Krimikunst hat einen Namen: P.D. James
Phyllis Dorothy James, 1991 zur Baroness James of Holland Park geadelt, wurde im Jahr 1920 geboren. Mit der Schriftstellerei begann sie in den späten 50er Jahren unter schwierigen Voraussetzungen: Ihr Mann kehrte als Invalide aus dem Zweiten Weltkrieg zurück und Phyllis Dorothy war gezwungen, verschiedene Verwaltungsjobs anzunehmen, um die Familie zu unterstützen.War es dennoch Glück im Unglück, dass ihr beruflicher Weg sie eines Tages in die Kriminalabteilung des Britischen Innenministeriums führte? Fragmente ihres ersten Krimis »Cover her Face« entstanden nämlich genau in dieser Zeit und 1962 wurde der Roman tatsächlich veröffentlicht. Dies war der Beginn einer beispiellosen Karriere als Autorin.
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»Im Saal der Mörder« ist nun ihr sechzehntes Buch und wie seine Vorgänger steht es seit Wochen auf Platz 1 der Sunday-Times-Bestsellerliste. »P. D. James der Spitzenklasse«, urteilt The Spectator. P. D. James ist also keineswegs in die Jahre gekommen. Vor wenigen Wochen weilte sie auf Einladung des British Council seit langem wieder einmal in Berlin. Dynamisch beantwortet sie alle Fragen der Journalisten und lässt keine Zweifel aufkommen, dass sie und ihr Werk inzwischen legendär geworden sind.
»Every novel needs truth«, so lautet ihr Standpunkt zu der immer wiederkehrenden Frage, ob Krimis auch »Literatur« sein können. Dem Großteil der Leser stellt sich diese Frage ohnehin nicht, sind P. D. James Romane doch Kunst in Reinkultur. Ob Figuren, Situationen oder Schauplätze - nichts bleibt dem Zufall überlassen, sondern ist stets perfekt komponiert. Weit weg vom klassischen Whodunit gilt für die Welt der P. D. James: Es gibt nur wenige unschuldige Opfer und nie einen komplett schuldigen Täter. Eben genau wie im richtigen Leben.
Lesetipp
P. D. James
Was gut und böse ist
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P. D. James
Tod an heiliger Stätte
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Ein Spiel zuviel
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P. D. James
Im Saal der Mörder
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