Verlagsgruppe Droemer Knaur

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Von Tod und Wiedergeburt

Von Tod und Wiedergeburt
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Hardcover, Knaur MensSana HC
22.08.2011, 256 S.

ISBN: 978-3-426-66598-5
Diese Ausgabe ist lieferbar

»Obwohl uns der Tod früher oder später alle ereilt, ist er für die meisten Menschen ein ungewöhnliches Ereignis.«

Lama Ole Nydahl will den Leser mit den spirituellen Erlebnissen vertraut machen, denen man kurz vor dem Tod oder im Moment des Sterbens begegnet.
Das Buch enthält sehr konkrete Beschreibungen über den Verlauf des Sterbens und besonders auch über den Zustand zwischen dem Tod und der Wiedergeburt. Denn der Tod ist nicht das Letzte, was den Menschen erwartet, sondern nur ein Übergang in einen anderen Bewusstseinszustand.
Das Wissen um solche Geschehnisse vertieft nicht nur das Verständnis vom Ende des Lebens, sondern bereichert auch die Sicht auf das Dasein im Hier und Jetzt.
Nydahl stützt sich auf die Lehren großer buddhistischer Meditationsmeister und auf eine zeitgemäße Auslegung der buddhistischen Lehren des Tibetischen Totenbuches.

Der Autor

Lama Ole Nydahl

Portrait von Lama Ole Nydahl

Lama Ole Nydahl ist einer der bekanntesten Buddhisten des Westens und wurde 1972 vom Karmapa, dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Schule, als...

zum Autor Bücher von Lama Ole Nydahl

Lesetipps

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Aufschlussreiches zu Tod und Wiedergeburt

"Tod" – es ist das Tabuwort der westlichen Hemisphäre. Nicht einmal das Jahrtausende alte Christen-tum mit ihrem
Erlösungsgedanken konnte daran etwas Wesentliches ändern. Die zentrale Doppelfrage, woher wir kommen und wohin wir gehen, ist bei den meisten Menschen mit kollektiver Angst besetzt – nicht so bei Buddhisten wie Lama Ole Nydahl. Kann es wirklich ein Sterben ohne Angst oder gar ein "bewusstes Sterben" (tibetisch: Phowa) geben, wie es der 1941 in Kopenhagen geborene Autor seit Jah¬ren in zahlreichen Kursen auf der ganzen Welt lehrt (vgl. Buddhismus heute 20 [1996])? – Genau diesen Themen geht das Buch "Von Tod und Wiedergeburt" nach.
Die Einblicke in das Sterben und den Tod ermöglichen auch einen veränderten Blick auf das Leben. So gesehen kann der Tod ein Lehrer für das Leben sein und auch eine große Hilfe zur Sterbebegleitung. Spezielle Meditationen und Lehrer wie Lama Ole Nydahl können dabei Entscheidendes bewirken, und das Buch ist wie ein Kompendium voll von hervorragenden praktischen Anleitungen und Übungen.
Lama Ole Nydahl ist einer der bekanntesten und einflussreichsten buddhistischen Lehrer des Wes-tens, dem 1969 auf der zweiten Reise nach Nepal mit seiner bereits 2007 verstorbenen Frau Hannah (geb. 1946) Rangjung Rigpe Dorje, der 16. Gyalwa Karmapa (1924-1981), begegnet ist. Das Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie des tibetischen Buddhismus beauftragte die beiden im Jahr 1973, den Dia¬mantweg-Buddhismus im Westen verbreiten zu helfen und entsprechende Zentren zu gründen (nicht gleichzusetzen mit dem "Diamantfahrzeug").
Wenn man Lama Ole Nydahls deutsche Internetseite betrachtet (www.lama-ole-nydahl.de), seinen selbst vorgestellten Tagesablauf verfolgt, seine vielen Reisen, Zentrumsgründungen und zahllosen Vor¬träge, Kurse, Filme, Publikationen und nicht zuletzt seine umstrittene Selbstdarstellung sieht, dann hat dies alles so gar nichts "Buddhistisches" an sich, sondern erinnert mehr an das hektische Treiben eines Top-Managers aus Politik oder Wirtschaft. Nicht ohne Grund hatte die "Frankfurter Allgemeine Zei¬tung" ihn kurzerhand als "Buddhas besten Mann im Westen" bezeichnet (FAZ vom 2.9.2001), worauf der ungewöhnlich schnell und nicht in traditioneller Weise (ohne Kloster, ohne Retreat etc.) zum Lama aufgestiegene Nydahl völlig unverständlicherweise auch noch stolz ist (siehe die eigene Website)!
Diese notwendigen kritischen Anmerkungen ändern natürlich nichts am Wert dieses hervorragend geschriebenen Buches zum Thema "Tod und Wiedergeburt", das die stark eingeschränkte Sichtweise unserer materialistischen Welt korrigieren helfen könnte. Auch das Tibetische Totenbuch wird vom Autor in verständlicher Sprache vorgestellt, der in den 60er Jahren seine "Bewusstseinserweiterung" noch in diversen Drogen suchte. – Als ich in der Nähe des tibetischen Klosters Drepung den Ort der Himmelsbestattungen besuchen durfte, fand ich nichts Erschreckendes oder Abstoßendes. Leben und Sterben, Bardo und Wiedergeburt gehören zum Samsara wie der Energieerhaltungssatz, von dem jeder Naturwissenschaftler überzeugt ist.

