Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Die Marionette

Die Marionette
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Taschenbuch, Knaur TB
02.11.2011, 384 S.

ISBN: 978-3-426-50899-2
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99

Thriller

Valerie Weymann soll einen deutschen Rüstungskonzern, der des illegalen Waffenhandels beschuldigt wird, aus den Schlagzeilen bringen. Kein Geringerer als BND-Agent Eric Mayer führt die offiziellen Untersuchungen von Regierungsseite. Auf ein Wiedersehen mit dem Agenten, der Valerie einst verhaften ließ, ist die toughe Anwältin nicht vorbereitet. Zur selben Zeit kehrt die junge Soldatin Katja Rittmer schwer traumatisiert von ihrem Einsatz in Afghanistan zurück. Ihr Konvoi war in einen Hinterhalt geraten, und ihre Kameraden wurden mit deutscher Munition erschossen. Wie konnte das passieren? Doch in der Heimat will niemand ihre brisanten Fragen beantworten. Ein unerträglicher Zustand, der Katja Rittmer in eine tickende Zeitbombe verwandelt und weitere Menschenleben kostet ...

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Leselounge

Auf dem roten Teppich: Alex Berg

Die Autorin

Alex Berg

Portrait von Alex Berg

Alex Berg hat viele Jahre als freie Journalistin gearbeitet, bevor sie ihre ersten Spannungsromane verfasste. Ihre politisch brisanten Thriller...

zur Autorin Bücher von Alex Berg

Pressestimmen

"Nachdem Alex Berg bei ihrem Politthriller-Debüt 'Machtlos' bereits ordentlich Gas gegeben hatte, schaltet sie in 'Die Marionette' gewissermaßen einige Gänge hoch. Von Beginn an bietet die Autorin den Lesern solide Action und gut recherchierte Fakten - garniert mit ebenso gut konstruierten erzählerischen Elementen. Sie vermag von der ersten Seite an zu fesseln, und die hohe Authetizität der Geschichte führt dazu, dass man sich zuweilen bei der Lektüre des Politik-Teils einer gut gemachten Tageszeitung wähnt. Dabei vermeidet die Autorin zu Oberlehrer-hafte Faktenberge, sondern baut reale Entwicklungen aus der Politik vielmehr höchst geschickt und unaufdringlich in ihre Erzählung ein."

Krimi-couch.de, 01.11.2011

"Die Marionette ist ein großartiger Politthriller. (...) Alex Berg hat hier einen sensationell guten Thriller geschrieben und sich damit freigeschwommen, DIE MARIONETTE ist nicht nur zu empfehlen, weil er einfach spannend, sondern auch wiel er komplex und wieder eine Steigerung ihres Könnens ist."

Buchwurm.info, 24.11.2011

"Nachdem Alex Berg bei Ihrem Politthriller-Debüt ordentlich Gas gegeben hatte, schaltet sie in DIE MARIONETTE einige Gänge hoch."

Osnabrücker Nachrichten, 14.12.2011

"Sehr gut recherchierte Fakten, extrem spannend verpackt - Alex Berg redet Klartext nd bezieht Stellung. Daumen hoch!"

Krimikiosk.de, 13.01.2012

"Rasante Polit-Action"

Hamburger Abendblatt, 27.06.2012

"Alex Berg hat einen super spannenden Politthriller mit hochaktuellen Themen geschrieben. (...) Die Handlung hat mich sofort in den Bann geschlagen. Geschickt macht die Autorin auf viele aktuelle politische Diskrepanzen aufmerksam, ohne dabei übertrieben zu wirken. Die Darsteller sind interessant dargestellt und die Story vielschichtig und glaubwürdig geschrieben. Dieser Thriller hat mich stark an die besten Bücher von Tom Clancy erinnert."

Krimi-fan.de, 17.11.2011

"Alex Berg gelingt es nach ihrem Thriller MACHTLOS, ihre Charaktere Valerie Weymann und Eric Meyer in ein atemeraubendes Spektakel von Intrigen, Ängsten und Gewalt zu verwickeln. Die Bekanntschaft zwischen ihnen und der Elitesoldatin Katja Rittmer ist auf brisante Weise faszinierend, erschreckend und fesselnd zugleich. Eine furiose Adrenalin-Schlacht beginnt, die zu einem grandiosen und zugleich schmerzlichen Ende führt. (...) Beim Schreiben dieser Zeilen fühle ich noch die Aufregung, die mich all die Stunden im Bann hielt und die Zeit wie im Flug verstreichen ließ."

The-Spine.de, 07.12.2011

"Ein kritischer und atemberaubender Thriller zum Thema Afghanistan-Einsatz, der zum Nachdenken animiert und Bereiche betritt, die sonst unbeleuchtet in Medien wie Bevölkerung bleiben. Ein Pageturner und Politthriller, wie er sein sollte. Absolut lesenswert!"

Blog Skys Buchrezensionen, 13.12.2011

"Ein grandioser Thriller, der wirklich nur zu empfehlen ist."

Leser-Welt, 07.12.2011

"Solides Handwerk und gut recherchierte Fakten sorgen für einen beängstigend authentisch wirkenden Thriller, den man nicht so schnell wieder aus der Hand legt."

