Tipp des Lektorats im Februar: Knastpralinen
Nicht nur für Nordlichter: "Knastpralinen" sollten bundesweit auf die literarische Speisekarte gesetzt werden!
Wenn man als Lektorin viele Romane aus deutschen Landen betreut, steht und fällt die Lebensqualität mit der Person der AutorInnen, mit denen man zu tun hat (und ohne die es uns gar nicht erst gäbe …). Ich muss sagen, ich habe das Glück, mit ganz wunderbaren Exemplaren dieser Gattung zusammenzuarbeiten – sie sind kreativ und originell (klar), sie sind freundlich und geduldig (schon weniger klar), und sie sind so nett, witzig und einfühlsam, dass man auch gleich noch privat mit ihnen befreundet sein möchte (überhaupt nicht klar). Vielleicht machen sie es ja alle so wie Simone Buchholz: Sie lebt ihre düstere, „schwierige“ Seite über ihre herrlich widersprüchliche Krimiheldin aus – und das so gut, dass man kein Komma mehr verändern will!
"Knastpralinen" (= Fleischpflanzl, Buletten, Frikadellen) ist der zweite Band der Serie um Staatsanwältin Chas Riley aus St. Pauli. Der Hamburger Sommer wird dadurch getrübt, dass plötzlich auffällig viele Männerfüße in der Elbe schwimmen. Offensichtlich ist ein grausamer Serienkiller unterwegs – und doch zweifelt die Ermittlerin zunehmend, ob dieser Täter wirklich bestraft gehört …
Viel Spaß beim Lesen und Entdecken „einer der besten deutschen Krimi-Reihen“ (BRIGITTE) -
Ihre Carolin Graehl
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