Interview mit Chris Tvedt
Der Norweger Chris Tvedt schreibt hoch spannende Gerichtsthriller um den Strafverteidiger Mikael Brenne. In unserem Interview erfahren Sie mehr über seinen eigenwilligen Protagonisten, seine Heimatstadt Bergen und das Drama vor Gericht.Sie haben Jura und Literaturwissenschaften studiert und einige Jahre als Rechtsanwalt gearbeitet - beste Voraussetzungen, um Kriminalromane zu schreiben? Wie hat sich Ihre Schreibleidenschaft bemerkbar gemacht?
Chris Tvedt: Die beste Voraussetzung für einen Krimiautor wäre wohl eine Laufbahn als Berufsverbrecher! Zweifelsohne hat mir mein beruflicher Hintergrund aber gute Dienste geleistet und mich davor bewahrt, viel Zeit in die Recherche zu stecken. Meiner Meinung nach entwickelt sich eine Leidenschaft fürs Schreiben immer aus einer Leidenschaft fürs Lesen. Ich habe schon immer viel gelesen, sowohl Krimis als auch andere Genres.
Hat der große Erfolg anderer skandinavischer Autoren in den letzten Jahren Sie dazu ermutigt, selbst Krimis zu schreiben?
Chris Tvedt: Nicht wirklich, aber ich freue mich, dass sich skandinavische Krimis zu einer Art Markenzeichen entwickelt haben. Das macht es natürlich viel leichter, ein internationales Publikum zu erreichen.
Wie ist die Idee zu Ihrer Krimiserie um Strafanwalt Mikael Brenne entstanden?
Chris Tvedt: Ursprünglich hatte ich keine Serie geplant und nur die Idee für ein einzelnes Buch. Doch sowohl meine Leser als auch mein norwegischer Verlag wollten mehr und ich bin ihrem Wunsch gerne nachgekommen. Mit der Zeit ist mir Mikael Brenne richtig ans Herz gewachsen.
Was fasziniert Sie am Genre des Gerichtsdramas?
Chris Tvedt: Der Gerichtssaal ist ein perfekter Schauplatz für menschliches Drama. Er bietet alles: das Duell zwischen gegnerischen Parteien, tragische Enthüllungen und es stehen dabei das Leben und die Zukunft von Menschen auf dem Spiel. Außerdem geht es um Moralvorstellungen und Gewissensfragen - und das mag ich gern in Romanen.
Der Großteil der Justizthriller auf dem Buchmarkt stammt aus der Feder von US-Autoren. Sehen Sie sich in einer Tradition von Grisham & Co.? Oder welche Autoren haben Sie am stärksten beeinflusst?
Chris Tvedt: Natürlich stehe ich in gewisser Weise in dieser Tradition, aber ich fühle mich nicht stark von Grisham oder anderen des Genres beeinflusst, aber es gibt offensichtliche Parallelen wie etwa der Gerichtssaal als Handlungsort. Andere Autoren wie Ian Rankin, Robert Wilson und der Amerikaner James Lee Burke hatten da mehr Einfluss auf mich, am meisten jedoch der beinahe in Vergessenheit geratene amerikanische Autor John D. McDonnald.
Chris Tvedts Krimireihe
Chris Tvedt
Frei von Schuld
EUR (D)
7,95
Chris Tvedt
Auf eigene Gefahr
EUR (D)
8,99
Chris Tvedt
Tote Freunde
EUR (D)
8,99
Chris Tvedt
Niedertracht
EUR (D)
8,99