Sonntagsjournal der Nordsee-Zeitung, 25.12.2011

"MACHTLOS war ein faszinierender, schockierender und vor allem fesselnder Thriller, der sich nicht gescheut hat, sensible und unfassbare Informationen offen zu legen. Beeindruckend, dass es Alex Berg in ihrem nächsten Roman DIE MARIONETTE gelingt, diesen Anspruch zu halten. (...) Alex Berg schafft es, mit ihren Thrillern Themen aufzugreifen, die dem Leser zwar vage bekannt sind, die er aber doch gerne an den Rand seines Bewusstseins schiebt. Diese Vedrängung ist nicht mehr möglich, wenn man einmal begonnen hat zu lesen. Unglaublich schnell entfaltet schon das erste Kapitel seinen Sog und das Buch lässt den Leser nicht mehr los, bis zum Ende."

Media-Mania.de, 19.01.2012

Lesetipps

Sie haben dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die Marionette

Katja Rittmer, als Soldatin in Afghanistan, gerät in einen Hinterhalt und wird beschossen. Viele Ihrer Kollegen aus dem
gesamten Konvoi lassen ihr Leben. An sich nichts Besonderes, denkt man. Doch als der Arzt, der Katja operiert, ihr zwei Patronenhülsen gibt, die aus deutscher Produktion stammen, macht sich Katja traumatisiert auf den Weg nach Deutschland, um dort der Lösung auf die Spur zu kommen.

Währenddessen wird Valerie Weymann damit beauftragt einen Rüstungskonzern, der in negative Schlagzeilen geraten ist, anwaltlich zu beraten. Bei einem ersten Meeting, trifft sie auf Eric Mayer, dem sie bereits in dem ersten Thriller “Machtlos” begegnet ist und mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat.

Als dann kurz darauf eines der Vorstandsmitglieder des Rüstungskonzerns bei einem Autounfall stirbt und niemand anderes als Katja Rittmer bei ihm war, kommt die Sache ins Rollen. Die Ereignisse überschlagen sich, als Katja Rittmer einen einsamen Rachefeldzug beginnt…

Das Buch fesselte mich vom ersten Augenblick. Es beginnt im wahrsten Sinne des Wortes bombastisch und die Geschichte nimmt im Verlaufe der Handlung immer mehr an Geschwindigkeit auf.

Die Figuren sind glaubwürdig und haben doch ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen, von denen so manches im Laufe der Handlung ans Licht kommt. Aus dem ersten Teil tauchen ebenfalls einige weitere bekannte Personen auf, so z.B. Don Martinez, Agent der CIA.

Obwohl oder gerade weil jeden Tag neue Nachrichten aus Afghanistan eintreffen, hat mich dieses Thema bisher unberührt gelassen. Alles war so weit weg. Nicht hier. Ich kenne niemanden, der Berufsoldat ist oder anderweitig in diesem Umfeld tätig ist. Doch durch Alex Berg’s Thriller ist das Thema ein bißchen näher gerrückt. Hierhin in meine Mitte. Seitdem gehe ich mit offeneren Augen durch die Welt. Und ja, vielleicht ist gerade so ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und einen das Thema Afghanistan-Politik hinterfragen läßt, genau der richtige Weg, um die Menschen zu erreichen. Tief drin, in ihrem Herzen. Vielleicht ist das der Anfang, den es braucht, um den nötigen Wind in eine Richtung zu wehen, damit der Kurs sich ändern kann.
Alexandra Middelveld, 15.04.2013

BEGEISTERT

Ebenso wie der Vorläufer "Machtlos" zog mich dieses Buch sofort in seinen Bann und der Autorin gelang es erneut gut,
diese Spannung bis zum Schluß aufrechtzuerhalten. Zurück bleibt ein Gefühl der Beklemmung - die Geschichte ist so realitätsnah. Und man könnte sich fragen, wer alles Marionette ist.
Gratulation, Frau Berg - und: Bitte MEHR! .
Margit, 29.01.2012

Die Marionette

Katja ist Bundeswehrsoldatin und in Afghanistan stationiert. Bei einem Routineeinsatz wird ihr Konvoi beschossen - mit
deutscher Munition! Katja nimmt, noch bevor sie nach Deutschland ausgeflogen wird, Kontakt zu den amerikanischen Truppen auf und verfolgt die Spur der Munition zu einer Hamburger Firma... Valerie Weymann, die kompetente Anwältin aus "Machtlos", vertritt eben diesen Konzern seit kurzem. Die beiden Frauen geraten in einen Strudel aus Gewalt, Korruption und Erpressung, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Und mehr möchte ich auch gar nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.

Alex Berg greift mal wieder ein brisantes und brandaktuelles Thema in ihrem neuesten Roman auf, über das sich wahrscheinlich die wenigsten Mitbürger bis dato überhaupt Gedanken gemacht haben. Sie zeigt erschreckende Zusammenhänge und ungeheuerliche Auswirkungen auf, die den Leser bibbern lassen. Verständlich wird gezeigt, was der Nicht-Krieg in diesem, von uns doch ach so weit entfernten Land letztlich auch entfesseln könnte - allerdings kann es durchaus passieren, dass man vor lauter Spannung das ein oder andere Detail überliest: da hilft dann nur, das Buch noch einmal in Ruhe zu lesen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Visionen von Alex Berg nicht bewahrheiten - und dass es bald einen dritten Band dieser Reihe geben wird!
Nadine, 10.01.2012

Klare Sprache - keine Konsequenz

Widerlicher Krieg,klar und deutlich, aber keine
Konsequenzen und Schlussfolgerungen, die darin bestehen, das Krieg in dieser Gesellschaft immanent ist.Krieg ist, war und wird immer ein Verbrechen sein.
Klaus, 04.01.2012

Fesselnder Thriller

Nachdem mir "Machtlos", das erste Buch um die Anwältin Valerie Weymann, schon nicht nur außergewöhnlich gute
Unterhaltung geboten hatte, sondern auch noch inhaltlich anspruchsvoll war und zum Nachdenke geradezu aufforderte, war die Vorfreude auf "Die Marionette" umso größer.

