Das Buch
AUTOR(EN) Jens Söring VERLAG Droemer SEITENZAHL 400 AUSSTATTUNG HC + SU HC PREIS EUR (D) 19,99 ISBN3-426-27579-1 ISBN 978-3-426-27579-5 ERSCHEINUNGSTERMIN 01.03.2012 GENRE Biographien & Memoirs
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
- REZENSIONEN
- LESERSTIMMEN
NICHT SCHULDIG!
Wie ich zum Opfer der US-Justiz wurdeSeit einem Vierteljahrhundert sitzt der Deutsche Jens
Söring in den USA im Gefängnis – für ein Verbrechen,
das er nicht begangen hat. Als junger Student legte
er aus blinder Liebe ein falsches Geständnis ab,
um seine damalige Freundin vor der Todesstrafe zu
bewahren. Am Ende lautete das Urteil: zweimal
lebenslänglich.
Sörings Fall sorgte für internationale Schlagzeilen.
Nun berichtet er von dem fatalen Fehler, der sein
Leben zerstörte, von der Hoffnungslosigkeit des
amerikanischen Haftalltags und von seinem bis heute
andauernden Kampf um die Freiheit.
Authentisch, packend und eindringlich erzählt:
Jens Sörings Lebensgeschichte geht unter die Haut.
Rezensionen
Frankfurter Allgemeine Zeitung | 26.03.2012
"Es ist ein Lehrstück über verweigerte Gerechtigkeit, das viele Facetten hat. Man muss Jens Söring nicht zwingend für unschuldig halten, um das alles zu sehen." Milos Vec
Der Standard | 02.03.2012
"Sein "Image als Ungeheuer" habe es politisch unmöglich gemacht, ihn nach Hause zu schicken. Das Buch soll helfen dies zu ändern." Frank Herrmann aus Washington
Focus | Online
"Dafür liest sich das Buch packend von der ersten Seite an. Söring zieht den Leser mit in den Sog, in den ihn Elizabth Haysome riss." Nina Baumann
Leserstimmen
Kimba | 20.03.2012
Justizopfer + Politisierung = Schande„Am Anfang der Traum von einer Liebesgeschichte, die nach wenigen Monaten, exakt am 30.März 1985, zum Albtraum wird. Denn an diesem Samstag wird zwei Menschen auf brutale Art und Weise ihr Leben genommen. Das juristische Nachspiel dauert bis in die jüngste Gegenwart. Pünktlich zum Auftakt des Präsidentenwahljahres in Amerika nun auch noch die Politisierung dieses Falles. Schwer zu glauben, dass es das im Land der Freiheit, der unbegrenzten Möglichkeiten, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit tatsächlich gibt. Zumindest liefert seit rund zweieinhalb Jahrzehnten der Bundesstaat Virginia dafür Tatsachen, dass es sich bei diesen Freiheiten und Möglichkeiten im Mordfall Haysom und Jens Sörings damit verbundenem Schicksal um die dunkle Kehrseite der Medaille handeln könnte. Es ist die wahre Geschichte eines Doppelmordes und einem, der es nicht getan hat. Jens Söring nimmt uns mit auf die Reise durch die letzten 26 Jahre seines Lebens, einem Leben hinter amerikanischen Gefängnismauern. Er berichtet von seinem bisher aussichtslosen Kampf um Freiheit oder wenigstens Haftüberstellung nach Deutschland. Da war er schon einmal ganz nah dran. Anfang 2010. Der scheidende Gouverneur Kaine hatte sozusagen in letzter Minute der Haftüberstellung nach Deutschland stattgegeben. Der neue Gouverneur McDonnell hat sie dann in den ersten Minuten seines Amtes gestoppt und die Entscheidung seines Vorgängers verworfen. Im Kapitel 21 auf Seite 387 seines Buches schreibt Jens Söring über eine "böse Macht" und "Satan". Das liest sich wie esoterischer Hokuspokus - zunächst. Nach der Lektüre des Buches jedoch und Recherchen im Internet kommt man um die Akzeptanz des Vorhandenseins zumindest einer bösen Macht bzw. mehrerer böser Mächte, die da in Virginia an höchst offizieller Stelle agieren, nicht mehr herum. Das Buch macht zutiefst traurig, aber auch wütend. Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Vor allem aber gibt es starke Impulse, sich für Jens Söring zu engagieren.”
Veronika | 04.03.2012
Glaubwürdig!„Was für ein Alptraum: Unschuldig im Gefängnis zu sitzen. Dieses Schreckgespenst ist Jens Sörings Realität, sein Leben. Seit fast 26 Jahren schon. Er wollte ein Leben retten, das Leben seiner Freundin, seiner großen Liebe. Dummerweise unterliefen ihm dabei gravierende Fehler, für die er in den USA bis zu seinem Tod mit seiner Freiheit büßen soll. Bis dahin kann es noch lange dauern: Söring ist heute 45 Jahre alt. Verurteilt für einen Doppelmord, den er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht begangen hat. In einem Verfahren, das nicht rechtsstaatlichen Ansprüchen entspricht. Eine Wiederaufnahme, die aufgrund neuer entlastender Beweise und Erkenntnisse eigentlich zwingend geboten wäre, wird ihm verwehrt. Die US-Justiz hat kein Interesse daran, Fehlurteile einräumen zu müssen, lässt Söring wieder und wieder als Verlierer dastehen. Aber der Mann hat einen enormen Kämpferwillen, gibt nicht auf. Kämpft, kämpft, kämpft. Seit fast 26 Jahre schon. Und er schreibt. Beeindruckend. Aber auch erschütternd. „Ich bin unschuldig!“ Sagt er. Glaubwürdig: Was er zu seiner Entlastung vorbringt, kann er belegen, ist in öffentlich einsehbaren Unterlagen nachzulesen. Ein tragisches Schicksal. Gekonnt zu Papier gebracht. Ohne Selbstmitleid, ohne Druck auf die Tränendrüse. Das macht "Nicht schuldig!" umso lesenswerter. Ergreifendes Buch, absoluter Lesetipp!”
Viktoria | 04.03.2012
Das Medienphänomen „Fall Söring“„Der Fall Söring geistert nun seit fast 26 Jahren durch die Medien. Ich erinnere mich noch an die ersten Berichte nach Sörings Verhaftung 1986, dann kam das wegweisende Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 1989, gefolgt von einem typisch amerikanischen Skandalprozess 1990. 2007 war Sörings Fall bei Johannes B. Kerner und im ZDF zu sehen. Und im vergangenen Jahr wurde über seinen Fall scheinbar überall berichtet, von Markus Lanz bis Focus TV, wegen des neuen DNS-Tests und des neuen Zeugen, der überraschenderweise nach 25 Jahren auftauchte. In all diesen Artikeln und Dokus bekommt man natürlich nur eine stark komprimierte Fassung dieses faszinierenden Falles. Viele Details müssen aus Platz- und Zeitgründen ausgelassen werden. Dieses Buch präsentiert einem zum ersten Mal die ganze Geschichte, mit vielen Auszügen aus Ermittlungsakten, Prozessprotokollen, Laborberichten usw. im O-Ton. Endlich kann man die Zusammenhänge in ihrer vollständigen Komplexität sehen und verstehen. Faszinierend und spannend zugleich.”