Zaungast der Vergangenheit
Interview mit dem Bestsellerautor Wolf Serno
In der Fortsetzung Der Chirurg von Campodios geht die abenteuerliche Reise des Vitus von Campodios nun weiter...
Herr Serno, Sie zählen zu den sehr erfolgreichen deutschen Autoren: Allein Ihr Roman Der Wanderchirurg hat sich weit über 600 000 Mal verkauft. Was ist das für ein Gefühl, Bestsellerautor zu Lebzeiten zu sein – verändert sich da etwas im alltäglichen Leben?
Wolf Serno: Noch ist es ja nicht soweit, dass die Fans scharenweise hinter mir herlaufen – zum Glück! Insofern unterscheidet sich mein jetziges Leben wenig von dem davor. Anders ist es auf Messen und Lesungen: Da schlägt mir jedesmal so viel Herzlichkeit und Wärme entgegen, dass ich fast verlegen werde. In diesen Augenblicken ist es wunderbar, Bestsellerautor zu sein. Ansonsten habe ich noch immer dieselbe Frau, dieselbe Wohnung, dieselbe Kleidung, dieselben Hunde.
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Sie schreiben historische Romane – als Konzession an den Leser oder aus innerem Antrieb?
Weder noch. Ich finde es einfach spannender, die Ereignisse ein paar hundert Jahre früher stattfinden zu lassen. Eine Kreuzfahrt von Tanger nach Venedig kann sich jeder vorstellen. Sonnenbäder, Müßiggang, Gähnen... Die Fahrt auf einer Galeere dagegen sah ganz anders aus. Dazu gehörten Wagemut, Seemannschaft, Glück. Die Zeiten waren ungewisser – und nicht
nur die Schiffe waren ganz anders. Auch die Kleidung, die Nahrung, die Waffen, die Sitten,
die Tänze, die Medizin und vieles mehr. Wenn ich also eine Geschichte erzähle, erfährt der Leser neben der reinen Handlung immer auch viel Wissenswertes über das Leben unserer Ahnen.
Der Geschichtenerzähler
Lesetipp
Wolf Serno
Hexenkammer
EUR (D)
9,99
Wolf Serno
Der Balsamträger
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8,95
