Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Auf dem roten Teppich: Sabine Ebert

Die Schöpferin zahlreicher historischer Bestseller steht uns Rede und Antwort!

Sabine Ebert

Mit ihren historischen Romanen hat sich Sabine Ebert eine große Fangemeinde erschrieben. Und das zu Recht: Mit viel Rechercheaufwand und Leidenschaft hat sie ein fast unbekanntes Kapitel ihrer Heimatgeschichte aufgeschlagen. Im Interview erzählt sie von ihren persönlichen Vorlieben und ihrer Art zu arbeiten.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Freigeist, rastlos, bodenständig.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Bei der Arbeit gestört zu werden ist sehr ärgerlich, es reißt einen völlig aus der Konzentration. Freuen kann ich mich, wenn es beim Schreiben gut läuft und die Figuren ein Eigenleben entwickeln.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Da muss ich nicht weit: Hier in Sachsen haben die Bäcker und Fleischer sehr leckere Kuchen und Wurstsorten. Ansonsten mag ich die mediterrane Küche und die köstlich gewürzten balinesischen Gerichte.

Kaffee oder Tee?

Je nach Laune.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Frei von Terminen und Verpflichtungen, ganz aus dem Bauch heraus leben zu können.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Aus der Geschichte.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Journalistin. Ich habe ja viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich liebe das Schreiben. Es ist meine Art, die Welt um mich herum zu filtern und zu spiegeln.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Sehr viele. Man ist jeden Tag in der Stimmung für ein anderes Buch, ein anderes Genre. Deshalb möchte ich jetzt keinen einzelnen Namen nennen.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

„Judastöchter“ von Markus Heitz.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Was er mag. Hauptsache, er liest!

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Die historischen Figuren, die in meinen Romanen vorkommen. Ich würde sie einfach nur beobachten wollen, um zu sehen, ob sie so waren, wie ich sie mir vorstelle anhand der wenigen Dinge, die wir über sie wissen.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Da kennt meine Neugier keine Grenzen.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Mehr Zeit, um an meinen Büchern zu feilen – aber dann würde ich vermutlich nie fertig werden. Mehr Zeit für die Begegnungen mit den Lesern. Derzeit kann ich kaum einem Zehntel aller Wünsche nach Lesungen nachkommen, wenn die nächsten Bücher pünktlich erscheinen sollen. Das tut mir leid, und ich bitte dafür um Verständnis. Und ein wenig Zeit für mich, um mich öfter mit Freunden zu treffen, einfach mal zu faulenzen oder einmal Urlaub ohne Laptop machen zu können.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Redlichkeit.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Nach dem letzten „Hebammen“-Band die Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Und dann gibt es schon Ideen für zwei, drei weitere Projekte.

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