Jesus Christus – zwei neue Bücher
Wer war Jesus? Wie entschlüsselt man den Code der biblischen Texte, die von ihm berichten? Mit solchen Fragen im Gepäck ist Peter Seewald den Spuren des Mannes aus Nazareth gefolgt. In "Jesus Christus. Die Biografie" rührt der Journalist und religiöse Autor an Tabus – und zeichnet ein atemberaubendes Porträt Christi. Auch Eberhard Wolf liefert mitreißend modernen Stoff: In seinem Text- und Bildband "Die Bergpredigt" kreist er Jesus' berühmtes Plädoyer für eine gerechtere Welt ein. Der Kommunikationsdesigner kontrastiert die alten Bibeltexte mit Bildern von heute. Damit eröffnet er einen provozierenden Blick auf unsere Epoche und gibt viel Stoff zum Nachdenken über den Ist-Zustand unserer Welt.Jesus Christus
Die Biografie
Warum bewegt dieser Jesus die Menschen noch 2000 Jahre nach seinem Tod? Das war die zentrale Frage, die Peter Seewald antrieb. Die Initialzündung für seine Recherchen zum Leben von Jesus Christus gab das bekannte Jesuswort: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.” Und so hat sich der Autor auf den Weg gemacht – in die historischen Landschaften Galiläas und Judäas, zu Jesus' Geburtsstätte in Bethlehem, hoch auf die Hügel von Golgatha, wo er gekreuzigt wurde. Das Fazit der erfolgreichen Papst-Biografen: Man darf Jesus nicht den Theologen überlassen!
“Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.”
An den Originalschauplätzen spricht er mit den Menschen, befragt antike Quellen und prüft die Bibel auf ihren Wahrheitsgehalt. So entsteht Puzzleteil für Puzzleteil ein lebendiges Bild des Nazareners. Seewald geht dabei kritisch mit den Evangelien um und fragt, wie authentisch sie über das Leben des geheimnisvollen Galiläers berichten. Außerdem reißt er ideologische Scheuklappen herunter, die in der Vergangenheit oft den Blick auf die Person Jesu verstellt haben. Sein Bild von Gottes Sohn ist nicht das eines "antiken Sozialarbeiters", sondern ein ganzheitliches, facettenreiches, faszinierendes. Peter Seewald gelingt ein kluges und gefühlvolles Porträt des Heilands, das seine menschliche und seine göttliche Seite zeigt.
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Die Bergpredigt
Mit anderen Augen gesehen
"Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan." (Matthäus 7. Kapitel)
Die Bergpredigt – das sind die Kapitel 5, 6 und 7 aus dem Matthäus-Evangelium. In dem klassischen Text des Neuen Testaments stehen die Seligpreisungen und das Vaterunser. Die Bergpredigt beinhaltet den Kern aller christlichen Ethik und polarisiert seit jeher, fordert sie doch bedingungslosen Gewaltverzicht und soziale Gerechtigkeit. Wenn die Bibel irgendwo links ist, dann in der Bergpredigt. Kaum ein christlicher Text passt besser in unsere Zeit, die von Habgier und Bevormundung, Überheblichkeit und Gnadenlosigkeit, Verfolgung und Krieg, Terror und Folter geprägt ist. Jesus Christus gibt all jenen Recht, die dagegen aufbegehren.
„Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.“
Eberhard Wolf verknüpft die wundervollen Friedensbotschaften aus der Bibel mit verstörenden Bildern unserer Gegenwart. Damit zeigt er die Zerrissenheit unserer Zeit – und setzt den alten Menschheitstraum von Frieden und Gerechtigkeit in ein neues Licht. Beim Lesen und Betrachten seines beeindruckenden Buchs entsteht der Wunsch nach Veränderung und Wachstum. Es ist Zeit zu handeln. Es ist Zeit, sich zu versöhnen und einander zu achten. Es ist Zeit, sich umeinander zu sorgen und zu kümmern.
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