Seit dem Ende von "Machtlos" sind einige Jahre vergangen und Valerie hat weitgehend in ihr altes Leben zurückgefunden, wobei sie die Ereignisse nicht vergessen kann. So kann sie sich auch besser als manch andere in die tief traumatisierte Soldatin Katja Rittmer hineinversetzen. Katja Rittmer wurde während eines Angriffs in Afghanistan verletzt - durch deutsche Munition aus den Waffen der angreifenden Taliban. Gleichzeitig wird ihr Partner Chris bei einem anderen Einsatz schwer verletzt. Es ist nicht das erste Mal, dass Katja Rittmer sich in einer solchen Situation befindet und jedes Mal werden die psychischen Belastungen stärker, die dringend benötigte Hilfe bleibt aus. Als Katja auch noch feststellen muss, dass der Ursprung der deutschen Munition nicht bekannt werden soll, beschließt sie selbst zu handeln...

Nicht nur Valerie Weymann taucht wieder auf, sondern auch Eric Mayer und auch Don Martinez, jeder die eigenen Interessen verfolgend und die der jeweiligen Regierung. Mittendrin steckt auch noch Gerwin Bender, der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns, von dem die Munition stammt, die sich jetzt in den Händen der Taliban befindet. Jede der neuen und alten Hauptfiguren sieht sich einem Geflecht an geheimen Verbindungen gegenüber und ständig stellt sich die Frage, wessen Interessen da eigentlich militärisch geschützt werden, warum ausgerechnet jenen, die ihr Leben riskieren kaum echte Hilfe angeboten wird.

Auch wenn es abgedroschen klingt: Die Hintergründe von "Die Marionette" wirken auf mich sehr authentisch und gründlich recherchiert. Da kämpfen Geheimdienste untereinander, wirtschaftliche Interessen stehen vor denen der Bevölkerung, die so weit wie möglich im Dunkeln gelassen wird. Als besonders gelungen empfinde ich die Schilderung grauenvoller Szenen ohne ausufernde Details, oft nur durch knappe Andeutungen, die deshalb umso intensiver wirken.

Katja Rittmer ist eine facettenreiche Hauptfigur, deren Handeln überzeugend dargestellt wird, mit einem gleichzeitig befürchteten und doch nicht vermeidbaren Ergebnis. Gleichzeitig blieb sie mir ein wenig fremd, da ich - zum Glück - ihre Erfahrungen nicht teile und einige ihrer Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen kann.

Das Wiedersehen mit Valerie Weymann und Eric Mayer fiel wie erwartet nicht gerade freudig aus, denn beide stehe wieder vor einem politischen Minenfeld, zumal noch auf unterschiedlichen Seiten. Die beiden Figuren entwickeln sich auf glaubwürdige Weise, insbesondere Eric Mayer gewinnt deutlich an Konturen und ich bin schon gespannt, wie es im nächsten Buch weitergeht, auch wenn dann Don Martinez im Mittelpunkt stehen soll - wie in der *Leserunde* schon verraten wurde.

Über Detlef Bierstedt als Sprecher fallen mir nur die üblichen Lobeshymnen ein, denn er versteht wie kaum ein Zweiter, sowohl den dramatischen als auch den eher nachdenklich stimmenden, ruhigen Abschnitten die perfekt passende Intonation zu geben, eine panisch-aufgelöste Figur genauso zum Leben zu erwecken wie eine eiskalt berechnende.

Fazit
"Die Marionette" bietet Lese- bzw. Hörvergnügen auf hohem Niveau und in rasantem Tempo, sowohl von der Thrillerhandlung her, als auch von den darin verpackten Denkanstößen. Alex Berg scheut nicht vor heiklen Themen zurück und schafft mit der schwer traumatisierten Soldatin Katja Rittmer eine Figur, deren Schicksal mich berührte und nachdenklich machte. Wie schon der Vorgänger "Machtlos" wird auch "Die Marionette" von Detlef Bierstedt gelesen, der die Handlung und Figuren noch intensiver auf mich wirken ließ.
Ich bin schon sehr gespannt auf ein Wiedersehen mit den bekannten Hauptfiguren im nächsten Buch.
M., 26.12.2011

Die Marionette

Ich habe das Buch an der Leserunde der Büchereulen mitgelesen und war echt bewegt:

Die Handlung hat mich Anfangs sehr bewegt, daß ich für die Rezi ein wenig Abstand brauchte....

