Das Buch
AUTOR(EN) Ana Veloso VERLAG Knaur HC SEITENZAHL 704 AUSSTATTUNG HC + SU HC PREIS EUR (D) 16,99 ISBN3-426-66333-3 ISBN 978-3-426-66333-2 ERSCHEINUNGSTERMIN 10.01.2011 GENRE Exotik & Abenteuer
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
- REZENSIONEN
- LESERSTIMMEN
Der indigoblaue Schleier
RomanGoa im 17. Jahrhundert: Der junge Miguel wird in die portugiesische Kolonie entsandt, um sich der Belange des väterlichen Handelshauses anzunehmen. Er ahnt nicht, dass er hier seinem Schicksal in Gestalt einer geheimnisvollen Inderin begegnen wird: Die als Dona Amba bekannte Dame entblößt ihr Gesicht vor niemandem außer ihrer alten Amme und ist alles andere als begeistert von dem Interesse des heißblütigen jungen Mannes. Miguel aber lässt sich nicht abschrecken. Welches düstere Geheimnis hütet die verschleierte Schöne?
Rezensionen
Schwäbische Post | 19.12.2011
"Farbenprächtig, spannend und absolut lesenswert."
Denglers-Buchkritik.de, Alex Dengler | 20.06.2011
"Ana Veloso schreibt Geschichten, die so groß und bunt ausgestattet sind wie die größten Epen der Filmgeschichte, dazu zählen VOM WINDE VERWEHT, GIGANTEN und LAWRENCE VON ARABIEN. (...) Man wünscht sich nur, ihre Bücher würden nie zu Ende gehen. (...) DER INDIGOBLAUE SCHLEIER ist ein süffiger Roman. Eine wunderbare Geschichte. Ein Buch, das einen träumen und staunen lässt. Der Leser lernt das damalige Indien hautnah kennen, wie man dort lebte, liebte, handelte und betrog. Miguel und Amba sind Figuren, denen man einen Platz in seinem Herzen gibt. Ana Veloso steht für ganz große Abenteuer- und Liebesgeschichten Made in Germany! Sie liefert mit jedem Roman höchste Unterhaltungsqualität ab."
Frankfurter Stadtkurier am Sonntag | 03.04.2011
"Praller, exotischer und historischer Abenteuerroman, gewürzt mit Rache, Intrigen und einer spannenden Liebesgeschichte."
Leserstimmen
Katja | 13.01.2011
Solides Lesevergnügen!„Es ist das Jahr 1632, als der junge Miguel nach fast zehnmonatiger Fahrt endlich in Goa, einer portugiesischen Kolonie in Indien, ankommt. Als Zweitgeborener eines angesehenen portugiesischen Handelshauses möchte er fernab der Heimat beweisen, dass er mehr ist, als nur ein verwöhnter Sprössling aus reichem Hause. Voller Tatendrang macht er sich auf, das Land mit seiner ihm unbekannten Kultur und fremden Traditionen zu erkunden, seinen eigenen Weg zu finden und sein eigenes Geschäft zu eröffnen. Eingeführt in die portugiesische Gesellschaft vor Ort, nimmt er aber auch schnell Kontakt zur einheimischen Bevölkerung auf, was wiederum seine Landsleute nicht zwingend alle gutheißen. Bald schon trifft er auf Dona Amba, eine geheimnisvolle Dame, die sich stets nur verhüllt zeigt, deren Gesicht und Geschichte niemand kennt. Miguel ist fasziniert von dieser Frau und lässt nichts unversucht, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Stück für Stück enthüllt die Autorin die Geschichte von Dona Amba, die alles andere als ein leichtes Leben hatte – und guten Grund hat, ihre wahre Identität nicht preiszugeben. Diese sich anbahnende Liebesgeschichte ist nur die Grundlage für einen sehr intensiven Roman über Goa unter portugiesischer Macht. Kulturelle Unterschiede und differierende religiöse Auffassungen werden ebenso nachvollziehbar beleuchtet, wie man auch über Flora und Fauna, landestypische Gerichte und Gewürze interessante Dinge vermittelt bekommt. Es entsteht ein sehr farbenprächtiges Bild des Landes in dieser Zeit. Die damals allgegenwärtige Inquisition und ihre üblen Machenschaften haben natürlich ebenfalls ihren Platz in dieser Geschichte gefunden. Leider lassen Titel, Umschlaggestaltung und Klappentext kaum mehr erwarten, als Pilcher-Kitsch in bunter Bollywoodmanier. Dieser flache Eindruck bestätigt sich Gott sei Dank nicht, weshalb ich an dieser Stelle für den Verlag überhaupt kein Verständnis habe. Das Buch wird damit m. E. nach deutlich unter Wert vermarktet. Auf 697 Seiten haben sich hier und da gewisse Längen eingeschlichen, auch hätte ich mir die Geschichte von Dona Amba etwas zusammenhängender und zügiger erzählt gewünscht. Die Rolle der Inquisition bleibt ein wenig künstlich, fast wirkt sie wie nachträglich eingewoben. Das Ende war für meinen Geschmack zu abrupt und ein bisschen unbefriedigend. Das Buch liest sich dank der Sprache flüssig, die Bilder werden lebendig, die Spannung wird aufrecht erhalten, die Wendungen sind fast nicht vorhersehbar. Insgesamt ein recht ungetrübtes Lesevergnügen auf gutem Niveau, mit interessanten und gut vermittelten Informationen über die Zeit, das Land und die Kolonialherrschaft! Auf jeden Fall lesenswert!”
