Verlagsgruppe Droemer Knaur



80Wir Kassettenkinder

9783426788530
Taschenbuch, Knaur TB
02.11.2017, 272 S.

ISBN: 978-3-426-78853-0
Diese Ausgabe ist noch nicht erschienen
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Eine Liebeserklärung an die Achtziger

Das charmante, zum Schwelgen und Grinsen einladende Retrobuch für alle Fans der Achtziger: Die Bestsellerautoren Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, nehmen uns mit auf eine Zeitreise in das "Lieblingsjahrzehnt der Deutschen" (dpa).

Heute sind sie legendär: die Achtziger. Es war das Jahrzehnt, als wir mit dem Kassettenrekorder Mix-Tapes aus dem Radio aufnahmen und Dallas-Frisuren und Hawaiihemden trugen. Wer in dieser Zeit zwischen Bandsalat und Neuer Deutscher Welle, Indiana Jones und YPS-Heft, Atomwaffen und Ententanz aufwuchs, erlebte ein epochales, seltsam unbekümmertes, oft albernes Jahrzehnt, in dem alle trotz des drohenden Weltuntergangs durch sauren Regen und Kalten Krieg den Eindruck einer lustig-bunten Zeit hatten. Und: irgendwie fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an!
Mit einem Augenzwinkern schauen Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, zurück auf das Jahrzehnt, das uns prägte wie kein anderes.

Die Autorin

Anne Weiss

Portrait von Anne Weiss

Anne Weiss kam 1974 in Bremen zur Welt und blieb ihrer Heimatstadt erst einmal treu. Immerhin hat sie im Weserstadion ihr erstes Depeche-Mode-Konzert...

zur Autorin Bücher von Anne Weiss

Der Autor

Stefan Bonner

Portrait von Stefan Bonner

Stefan Bonner wurde im Oktober 1975 geboren, zwei Tage, nachdem die Erstausgabe der Zeitschrift YPS erschienen war. Seine Vorbilder sind Tom Selleck...

zum Autor Bücher von Stefan Bonner

Pressestimmen

"Mit einem Augenzwinkern schauen Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, zurück auf das Jahrzehnt, das uns prägte wie kein anderes."

hoerzu.de, 27.09.2016

"Wir Kassettenkinder" ist ein tolles Buch für alle Kinder der 80er, die sich immer noch gerne an 'damals' zurück erinnern, ihre Erinnerungen auffrischen oder einfach mal wieder schmunzeln wollen über eine Zeit, die so nicht mehr wiederkommen wird (...)"

inn-joy.de, 30.10.2016

"Die Autoren haben einen wunderbaren Blick für Details, bringen die Stimmungen der damaligen Zeit punktgenau rüber und schreiben leicht, anschaulich und humorvoll."

Kölner Stadtanzeiger, 23.11.2016

"Wer selbst ein Kind dieser Zeit ist, dem werden viele Dinge wieder in Erinnerung gerufen und die jüngere Generation bekommt einen humorvollen Einblick in unsere Kindheit und Jugend, in der wir auch problemlos ohne Smartphone, Social Media und Internet überlebt haben."

nichtohnebuch (Blog), 02.12.2016

„Nun lässt sich trefflich darüber streiten, ob früher alles besser war und ein Buch wie ,Wir Kassettenkinder' daher nötig ist. In jedem Fall geben Bonner und Weiss den Erinnerungen all jener Westdeutschen, die damals schon gelebt haben, eine wunderbare Struktur. Und die Nachgeborenen ahnen, warum die Vertreter dieser Generationen so sind, wie sie sind.“

Ruhr Nachrichten Online, 13.01.2017

"Empfehlen würde ich das Buch daher allen, die gerne mal nostalgisch auf dieses Jahrzehnt zurückblicken, aber durchaus auch meinen Kindern, um ihnen zu zeigen: 'So war das damals'."

Susanne Edelmann (Blog), 13.01.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Schon in der Einleitung wird im Nähmaschinen-Stakkato das gesamte Jahrzehnt mit geballter Ladung schon fast

atemlos umrissen. Hier tauchen schon viele Ereignisse auf, die mir ein bisschen nostalgische Tränen in die Augen getrieben haben.

