Verlagsgruppe Droemer Knaur



Ein toter Lehrer

9783426505199
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Taschenbuch, Knaur TB
03.09.2012, 352 S.

ISBN: 978-3-426-50519-9
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Roman

Schulversammlung in der drückenden Hitze eines Londoner Sommers. Der Geschichtslehrer betritt die Aula – und eröffnet das Feuer: Drei Schüler und eine Lehrerin sterben, dann richtet er sich selbst. Auf Druck von oben soll die junge Ermittlerin Lucia May den Fall schnellstmöglich abschließen. Doch sie stellt sich eine Frage, die sonst niemand stellen will: Was trieb einen kultivierten, schüchternen Mann zu diesem grauenvollen Verbrechen? Wie ein Puzzle setzen sich die Aussagen der Lehrer, Kinder und Eltern zu einem erschütternden Bild zusammen. Lucia stößt auf Sensationslust, Verzweiflung, Verleugnung – und für sie steht fest: Sie wird die Wahrheit enthüllen. Was immer es sie kosten mag …

Leselounge

Der Autor

Simon Lelic

Portrait von  Simon Lelic

Simon Lelic wurde 1976 in Brighton geboren und lebt heute mit seiner Familie wieder dort. Er hat als Journalist gearbeitet, leitet eine Exportfirma...

zum Autor Bücher von Simon Lelic

Pressestimmen

Ein psychologisch feiner, aufschlussreicher Blick auf die kranke Schulwelt.

Hallo-Buch.de, 24.03.2011

Sehr verstörend, extrem gut.

Petra - extra, Mai 2011

Simon Lelic hat einen erzähltechnisch brillanten und höchst suggestiven Roman geschrieben.

CULTurMAG, 09.04.2011

"Ein toter Lehrer" ist für ein Romandebüt ein erstaunlich reifes und souverän konstruiertes Werk.

Hersfelder Zeitung, 16.04.2011

Besonders erschreckend und faszinierend ist, wie Simon Lelic es schafft, dass der Leser mit dem Täter zu sympathisieren beginnt.

Berner Bär (CH), 10.05.2011

Außergewöhnlicher Thriller

Der Tagesspiegel, Kolja Mensing, 15.05.2011

Simon Lelics fast dokumentarischer Monologstil macht aus "Ein toter Lehrer" ein intensives Lehrstück über Mobbing, das zeigt, dass Sadismus samt feigem Wegschauen überall zu finden ist.

Stern, 28.07.2011

Ein erschütterndes, gut geschrsiebenes Buch, das vor allem von den Aussagen der Beteiligten lebt und uns in tiefe menschliche Abgründe blicken lässt.

Antenne Brandenburg, 28.07.2011

Was die Geschichte zu einem aufregenden englischen Polizeiroman macht, ist der Stil, der konsequente O-Ton aller Befragungen, wobei Lelic für Lehrer, Schüler, Eltern und Polizeikollgen ihren je eigentümlichen Duktus findet und uns so durch einen Sumpf von Unterstellungen, Vorurteilen, heuchlerischen Prahlereien und aufbrausenden Zurückweisungen aus allen sozialen Ecken waten lässt. Am Ende sind wir kurz davor, uns schützend vor den um sich ballernden, nun leider toten Mathelehrer zu stellen - ein Gütesiegel für dieses fabelhafte Debüt.

Berliner Zeitung, 04.08.2011

Spannend und von der Wiedergabe der gnadenlosen Realität geprägt erzählt Lelic von einer Geschichte, wie sie das Leben auch schreibt.

Oberösterreichische Nachrichten, 05.09.2011

Simon Lelic ist thematisch und sprachlcih ein Volltreffer gelungen.

Ultimo, Lübecks Stadtmagazin, August 2011

"Eigentlich ein Krimi, der aber auch ein gesellschaftskritscher Roman mit realistischen Anklängen ist. Gerade dadurch berührt und beunruhigt er den Leser, erschreckt ihn und rüttelt ihn wach, vielleicht auch mit dem tieferen Sinn, die eigene Position und Haltung zu überdenken."

