erfährt der Leser leider nicht genau, doch man kann erahnen, dass es etwas mit seiner Nähe zu Julian Götz zu tun haben könnte. Der dritte Erzählstrang handelt von der jungen Mia, die gemeinsam mit ihrer Freundin Dunja und dessen Freund nach einer Autotour in einer Tiefgarage landet. Von dieser aus gelangen sie in einen Wohntrakt, in welchem sie auf maskierte Menschen treffen. Dieser Wohntrakt entwickelt sich allerdings nach und nach immer mehr zu einem Labyrinth, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Mia ist zunehmend psychisch angeschlagen und will nur noch eins: RAUS. Diese Idee der Manipulation von Menschen durch die Architektur hat mich besonders beeindruckt - Psychosen erzeugen durch einen bestimmten Baustil... Eine faszinierende, aber auch gleichzeitig unheimliche Vorstellung.
Der Ansatz der gesamten Geschichte hat mich vollkommen überzeugt und mich auch dazu angeregt das Buch überhaupt zu lesen. Doch je mehr ich las, desto enttäuschter wurde ich. Die drei Handlungsstränge wechseln teilweise viel zu schnell, sodass der Leser gezwungen sehr häufig in seinen Gedankengängen hin und her zu springen. Kaum hat man sich wieder in ein Geschehen eingedacht wechselt schon die Handlung. Der Erzählstil des Autors macht es dabei nicht gerade einfacher. Häufig sind mir ein
Sandra, 29.10.2012

Das Cover wirkt interessant durch das schwarz-weiße Streifenmuster an den Wänden links und rechts. Mittig ist
Schwärze zu sehen, die scheinbar darauf wartet etwas von außen hineinzuziehen beziehungsweise etwas nach außen freizugeben. Effektvoll wurde der Titel in roter glänzender Schrift in die Mitte der Schwärze gesetzt.
Ein Anwalt erhält von einem jungen ungestümen Mann ein Manuskript mit dem Titel „Der Architekt“ ausgehändigt mit der Bemerkung er solle dies unbedingt lesen, er käme morgen wieder. Dann blendet die Geschichte ab und nimmt Mia in den Fokus, ein junges Mädchen, das noch bei ihrer Mutter lebt und nun mit ihrer Freundin Dunja und deren Freund sich auf eine Autofahrt begibt, die in einer Tiefgarage endet. Von dort gelangt man in einen Wohntrakt, in dem sich maskierte Menschen aufhalten. Dieser Wohnkomplex ist wie ein Labyrinth für Mia und nach längerem Aufenthalt will sie diesem entfliehen. Der Haupterzählstrang jedoch handelt von Ben, einem Drehbuchautor, der per Internet auf einen aktuellen Gerichtsprozess aufmerksam wird bei dessen Verhandlung es darum geht, ob der Architekt Götz seine Frau und seine beiden Töchter erschlagen hat. Er beschließt darüber ein Buch zu schreiben und nimmt Kontakt mit Götz auf. Ben beschäftigt sich so sehr mit dessen Aussagen und denen der Angehörigen sowie der Wirkweise seines Buchs in der Öffentlichkeit, dass er glaubt, nicht mehr zwischen schwarz und weiß unterscheiden zu können.
Die Idee zum Buch sowie dessen Aufbau finde ich interessant, die Umsetzung holpert meiner Meinung nach in einigen Situationen. Sehr viele Dialoge durchziehen das Geschehen, dennoch werden Personen und Handlungsorte ausreichend beschrieben. Was die Geschichte diffus macht sind die seltsamen Handlungsweisen der Charaktere, von denen keiner ein Sympathieträger ist. Anhand eines Beispiels führt der Autor aus, welchen Einfluss Architektur auf den Menschen ausüben kann, jedoch ergeht er sich in der Fortsetzung der Aufklärung der Verbrechen nur in Andeutungen und am Ort des Geschehens fehlt mir eine plausible Begründung für die Handlungsweise vollständig. Die Personen verhalten sich teilweise rätselhaft und unterschwellig ist etwas Psychotisches vorhanden, das der Leser aber nicht zu greifen vermag. Stattdessen neigt er selbst zum Phantasieren, um nicht vorhandene Ausführungen weiterzuspinnen. Damit ist der ein oder andere Leser jedoch überfordert. Daher erfolgt von mir nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.
Ingrid, 28.10.2012

Inhalt:
Der Drehbuchautor Ben Lindenberger muss sich sagen lassen, dass er einen Totschläger nicht authentisch darstellen kann. Um das zu ändern, verfolgt er bei Gericht den Prozess gegen den Architekt Julian Götz, der seine Frau und seine beiden Kinder erschlagen haben soll. Dabei merkt er gar nicht, dass er selbst immer tiefer in den Fall hineingezogen wird.