Köstlich amüsiert habe ich mich über die Beschreibungen der Geschmacksrichtung, Punker, Popper oder Rapper? So bunt wie wir damals waren, so bunt war auch die Musik und rasant hat sich die Technik entwickelt. Und mir wird bewusst, dass wir die Kinder waren, die diese Entwicklung mitgemacht haben und aufgesaugt haben wie ein trockener Schwamm. Jedes Kapitel bietet viele tolle Erinnerungen und auch einige a-ha! Momente. Wir werden mitgenommen auf unsere Zeitreise zurück in unsere Schule, in unsere verqualmten Wohnzimmer, aber auch wieder zurück an unseren ersten Fernseher mit der ersten VHS-Kassette, an unseren ersten Walkman, an unsere Ausflüge mit dem Fahrrad ins Freibad, die Erinnerung an das Auspacken unserer ersten Schallplatte und an unseren ersten PC-Monitor, der damals noch schwarz mit weißer, gelber oder grüner Schrift leuchtete.

Auch wenn die meisten Alltagsbeschreibungen sich denen von heute gleichen, so wird einem trotzdem bewußt, dass das, was in den 80ern angefangen hat, heute um ein vielfaches schlimmer oder anders ist. Seien es die Mama-Taxis, die heute zu Helikoptern mutiert sind, oder das damals erwachende Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, dass heute zu ekstasischem Ausmaß angewachsen ist. Und natürlich nicht zu vergessen der Beginn der (mobilen) Technik in Form einer Kassette im Walkman.

Es ist klar, dass nicht alle Kassettenkinder exakt das Gleiche erlebt haben, und das kann auch das Buch nicht liefern. Die Autoren haben aber in ihrer sehr ausgefeilten und pointierten Sprache versucht, alle regionalen und gesellschaftlichen Unterschiede aufzugreifen und wieder zu spiegeln. Und ich denke, man kann schon sagen, dass wir im Groben und Ganzen doch alle gemeinsam das Gleiche erlebt haben, und uns heute noch zusammen schweißt. Weil es damals auch noch nicht so eine Reizüberflutung mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten gegeben hat. Und das wird in diesem Buch - finde ich - recht anschaulich erzählt. Ich finde es auch gut, dass nicht nur die positiven oder lustigen Erinnerungen aufgeführt wurden, sondern auch das, was nicht so toll war und uns auch bis heute noch geprägt hat, wie zum Beispiel Tschernobyl und der Krankheit AIDS. Es war nicht alles gold, was glänzte damals. Auch wenn wir alle so nostalgisch an die 80er zurückdenken. Ja, es war auch eine Zeit mit neuen Ängsten und Katastrophen, deren Ausmaß wir jetzt erst vielleicht besser begreifen können.

Es war ein schöner, nostalgischer aber auch ein bisschen nachdenklicher Ausflug zurück in meine Kindheit und Jugend. Die wildesten und aufregendsten Jahre meines Leb

TheUjulala, 06.04.2017

Nachdem ich heute noch liebend gerne in meine alten Hörspielkassetten reinhöre, hat mich schon allein der Titel verführt das Buch zu lesen. Obendrein gibt es gegen Ende des Buches noch einen Abschnitt namens: „Hörspiel was my first love. Wie wir Kassettenkinder wurden“. Da bekam ich richtig Lust meine alten Kassetten noch einmal durchzusehen. Aber auch all die Seiten davor haben mich regelmäßig wieder in alten Erinnerungen schwelgen lassen. Sei es das Spiel des Lebens, das vielleicht sogar noch irgendwo bei meinen Eltern auf dem Dachboden steht, der Gedanke an selbst aufgenommene Mixtapes aus dem Radio, quietschbunte Leggins oder YPS-Hefte, die ich eigentlich gar nicht so sehr mochte, bei all diesen Dingen konnte ich nur ständig denken, dass mir das doch sehr bekannt vorkommt.

