Das Buch
AUTOR(EN) Helle Stangerup VERLAG Knaur TB ORIGINALTITELDer Brautmaler SEITENZAHL 416 AUSSTATTUNG Taschenbuch TB PREIS EUR (D) 8,95 ISBN3-426-63800-2 ISBN 978-3-426-63800-2 ERSCHEINUNGSTERMIN 01.06.2010 GENRE Historische Romane
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
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Der Brautmaler
RomanLondon 1537: Hans Holbein der Jüngere ist Hofmaler des berüchtigten Heinrich VIII. Man entsendet ihn auf eine heikle Mission: Holbein soll europäische Prinzessinnen porträtieren, unter denen der König dann seine neue Gemahlin wählen will. Holbein steht unter Druck, manche Porträts soll er schönen. Und das könnte ihn den Kopf kosten …
Rezensionen
Berner Zeitung | 15.01.2009
"Mit 'Der Brautmaler' gelingt der dänischen Autorin Helle Stangerup ein beeindruckender biographischer Abriss über den populären Maler Hans Holbein den Jüngeren (1497-1546)."
Buch-Aktuell.com | 04.11.2008
"Ohne Zweifel ist ihr ein ebenso meisterlicher wie unterhaltsamer Blick auf die Intrigen und Ränke am Hofe Heinrichs VIII. gelungen."
Brigitte | 08.10.2008
„Die dänische Autorin und Anwältin Helle Stangerup ist der beste Beweis dafür, dass Juristen nicht nur tolle Krimis schreiben können (...), sondern auch hervorragende historische Romane“ (...)
„Die meisten von Stangerups Protagonisten haben tatsächlich gelebt. Auch das macht den Reiz dieses mitreißenden Romans aus, der nebenbei ganz wunderbar das England der frühen Neuzeit beschreibt – und die Kunst des Porträtmalens.“
Leserstimmen
Daniela | 04.11.2010
schöne Sprache, niveauvolle Erzählung„Das Leben, die Gedanken, die Wünsche und geheimen Sehnsüchte Hans Holbeins des Jüngeren, Sohn des gleichnamigen Malers aus Augsburg, hat Helle Stangerup in einem wunderbaren Buch aufgezeichnet. Hans Holbein floh vor einer unglücklichen Ehe von Basel nach London. In London stieg er aufgrund seiner außerordentlichen Begabung zum Hofmaler auf und hielt in brillanter Technik Heinrich VIII, Jane Seymour, den späteren Thronfolger Edward VI und noch viele andere prominente Persönlichkeiten der Tudorzeit in Ölgemälden fest, die noch heute in vielen Museen in Europa und Amerika zu bewundern sind. Eindrucksoll und mit seltener empathischer Begabung lässt die Autorin den Leser an Holbeins Leben teilnehmen. In ausgesprochen schöner Sprache nimmt sie den Leser mit in die Gedankenwelt des Malers, hält seine Hoffnungen und Ängste, seine Wünsche und Sehnsüchte und seine Bewunderung für Margaret Roper fest. Um das Buch nicht zu einer reiner Teilbiographie werden zu lassen, hat Helle Stangerup eine leicht kriminalistische Handlung mit eingebaut. Diese Handlung ermöglicht es der Autorin, dem Leser einen Einblick in Hans` Gedankenwelt zu gewähren, ohne die Leichtigkeit ihres Erzählstils zu verlieren. Nah dem Tode Jane Seymours erhält Hans vom König den Auftrag, seine infrage kommenden Bräute auf dem Festland bildlich festzuhalten, damit er sich seine zukünftige Frau vorstellen kann. Doch auch damals war die Politik schon schwierig und viele mächtige Männer versuchten ihre Macht zu verstärken und deshalb auch Hans Holbein auf ihre Weise zu beeinflussen bzw. unter Druck zu setzen. Als das Gemälde Anna von Kleve, seiner vierten Gemahlin, nicht der Realität entspricht, fällt Holbein beim König in Ungnade. Fein und leise erzählt Helle Stangerup Hans Leben. Der Leser ist dennoch aufgefordert mitzudenken und sich scheinbar nebenbei erwähnte Details zu merken, um der Handlung folgen zu können. Intelligent, anspruchsvoll, aber völlig unaufdringlich werden Kunstinteressierte viel über die Technik der Ölmalerei und die damalige Herstellung von Farben erfahren. Stangerup nimmt den Leser sanft bei der Hand und führt ihn durch die Zeit. Sie erlaubt ihm quasi, das Leben Holbeins von dessen Kopf aus zu verfolgen, um seine Handlungen nachvollziehen zu können. Dieses Buch ist nicht für Leser die spannungsgeladene und vielschichtige Erzählungen lieben, sondern für Liebhaber schöner, anspruchsvoller Sprache und Kunst erster Qualität. Einzig nicht optimal zu bemerken sind die manchmal unfertig und leicht konfus wirkenden Sätze. Dies kommt aber nur vereinzelt auf den ersten 30 bis 50 Seiten vor und man ist geneigt zu vermuten, dass dies an der Übersetzung liegen mag. Ein Buch, welches in der Masse historischer Romane aufgrund des hohen Niveaus, der selten schönen Sprache und dem emphatischen Erzähltalent der Autorin, heraussticht. Ein absolut gelungenes und empfehlenswertes Buch.”