Verlagsgruppe Droemer Knaur



Zweimal lebenslänglich

9783426785430
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Taschenbuch, Knaur TB
04.10.2016, 416 S.

ISBN: 978-3-426-78543-0
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Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe

Seit dreißig Jahren sitzt der Deutsche Jens Söring in den USA im Gefängnis. Als junger Student legte er aus blinder Liebe ein falsches Geständnis ab, um seine damalige Freundin vor der Todesstrafe zu bewahren. Am Ende wurde er zu einer zweimal lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
Eindringlich und mit großer sprachlicher Kraft erzählt er in diesem Buch von dem fatalen Fehler, der ihn die Zukunft kostete, von der Hoffnungs­losigkeit des amerikanischen Haftalltags und von seinem bis heute andauernden Kampf um die Freiheit.


»Das Buch liest sich packend von der ersten Seite an. Söring zieht den Leser mit in den Sog, in den ihn Elizabeth Haysom riss.« FOCUS

Der Autor

Jens Söring

Portrait von  Jens Söring

Jens Söring wurde 1966 in Bangkok geboren. Der Sohn eines deutschen Diplomaten wuchs in den USA auf, wo er ein Hochbegabtenstipendium für die...

zum Autor Bücher von Jens Söring

Pressestimmen

"Es ist ein Lehrstück über verweigerte Gerechtigkeit, das viele Facetten hat. Man muss Jens Söring nicht zwingend für unschuldig halten, um das alles zu sehen." Milos Vec

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2012

"Dafür liest sich das Buch packend von der ersten Seite an. Söring zieht den Leser mit in den Sog, in den ihn Elizabth Haysome riss." Nina Baumann

Focus, Online

"Sein "Image als Ungeheuer" habe es politisch unmöglich gemacht, ihn nach Hause zu schicken. Das Buch soll helfen dies zu ändern." Frank Herrmann aus Washington

Der Standard, 02.03.2012

"Denn es geht in dem Fall längst nicht mehr um Gerechtigkeit..... In Virginia ist Sörings Schicksal zum Politikum geworden - und der frühere Geschichtsstudent zum Spielball in einem brutalen Senatswahlkampf." Marc Pitzke, New York

Der Spiegel, Online

"Sörings Buch lässt sich flüssig lesen und gibt einen umfassenderen Eindruck in das Leben in den amerikanischen Gefängnissen wieder als so mache Fernsehsendung es bisher tat."

buchlemmi.de, 04.10.2016

"guter Einblick in eine amerikanische JVA"

fachbuchkritik.de, 24.10.2016

"Eindringlich und mit großer sprachlicher Kraft erzählt er in diesem Buch von dem fatalen Fehler, der ihn die Zukunft kostete, von der Hoffnungslosigkeit des amerikanischen Hafenalltags und von seinem bis heute andauernden Kampf um die Freiheit."

Aktuelle Verbraucherpost , 26.10.2016

"Wortgewandt und fesselnd. Spannender Lesestoff ist (...) garantiert."

Alster, 01.03.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Am Anfang der Traum von einer Liebesgeschichte, die nach wenigen Monaten, exakt am 30.März 1985, zum Albtraum wird.
Denn an diesem Samstag wird zwei Menschen auf brutale Art und Weise ihr Leben genommen. Das juristische Nachspiel dauert bis in die jüngste Gegenwart. Pünktlich zum Auftakt des Präsidentenwahljahres in Amerika nun auch noch die Politisierung dieses Falles. Schwer zu glauben, dass es das im Land der Freiheit, der unbegrenzten Möglichkeiten, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit tatsächlich gibt. Zumindest liefert seit rund zweieinhalb Jahrzehnten der Bundesstaat Virginia dafür Tatsachen, dass es sich bei diesen Freiheiten und Möglichkeiten im Mordfall Haysom und Jens Sörings damit verbundenem Schicksal um die dunkle Kehrseite der Medaille handeln könnte.

Es ist die wahre Geschichte eines Doppelmordes und einem, der es nicht getan hat. Jens Söring nimmt uns mit auf die Reise durch die letzten 26 Jahre seines Lebens, einem Leben hinter amerikanischen Gefängnismauern. Er berichtet von seinem bisher aussichtslosen Kampf um Freiheit oder wenigstens Haftüberstellung nach Deutschland. Da war er schon einmal ganz nah dran. Anfang 2010. Der scheidende Gouverneur Kaine hatte sozusagen in letzter Minute der Haftüberstellung nach Deutschland stattgegeben. Der neue Gouverneur McDonnell hat sie dann in den ersten Minuten seines Amtes gestoppt und die Entscheidung seines Vorgängers verworfen.

