Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Val McDermid

Einleitung

"Eine Autorin, die immer besser wird!“ The Times

Val McDermid zählt zu den ganz Großen der britischen Krimiszene. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2010 die angesehenste Auszeichnung, die es in Großbritannien für Kriminalromane gibt: den Diamond Dagger der britischen Crime Writers’ Association. Ihre Psychoschocker sind stets exakt recherchiert und so nahe an der Realität, dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft. Brutale Serienkiller verbreiten Angst und Schrecken und sorgen beim Leser für Gänsehaut pur. Das gilt besonders für McDermids beliebte Serie um das Ermittlerduo Carol Jordan und Tony Hill, über die The Times schreibt: „McDermids Fähigkeit, in die gestörte Psyche eines Kriminellen einzudringen, ist furchterregend ... Eine Autorin, die immer besser wird.“

McDermid, die zurzeit wohl prominenteste Vertreterin der Sisters in Crime, dem weltweiten Zusammenschluss von Krimiautorinnen, ist es gewohnt, von in- und ausländischen Journalisten besucht zu werden: „Als Krimiautorin fühle ich mich manchmal wie eine Kannibalin. Wenn ich solche extremen Grusel-Geschichten höre, denkt der menschliche Teil in mir, wie schrecklich und furchtbar das ist. Die Autorin hingegen freut sich fast, einen aufregenden und spannenden Stoff gefunden zu haben.“

Für den Serienkillerroman Das Lied der Sirenen, dem ersten Band der Tony-Hill-Serie, erhielt sie den Gold Dagger Award, den Preis der britischen Krimikritiker. Nach Erscheinen des dritten Tony-Hill-Bandes Ein kalter Strom schrieb The New York Times Book Review: „Val McDermid ist die beste.“

Diese Frau ist eine Wucht!

Val McDermid trägt ihr weiß-graues Haar kurz geschnitten. Die frühere Journalistin und Literaturdozentin in Oxford strahlt eine enorme Präsenz, aber auch eine gute Portion Schalk aus. Sie wirkt so tough wie Detective Inspector Carol Jordan und so einfühlsam wie der Profiler Tony Hill. Einhelliger Kommentar ihrer großen Fangemeinde: Diese robuste Frau ist ebenso wie ihre Romane eine Wucht! 

Frauen schreiben die besseren Krimis

Gewalt ist McDermid nicht fremd. Als Zeitungsreporterin war sie oft damit konfrontiert: Sie schrieb über die Flugzeugkatastrophe von Lockerbie ebenso wie über Ausschreitungen von Hillsborough im zerstörten Fußballstadion. Sie hat über zahllose Mordfälle berichtet und wurde bei einem Interview sogar tätlich angegriffen. Val McDermid hat beste Kontakte zur Polizei und zur Unterwelt. Sie lacht ihr kehliges Lachen: „Frauen schreiben die besseren Krimis, weil sie schon als Mädchen lernen, auf Umwegen zum Ziel zu kommen. Männer denken vielleicht logischer als Frauen, aber auch linearer. Frauen gehen verschlungene Wege.“ Das kommt Val McDermids kunstvoll geknüpften Plots zu Gute. Ein Glück, dass sie wie die meisten ihrer Killer eine Wiederholungstäterin ist!

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