Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Warum Altersarmut weiblich ist: Die verratenen Mütter von Kristina Vaillant (mit Grußwort von Rita Süssmuth)

"Die Rente ist sicher" – kaum ein politischer Satz brannte sich in die Köpfe der Deutschen ein wie dieser. Dr. Norbert Blüm (CDU, Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung), sprach die Worte zwar erstmals im Wahlkampf 1986, am 10. Oktober 1997 sollte er diese jedoch in einer hitzigen Debatte im Deutschen Bundestag wiederholen.
Heute, im Jahre 2016, zeigt sich ein anderes Bild: Altersarmut in Deutschland ist präsenter denn je. Weil die Rentenzahlung nicht reicht, beziehen rund 1 Millionen Rentner Grundsicherung im Alter, eine Sonderform der Sozialhilfe, darunter mehr Frauen als Männer. Denn Frauen bekommen im Durchschnitt nur halb so viel Rente wie Männer. In keinem anderen OECD-Staat ist der Unterschied so groß. Wer nicht mindestens 45 Jahre durchschnittlich gut verdient, hat kaum Aussichten auf eine existenzsichernde Rente. Das Rentensystem gleicht die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern im Erwebsleben nicht aus, sondern verstärkt sie.


Kristina Vaillant beschreibt die Ursachen dieses Skandals. Sie fordert Stärkung der solidarischen Gerechtigkeit in der Altersversorgung und zeigt am Beispiel anderer EU-Staaten, wie eine Kombination aus Leistungsprinzip und Solidarprinzip bereits mit Erfolg umgesetzt wird.
Ihr Buch ist ein Plädoyer für eine Umstrukturierung im Rentensystem, denn es bedarf mehr als nur ein paar Schönheitsreparaturen: Einen Neustart für das System der Rentenversicherung.

Die verratenen Mütter (Grußwort: Rita Süssmuth) erscheint am 4. Oktober.

Das Buch

Die verratenen Mütter

Friedrich Ani – Süden

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