Auf dem (Gipfel-)Kreuzzug
Marc Ritter, Autor des Thrillers "Kreuzzug", nimmt uns mit in seine Berge!
Marc Ritter (44) veröffentlicht im März 2012 seinen ersten Thriller „Kreuzzug‟ bei Droemer. Die Geschichte spielt auf der Zugspitze, die von Terroristen gekapert wird. Exklusiv stellt Marc Ritter die persönlichen Lieblingsberge seiner Heimat und seine Lieblingswege dorthin vor.
Zugspitze
„Die Zugspitze kommt hier natürlich zu allererst, denn ihr verdanke ich meinen ersten Thriller. Sie bringt alles mit, um ein Terrorszenario umzusetzen: viel Technik, die man sabotieren kann, und viele unschuldige Menschen. Man muss sich das vorstellen: An einem Wintertag werden da über 5.000 Skifahrer und Ausflügler hochgekarrt, verköstigt, wieder heruntergekarrt. Oder eben nicht, wie im „Kreuzzug‟, wo Zahnradbahn und Gondeln ausgeschaltet werden. Und dann kommt von da oben keiner mehr runter bei ein paar Metern Schnee. Naja, eigentlich tut mir der Berg auch leid. So verkabelt und durchbohrt. Gerne schaue ich mir die alten Fotos an, auf denen man nur das Münchner Haus sieht, die Alpenvereinshütte auf dem Gipfel >>Münchner Haus . Hier wurde vor hundert Jahren das Bier in speziellen Bergfässern mit Mulis hochgetragen. Der erste Wirt auf dem Münchner Haus war der Urgroßvater meiner Ex-Frau. Und meine Kinder aus dieser Ehe sind also dessen Ururenkel. Das ist zwar ein weiter Bogen, aber irgendwie verbindet das schon sehr.‟
Ritters Lieblingsweg:
„Hinauf von Partenkirchen durch das Reintal auf der Spur der alten Mulitreiber über >>Reintalangerhütte und Knorrhütte. Runter mit der Bahn (die Knie!), danach im Eibsee baden. Auch sehr schön, aber nur für absolut schwindelfreie und wirklich konditionsstarke Berggeher: Der Jubiläumsgrad zur Alpspitze >>Tourenbericht zur Alpspitze.‟
Kramer
„Der Kramer ist einer dieser unterschätzen Berge, die ich eigentlich am liebsten mag. Er liegt im Westen des Talkessels von Garmisch-Partenkirchen und gehört zu den Ammergauer Alpen. Er sieht auch nicht gerade sehr einladend aus, aber er bietet den Vorteil, die berühmteren Berge wie Alpspitze und Zugspitze im Panorama ansehen zu können. Wer nicht ganz auf seine Spitze hinauf will oder kann, dem mag der Königsstand, ein Plateau auf halber Höhe der rechten Seite, genügen. Von dort schaue ich auch gerne in meine zweite Heimat München. Man kann sich auch ein Bild machen, wie sich der Ort Garmisch-Partenkirchen in den letzten Jahrzehnten in die Landschaft gefressen hat. Das geht auch gut von der >> St.-Martins-Hütte , von der eine sehr schöne Schlittenabfahrt herunter führt.‟
Ritters Lieblingsweg:
„„Vom Pflegersee auf dem Kellerleitensteig in Richtung Grasberg. Wer sich auskennt, geht bereits nach gut zehn Minuten rechts steil durch den Wald die Diretissima zum Königsstand hinauf. Von dort dann Entscheidung nach Lust und Kondition, ob der Kramerspitz anzugreifen ist. Rückweg über St. Martin (Weicheivariante) oder >> Stepberg
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