Fragebogen: 12 Fragen an Lea Korte
Lea Korte im Januar 2010
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus? Womit verbringen Sie gerne Ihre Zeit?
Lea Korte: Ein perfekter Tag ist für mich einer, an dem ich in Ruhe arbeiten kann und noch genug Muse finde, um mit meiner Familie mehr als das alltäglich Notwendige zu tun. Ich bin ein ziemlicher Familienmensch und gleichzeitig jemand, der ganz und gar in seiner Arbeit aufgeht, und wenn dann noch ein bisschen die Sonne dazu scheint, es warm ist, das Meer zu meinen Füßen rauscht ... dann fühle ich mich schon fast wie im Paradies.
Wie würden Sie sich mit drei Worten beschreiben?
Lea Korte: Humorvoll, zielstrebig, freidenkend.
Was würden Sie in der Welt verändern, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten?
Lea Korte: Das würde SEHR arbeitsreich werden! Vielleicht würde ich mit den Kriegen anfangen, dann für mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit sorgen, aber da ich diese Macht nicht habe, begnüge ich mich derweil mit den Dingen, die ich vor meiner eigenen Haustür verändern kann - denn da gibt es ja auch schon genug zu tun ...
Sehr kritisch sehe ich im Moment den Klimawandel, und wie wenig gerade „die Großen“ bereit sind, etwas dagegen zu tun. Ich habe Kinder und finde es schlimm, wie sehr sie dieser Klimawandel belastet. Und es ist ja ihre Welt: Die Welt gehört unseren Kindern und Kindeskindern! Das vergessen wir zu oft.
Ihr schlimmster Albtraum?
Lea Korte: Naturkatastrophen und Kriege – und allmählich wird für mich auch der Klimawandel zu einem Albtraum. Wir leben am Meer und hatten im letzten Winter zum ersten Mal ein gewaltiges Seeunwetter quasi vor der eigenen Haustür. Meterhohe Wellen haben Autos weggespült und im Hafen größte Schäden hinterlassen.
Was macht den Reiz beim Schreiben aus? Was möchten Sie Ihren Lesern mitgeben?
Lea Korte: Der Reiz des Schreibens – und des Lesens – liegt für mich darin, dass man in andere Welten abtauchen kann, ein anderes Leben (mit-)leben, und beim historischen Roman speziell: dass man das Leben vergangener Zeiten vor seinem inneren Auge neu vor sich aufziehen lassen kann. Mein Ziel bei den historischen Romanen ist, facts und fiction so miteinander zu verbinden, dass man – wie im Fall von „Die Maurin“ – die Geschichte einer vergangenen Epoche durch das Leben der Heldin in dieser Zeit kennen und verstehen lernt und dabei so sehr von der Figur und ihren Verwicklungen gefesselt ist, dass man gar nicht merkt, wie viel man gleichzeitig über die Geschichte dieser Zeit lernt. Bei der „Maurin“ erlebt man immerhin fünfzehn Jahre der Reconquista mit, und zwar die entscheidenden letzten fünfzehn Jahre mit all der Dramatik, die dieser Zeit ohnehin schon innewohnt. Ich lege größten Wert darauf, dass die Historie, die hinter meinen Geschichten steht, bis ins letzte Detail stimmt.
Ehrlich gesagt sind die historischen Romane für mich inzwischen zur reinsten „Sucht“ geworden – und ich hoffe, meine Leser anstecken zu können.
Bücher von Lea Korte
Lea Korte
Die Nonne mit dem Schwert
EUR (D)
8,95
Lea Korte
Die Maurin
EUR (D)
9,95