Das Hauptthema Bundeswehreinsätze, und deren Probleme war ja auch echt hart. Ich bin ja ein Horror-Leser, aber mich erschrecken immer Bücher, die solche realitätsnahe Handlungen haben. Die psychologischen Belastungen der Einsätze ist ein Thema, daß in der heutigen Öffentlichkeit totgeschwiegen wird.

Auch die kriminellen Machenschaften von Großindustriellen und deren Verstrickungen in die Politik wird nicht gerade in der Presse breitgetreten.

Beide Themen wurden von Alex in einem Super Handlungsrahmen eingebunden. Der Spannungsbogen der Geschichte war durchgängig sehr gut!

Das Vorgängerbuch habe ich mir auch gekauft, wenn auch hier in diesem Buch mir zu viel verraten wurde.
Roland, 10.12.2011

Die Marionette-ein Buch, das lange nach hallt

Obwohl ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte, bereitete mir das Thema selber ein etwas mulmiges Gefühl und ich
wusste nicht so recht, was auf mich zukommen würde. Und gleich am Anfang wurde ich als Leser von den Ereignissen regelrecht mitgerissen.
Gerade auch die Aktualität des Themas lassen einen die beschriebenen Geschehnisse sehr stark empfinden. Doch Alex Berg hat den perfekten Erzählstil für diese Art von Geschichte getroffen: trotz – oder gerade durch die nüchterne Sprache wird das Buch gleich von Anfang an sehr packend und dennoch einfühlsam erzählt und lässt einen nicht mehr los.
Auch wenn man den ersten Band „Machtlos“ noch nicht gelesen hat, kommt man rasch in die Geschichte rein. Dennoch ist es kein Buch welches man eben mal so zwischendurch liest. Es lohnt sich auf alle Fälle, sich auf den packenden, manchmal beklemmenden Plot einzulassen.
Ich empfand die Lektüre als sehr spannend und bereichernd. Es ist ein Buch, das noch lange nach hallen wird und es hat meine Sichtweise in einigen Dingen in Bewegung gebracht.
Das Cover, welches viele Leser fälschlicherweise in Richtung des Drogenthemas führt, erinnert an den „Commonwealth Remembrance Day“ - das Pendant zu unserem Volkstrauertag – der auch aufgrund des Symbols der Mohnblume, zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten, „Poppy Day“ genannt wird. Eine leise Hommage an die Soldaten, die für ihr Land ihr Leben gegeben haben.
5 von 5 Sternen – eine ganz klare Leseempfehlung!
Flavia, 10.12.2011

Wer fragt schon nach Afghanistan?

Erneut hat sich Alex Berg ein brisantes Thema vorgenommen, das sich kaum im Blick der Öffentlichkeit befindet: Katja
Rittmer ist Soldatin einer Eliteeinheit in Afghanistan. Als ihr Konvoi in einen Hinterhalt gerät, muss sie mitansehen, wie die meisten ihrer Kameraden getötet werden. Katja überlebt den Angriff, doch als sie herausfindet, dass sie mit einer deutschen Waffe beschossen wurde, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Immer tiefer blickt sie in einen Sumpf aus Korruption und Intrigen und sie beschließt, die Schuldigen auf ihre Art und Weise zur Rechenschaft zu ziehen...Sie führt einen bewaffneten Krieg und das mitten in Deutschland. Die Anwältin Valerie Weymann und der BND-Agent Eric Mayer versuchen das Schlimmste zu verhindern. Beide mit unterschiedlichen Auftraggebern und aus unterschiedlichen Gründen...

Wer Machtlos" gelesen hat, der wird sich freuen, mit Valerie und Eric zwei alte und vertraut gewordene Bekannte wieder zu treffen, die auch diesen Thriller mit ihren interessanten Persönlichkeiten bereichern.

So spannend wie die ersten Kapitel beginnen, mag man das Buch nicht aus der Hand legen. Die Spannung steigert sich immer weiter und die Handlung nimmt ständig an Rasanz zu. Man muss allerdings schon bei der Sache bleiben, um gerade zu Beginn die vielen Personen und ihre Beziehungen und Verstrickungen untereinander zu begreifen, doch das fällt angesichts des Themas nicht schwer.

Es geht nicht nur um politische Intrigen, sondern Alex Berg macht auf die Situation der deutschen Soldaten in Afghanistan aufmerksam, von denen einige schwer traumatisiert wieder nach Hause zurück kehren. Es ist die körperliche Versehrtheit, die in der Gesellschaft allgemein anerkannt wird - doch wer kümmert sich um die psychischen Verletzungen, die die Betroffenen noch Jahre nach ihrem Einsatz leiden lassen? Erschreckend zeigt die Autorin auf, was passieren kann, wenn Krieg und Angst so zum Alltag geworden sind, dass ein normales Leben kaum mehr möglich ist. Man erkennt beim Lesen, welche Gefahr von solch schwer traumatisierten Soldaten ausgehen kann, in deren Köpfen der Krieg noch nicht beendet ist.

