Verlagsgruppe Droemer Knaur



Seit jenem Moment

9783426305737
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Taschenbuch, Droemer TB
08.04.2016, 336 S.

ISBN: 978-3-426-30573-7
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Roman

Renate Ahrens ist eine Meisterin, wenn es um packende und zutiefst berührende Familiengeschichten geht: Nach „Fremde Schwestern“ und „Ferne Tochter“ erzählt die Autorin in "Seit jenem Moment" von einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung und einer Tragödie, die Jahrzehnte zurückliegt und immer noch das Leben jedes einzelnen Familienmitglieds überschattet.
Paula ist Künstlerin. Ihr Leben besteht aus Leinwänden, Farben, Lichteinfall. Wenn sie in ihrem Hamburger Atelier steht und malt, ist sie zufrieden. Aber der Selbstmordversuch ihres Vaters verändert nicht nur ihren Blick auf die Malerei, sondern ihr komplettes Leben. Paulas bis dahin geordnete Welt gerät ins Wanken, und sie beginnt sich zu fragen, was diesen Mann, der ihr in vielem so fremd und doch so ähnlich ist, zu dieser verzweifelten Tat veranlasst hat.
Als sie ihre Tante Lili in Dublin besucht, stößt Paula auf ein rätselhaftes altes Familienfoto. Durch ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit rührt sie an ein tragisches Ereignis, über das die ganze Familie seit Jahrzehnten kein Wort verliert. Langsam dringt Paula hinter die Mauern des Schweigens und kommt letztlich nicht nur ihrem Vater, sondern auch sich selbst ein Stück näher.

»Renate Ahrens erzählt […] von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, Menschen auf der Suche nach ihrer Identität, Menschen, die lernen müssen, sich in einer veränderten Welt zu behaupten.« NDR Kultur

Leselounge

Die Autorin

Renate Ahrens

Portrait von  Renate Ahrens

Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten...

zur Autorin Bücher von Renate Ahrens

Lesetipps

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Seit jenem Moment ist ein sehr einfühlsamer, bewegender Roman mit Langzeitwirkung. Er ist von der ersten bis zur
letzten Seite so spannend erzählt, dass man ihn einfach nicht weglegen kann. Ein absoluter Lesetipp für alle Freunde von Familienschicksalen und -geheimnissen.
Petra Brinker, 08.06.2014

Meinung

Ein leichter Wind weht durch das Cover und lässt in die Ferne blicken. Mir gefällt das Farbspiel und die Perspektive, die das Ganze erst richtig Wirken lassen. Es ist eines der schöneren Cover, die mein Regal zieren. Mir hätte es aber auch noch gefallen, wenn man auf der Rückseite die Frau, die man von hinten sieht, dann auch mal von vorn sieht. Es hätte zu der Geschichte mehr als gepasst.

Jeder Leser dieses Buches wird sich in Hamburg wiederfinden. Paula wohnt gemeinsam mit ihrem Mann Jakob in einer Wohnung, über der sie ihr eigenes Atelier hat. Im Laufe des Buches wird man sich auf die Reise nach Dublin begeben, was mein persönliches Highlight war, aber dazu sage ich nicht mehr. Ich möchte ja nicht Spoilern. Man sieht einiges von Hamburg, der Elbe und so weiter. Man wird also in dem Buch an einigen Orten sein, man darf gespannt sein.

Paula war eine Frau, deren Selbstbewusstsein nicht sonderlich überragend ist, sie könnte ein wenig mehr vertragen. Zu ihr hat man aber auch eine sehr gute Bindung, aus ihrer Sicht wird das Buch nämlich erzählt, man wird von ihr durch das Familien Drama geführt. Auch Jakob, ihr Mann, war eine sehr angenehme Person, er ist der Aktivere von beiden und geht voll mit dem Leben mit.
Die Tante von Paula, die Schwester ihres Vaters war auch nur eine, die das Familiengeheimnis wahren wollte. Ich habe es dennoch geschafft, sie durch das ganze Buch zu mögen. Die Beschreibungen zu allen Charakteren im Buch war sehr gut. Ich habe ein gutes Bild von allen während dem Lesen gehabt.

Ich würde immer wieder gerne Bücher in diesem Schreibstil lesen. Er war sehr angenehm. Es hatte etwas Knappes, etwas Taubes – aufgrund der Stimmung aber das war perfekt. Ich würde gerne öfters solche Bücher lesen, es hat mir wirklich sehr gefallen und man fliegt gerade zu über die Zeilen. Man bekommt das Gefühl als würde man dabei sein, man selbst sei Paula. Auch, wenn ich einige Emotionen erwartet hatte, habe ich schnell gemerkt, dass es nicht um die Emotion des Lesers geht, sondern um die der Charaktere. Ich habe mitgefiebert und bin wirklich froh darüber, dass man sich ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Es war sehr angenehm am liebsten würde ich ja weiter lesen, es ist leider zu Ende. Schade eigentlich.