Laurent | 08.01.2011
Zu leicht geraten!„In das 17. Jahrhundert nach Goa, Indien, damals portugiesische Kolonie entführt uns Ana Veloso in ihrem neuen Buch Der indigoblaue Schleier. Dabei ist der Roman weniger ein historischer Roman als ein Liebesroman. Der attraktive Miguel reist nach Goa um dort geschäftlich tätig zu werden. Natürlich ist dieses Indien, seine Menschen zunächst sehr fremd für ihn. Die Gebräuche, die Regenzeit, die Gerüche sind ihm nicht geheuer, daß merkt man. Aber mit der Zeit gewöhnt er sich an den anderen Lebensstil und gewinnt ihm durchaus auch positive Seiten ab. Das nun sein Leben sich komplett verändert als die geheimnisvolle Dona Amba, stets mit einem indigoblauen Schleier ihr Gesicht verbergend, liegt auf der Hand. Ein wohlgehütetes Geheimnis umgibt diese Frau. Zuviel sei nicht verraten. Ein Liebesroman präsentiert Ana Veloso dem Leser. Ein Buch für den Leser, der dieses Genre mag. Exotik, fremde Landstriche zeichnen diesen Roman aus. Der Leser, der sich darauf einlassen kann, versinkt in eine fremde Kultur, die auch heute noch weit weg ist. Dazu Geheimnisse, attraktive Menschen und zahlreiche Hinweise auf die Lebensart der Menschen in Indien damals. Alles eine leichte Mischung, gekonnte Unterhalt. Der Leser muß sich darüber im klaren sein, daß ihn das erwartet. Nicht tiefgehende Literatur, sondern Unterhaltungsliteratur von einer routinierten Autorin. Wer das Leichte, Beschwingte mag, hat hier das richtige Buch. Tiefgründige, historische Erkenntnisse darf man von diesem Buch nicht erwarten. Der Leser bekommt ein flottgeschriebenes Buch, nicht mehr aber auch nicht weniger. Wer diese Art von Literatur mag, wird vergnügliche Stunden haben”
Ute | 05.01.2011
Eine Dame voller Geheimnisse„Während in Deutschland der dreißigjährige Krieg wütet, blüht der Handel zwischen Portugal und seiner Kolonie in Indien. Auch das portugiesische Handelshaus Ribeiro Cruz unterhält eine Zweigstelle in Goa. Als eines Tages bekannt wird, dass Waren auf dem Weg von Indien nach Portugal verschwinden, schickt man Miguel, den Zweitgeborenen, in die Ferne, um den Vorfall aufzuklären. Kurz nach seiner Ankunft begegnet er einer verschleierten Dame in einer Sänfte, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Keiner der Bewohner hat diese Frau je unverschleiert zu Gesicht bekommen oder weiß etwas über die Herkunft von Dona Amba, wie sie sich nennt. Ihre Abneigung gegenüber Miguel und der gehobenen Gesellschaft in Goa und die Lüftung des Geheimnisses um ihre Person lassen den Portugiesen nicht mehr los. Wird es Miguel durch seine Beharrlichkeit gelingen, die Liebe Ambas für sich zu gewinnen und auch den Betrug an dem Handelshaus Ribeiro Cruz aufzudecken? Der neue Roman von Ana Veloso „Der indigoblaue Schleier“ beginnt im Jahre 1616 in Indien, als das Mädchen Bhavani zusammen mit seiner Kinderfrau und dem Bruder aus der Heimat fliehen muss. Nach einem Zeitsprung von sechzehn Jahren fängt die eigentliche Geschichte an. Das Buch selbst strotzt nicht gerade vor Spannung, doch die Art und Weise wie die Autorin den Stoff erzählt, lässt keinerlei Langeweile aufkommen. Schon allein das Cover und der Titel verbreiten eine geheimnisvolle Atmosphäre. Ein Schleier soll einiges verdecken, aber auch etwas erahnen lassen. Jedenfalls ist das Gesicht der Dame auf dem Buchumschlag nicht deutlich zu erkennen, aber ihre Augen beobachten dennoch alles ganz genau, so wie die Autorin ihre Personen und deren Umgebung detailgetreu beschreibt. Geschickt streut sie Fragen und Andeutungen in die Geschichte ein, die stets eine Aufgabe im Handlungsverlauf haben und im Laufe der Zeit zur Auflösung des Rätsels um die Frau mit dem indigoblauen Schleier führen.”