Eine Reise in die Abgründe des Seelenlebens
Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert. Woody AllenBereits drei Frauen sind in seine Gewalt geraten und nach ihrem Auffinden psychisch gebrochen, gefangen in ihrem eigenen Körper und unfähig sich zu bewegen.
Entsetzt müssen Ärzte und Patienten einer psychiatrischen Luxusklinik in Berlin feststellen, dass ein unbekannter Psychopath, den die Presse den Seelenbrecher nennt, unerkannt eingeliefert wurde. Als auch noch die Klinik aufgrund eines Schneesturmes völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist, wird der Seelenbrecher wieder aktiv. In einer Nacht des Grauens zeigt er, dass es kein Entkommen gibt. Die Reise in den Abgrund des menschlichen Seelenlebens hat begonnen …
Interview mit Sebastian Fitzek
Sebastian Fitzek – haben Sie die Methode, die „Der Seelenbrecher“ in Ihrem neuesten Psychothriller verwendet – und mit der er seine Opfer in lebende Tote verwandelt – je selbst an sich ausprobiert? Natürlich die harmlose Variante, die mit der Rückfahrkarte.
Sebastian Fitzek: Nein, da bin dann doch ein zu großer Feigling. Aber ich war mal bei einem harmlosen Experiment anwesend, und das war schon sehr beeindruckend. Übrigens werden alle Leser am eigenen Leibe (oder besser gesagt „an der eigenen Seele“) erfahren, was der Seelenbrecher mit seinen Opfern anstellt, denn das Buch ist gleichzeitig ein psychiatrisches Experiment. Und jeder Leser ist ein Versuchskaninchen, ob er will oder nicht.
Und wie fühlten Sie sich als Zuschauer bei diesem Experiment?
S.F.: Allein das Erlebnis hat mich überzeugt: Die größten Mysterien liegen tief im Innersten unserer menschlichen Psyche verborgen. Unser Gehirn ist wie die Tiefsee. Vielleicht das letzte unerforschte Terrain auf Erden, voll von Geheimnissen, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Ein Beispiel, das nichts mit dem Buch zu tun hat: Erst letztens ging ein Fall einer blinden, multiplen Persönlichkeit durch die Presse, die auf einmal wieder sehen konnte. Denn nur eines ihrer „Ichs“ war blind. Ein anderes Ich, das tief in ihr schlummerte, konnte sehen, nachdem es „aufwachte“ und die Kontrolle übernahm.
Es sind genau diese Phänomene, die mich dazu inspirieren, Psychothriller zu schreiben. Im Seelenbrecher war es aber ein ganz anderes. Es hat nichts mit multiplen Persönlichkeiten zu tun.
Hatten Sie Angst, das Experiment an sich selbst durchführen zu lassen?
S.F.: Ja. Ich bin ein Weichei. Aber meine Angst bezieht sich eher auf die Frage: „Was, wenn es mir gefällt?“. Aus diesem Grund nehme ich auch keine Drogen und nur wenig Psychopharmaka. Das könnte bei mir schnell ein Fass ohne Boden werden, wie mir mein täglicher Kaffeekonsum beweist. Obwohl ich den eigentlich gar nicht so mag, verlangt mein Körper nach seinen fünf bis sechs Tassen am Tag.
Unter welchen Bedingungen würden Sie sich trotzdem mal zu so einer Psycho-Session bereit erklären?
S.F.: Nur wenn die ganze Zeit eine Videokamera läuft. Ich will ja später sehen, was mit mir passiert ist.
-> Auszüge aus der Patientenakte eines Opfers vom Seelenbrecher auf der nächsten Seite
Trailer zum Buch
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