Das Buch
AUTOR(EN) Ulf Schiewe VERLAG Droemer SEITENZAHL 928 AUSSTATTUNG HC + SU HC PREIS EUR (D) 22,95 ISBN3-426-19841-X ISBN 978-3-426-19841-4 ERSCHEINUNGSTERMIN 02.11.2009 GENRE Historische Romane
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
- REZENSIONEN
- LESERSTIMMEN
Der Bastard von Tolosa
RomanJaufré Montalban, provenzalischer Ritter und Gefolgsmann des einäugigen Fürsten Raimund von Toulouse, ist einer jener vierzigtausend Männer, die im Jahre 1096 aufbrachen, um das Heilige Land von den „Ungläubigen“ zu befreien.
Vierzehn Jahre später ist er Kastellan der größten Christenfestung in den Kreuzfahrerstaaten. Der ewigen Schlachten und Kriegsgreuel jedoch überdrüssig, angewidert von der Machtgier der Fürsten und dem Glaubenswahn der Priester, sehnt er sich nach seiner stillen Heimat. Als seine schöne armenische Gefährtin gewaltsam ums Leben kommt, hält ihn nichts mehr im Heiligen Land. Begleitet von Hamid, dem langjährigen arabischen Freund, und seiner elfjährigen Tochter Adela kehrt er heim, um für immer die Waffen an den Nagel zu hängen.
Doch auch auf der Familienfeste Rocafort findet der seit Langem Totgeglaubte keinen Frieden. Weder sein halbwüchsiger Sohn noch seine Gemahlin Berta wollen etwas von ihm wissen, der in all den Jahren nie ein Lebenszeichen gesandt hatte. Zudem ist die schöne Berta im Begriff, einen anderen zu heiraten - der nun zum tödlichen Gegenspieler wird. Obwohl er dem Schwert abgeschworen hat, muss Jaufré wieder kämpfen, um Land und Leben ... und um Berta, für die er unerwartet eine tiefe Leidenschaft entwickelt.
Ein gewaltiger Roman, ein großartiges Panorama der Zeit der
Kreuzzüge und eine außergewöhnlich eindringliche neue Stimme im historischen Roman.
Leseprobe
Der Bastard von Tolosa
Castel Rocafort
Las Corbieras,
ANNO DOMINI 1131
Es waren die Gänse, die zuerst Alarm schlugen.
Ich trat an eines der Turmfenster. Eigentlich nur eine schmale Öffnung in den rauhen Quadern des alten Turms. Von hier oben überblickt man unser Dorf und dahinter das sich nach Osten zu leicht absenkende Tal. ...
Rezensionen
www.literaturreport.com | 15.12.2010
Ein wunderbares, bildgewaltiges Buch und ein Plödoyer für Toleranz unter den Menschen, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
MDR 2 Radio Sachen-Anhalt | 15.03.2010
Das Buch ist ein Plädoyer für Toleranz in Zeiten der Glaubenskriege - also ausgesprochen aktuell. Das ist inhaltlich fesselnd, sprachlich beeindruckend, bildgewaltig und - bewegend wie ein lebendiges Gemälde aus den Zeiten der Kreuzzüge. Ein Muss für Historienfans, meint Arno Udo Pfeiffer.
dpa, Susanna Gilbert-Sättele | Nordkurier
Von Schlachten, Seuchen, blindem Glaubenswahn und Ritterehre erzählt Ulf Schiewe in seinem opulenten Werk "Der Bastard von Tolosa".