Meine Meinung:
Der Anfang ist etwas verwirrend, weil drei Handlungsstränge aufeinandertreffen. Dann werden aber vorerst nur noch zwei weitergeführt und damit die Konstruktion der Geschichte vereinfacht. Die Handlung um Ben Lindenberger und Julian Götz ist einigermaßen spannend und man kann mit verfolgen, wie Ben langsam in den Sog des Architekten gerät und sich immer mehr mit dem Täter identifiziert. Die psychischen Auswirkungen auf Ben kamen mir allerdings etwas teilweise zu sprunghaft und waren mir nicht immer ganz verständlich.

Auf der anderen Seite haben wir das Mädchen Mia, das sich von seiner Freundin Dunja in eine Sache reinziehen lässt, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Hier war es noch viel schwieriger, etwas nachzuvollziehen, weil der Leser absichtlich im Unklaren gelassen wird, worum es genau geht. Oft hatte ich den Eindruck, dass die beschriebenen Personen unter Drogen stehen, so unwirklich wirkte in diesem zweiten Handlungsstrang alles.

Während am Anfang detailliert beschrieben und dargestellt wurde, kam mir das Ende dann zu schnell und gewaltig, hier blieben meines Erachtens einige Erklärungen auf der Strecke.
Elke, 28.10.2012

Dem Berliner Stararchitekt Julian Götz wird der Prozess gemacht wegen des Mordes an seiner Ehefrau und seinen beiden
Töchtern. Der wohl eher mäßig erfolgreiche Drehbuchautor Ben Lindenberger erfährt durch Zufall davon und möchte darüber ein Buch schreiben. Seine Recherche beginnt er während des Prozesses und lernt dadurch Götz selbst und seine Familie kennen. Immer mehr gerät er in den Sog der einzelnen Personen und deren Handeln.
Der zweite Handlungsstrang erzählt von einer jungen Frau namens Mia. Erst am Ende des Buches laufen alle parallelen Ereignisse zusammen. Leider bekommt man am Schluß auch keine wirkliche Auflösung, sondern steht als Leser ziemlich ratlos da, weil man unbefriedigt zurückgelassen wird.

Der Schreibstil des Autors Jonas Winner ist flüssig, und man kommt sofort in das Buch rein. Die Handlungen aber bleiben die ganze Zeit über ein Rätsel. Die einzelnen Protagonisten sind alle so wenig beschrieben, dass man sie sich nicht bildlich vorstellen kann, umso mehr wirken sie alle durch ihr Handeln und ihre Reaktionen durchweg unsympathisch. Man kann nicht wirklich mitfühlen oder –leiden, sondern war fast immer emotionslos.

Einen Teil des Buches nimmt auch die Architektur von Götz ein, der mit seinen Bauten die Manipulation der Menschen bewirken will, die sie betreten. Die Passagen kamen mir vor wie eine Vorlesung für Architektur, etwas weniger davon wäre wohl besser gewesen. Und das Vorhaben selbst wirkt doch sehr abgehoben und unrealistisch.

Meine persönlichen Erwartungen an den Roman waren hoch, da ich das Genre sehr gern mag und der Plot wirklich interessant geklungen hat, mal was Neues dachte ich. Aber die Umsetzung ist leider nicht geglückt. Die meisten Handlungen haben keinen Sinn ergeben, die Dialoge waren zum Teil wenig anspruchsvoll. Leider konnte mich dieser Roman überhaupt nicht begeistern und fesseln.