Im Kapitel 21 auf Seite 387 seines Buches schreibt Jens Söring über eine "böse Macht" und "Satan". Das liest sich wie esoterischer Hokuspokus - zunächst. Nach der Lektüre des Buches jedoch und Recherchen im Internet kommt man um die Akzeptanz des Vorhandenseins zumindest einer bösen Macht bzw. mehrerer böser Mächte, die da in Virginia an höchst offizieller Stelle agieren, nicht mehr herum. Das Buch macht zutiefst traurig, aber auch wütend. Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Vor allem aber gibt es starke Impulse, sich für Jens Söring zu engagieren.
Kimba, 20.03.2012

Was für ein Alptraum: Unschuldig im Gefängnis zu sitzen. Dieses Schreckgespenst ist Jens Sörings Realität, sein
Leben. Seit fast 26 Jahren schon.
Er wollte ein Leben retten, das Leben seiner Freundin, seiner großen Liebe. Dummerweise unterliefen ihm dabei gravierende Fehler, für die er in den USA bis zu seinem Tod mit seiner Freiheit büßen soll. Bis dahin kann es noch lange dauern: Söring ist heute 45 Jahre alt. Verurteilt für einen Doppelmord, den er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht begangen hat. In einem Verfahren, das nicht rechtsstaatlichen Ansprüchen entspricht. Eine Wiederaufnahme, die aufgrund neuer entlastender Beweise und Erkenntnisse eigentlich zwingend geboten wäre, wird ihm verwehrt. Die US-Justiz hat kein Interesse daran, Fehlurteile einräumen zu müssen, lässt Söring wieder und wieder als Verlierer dastehen. Aber der Mann hat einen enormen Kämpferwillen, gibt nicht auf. Kämpft, kämpft, kämpft. Seit fast 26 Jahre schon.
Und er schreibt. Beeindruckend. Aber auch erschütternd.
„Ich bin unschuldig!“ Sagt er. Glaubwürdig: Was er zu seiner Entlastung vorbringt, kann er belegen, ist in öffentlich einsehbaren Unterlagen nachzulesen.
Ein tragisches Schicksal. Gekonnt zu Papier gebracht. Ohne Selbstmitleid, ohne Druck auf die Tränendrüse. Das macht "Nicht schuldig!" umso lesenswerter. Ergreifendes Buch, absoluter Lesetipp!
Veronika, 04.03.2012

Der Fall Söring geistert nun seit fast 26 Jahren durch die Medien. Ich erinnere mich noch an die ersten Berichte nach
Sörings Verhaftung 1986, dann kam das wegweisende Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 1989, gefolgt von einem typisch amerikanischen Skandalprozess 1990.
2007 war Sörings Fall bei Johannes B. Kerner und im ZDF zu sehen. Und im vergangenen Jahr wurde über seinen Fall scheinbar überall berichtet, von Markus Lanz bis Focus TV, wegen des neuen DNS-Tests und des neuen Zeugen, der überraschenderweise nach 25 Jahren auftauchte. In all diesen Artikeln und Dokus bekommt man natürlich nur eine stark komprimierte Fassung dieses faszinierenden Falles. Viele Details müssen aus Platz- und Zeitgründen ausgelassen werden. Dieses Buch präsentiert einem zum ersten Mal die ganze Geschichte, mit vielen Auszügen aus Ermittlungsakten, Prozessprotokollen, Laborberichten usw. im O-Ton.
Endlich kann man die Zusammenhänge in ihrer vollständigen Komplexität sehen und verstehen.
Faszinierend und spannend zugleich.
Viktoria, 04.03.2012

Seit über zwei Jahrzehnten beteuert der Deutsche Jens Söring, die beiden Doppelmorde, für die er in den USA zu
lebenslanger Haft verurteilt wurde, nicht begangen zu haben.
Eine Wiederaufnahme des haarsträubenden Prozesses (befangener Richter, voreingenommene Geschworene, konstruierte Indizien usw.) wird ihm bis heute verwehrt - obwohl entlastende Beweise aufgetaucht sind!
In dieser erschütternden Biografie schildert Jens Söring, wie es zu seiner Verurteilung kommen konnte, was er in den vielen Jahren in verschiedenen Gefängnissen erleben und erdulden musste und wie intensiv er noch immer um seine Freilassung kämpft.
Ein sehr beeindruckendes Buch, ausgesprochen gut zu lesen und nur zu empfehlen!
Nicole, 29.02.2012

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Am Ende war ich zu tiefst berührt und zu 100% sicher, Jens ist NICHT schuldig.
Auf jeden Fall ein sehr spannendes, interessantes und empfehlenswertes Buch !!!
Christiane, 24.02.2012
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