Leserstimmen
Daniela | 04.11.2010
opulenter und hervorragender Debütroman!„Jaufré Montalban ist seit 14 Jahren in Outremer. Als junger Mann folgte er seinem Lehnsherrn Raimund von Toulouse nach Jerusalem, um seinem ungeliebten Weib zu entkommen, mit dem seine Mutter und sein Onkel ihn verheiratet haben. 14 Jahre Krieg. Nach vielen grausame Schlachten, und des Tötens in diesem für ihn schon unsinnigen Krieg müde geworden, wird auch noch seine Geliebte brutal ermordet. Als ein Brief von seinem Onkel eintrifft und dieser ihn inständig bittet nach Hause zu kommen, folgt er nur allzu gerne diesem Ruf. Nicht ahnend, dass in seiner Heimat schon ein Plan geschmiedet wurde, um an seine Burg Rocafort zu kommen. Bei einem Erstlingswerk darf und kann man nicht erwarten, dass alles perfekt ist. Erzählstil, Spannungsaufbau, lebendige Figuren und eine zu der Zeit passende Sprache sind zu berücksichtigen und verlangen vor allem Erfahrung. Bei einem Erstlingswerk wird man von vornherein nicht einen so hohen Anspruch stellen wie bei einem erfahrenen Autor, der schon viele Bücher geschrieben hat. Welch Trugschluss die eben erwähnten Annahmen jedoch sein können, beweist Ulf Schiewe in seinem Debütroman „Der Bastard von Tolosa“. Ein Buch, das nicht nur aufgrund seiner optisch augenfälligen Aufmachung ein gelungenes Werk ist, sondern auch im Inhalt hält was die Optik verspricht. Der Autor erzählt nicht nur aus der „Ich-Perspektive“, was an und für sich schon sehr gewagt ist, sondern behält seine Linie vom Anfang bis zum Ende des über 900 Seiten Schmökers. Schiewe lässt den Leser hinter das geistige Auge seines Protagonisten Jaufré Montalban schlüpfen und gewährt ihm so einen exzellenten Platz, um das ganze Spektrum des Kreuzugsveteranen nochmals miterleben zu können. Jaufrés Gegenüber ist der junge Mönch Aimar und diesem diktiert er seine Lebensgeschichte. Als vom Leben und seiner Familie enttäuschter junger Mann macht Juafré sich auf ins Heilige Land, um den Ruf Papst Urbans II. zu folgen und Jerusalem aus der Hand der Heiden zu befreien. Gleich zu Beginn wird man in die Geschichte förmlich getragen. Man lauscht der Erzählung Jaufrés, ohne jemals das Gefühl der Überdrüssigkeit zu bekommen. Mit Spannung verfolgt man die brutalen Schlachten, den harten Kampf ums Überleben und bekommt so greifbar und plastisch auch die Umgebung Outremers bildgewaltig und prall präsentiert. Die zum Selbstschutz aufgebaute Härte der Männer, die die wohl grausamsten Seiten des Menschen kennengelernt haben, kann man schier nachfühlen und wirken glaubhaft und nachvollziehbar. Man empfindet mit. Ob den Schmerz von Verletzung, den Schmerz der Sehnsucht, das Unverständnis für den Krieg oder auch die Hoffnung dies alles zu überleben, vermittelt der Autor mit sensibler und subtiler Sprache. Ob in Outremer oder in Franken, alle Schauplätze präsentieren sich monumental. All die Geschöpfe und sei es nur eine kleine Nebenfigur, sind mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Die Schwächen und Stärken kommen in der ganzen Bandbreite des psychologischen Spektrums zu tragen. Man leidet, man liebt, man hofft, man bangt und man freut sich mit den ans Herz gewachsenen Figuren. Nach Beendigung des Buches hat man das Gefühl von guten Freunden Abschied zu nehmen. Schiewes ausdrucksvolle Sprache geleitet einen durch eine bunte, lebendige und keinesfalls heile Welt der Vergangenheit und man braucht etwas Zeit, um wieder in die Gegenwart zurückzufinden. Man kann nur hoffen, dass Ulf Schiewe noch weitere Bücher dieser Qualität verfassen wird. Die Messlatte hat er sich allerdings selbst sehr hoch gelegt.”
Leseprobe
Website von Ulf Schiewe
Historische Romane
Weitere Lesetipps
Peter Orontes
Der Seelenhändler
EUR (D) 9,99
Jens J. Kramer
Der zerrissene Schleier
EUR (D) 8,99
Ulf Schiewe
Die Comtessa
EUR (D) 19,99
Jens J. Kramer
Der zerrissene Schleier
EUR (D) 8,99