Das Buch wird als Psychothriller angepriesen, für mich verdient es diese Bezeichnung nicht, nur die Protagonisten in dem Buch waren anscheinend durchweg Psychos.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht!
S., 27.10.2012

Der Architekt von Jonas Winner handelt von einem Architekten der seine Frau und seine beiden Töchter umgebracht haben
soll. Der Autor Ben Lindenberger verfolgt die Verhandlungen, um ein Buch über die Tat zu schreiben und begibt sich eigenmächtig auf Ermittlungen rund um den Prozess.
Die Geschichte wird in 3 Handlungssträngen erzählt. Es wird hauptsächlich aus der Sicht des Ben Lindenberger erzählt. Kurze Abschnitte handeln immer wieder von Mia, die mit ihrer Freundin Dunja in ein spiralförmiges, labyrinthähnliches Gebäude – dem Innenhaus- gerät. Der dritte Handlungsstrang ist der Prolog und Epilog, die in der Ich-Form erzählt werden.
Es dauert eine Weile bis man mit den Handlungssträngen und den unterschiedlichen Personen klar kommt. Dadurch brauchte etwas bis ich in der Geschichte drin war und sich Spannung aufbaute.
Der Architekt Julius Götz baut Gebäude, die Einfluss auf die menschliche Psyche nehmen sollen. Alles deutet darauf hin, dass er der Täter ist. Ben Lindenberger lässt sich immer weiter in den Fall reinziehen. Teilweise gerät er so sehr in den Strudel der Tat, das er die Tat wieder und wieder erlebt. Ist er nur an dem Fall interessiert, weil er in Wirklichkeit der Täter ist?
Die Frage nach dem Täter bleibt bis zum Schluss spannend.
Die Dialoge kamen bei mir etwas „trocken“ an, es fehlte ihnen oft die Lebendigkeit einen zu fesseln.
Der Handlungsstrang mit Mia und dem Innenhaus konnte ich nicht so recht erschließen. Was war das faszinierende an diesem Haus?
Götz baute als Student mit seinem Kommilitonen ein Zimmer um, das auf Geräusche und Bewegungen reagierte. Das fand ich wesentlich faszinierender als das Innenhaus.
In dem Buch steckt viel Potenzial, welches gebremst wird durch den Handlungsstrang der Mia und dem Innenhaus und an manchen Stellen durch die Dialoge.
Tanja, 25.10.2012

Man könnte denken es kann nicht mehr schlimmer kommen. Der Liebling der Berliner und hochgelobter Architekt der Stadt
Julian Götz wird des Mordes angeklagt an seiner Ehefrau
und seinen kleinen Töchtern. Als spricht gegen ihn. Und wie soll er seine Unschuld beweisen aus dem Gefängnis heraus?.
Aber dieser Fall ist nur ein Teil des mörderischen Puzzles. Ein Lesevergnügen der besonderen Art.
Kathrin, 24.10.2012

Ein überaus angesehener Architekt hat angeblich, seine Frau und seine zwei Kinder, auf blutige Weise ermordet. Dieses
Ereignis weckt in dem mäßig erfolgreichen Drehbuchautor, Ben Lindenberger, die Inspiration und die Leidenschaft für einen eventuellen Neuanfang. Mit vollem Elan und Tatendrang startet er in sein neues Projekt, dass nur in Zusammenarbeit mit dem in Untersuchungshaft sitzenden Architekten, Julian Götz, fruchten kann. Allerdings scheint Ben einige Situationen zu unterschätzen, denn plötzlich ist er in Gegebenheiten verstrickt, die so gar nicht zu Ben und seinem Vorhaben passen.

Der Debütroman von Jonas Winner, “Davids letzter Film”, konnte mich nicht wirklich überzeugen, obwohl die Idee sehr interessant war, die Umsätzung aber leider nicht. Daher war ich bei seinem zweiten Buch etwas skeptisch, was zu Beginn des Thrillers auch berechtigt war. Erst die zweite Hälfte, beziehungsweise das letzte Drittel, kann mit relativ gut durchdachten Handlungssträngen trumpfen. Wenn auch ab und zu gewisse Teile die Spannung dämpfen oder den Lesefluss schmälern.

