Sieben Jahre Ewigkeit
Das neue Buch von Gisela Heidenreich ist die berührende Spurensuche einer Tochter nach dem wahren Leben ihrer Mutter.
Als Gisela Heidenreich nach dem Tod ihrer Mutter beginnt, deren Keller auszuräumen, stößt sie auf einen Briefwechsel, versteckt in der hintersten Ecke einer Kommode. Über 100 Briefe, die sich ihre Mutter Emmi mit der Liebe ihres Lebens geschrieben hat. Ein Mann, von dessen Existenz Gisela nichts wusste.
Erneut beginnt sie sich zu fragen, wer diese Fremde, die ihre Mutter ist, eigentlich war.
Bereits in ihrem ersten Buch, Das endlose Jahr, beschrieb sie die langsame Entdeckung der eigenen Biographie als Lebensborn-Kind. In einem der Lebensbornheime in Oslo geboren, wuchs sie als vermeintliches Waisenkind bei der Schwester ihrer Mutter auf. In ihrem Buch verarbeitet sie ihre eigene Geschichte, indem sie sich auf die Suche machte, das Familiengeheimnis im Leben ihrer Mutter zu lüften. Ein Selbstfindungsprozess, durch den sie sich mit ihrer Mutter aussöhnen konnte. Doch einem weiteren Geheimnis kommt Gisela erst nach dem Tod ihrer Mutter auf die Spur:
Nürnberg, April 1947. Die Prozesse sind vorbei, doch noch immer tagt dort der Internationale Gerichtshof. Gisela Heidenreichs Mutter Emmi wird als Zeugin nach Nürnberg geladen, um über den nationalsozialistischen Lebensborn auszusagen. Doch ihr Dasein dort unterscheidet sich nicht von dem der Angeklagten, und aus den wenigen Tagen, die ihre Aussage dauern sollte, werden Monate. Getrennt von ihrer Familie und ihrer erst vierjährigen Tochter fügt sie sich in ihr Schicksal, das schnell ganz anders verläuft als es anfänglich den Anschein hatte.