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So liest man heute.

DER deutsche Star des Psychothrills: Sebastian Fitzek & sein "Passagier 23"

Einleitung

»Sebastian Fitzek ist ein Meister des Wahns.« Brigitte

Sebastian Fitzek hat sich mit seinen Bestsellern in den letzten Jahren den Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers erschrieben. Von der Presse wird der Berliner gerne als "deutscher Stephen King" (RTL) oder "Meister des Wahns" (Brigitte) bezeichnet. Mit seinem Thriller Passagier 23 nimmt Fitzek nun erneut Fahrt auf in Richtung rasante Psychospannung und begibt sich einmal mehr in die unergründlichen Tiefen der menschlichen Seele. Wir stellen Ihnen den Publikumsliebling vor, der es versteht, seine Leser in Angst und Schrecken zu versetzen.

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind wahrlich nichts für schwache Nerven und zarte Gemüter. Im Gegenteil, sie sind ebenso grausam wie schockierend. Es wird gemordet und gequält, gestorben und gelitten. Skrupellos bevölkert der 43-jährige Autor seine Bücher mit Augensammlern und Seelenbrechern, erdenkt sich perfide Mord- und Folterarten und schickt seine Leser auf eine Achterbahnfahrt erster Güte.

Doch hinter dem harten Stoff seiner Bücher steckt ein äußerst sympathischer und humorvoller Autor. Der 1971 in Berlin geborene Fitzek ist über Umwege zum Schreiben gekommen: "Dass ich Autor werde, das war so nicht geplant." Fitzek studierte Jura in Berlin, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen. Außerdem schrieb er an einem Sachbuch und konzipierte TV-Show-Formate. Sein Romandebüt gab Fitzek 2006 mit Die Therapie. "Bei einer Startauflage von 4500 Stück hatte wohl niemand damit gerechnet, dass ich damit einen Bestseller landen werde, am wenigsten ich selbst," reflektiert der Autor im Rückblick.

Die Idee zu Therapie kam ihm, als er mit seiner Freundin im Wartezimmer eines Arztes saß: "Als sie ins Untersuchungszimmer ging und es etwas länger dauerte," erzählt Fitzek, "habe ich mich gefragt, was wäre wohl, wenn mir der Arzt und die anderen Patienten im Wartezimmer sagen würden, sie wäre heute nie mit mir da gewesen? Habe ich sie verloren? Eine Verschwörung? Ein Schreckensszenario und gleichzeitig eine Initialzündung." So beginnt Die Therapie damit, dass ein kleines Mädchen spurlos in einer Arztpraxis verschwindet und man dem Vater weismachen will, seine Tochter wäre niemals dort gewesen.

Fitzeks erster Roman eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern Amokspiel, Das Kind, Der Seelenbrecher, Splitter, Der Augensammler und Der Augenjäger hat der Berliner neue Maßstäbe in Sachen Psychothriller made in Deutschland gesetzt. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Die Verfilmung seines dritten Romans Das Kind nahm Fitzek selbst in die Hand und brachte ihn mit internationaler Besetzung auf die Leinwand. Gemeinsam mit dem bekannten Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos schrieb er 2012 den Thriller Abgeschnitten.

Als experimentierfreudiger Mensch geht Fitzek auch bei seinen Lesereisen neue Wege. Für seine Buchpräsentationen ließ er sich einladen von seinen Lesern, las unter anderem in einer Studenten-WG, in der Trauerhalle eines Bestattungsinstituts, in einem Hospiz und in einer Zahnarztpraxis. Der exzellente Entertainer inszeniert seine Lesungen als Events und tourt auch mal mit einer Soundtrack-Lesung mit Live-Band durchs Land.

Die Inspiration zu seinen ausgeklügelten Horrorgeschichten bekommt der 43-Jährige durch merkwürdige Alltagssituationen und die Begegnung mit skurrilen Menschen. Es ist die Frage und der Gedanke nach dem "Was wäre wenn", der am Anfang seiner Romanen steht. Dabei legt Fitzek den Fokus stets auf die Psyche seiner Figuren. Er hält nichts davon, die blutigen Details auszuwalzen, will lieber andeuten als schocken. Der Horror entstehe im Kopf der Leser, erklärt Fitzek. Nicht der Moment des Blutvergießens steht im Vordergrund sondern die Angst davor und das Trauma danach. "Explizite Gewaltdarstellungen scheue ich ... weil mich mehr die Motivation und die Psyche des Täters und die Folgen für das Opfer interessieren."

Auch wenn Fitzek mittlerweile vom Schreiben leben kann, arbeitet er weiterhin als Berater im Radiosender 104.6 RTL. "Die Arbeit im Sender ist so etwas wie ein Anker in der Realität ... Das sorgt für Inspiration, für das Gefühl von normalem Leben." Seinen Arbeitsplatz hat der dreifache Familienvater in einem lichtdurchfluteten Büro im Berliner Westend eingerichtet: "Ich habe gemerkt, je grausamer die Szenen sind, die ich beschreibe, desto schöner muss meine Umgebung sein ... Ich brauche einen friedlichen Ausblick. Umso brutaler kann ich schreiben." Und seine Fantasie sei gar nicht so düster, meint Fitzek: "Schreiben ist für mich Therapie. Damit lebe ich meine dunklen Seiten aus. Ich schreibe mir meine Ängste von der Seele und kann danach sehr entspannt schlafen."

Schlaflose Nächte bereiten seine Thriller jedoch den Lesern, die von Fitzeks Gruselgeschichten so gefesselt sind, dass sie die Bücher nicht mehr aus der Hand legen können. Auch Passagier 23, Fitzeks neuer Psychostreich, beschert den Lesern wieder Nervenkitzel pur. Der Autor führt seine Leser an Bord eines Kreuzfahrtschiffes, auf dem der vermeintliche Traumurlaub zum Albtraum mutiert. Inspiriert habe ihn die Tatsache, wie er im Nachwort schreibt, dass jedes Jahr auf hoher See Dutzende von Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen verschwinden - genauer gesagt: durchschnittlich 23. Selten wird nach ihnen gesucht, da die 'Zwischenfälle' meist als Unfälle oder Selbstmorde deklariert werden. Doch Fitzek entwickelt in seinem Thriller ein packendes Szenario, in dem er einen der verschwundenen Passagiere an Bord wieder auftauchen lässt - ein kleines Mädchen, völlig traumatisiert und schwer misshandelt. Was steckt hinter dem Geheimnis des Verschwindens und Wiederauftauchens der Passagiere? Was ist mit ihnen geschehen? Auf über 400 Seiten inszeniert der Autor eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt und ein raffiniertes Gruselmärchen mit einer sich unerbittlich fester ziehenden Spannungsschraube und einem raffinierten Schlussdreh – nicht nur eingefleischte Fans werden diesen Fitzek lieben!
 
Alexandra Plath für www.droemer-knaur.de

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