Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
1775-1783
Die erheblichen steuerlichen Belastungen führten bereits unter der Herrschaft Georges III. zu Spannungen zwischen den amerikanischen Kolonien und ihrem englischen Mutterland. Nach dem siegreichen Krieg gegen Frankreich (1754-1763), in dem England die amerikanischen Kolonien Louisiana und Kanada hinzu gewann, beschloss die englische Regierung, einen großen Anteil der Kriegskosten auf die Kolonien umzulegen. Hierfür wurden die Handelvorschriften und Schmuggelgesetze verschärft und verschiedene neue Gebühren eingeführt. Hinzu kam die so genannte Quartierakte, die es erlaubte, Privateigentum für die Beherbergung und Verpflegung englischer Truppen zu beschlagnahmen. 1765 folgten Siedlungsverbote und weitere Gebühren auf alle amtlichen Papiere.
Zur Überraschung Englands leisteten die Kolonien Widerstand gegen die Flut von Maßnahmen, die sie als Verletzung ihres Rechts auf Selbstverwaltung verstanden. Unter dem Motto „No taxation without representation“ verweigerten sie die Abgabe von Steuern an ein Parlament, in dem sie nicht vertreten waren. In der „Virginia Resolution“ von 1765 forderte die Volksvertretung auf Basis des englischen Geburtsrechtes, sowie des Rechts der Selbstbesteuerung die Aufhebung der Stempelgebühr. Im „Stempelsteuerkongress“, der ersten nationalen Versammlung der Amerikaner, waren sich die Delegierten aus den Kolonien über ihr Recht auf Selbstbesteuerung einig.
Das englische Parlament hob daraufhin zwar die Stempelsteuer auf, beharrte jedoch auf seine Obrigkeit und Steuerhoheit. In den 1768 erlassenen „Townshend-Gesetzen“ versuchte das Mutterland die amerikanischen Zollbehörden durch drastische Maßnahmen wieder unter seine Kontrolle zu bringen und erhöhte die Einfuhrbesteuerung für Glas, Farbe, Papier und Tee. D
ie Lage spitzte sich durch die vermehrte englische Truppenstationierungen noch zu und gipfelte schließlich im „Boston Massacre“ 1770, als englische Soldaten bei einer Straßenschlacht drei Zivilisten erschossen. England befürchtete eine Revolution und hob die „Townshend-Gesetze“ bis auf den Teezoll wieder auf.
1773 überlies das englische Parlament das Monopol des steuerfreien Teeimportes nach England und gleichzeitig auch des Exportes nach Amerika allein der Ostindienkompanie. Aufgebracht über den Verlust des lukrativen Geschäftes boykottierten einige Kolonien den Tee-Import, in Boston organisierte Samuel Adams eine Gruppe, die als Indianer verkleidet über 300 Teekisten ins Meer warf, die „Boston Tea Party“. England beantwortete diese Aktion mit Strafmaßnahmen, woraufhin sich die Kolonien 1774 im ersten Kontinental-Kongress zusammenschlossen, ihr Recht auf Selbstbestimmung bekräftigten und weiteren Handel mit England verweigerten. Daraufhin verhängte König George III. 1775 ein totales Handelsembargo gegen Nordamerika.
Weitere historische Romane
Iny Lorentz
Die Wanderhure
EUR (D)
9,99
Heidi Rehn
Die Wundärztin
EUR (D)
8,99
Carla Federico
Im Land der Feuerblume
EUR (D)
9,99
Wolf Serno
Die Liebe des Wanderchirurgen
EUR (D)
9,95
Helle Stangerup
Der Brautmaler
EUR (D)
8,95