Die beiden Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner nutzen vielfach eigene Erinnerungen und Erfahrungen, um uns an dieser Zeitreise teilhaben zu lassen. In lockerem, humorvollen Ton führen sie uns durch vier Kapitel, die jeweils einen etwas anderes Fokus legen. So ist zum Beispiel ein Teil unserer sorglosen Kindheit und Jugend vorbehalten und das abschließende Kapitel beschäftigt sich mit den vielen technischen Wunderwerken, wie dem Videorekorder auch dem Atari. Vieles erscheint etwas nostalgisch verklärt und Probleme der 80er werden nicht wirklich vertieft, aber ich kann dennoch nicht behaupten, dass mich das gestört hätte. Trotz Tschernobyl und dem kalten Krieg war es für mich tatsächlich eine Supersorgloszeit, wie die Autoren ihr zweites Kapitel so treffend benannt haben.

Ein Grund, weshalb es den Autoren so leicht gelang mich in die Vergangenheit zurückzuversetzen, ist vermutlich auch der Schreibstil. Das Buch ist spannenderweise in der Wir-Form geschrieben, so dass ich mich gleich als Teil des Ganzen gefühlt habe. Nicht nur die Autoren haben etwas erlebt, sondern wir alle zusammen.

Aufgelockert wird der Text immer wieder durch eingeschobene Zitate von Helmut Kohl, Rolf und seinen Freunden, Asterix, Horst Schimanski und vielen anderen. Während mir da tatsächlich viele Sprüche neu waren, so konnte ich die meisten der in den Text eingewobenen Werbeslogans noch im Schlaf aufsagen.

Mein Fazit: Das Buch ist genau das, was es verspricht: Eine Liebeserklärung an die Achtziger. Sicher kann dieses Buch nur einen Teil des Jahrzehnts einfangen, aber dieser ist warmherzig und amüsant präsentiert. Wer selbst ein Kind dieser Zeit ist, dem werden viele Dinge wieder in Erinnerung gerufen und die jüngere Generation bekommt einen humorvollen Einblick in unsere Kindheit und Jugend, in der wir auch problemlos ohne Smartphone, Social Media und Internet überlebt haben.

Jashrin, 02.12.2016

Dieses Buch ist für mich Nostalgie pur….

Ich freute mich auf diese rückgewandte Zeitreise und war gespannt, wie viel ich noch in Erinnerung hatte. Vielleicht würden mich ja sogar Dinge erwarten, die ich nicht kannte, z.B. wegen nicht vorhandener Interessenslage. Ich war gespannt…
So ließ ich mich in diese Zeit entführen, schwelgte in Erinnerungen und stellte fest, dass diese Zeit insgesamt schöner war, als ich sie im Gedächtnis hatte.

Ich wurde selten überrascht, dafür aber hoch beglückt!
Das Autorenduo hat einen sehr gelungen Rundumschlag verfasst, und ich habe es sehr genossen. Man kann sich bestimmt darüber streiten, ob die Frisuren und der Kleidungsstil toll waren, aber es passte in diese Zeit. Abgesehen davon hätte es wohl kein Revival gegeben, wenn es wirklich so schrecklich gewesen wäre, und so musste ich plötzlich lächeln.
Bei anderen Sachen hingegen verzog ich eher das Gesicht, z.B. wenn es um die damals heißgeliebten Matschbrötchen ging. Ist heute noch ein Renner, aber mein Fall nicht mehr. Dafür konnten mich die Helden meiner Kindheit wieder vollends begeistern, wie so vieles andere mehr. Das wärmte Herz und Seele.

Früher war nicht alles besser, es war aber auch nicht alles schlecht.
Es war allerdings nicht nur eine schöne, sondern bisweilen auch eine streitbare Zeit. Man kann wirklich nicht behaupten, dass damals nur paradiesische Zustände herrschten, denn politisch war einiges los. Ich fand es gut, dass auch auf diesen Umstand eingegangen wurde, denn es zeigt nochmals die vielen Facetten dieser Zeit. Und manchmal frage ich mich, wo dieser innere und äußere Aufruhr geblieben ist. Sind wir mitlerweile zu kritik- oder perspektivlos? Bekommt man vieles einfach nicht mehr mit? Vielleicht wird es aber auch schon im Keim erstickt. Darüber lohnt es sich Gedanken zu machen…

Ein wunderbares, sehr lesenswertes Buch. Es ließ mich in Erinnerungen schwelgen, wovon manche tief vergraben, aber doch nicht verschwunden waren. Plötzlich blickte ich kurz wehmütig drein und dachte: „Hach, sie waren ja doch irgendwie schön, diese 80er…“

lesen und mehr, 22.11.2016

Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger

DAS waren noch Zeiten!

Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss nimmt uns mit zurück in die 80er Jahre. In der Ich- bzw. Wir-Form erzählen sie von vielen Ereignissen und Dingen, die dieses Jahrzehnt geprägt haben. Positive (z. B. der technische Fortschritt, der Mauerfall) wie negative (z.B. Aids, Umweltverschmutzung, Tschernobyl). 
In vielem habe ich mich wiedergefunden und es genossen, die ausführliche Beschreibung zu lesen. Manches war so hautnah beschrieben, dass ich wieder in die Zeit zurückversetzt wurde. Es wurden Erinnerungen geweckt, die ich zutiefst im Gedächtnis verborgen hatte. Um nur ein Beispiel zu nennen - bei der Schilderung des Turnunterrichts in den Schulen hatte ich den Geruch der Umkleidekabinen förmlich in der Nase! Duschen nach dem Sportunterricht war zu der Zeit noch keine Option (zumindest an unserer Schule). 
Manches hat in mir keine persönlichen Erinnerungen geweckt, denn z. B. Computer- bzw. Videospiele oder amerikanische Fernsehserien haben mich damals nicht interessiert. 
Die sporadisch eingestreuten Zitate mehr oder weniger prominenter Zeitgenossen haben gut ins Buch gepasst und mich zum Schmunzeln gebracht. 

Da dem Buch eine Handlung im eigentlichen Sinne fehlt, ist es nach meiner Meinung nur für Leute geeignet, die die 80er bewusst miterlebt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es für jemanden, der nicht "dabei" war, nicht so interessant und teilweise langweilig ist. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck. 
Für alle, die in der 80ern Kind oder Jugendliche(r) waren, ist es aber ein Hochgenuss! Wir waren wirklich Helden damals, oder?! Heutzutage ist es doch kaum vorstellbar, ohne Smartphone, Facebook, Internet und mit nur 3 (in Worten: drei) Fernsehprogrammen die Jugendzeit zu überstehen!

Caren L., 13.11.2016

Wir Kassettenkinder -Liebeserklärung an die Achtziger ist das neuste Buch von

Stefan Bonner & Anne Weiss und es heißt nicht ohne Grund so. Ein bekannter Film heißt Zurück in die Zukunft und hier muss es heißen: Eine Reise in die Vergangenheit. Falls man selber Kind dieser Zeit ist, werden sämtliche Erinnerungen geweckt. Musik vom Radio mitgeschnitten (Moderator verflucht, wenn er in die Mucke reingequatscht hat), Live Aid `85, Tschernobyl, Umweltverschmutzung, der erste PC oder der Videorekorder um nur einige zu nennen. Falls man später geboren sein sollte, dann ist es eine spannende und interessante Geschichte zu erfahren, wie wir diese Zeit erlebt haben. Manche Jüngere werden sich wahrscheinlich bei dem einen oder anderen erlebten den Kopf schütteln, aber nicht, weil sie/er es doof oder peinlich findet. Eher, weil er sich eine Welt ohne PC, MP3 oder Handy gar nicht mehr vorstellen kann. Aber die gibt es …