Dr. Bernd A. Weil
Dr. Bernd, 19.07.2012

Hilfe für sich und Andere

Durch eine sehr genaue und gut verständliche Beschreibung des Sterbeprozesses wird das Verständnis für den Sterbenden
verstärkt. Die Tipps für eine sinnvolle Begleitung im Sterbeprozess sind gut umsetzbar und auch für Nichtbuddhisten gut geeignet. Ganzheitlich, praktisch und lebensnah - nützlich für Sterbende und deren Begleitung. Danke!
s., 19.09.2011

Noch buddhistisch?

Meines Wissens ist gemäß der Anatman- oder Anatta-Lehre des historischen Buddha, nach der es überhaupt nichts ewig
Gleichbleibendes und damit auch von uns nichts gibt, was unseren Tod überdauern könnte, keine wie immer geartete persönliche Wiedergeburtslehre vereinbar. Schon auf den ersten Seiten seines Buches vertritt Ole Nydahl aber genau solch eine Lehre, wie sich jeder in der Leseprobe ab S. 14 überzeugen kann: dort nennt er diesen bleibenden Teil statt wie üblich "Seele" nun einfach "Erleber". (Überdies deutet er m.E. ziemlich gewaltsam einige moderne Wissenschaftsdisziplinen so um, dass sie scheinbar zur Begründung seiner Ansicht herhalten können.) Auch das übliche Verständnis von "geistig", das auf normalerweise unsere geistigen Fähigkeiten des Wahrnehmens, Vorstellens und Aufmerkens bezogen ist, deutet er zu einem "Geist" genannten Etwas um, dem er damit eine eigene Existenz wie die Spiritisten zuspricht, so dass der alte dualistische Gegensatz von - natürlich vergänglichem - Körper und Geist, der "unzerstörbar" sei, wie er auf S. 15 schreibt, fröhliche Urständ feiert und für buddhistisch ausgegeben wird. Aus eigener fachlich fundierten Sachkenntnis wage ich sogar zu bezweifeln, dass Ole Nydahl die moderne Bewusstseinsforschung wie sie zB. von Charles Tart vorangebracht wurde, kennt oder richtig aufgefasst hat. Aufgrund der Leseprobe würde ich von dem Buch jedenfalls keine verlässlichen Angaben erwarten - leider, weil ich die Arbeit von Ole Nydahl ansonsten hoch schätze, von dem ich auch meinen Meditationsnamen erhalten habe.
Karma Gyurme, 08.09.2011

Lebenshilfe für jeden

Ein durchdachter, nüchterner und doch liebevoller Umgang mit dem Thema Tod und Sterben. Vor dem Hintergrund
jahrhundertealter buddhistischer Erfahrung und westlicher Erforschung von Nahtod-Erfahrungen wird der Sterbeprozess allgemeinverständlich beschrieben. So wird das Buch zur praktischen Lebenshilfe für jeden. Klare, gute Sprache.
Bernward, 22.08.2011
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