Ohne das ernste Thema aus den Augen zu verlieren, hat die Autorin aber auch noch ein gewisses Knistern zwischen zwei Hauptpersonen eingebaut, das trotzdem gut ins Bild passt und so hat dieser Thriller alles, was es braucht, um den Leser gefangen zu nehmen und erst mit der letzten Seite wieder loszulassen: Intrigen, Abenteuer, eine ernst gemeinte Botschaft und ein wenig Liebe...Alle Sternchen dafür...
Petra, 04.12.2011

Die Marionette - Ein Highlight aus 2011

Bevor ich mit diesem Buch angefangen habe, hatte ich noch schnell den Vorgänger „Machtlos“ eingeschoben. Im
Nachhinein kann ich sagen, dass das mit Sicherheit die richtige Entscheidung war. Zwar ist es durchaus möglich die beiden Bücher auch unabhängig voneinander zu verstehen, aber allein um die Beziehung der Personen zueinander richtig einschätzen zu können, fand ich es sehr wichtig, „Machtlos“ zu kennen.

Alex Berg hat nicht lange gefackelt, sondern den Leser mitten in einem Angriff auf deutsche Soldaten in Afghanistan ausgesetzt. Man wird auf der ersten Seite gleich gepackt und auch bis zum Schluss nicht losgelassen. Allgemein hat mir der Schreibstil ebenfalls sehr gut gefallen. Nach überflüssigen Ausschmückungen kann man lange suchen, denn man wird sie nicht finden. Die Sätze sind völlig ohne Schnörkel und man wird mit den knallharten Fakten konfrontiert. Ich hatte nie das Gefühl, mit unnützen Details berieselt zu werden. Doch obwohl wirklich auf jeder Seite viel passiert ist, hatte ich trotzdem nie den Eindruck, dass ich dem Geschehen nicht mehr folgen könnte. Für mich ist die Mischung also absolut ideal gewesen.

Die beiden Hauptpersonen hatte ich schon im ersten Buch in mein Herz geschlossen. Das Verhältnis der beiden zueinander ist durchweg gespannt. Man hat in jeder Situation, in der sich beide in einem Raum befinden, das Gefühl, dass man das Knistern praktisch hören könnte. Diese Geschichte ist es auch, die diesem Politthriller zu jeder Zeit und auch in schwierigen Situationen so etwas wie Wärme verleiht. Gerade über die Beziehungen der handelnden Personen findet man schnell einen Zugang zu einem für mich teilweise schwierigen Genre.
Rebecca, 01.12.2011

Ein Wiedersehen mit Valerie Weymann

Zum ersten Mal eindrucksvoll vor Augen geführt wurde mir das Thema des kriegstraumatisierten Soldaten im amerikanischen
Film „Rambo“ aus dem Jahr 1982. 30 Jahre später befindet sich Deutschland in einem Krieg, im Krieg mit Afghanistan, und diesmal sind es auch deutsche Soldaten, die traumatisiert heimkehren.

Hier ist es Elite-Soldatin Katja Rittmer, die von ihrem Afghanistan-Einsatz zurückkehrt, getrieben von Rachegedanken und der Suche nach Antworten auf die Fragen: Woher kam die deutsche Munition, mit der die Taliban ihren Konvoi beschoss? Wer ist verantwortlich für den illegalen Waffenhandel?

Zur gleichen Zeit erklärt sich Rechtsanwältin Valerie Weymann bereit, eine Rüstungsfirma, die mit illegalen Waffengeschäften in Zusammenhang gebracht wird, juristisch zu beraten. Das führt zu einem erneuten Zusammentreffen mit BND-Agent Eric Mayer, mit dem sie bereits anderthalb Jahre zuvor in „Machtlos“ eine folgenschwere Begegnung hatte. Auch ein weiterer eindrucksvoller Charakter ist wieder mit von der Partie, CIA-Agent Don Martinez.

Mir hat schon der Vorgänger „Machtlos“ sehr gut gefallen und ich bin froh, ihn vorab gelesen zu haben. So ließen sich von Anfang an die Verbindungen und Beziehungen zwischen den Personen problemlos nachvollziehen und richtig einordnen.

Alex Berg schafft es, das brisante und unbequeme Thema Kriegstrauma zurückkehrender Soldaten ins Bewusstsein zu rücken und die Augen zu öffnen für die Schwierigkeiten, mit denen die Heinkehrer zu kämpfen haben. Nicht minder schwer wiegt das Thema des anderen Handlungsstrangs. Illegaler Waffenhandel, Korruption und Vertuschungspolitik – kann man solche Themen in einem deutschen Thriller ansprechen? Man kann. Vor allem, wenn man es so spannend und gekonnt verpackt wie Alex Berg in ihrem zweiten Politthriller. Die Autorin führt eindrucksvoll vor Augen, was wir doch alle so genau gar nicht wissen wollen: die Verstrickung von Politik und Wirtschaft, die illegale Geschäfte scheinbar so einfach macht.

Dies ist ein harter, rasanter Thriller und dazu passt der klare, präzise Schreibstil. Alex Berg verzichtet auf nähere Beschreibungen oder weitschweifige Erklärungen. In kurzen prägnanten Sätzen schafft sie Tatsachen, die die Handlung voranbringen und eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre erzeugen. Ich habe die rasch aufeinanderfolgenden Szenen atemlos verfolgt, hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Ein bisschen resigniert blickte ich auf den Ausgang der Geschichte, bin mir aber durchaus bewusst, dass gerade das Ende durchaus realitätsnah ist.

Die Charaktere wirken bis in die Nebenfiguren hinein glaubwürdig und realistisch, die Palette reicht von sehr sympathisch bis korrupt und niederträchtig. Die Beziehung zwischen Valerie und Eric hat in diesem Roman neue Facetten bekommen und macht neugierig, wie es mit ihnen in der Fortsetzung weitergehen wird.