Waldeckische Landeszeitung, 30.05.2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Das Thema ist auch 6 Jahre nach Erscheinen des Buches brisant: Ein Amoklauf an einer Schule lässt alle, die auch

nur entfernt damit zu tun hatten, nicht mehr los… Das Buch beginnt mit der Beschreibung zweier Schüler, die nicht dabei waren, sondern schildern, wie sie von der Tat erfahren haben. Der Leser bekommt mit, dass es sich hier wohl um die polizeiliche Befragung der Schüler handelt. Nach und nach – immer im Wechsel von erzählter Handlung um die Polizistin Lucia May und aneinandergereihten Zeugenaussagen – kristallisiert sich ein Bild heraus, das die Tat, den Täter und den Ort des Geschehens langsam aber sicher in ein anderes Licht rückt. Und man kommt nicht umhin sich zu fragen, wieviel Schuld auf welchem Beteiligten lastet.

Das Buch ist aus meiner Sicht nicht ganz einfach zu lesen. Denn gerade die Kapitel mit den Zeugenaussagen sind recht unkonventionell. Sie tragen keine Überschriften und erst anhand der getroffenen Aussagen wird deutlich, wer hier gerade befragt wird. Die Fragen der Polizei sind ebenfalls ausgeblendet, so dass nur der reine Aussagetext des Zeugen/Befragten niedergeschrieben ist. Das war für mich sehr gewöhnungsbedürftig.

Das Ende war leider nicht so spektakulär wie ich es mir erhofft habe. Zwar schien eine leichte Tendenz zu einem versöhnlichen Ende zu bestehen, aber irgendwie hatte ich mit etwas vollkommen anderem gerechnet – nicht mit einem Ende, das genauso gut eine Stelle mitten im Buch hätte sein können.

Dennoch: Ein außergewöhnliches Buch.

 

Caillean, 26.06.2016

Man hat beim Lesen das Gefühl, eine Tatsachenschilderung vor sich zu haben. Simon Lelic zeigt ganz klar, dass Mord
mehrere Gesichter haben kann.

Kurz und knapp: Was für ein toller Roman!
Zwischen den Zeilen, 09.11.2015

Ein guter Roman, der noch lange in Gedächtnis bleibt: verstörend, ehrlich, beängstigend. Erschreckend durch den
Gedanke, dass dies real sein könnte...
Absolut lesenswert!
Eshta, 22.08.2013

Erschreckend, beängstigend und doch unglaublich gut!

Jeanette Kruse, 01.08.2013

Das Thema Amoklauf ist nach wie vor so aktuell wie brisant und Simon Lelic gelingt es in seinem Debütroman, dies auch
eindrucksvoll rüberzubringen. Bei ihm ist es, anders als in den meisten Fällen, ein Lehrer, der Amok läuft. Eine Person, die doch weitaus gefestigter und stabiler als zum Beispiel ein Teenager sein sollte. In Gesprächen mit Schülern, Eltern und Kollegen deckt die Ermittlerin Lucia May den Leidensweg von Samuel Szajkowski, aber auch anderer Opfer von Mobbing auf.

Neben der normalen Erzählperspektive zu den Handlungen von Lucia wurde hier noch eine andere Form gewählt, mit der ich mich zugegebenerweise ein wenig schwer getan habe. Es werden die Tonbandprotokolle der Gespräche wiedergegeben, allerdings nur jeweils die Antworten. Die Fragen muss man sich denken und meist wird auch erst nach einiger Zeit klar, wer hier überhaupt zu Wort kommt. Mitunter schweifen die Erzählenden auch ab und so schleicht sich ein wenig Langeweile ein. Allerdings wurde hier die sprachliche Ausdrucksform sehr differenziert gestaltet, sodass der Leser sofort erkennen kann, ob ein Lehrer, Elternteil oder Schüler spricht.