Auch die gesamte Aufmachung der Geschichte war schön. So eine Geschichte gibt es – meiner Erkenntnis nach noch nicht. Das macht es zu etwas Besonderem. Ich habe jeden Teil geliebt und vermisse schon die Stunden im Atelier.

Bewertung

An dieser Geschichte gibt es keine Kritikpunkte, sie war durch und durch ein einziges Kunstwerk, was vollendet ist. Durch die vielen künstlerischen Elemente, die Farben und die Landschaften hat sie eine besondere Note. Ich gebe dem Buch aus diesem Grund 5 von 5 Schreibfedern. Es ist verdient!

Fazit

Dieses Buch ist für jeden, der ein Fa
Henrik, 05.03.2014

Es ist Renate Ahrens wieder mal gelungen einen brillanen Familienroman zu schreiben. Eine einfühlsame Geschichte, das
Richtige für lange Winterabende.
Petra, 15.11.2013

“Seit jenem Moment” ist eines der großartigsten Bücher, welches ich in letzter Zeit gelesen habe und ich hoffe
sehr, dass Renate Ahrens noch ganz viele Veröffentlichungen haben wird. Nur wenige Autoren schaffen es so emotional und kraftvoll zu schreiben wie sie.

Die Geschichte beginnt dramatisch. Paula erfährt, dass ihr Vater einen Suizidversuch unternommen hat! Als er jedoch vorerst keinen Kontakt wünscht, reflektiert Paula nach und nach die letzten Jahre. Ihr Vater war immer schon ein Eigenbrödler, einer der sich laut ihrer verstorbenen Mutter oft “in sein Mauseloch” zurück zog und von dem sie kaum etwas weiß.

In Rückblicken spiegeln sich Ereignisse aus ihrer Kindheit wider und es wird klar, dass Paula und ihr Vater kein sehr inniges Verhältnis hatten. Man begreift sehr schnell, dass es in dieser Familie im Allgemeinen an Emotionen fehlt. Der herrschsüchtige Großvater ist sozusagen das negative Flaggschiff, der den Rest der Familie bloßstellt, kommandiert und emotional kurz hält!

Paulas Tante Lili ist die Einzige, die dem Bild der Emotionslosigkeit nicht entspricht. Sie betont jedoch auch, dass es sie gerettet hat in Irland zu leben.

Als Paula auf ein tragisches Familiengeheimnis stößt, löst sie bei ihren Familienmitgliedern Gefühle aus, die viel zu lange unter Verschluss waren.

Renate Ahrens zeigt auf erschütternde Weise, wie ungesagtes eine Familie zerstören kann. Ihr feinfühliger Schreibstil und ihr Können mit wenig Worten große Emotionen zu erzeugen sind brillant und haben mich erneut begeistert.

Mich hat besonders beeindruckt wie sie es schaffte der kleinen Paula ein Gesicht zu geben. Eines welches mit kindlicher Zuversicht und schwerem Herzen auf Reaktionen ihres Vaters wartet – und doch immer wieder enttäuscht wird.
Ricarda Ohligschläger, 07.11.2013

Wie schon in ihren beiden ersten Romanen gelingt es Renate Ahrens erneut, am Schicksal einiger weniger Figuren eine
Geschichte zu erzählen, die jedem von uns hätte passieren können. Und sie lässt die Erkenntnis wachsen, in den Romanfiguren wie auch bei den Leserinnen, dass das Verschweigen nie eine Lösung ist.

Wer gute und überzeugende Frauenromane lesen mag, dem kann ich nur empfehlen: Lesen, lesen, lesen … und wenn sie noch nicht bekannt sind, auch die beiden Vorgänger von Renate Ahrens „Ferne Tochter“ und „Fremde Schwestern“.
Ilona Rehme, 03.11.2013

Diese Neuerscheinung wurde mir von meiner Buchhändlerin empfohlen.
Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, bin ich schon jetzt auf das Buch gespannt, da mir die Auszüge gut gefallen haben.
Habe schon einige Bücher von Renate Ahrens gelesen und kann diese Autorin guten Gewissens empfehlen. Gehobene Unterhaltung abseits vom typischen "FrauenBuchKlischee".
Fiona63, 02.08.2013
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