So muss ein wirklich guter Polit-Thriller sein: spannend, gut recherchiert, mit eienm brisaten Thema und einer anspruchsvollen, logisch aufgebauten Handlung, interessanten Charakteren und einem nachvollziehbaren Ende.
Ulrike, 25.11.2011

Lesen, lesen,lesen

Was kann ich da noch schreiben, was noch nicht geschrieben ist?




Mich hat das Buch tief berührt, tief beeindruckt und sehr nachdenklich zurückgelassen.

Ich habe alte Bekannte wieder getroffen und neue kennengelernt die ich lieber nicht im realen Leben kennen möchte.



Alex Berg gelingt es auf höchsten Nivaeu die Spannung aufrecht zu halten, so möche man das Buch erst wieder aus der Hand legen, wenn man fertig damit ist. Doch so einfach liest sich ein Alex Berg Thriller nicht, man ist nicht sofort fertig, es hinterlässt auch bei dem Leser Spuren und Fragen.

Fragen was ist wenn das Realität wird? Ist es schon Realität und wir haben bloß noch nichts davon mitbekommen?
Ich möchte mir das lieber nicht vorstellen und ziehe den Hut vor Alex Berg das sie es geschafft hat etwas fiktives zu schreiben, welches doch so realistisch ist.
Iris, 18.11.2011

Die Marionette

Inhalt:

Katja Rittmer, deutsche Elitesoldatin, gerät mit ihrer Einheit in einen Hinterhalt und überlebt verletzt. Ihren Kamerden ergeht es schlechter. Nichts Ungewöhnliches im staubigen Afghanistan der fundamentalistischen Selbstmordattentäter, der allzeit präsenten Taliban Krieger und marodierenden Stammesfürsten, die gegen Bargeld jeden Fremden, jeden Menschen außerhalb ihrer Familie verkaufen würden, wie ein Stück Vieh.

Als wären diese fremdländischen Sitten nicht schon schlimm genug, findet Katja Rittmer den Feind im eigenen Land. Die deutsche Rüstungsindustrie und ihr herausragendster Protagonist. Wer sonst sollte den Feind mit derart überlegenen Waffentechnik ausgestattet haben? Eric Mayer, ein inzwischen für den BND arbeitender ehemaliger Mitstreiter der Rittmer, versucht Licht ins Dunkel zu bringen und stößt dabei auf Valerie Weymann. Die Anwältin, bekannt für ihren Gerechtigkeitssinn, beginnt misstrauisch geworden Nachforschungen bei ihrem neuen Auftraggeber anzustellen. Morde geschehen. Schon bald befinden sich Eric und Valerie im Fadenkreuz von Politik und Wirtschaft. Während Katja, von vielen grässlichen Kriegserlebnissen traumatisiert, nur noch eines will: Rache, indem sie den Krieg, der jeden Tag in ihr tobt, in die Heimat trägt.

Meinung:

Der Roman „Die Marionette“ hat die Durchschlagskraft eines Stahlmantelgeschosses. Ein sehr handlungsorientiertes Lesevergnügen mit einem erstaunlichem Informationsgehalt, der nachwirkt. Traumatisierte Soldaten, einst von staatlicher Seite losgeschickt, um die Freiheit Deutschlands am Hindukusch zu verteidigen, werden die jungen Männer und Frauen von den verantwortlichen Politikern allein mit Leid und Risiken gelassen. Der Krieg in Afghanistan, inzwischen längst zu einem Treppenwitz in der Geschichte verkommen, weil ungewinnbar und trotz aller Beteuerungen sinnlos, wird bestenfalls in geschäftlicher Hinsicht zu einem Erfolg, dessen Währungen Blut und Gewalt sind. Welche von Marionetten zu erbringen sind, die von Wirtschaftsführern und politisch Verantwortlichen ins Nirwana kaputter Seelen geführt und verbrannt werden.

Der Roman ist ein blendend herausgearbeiteter Polit-Thriller, sprachlich prägnant, rasant und spannend erzählt, mit fein ausgearbeiteten Figuren, die niemals in ein Gut-Böse Schema gepresst werden, ein wahres Lesevergnügen für Genre Junkies, wobei auch die Liebe nicht zu kurz kommt.

Hervorzuheben ist die Fähigkeit von Alex Berg gesellschaftliche Probleme im Spannungsfeld von Politik und Wirtschaft in ein Unterhaltungsbuch zu gießen und einen überdurchschnittlichen Pageturner zu kreieren, der Menschen bewegt und zum Nachdenken anregt.
Andreas, 17.11.2011

"Eine unbedingte Leseempfehlung!"

Katja Rittmer gerät mit ihrer Sondereinheit in Afghanistan in einen Hinterhalt. Zahlreiche Kameraden kommen ums Leben,
ihr Verlobter Chris wird schwer verletzt, sie selbst angeschossen. Als ihr im Feldlazarett nach der OP die Kugeln als Souvenir überreicht werden und sie feststellen muss, dass sie aus deutscher Produktion stammen, ist sie entsetzt. Woher haben die Taliban die deutsche Munition? Wer arbeitet mit wem zusammen? Als Katja nach Deutschland zurückkehrt, macht sich auf die Suche nach den Antworten auf ihre Fragen. Sie stößt jedoch auf eine Mauer des Schweigens. Die traumatisierte Soldatin fasst darauf einen tödlichen Plan.