Das Buch prangert zwar die Teilnahmslosigkeit, Ignoranz und das Ellenbogendenken der Beteiligten an, zeigt allerdings auch wenig Auswege auf. Gerade in der heutigen Zeit, wo Mobbing ja nun wirklich kein totgeschwiegenes Phänomen mehr ist, sollte es doch andere Mittel als die Flucht oder eine Klage vor Gericht geben. Persönlich Betroffene, die sich von diesem Buch vielleicht einen Lösungsansatz versprechen, werden dabei keinen Erfolg haben.

Trotz allem hat das Buch eine aufrüttelnde Wirkung und veranlasst vielleicht doch den einen oder anderen etwas genauer hinzuschauen.
Kerstin Thieme, 18.07.2013

Diese Rezension ist wieder eine von denen, bei der ich das Gefühl habe, dem Buch mit meinen Worten nicht gerecht zu
werden.
Die Handlung besteht aus einem Lehrer, der während einer Schulversammlung durchdreht und drei Schüler und eine Lehrerin erschießt. Danach richtet er sich selbst. Die Ermittlerin Lucia May soll den Fall abschließen und stößt schnell auf fatale Hintergründe, die mit dieser Tat zusammenhängen.
Damit macht sie sich alles andere als beliebt.
Mobbing ist hier das Hauptthema, sei es beruflich oder auch schulisch gesehen. Wie schnell werden Erwachsene und auch Kinder Opfer, wenn sie nicht so sind wie die breite Masse!
Die Figuren waren mir fast alle unsympathisch, was allerdings an dieser Handlung und deren Rollen liegt, die Ermittlerin selbst, gefiel mir ganz gut, wobei sie meiner Meinung nach etwas mehr Selbstbewusstsein verdient hätte.
Wirkliche Probleme macht mir aber anfangs der Schreibstil. Das Buch ist auf vielen Erzählungen aufgebaut, die allerdings einseitig sind, also ohne Gegenfragen oder ähnliches, und oft etwas abgehackt wirkte. So kamen mir viele Sätze unvollendet vor und ich empfand das Lesen schnell als anstrengend und hektisch! Jedoch hielt ich dann weiterhin durch und ab etwa Seite 80 fesselte mich dieses Buch dann absolut.
Allerdings musste ich es oft absetzen, das Gelesene sacken lassen, um mich von den Grausamkeiten zu erholen. Und genau damit beeindruckte mich Simon Lelic. Der Roman ist eigentlich relativ unblutig und dennoch beschreibt Simon Lelic diese Geschichte auf eine derart grausame Art und so detailliert, dass ich als Leser Pausen brauchte.Hier wiederum spielt der Autor mit dem Leser. Ich hab mich öfter gefragt ob der Lehrer wirklich Täter und nicht eher Opfer war.
Die Sprache ist recht hart und klar. Ausdrücke tauchen des Öfteren mal auf und der Autor nimmt auch sonst kein Blatt vor dem Mund.
Das Cover ist passend zu dieser Handlung gestaltet. In einem schattierten Grau, auf dem eine am Boden liegende Schultasche abgebildet ist.

Fazit:
Simon Lelic hat mit 348 Seiten einen wirklich beeindruckenden Debütroman geschrieben. Mir jedenfalls wird diese Geschichte lange in Erinnerung bleiben und ich hab mich wirklich gefragt ob dieser Geschichte nicht vielleicht irgendwo so ähnlich schon passiert ist.
Denn Gewalt an Schulen sowie Mobbing ist leider ein aktuelles und ernstes Thema. Nicht nur betroffene Schüler, sondern auch Lehrer sind oft machtlos.
Simon Lelic wurde 1976 geboren und lebt mit seiner Familie in Brighton. Derzeit schreibt er an seinem dritten Buch.
Michaela, 04.04.2011
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