Ziemlich lange fragte ich mich, beim lesen der Lektüre, wann denn nun die Merkmale eines Psychothrillers erkennbar werden, da man eher den Eindruck hat, einen Krimi in den Händen zu halten. Doch im laufe der Geschichte kristallisiert sich der “Psycho”-Faktor heraus. Dabei werden die eigenen Gedankengänge ebenso psychisch gefordert, denn das Buch ist von Anfang an äußerst verwirrend. Die Verwirrungen mindern das Lesevergnügen ungemein. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich diesen Punkt als negativ empfinde, da man so gezwungen ist Dinge ständig zu hinterfragen.
Hinzu kommt der wenig literarische Schreibstil, der schon im Debütroman mein Hauptmangel war. Jedoch kann ich nicht genau beschreiben, was mich an dem Stil eigentlich stört. Auf jeden Fall empfand ich den Satzbau oft recht gezwungen und wenig gelungen, die Dialoge sind selten bis nie herausragend.
Desweiteren kommen mir einige Handlungen sehr übertrieben vor, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Menschen Dinge tun, die sie im Buch tun. Andererseits machen Menschen in emotional und nervlich belastenden Situationen komische und kritische Dinge.

Die Gestaltung des Umschlags ist sehr gelungen. Als erstes könnte man denken, es handelt sich um ein SciFi Roman. Die zwei "Säulen" wecken bei mir irgendwie Erinnerungen an Metropolis. Doch dann leist man "Der Architekt" und assoziiert die zwei schwarz-weiß gestreiften, sich zum Zentrum hin verjüngenden Streifen, zu zwei großen Gebäudekomplexen. Das schwarz-weiß in Verbindung mit der doch recht dramatischen Gestaltung suggeriert auf jeden Fall, eine nervenaufreibende und düstere Geschichte. Hinzukommt das Rot des Satzes "Der Architekt", dass eine gewisse Portion "Psycho" in das Design legt und natürlich gleich eine blutige Handlung erahnen lässt.
Sehr angenehm ist auch die Art wie die A
Andre, 21.10.2012

Der Berliner Stararchitekt Julian Götz wird des brutalen Mordes an seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern
angeklagt. Alle Indizien weisen auf ihn als Einzeltäter. Auf den Prozess aufmerksam wird der durch mehrere Misserfolge frustrierte Drehbuchautor Ben Lindenberger. Er beschließt ein Buch über den Fall Götz zu schreiben und bekommt wider Erwarten die Unterstützung des Angeklagten und seiner Familie. Zunehmend gerät er jedoch in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Geheimnissen. Hat er das Heft noch in der Hand oder wird er selbst zum Spielball seiner Begierden?

Meine Meinung:

Der erste Roman des durch seinen siebenteiligen Fortsetzungsthriller „Berlin Gothic“ im Netz bereits bekannten Jonas Winner ist ohne Frage ein raffiniert strukturiertes Psychopuzzle, dass durch seinen Aufbau ständig zum Weiterlesen auffordert und deshalb auch kaum Längen aufweist.

Dennoch hatte ich meine Schwierigkeiten damit. Es gibt zwei Handlungsstränge, die kontinuierlich aufeinander zulaufen. Einmal der bei der Inhaltsbeschreibung bereits erwähnte um den Drehbuchautor Ben und dann einen, in dem eine gewisse Mia sich nichts ahnend auf ein Abenteuer einlässt und schließlich als Sklavin endet. Diese zweite Handlungsebene ist allerdings so unklar und verschwommen beschrieben, dass man sich schlicht keinen Reim drauf machen kann, was da eigentlich abgeht. Auch erfolgt die Auflösung, was beides miteinander zu tun hat, sehr spät.

Die Hauptfigur Ben selbst ist mir auch bis zum Schluss sehr fremd geblieben und ich frage mich, worin seine Attraktivität bestand, dass sich gleich zwei außergewöhnlich schöne Frauen veranlasst sahen, sich mit ihm einlassen zu wollen. Seine Gedankenwelt wird zunehmend wirr, was es schwer macht zu entscheiden, was nun Realität und was Einbildung ist. Aber gut, das war ja der Sinn und das Ergebnis seiner Handlungsweisen.

Am Ende blieben für mich viel zu viele Fragen offen und der Knackpunkt der Geschichte, nämlich inwieweit eine Umgebung einen Menschen beeinflussen und verändern kann, konnte von mir nicht wirklich nachvollzogen werden. Sehr wahrscheinlich fehlt mir hier einfach das, was ein Architekt im Überfluss besitzen muss, nämlich ein ungeheures Vorstellungs- und Einfühlungsvermögen.
Kerstin, 17.10.2012
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