Der Leser trifft auf alte Bekannte aus dem ersten Band "Machtlos" von Alex Berg: den BND-Agenten Eric Mayer, die Hamburger Rechtsanwältin Valerie Weymann und den CIA-Agenten Don Martinez, zudem bleibt sich die Autorin auch in ihrem zweiten Politthriller "Die Marionette" absolut treu. Erneut hat sie ein wichtiges politisches und gesellschaftliches Thema aufgegriffen, das in den Medien viel zu wenig Beachtung findet, und öffnet dem Leser die Augen mit einem Blick hinter die politischen Kulissen.

Einfühlsam schildert Alex Berg das Schicksal der traumatisierten Soldatin und fesselt gleichzeitig mit einer spannenden Thrillerstory, so dass es unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen. An dem Beispiel der gut ausgebildeten und hoch spezialisierten Soldatin Katja Rittmer zeigt die Autorin auf, was passieren kann, wenn ein solcher Mensch die Kontrolle verliert und den Ermittlungsbeamten in einem Wettlauf gegen die Zeit immer einen Schritt voraus ist. Gleichzeitig wird die Sichtweise der Wirtschaft durch die Perspektive des Vorstandsvorsitzenden des Rüstungskonzern in Gestalt von Gerwin Bender dargestellt. Die Verstrickungen der deutschen Industrie in Afghanistan mit der internationalen Wirtschaft und Politik werden deutlich. Es geht um illegalen Waffenhandel und Korruption und deren Vertuschung durch die Behörden. Was erfahren wir wirklich, wenn es mal brennt?

"Die Marionette" ist das zweite Buch von Alex Berg. Wie bereits das Debüt "Machtlos" hat es mich beim Lesen völlig gefangen genommen und auch nach dem Ende der Lektüre lange nicht losgelassen. Der sehr schnell getaktete Thriller mit politisch hochbrisantem Hintergrund lebt nicht nur von seinem aktuellen Thema, sondern ebenso von dem unglaublich berührenden Schicksal der Protagonistin Katja Rittmer, die aufgrund ihrer Erlebnisse als deutsche Elite-Soldatin in Afghanistan zu einer tickenden Zeitbombe und damit auch zu einer Bedrohung für unser Land wird. Atemlos habe ich jede Seite verschlungen und muss nun leider ein ganzes Jahr auf das nächste Buch der Autorin warten. "Die Marionette" ist, ebenso wie der Vorgänger, hervorragend recherchiert und von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend und authentisch erzählt. Eine unbedingte Leseempfehlung!
Andrea Kammann, www.buechereule.de, 14.11.2011

Spannend und beklemmend realistisch

Wieder nimmt sich Alex Berg eines brisanten Themas an, der Problematik des deutschen Afghanistaneinsatzes mit dafür
nicht ausreichend ausgebildeten und ausgestatteten Einheiten. „Eigentlich“ weiß man um die miserablen Umstände, zumindest in groben Zügen, trotz einer eher verharmlosenden Berichterstattung in den Medien, aber wohl nur eine Minderheit beschäftigt sich ernsthaft mit den Problemen der Soldaten – es ist ja so weit weg! Schon ab der ersten Seite lässt Alex Berg diese Distanz schwinden, reißt den Leser mitten ins Geschehen.

Angetrieben durch ein atemberaubendes Erzähltempo mit kurzen Kapiteln und häufig wechselnden Schauplätzen folgt man den Protagonisten durch ein Labyrinth von politischen und wirtschaftlichen Intrigen. Die Elitesoldatin Katja Rittmer steht für eine ständig größer werdende Zahl von traumatisierten Kriegsteilnehmern, die von Paranoia und Depressionen gequält wohl nie wieder in ein „normales“ Leben finden können. Ohne jegliches Pathos, trotzdem oder gerade deswegen sehr aufwühlend und einfühlsam wird Katjas Schicksal erzählt, eingebettet in atemberaubende Action bis zum abschließenden Showdown.

Es agieren die schon aus Machtlos bekannten Protagonisten, die in dieser Geschichte noch bisschen „Fleisch auf die Rippen“ kriegen und einiges an Tiefe gewinnen.

Wie schon in ihrem ersten Buch gelingt es der Autorin mühelos, dass die Schrecken vor dem inneren Auge des Lesers Gestalt annehmen ohne im Detail beschreiben worden zu sein. Das klingt jetzt ziemlich ernst und dramatisch, was es ja zweifellos auch ist. Aber trotz dieses ernsten, im übrigen blendend recherchierten Hintergrundes erlebt man auch diese Geschichte in erster Linie als spannend erzählten Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Von mir eine absolute Leseempfehlung!
Ulrike, 11.11.2011

Fiktion oder Wirklichkeit?