Über die 80er sagt man; Es wäre eine Spaßgesellschaft! Die Neue Deutsche Welle stand auch dafür, aber so war es nicht immer. Die beiden Autoren haben das ganze Jahrzehnt durchleuchtet und somit hat fast alles seinen Platz gefunden, was wichtig war und wie es erlebt worden ist. Dieses Buch lebt sowohl von ihre persönlichen als auch gut recherchierte Erlebnisse. In all seinen Facetten. Immer wieder werden die einzelnen Kapitel durch Überschriften, bekannten Zitaten berühmter Menschen und illustrierte Zeichnungen aufgepeppt. Während des Lesens findet man viele Parallelen, einiges was vergessen war, ist mit dem Ach ja- Effekt aufgefrischt worden und dass was an einem vorbeigegangen ist, wurde jetzt mit Wissen nachgeholt. Es macht unheimlich viel Spaß in dieser Zeit zu schwelgen, beim Lesen den einen oder anderen Ohrwurm zu haben oder gar Peter Lustig vor seinem Bauwagen stehen zu sehen, um uns Kids die Welt ein wenig zu erklären. Mensch war das toll, aber leider gab es auch einige Sachen die nicht so super waren. Zum Spaß gehört bekannter Weise auch der Ernst und denn hat man spätestens nach der Katastrophe von Tschernobyl zu spüren bekommen. Wenn man über diese Geschichte jetzt liest, die ja 30 Jahre zurückliegt, spürt man aber immer noch die Angst, die wir damals hatten. Was darf man essen oder wie wirkt sich das Ganze auf die Natur und den Menschen aus? Die Technik, die in diesem Jahrzehnt zu laufen begann und wie weit sind wir heute kommen? Wahnsinn!!!

Das Cover sind ein echter Hingucker, denn die Neonfarben fallen auf und wenn man Buchdeckel aufklappt findet man auch hier einige Zitate von berühmten Persönlichkeiten und lustige Zeichnungen. Sehr passend gewählt!

Für mich war es eine sehr interessante, lustige, spannende, aber auch sehr nachdenkliche Zeitreise. Ei

Leseratte2003, 03.10.2016

Wir Kassettenkinder - die 1980er waren nie wirklich weg

"Diese Jahre waren so epochal, dass wir schon damals von "den Achtziger" sprachen. Sie sind es auch deswegen, weil sich in dieser Zeit das eisige Schweigen zwischen Ost und West auflöste und sie mit dem Mauerfall im Herbst 1989 zum einzigen Jahrzehnt mit einem veritablen Happy End wurden.
Und irgendwie fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an."

Es sind Sätze wie diese, die einen sofort gefangen nehmen und das Buch schon in der Einleitung zum Pageturner machen. Das Buch beginnt mit mehr als einem Dutzend Seiten als Parforceritt über alle Themen, die ich mir im Vorfeld zusammengesucht hatte. Die Autoren Anne Weiss & Stefan Bonner beginnen das Buch quasi mit dem Feuerwerk - eine ungewöhnliche Dramaturie. Es ist eigentlich schon fast alles verfrühstückt, was man irgendwo im Buch erwarten will - und das Buch dahinter ist noch gut 250 Seiten dick!

"Diese zehn Jahre haben uns geprägt und uns das mitgegeben, was unsere Ansichten und Meinungen auch heute noch bestimmt. Wir waren die Generation, die alle Möglichkeiten hatte, die davon träumte, als Filmstar oder Popsänger auf der Bühne zu stehen, im Sportverein als neues Talent entdeckt zu werden oder bei Jugend forscht eine tolle Erfindung zu machen. In diesem Jahrzehnt liegen die Wurzeln unserer computerisierten, schnellen und komplizierten Gegenwart, und es hat uns Werte und Überzeugungen mitgegeben, von denen einige drohen auszusterben: Dank Volkszählungsprotest gehen wir kritisch mit unseren Daten um, wir genießen Vorfreude umso mehr, weil sie heute durch Streamingdienste und permanente Verfügbarkeit immer seltener wird, wir wissen es zu schätzen, wenn sich jemand die Zeit nimmt, uns einen Brief zu schreiben statt einer E-Mail, und wir glauben immer noch an die Völkerverständigung."

Unbändige Spannung und Vorfreude auf die folgenden Erinnerungsüberraschungen (ist das ein logischer Begriff?) ergreifen mich, ich lese weiter ... - I'll be back.

"Zeit zurückzuspulen"

KatzenHai, 29.09.2016
↑ nach oben