Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Loreley singt nicht mehr

9783426508640
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Taschenbuch, Knaur TB
01.06.2012, 384 S.

ISBN: 978-3-426-50864-0
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Kriminalroman

In den frühen Morgenstunden treibt eine bizarr leuch­tende Leiche im Rhein. Ein zitternder Angler gesteht Kommissar Jan Seidel, dass er den toten Mann am Haken hatte. Die beiden kannten sich. Nur ein grau­samer Zufall? Und während Kommissar Jan Seidel aus Königswinter den Täter sucht, ist seine Großmutter Edith Herzberger, die rheinische Miss Marple, ihrem Enkel bereits einen entscheidenden Schritt voraus ...

Leselounge

Die Autorin

Judith Merchant

Portrait von Judith Merchant

Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie...

zur Autorin Bücher von Judith Merchant

Pressestimmen

"Judith Merchants Krimi ist ein dramaturgisch geschickt aufgebauter Roman, in dem auch Familienkonstellationen eine wichtige Rolle spielen und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit die Gegenwart verdunkelt."

NDR 1, 05.06.2012

"Clevere Mixtur"

Genaral-Anzeiger Bonn, 04.06.2012

"Hochspannung, die ohne blutiges Gemetzel und Haudrauf auskommt. 'Loreley singt nicht mehr' ist ein richtig feiner Krimi. So einfühlsam, sorgfältig recherchiert und mit einem Ende, das auf jeden Fall mich verstört." Claudia Keikus

Berliner Kurier Online, 01.07.2012

"Judith Merchant ist mit ihrem zweiten Krimi ein ebenso attraktives wie lebensnahes Buch gelungen."

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.08.2012

"Das Duo Jan Seidel und Edith Herzberger kommt wirklich sympathisch rüber, und dürfte auch noch einiges an Potenzial für weitere Romane haben." (Andreas Kurth)

Krimi-couch.de, Oktober 2012

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein tolles Buch zu einer traurigen Familiengeschichte. Erst langsam wird klar, dass es hier nicht um einen, sondern um
zwei Todesfälle geht, die das Leben zweier Familien beeinflusst haben. Und es geht um zwei Mütter, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Eine sehr offen und voll erfüllt vom altmodischen Hausfrauendasein ohne moderne Gerätschften. Die andere krank und voller Ängste.
Pittchen, 11.10.2015

Schon nach den ersten paar Seiten war für mich klar: das hier ist etwas Besonderes. Ich hätte ohne schlechtes Gewissen
nach 5 Seiten Prolog eine Kaufempfehlung gegeben. Was Judith Merchant in diesem Prolog schreibt, zeugt von unheimlich viel Talent - und großer Klasse. Der Rhein als Person, der über die Welt philosophiert und ganz nebenbei sein Wesen, seine Kraft und seine Unerbittlichkeit klarstellt. Ein toller Anfang eines interessanten Falles...

Die Story ist insgesamt sehr reizvoll aufbereitet - beginnend mit der "beleuchteten" Leiche im Rhein. Ein Auftakt, bei dem die Fragezeichen nur so im Gehirn herumschwirren. Dann der mysteriöse Tod eines kleinen Jungen mehrere Jahre vorher, der irgendwie mit diesem Leichenfund verknüpft zu sein scheint. Und schließlich die Konstellation der nachbar- und freundschaftlichen Beziehungen rund um das Opfer. Am Anfang verwirrt das ein wenig, man kann gar nicht so richtig zuordnen, wer da mit wem in welcher Verbindung steht. Es ist ein Geflecht aus Gefühlen, Ereignissen und Sehnsüchten. Aber am Ende fügt sich alles zu einem nachvollziehbaren Ende (eine Pluspunkt, den bei weitem nicht jeder Krimi für sich verbuchen kann...).

Das Buch lässt sich flüssig lesen, für mich kam an keiner Stelle Langeweile auf. Und auch die Charaktere haben (zum Glück) so ihre Ecken und Kanten - die man zuerst kennen- und dann lieben lernt. Was ich besonders gut gelungen fand: Jan's Großmutter Edith, auf dem Klappentext für meine Begriffe etwas zu reißerisch als "Miss Marple vom Rhein" bezeichnet, bekommt zwar genügend Raum, um dem Buch eine besondere Note zu geben - aber nicht so viel, dass es unglaubwürdig wirkt. Aus meiner Sicht genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Augenzwinkern.

Insgesamt kann ich nur sagen: Auch wenn im Buch so einige R(h)einfälle vorkommen, ein Reinfall ist dieses Buch auf keinen Fall! Sondern tolle deutsche Krimiunterhaltung mit sympathischen Charakteren.
Marlen Blume, 04.04.2014

In den frühen Morgenstunden treibt eine bizarr leuchtende Leiche im Rhein. Ein zitternder Angler gesteht Kommissar Jan
Seidel, dass er den toten Mann am Haken hatte. Die beiden kannten sich. Nur ein grausamer Zufall? Und während Kommissar Jan Seidel aus Königswinter den Täter sucht, ist seine Großmutter Edith Herzberger, die rheinische Miss Marple, ihrem Enkel bereits einen entscheidenden Schritt voraus ...
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Vorweg muss ich eines loswerden: Dieser Kriminalroman enthält den lebendigsten Prolog bzw. Epilog, den ich je in einem Krimi las.
Den Rhein in dieser Form darzustellen und ihm somit ein Gesicht zu geben – auf die Idee muss erst einmal einer kommen.

Damit ist es natürlich nicht genug, denn zwischen Prolog und Epilog liegt immer noch ein Roman. Und zwar einer, der die Beschreibung düster uneingeschränkt verdient hat. Der Schreibstil ist nüchtern und schnörkellos, und konzentriert sich lediglich auf Fakten, die dem Leser Spannung und die für einen Kriminalroman nicht unwesentliche Verwirrung liefern. Schon nach kurzer Zeit fährt das Gedankenkarussell mit der Frage seine Runden, wer dann nun und warum. Drumherum konstruiert Judith Merchant ein Gerüst aus dunkler Vergangenheit, Panikattacken und heimlicher Affäre.

Ihren Figuren gibt die Autorin mehr als ein Gesicht. So neigt die überfürsorgliche Mutter zu Zwängen, die krampfhaft die heile Welt aufrecht erhalten sollen.
Allesamt sind die Charaktere gut ausgefeilt und stimmig. Amüsiert habe ich mich derweil über die Oma des Ermittlers, die mit ihrem Spürsinn im wahrsten Sinne des Wortes offene Türen einrannte.

Fazit: Ihr Schreibtalent kann Judith Merchant nicht verleugnen. Die Story ist authentisch, nachvollziehbar und bis zum Ende hin spannend. Wer einen düsteren und undurchsichtigen Kriminalroman sucht, ist mit "Loreley singt nicht mehr" bestens bedient.
Ricarda, 20.06.2012
↑ nach oben