Knallharter Einstieg – der Leser wird direkt in einen Angriff auf deutsche Soldaten in Afghanistan
hineinkatapultiert.
Eine traumatisierte Soldatin, eine couragierte Rechtsanwältin, Politiker, Wirtschaftsbosse, der BND und auch die CIA mischen in diesem Politthriller mit.
Alex Berg schafft es, die Spannung von Beginn an auf einem hohen Level zu halten und im rasanten Tempo jagt ein Ereignis das andere. Durch hervorragende Recherchen gelingt es der Autorin die fiktiven Handlungen so darzustellen, dass man sich während des Lesens mehr als einmal darüber bewusst werden muss, dass dies nicht vor kurzem erst wirklich passiert ist.
Der Schreibstil ist mehr als angenehm, dadurch lässt es sich sehr gut lesen.
Einzig das Cover passt nicht so richtig zu dem Buch. Die Mohnblüte deutet zwar auch Afghanistan hin, doch passt sie eher zu einer Drogengeschichte. Die Silhouette des Soldaten passt gut, vielleicht könnte man die Mohnblüte mit einem staubigen Flughafen oder einem LKW austauschen.
Ines, 10.11.2011

Die Marionette - ein rasanter Thriller

Vorneweg muss ich sagen, dass ich den Vorgängerroman „Machtlos“ (noch) nicht gelesen habe. Für die Handlung selbst
spielt das auch keine Rolle – jedoch ist es auf jeden Fall hilfreich um die Zusammenhänge und Beziehungen zwischen den Hauptpersonen verstehen und nachvollziehen zu können.

Ich war von der ersten Seite an von der Geschichte begeistert. Alex Berg versteht es ihre Leser in den Bann zu ziehen. Sie verpackt hier eine Menge wichtige und aktuelle Themen: die Bundeswehreinsätze in Afghanistan, illegaler Waffenhandel und posttraumatische Störungen der Soldaten. Vor allem dieses Thema beinhaltet den Kern der Handlung: Es geht um die Soldatin Katja, die ihre Einheit bei einem Angriff der Taliban verloren hat. Der Angriff erfolgte mit deutschen Waffen! Da sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, beginnt sie sich zu rächen..
Alex Berg hat ein Buch geschrieben, welches alles hat was einen guten Thriller ausmacht: glaubwürdige Personen, realistische und aktuelle Themen, alles ziemlich spannend geschrieben und sehr gut recherchiert.
Die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe sind teilweise etwas verstrickt. Doch Alex Berg hat diese allgemein verständlich erzählt und schlüssig aufgelöst. Doch auf jeden Fall ist ein aufmerksames Lesen erforderlich.
Ich habe nur einen kleinen Kritikpunk: Es wurden etwas zu viele unterschiedliche Themen auf zu wenig Seiten verarbeitet. So kamen mir die Personen teilweise etwas zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht.
Fazit: Spannender, rasanter Thriller – einmal angefangen kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Für alle, die gerne Politthriller lesen und sich mit dem behandelten Thema gerne auseinandersetzen. Ich vergebe die volle Punktzahl.
Verena, 10.11.2011

Die Marionette

Zum Buch:
Das Cover zeigt die Silhouette eines Soldaten vor einer großen Mohnblüte – zusammen mit dem Klappentext, der auf Afghanistan hinweist, hatte ich einen Zusammenhang mit Drogen vermutet, aber weit gefehlt.
Katja Rittmer ist Elitesoldaten der Bundeswehr und wird bei einem Einsatz in Afghanistan verletzt. Noch im Lazarett stellt sie fest, dass ihr Konvoi offensichtlich mit deutscher Munition angegriffen wurde. Sie will herausfinden, wie das möglich war und die Schuldigen zur Verantwortung ziehen. Sie ist zu allem bereit, um dieses Ziel zu erreichen. Seit Jahren in Kriegssituationen bis aufs Äußerste gefordert, ohne in der Heimat die richtige psychologische Unterstützung zu bekommen, entwickelt Katja sich zur tickenden Zeitbombe.
In Hamburg begegnen wir Valerie Weymann wieder, die als Anwältin für den Rüstungskonzern Larenz engagiert wird. Eric Mayer vom BND ist auch wieder mit von der Partie, er kennt Katja Rittmer von gemeinsamen früheren Einsätzen.

Meine Meinung:
Nachdem mir Machtlos hervorragend gefallen hat, war ich auf die Fortsetzung schon sehr gespannt. Meiner Meinung nach sollte man den ersten Band vorher lesen, um die Beziehungen zwischen Eric, Valerie und auch Don Martinez richtig zu verstehen.
Die Figur der Katja und das Thema der posttraumatischen Belastungsstörung bei Bundeswehrsoldaten sowie den unzureichenden Hilfsangeboten für diese ist ein ernstes und trauriges Thema. Allerdings blieb mir Katja als Charakter ziemlich fremd, es fiel mir schwer, ihre Handlungen zu begreifen und nachzuvollziehen.
Die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verwicklungen wurden zwar alle aufgeklärt, aber dafür musste man schon recht genau lesen, was manchmal aufgrund der spannenden Handlung nicht so einfach war. Vieles wurde nur in Rückblenden aufgeklärt und in kurzen Abschnitten angedeutet.
Gut gefallen hat mir die Fortführung der Geschichten von Valerie und Eric, auch dass man von ihm mehr private Details erfahren hat, er wurde dadurch greifbarer als noch in Machtlos.
Band 1 hat mir besser gefallen, aber ich bin trotzdem schon neugierig, was Valerie und Eric im nächsten Teil so erleben werden!
Daniela, 08.11.2011
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