Verlagsgruppe Droemer Knaur



Revolution im Herzen

9783426443989
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E-Book, Knaur eBook
01.03.2018, 480 S.

ISBN: 978-3-426-44398-9
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Die heimliche Liebe des Karl Marx

Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx.. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

Die Autorin

Claudia Beinert

Portrait von  Claudia Beinert

Dr. Claudia Beinert, Jahrgang 1978, ist genauso wie ihre Zwillingsschwester Nadja in Staßfurt geboren und aufgewachsen. Claudia studierte...

zur Autorin Bücher von Claudia Beinert

Die Autorin

Nadja Beinert

Portrait von  Nadja Beinert

Claudia und Nadja Beinert wurden am 4. Mai 1978 in Staßfurt geboren. Beide studierten Internationales Management in Magdeburg. Claudia Beinert, im...

zur Autorin Bücher von Nadja Beinert

Video

Pressestimmen

"Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Autorinnen Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe."

pberghoff.de , 23.03.2018

"Toller Mix aus Romanze und spannender Historie rund um eine heimliche Liebe von Karl Marx."

FÜR SIE , 09.04.2018

"Einfühlsam."

SUPER Illu, 19.04.2018

"gleichermaßen unterhaltsamer wie einfühlsamer historischer Roman, der den Alltag jener Zeit detailreich einfängt"

FreiePresse.de, 27.04.2018

"Was nach einer schmalzigen Liebesgeschichte klingt, beruht auf Tatsachen und die Beinert-Schwestern werfen mit ihrem Buch einen ganz anderen Blick auf den Revolutionär Karl Marx. Eine Leseempfehlung!"

literaturcafe.de, 05.05.2018

"Doch ist der Lesestoff durchaus zu Herzen gehend udn basiert auf vielen hiostrische Fakten, die mit der Person des Philosophen, Systemkritikers, Wirtschaftswissenschaftlers, Journalisten und Verfassers zahlreicher revolutionärer Schriften vertraut machen."

Frankfurter Neue Presse, 05.05.2018

"Fesselnder Lesestoff"

Freundin, 02.05.2018

"Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Autorinnen Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime, große Liebe."

lebenmitstil.at, 03.05.2018

"Der fesselnde, kurzweilige historische Roman aus der Sicht des Hausmädchens beleuchtet gefühlvoll Karl Marx Leben und verwebt historische Fakten mit einer mitreißenden Geschichte."

eliport.de (Maike Linne), 07.05.2018

"Beinert-Schwestern setzen Lenchen ein literarisches Denkmal."

Ruhr Nachrichten , 14.06.2018

"Ein fesselnder Historienschmöker über einer der weltveränderndsten 'Revolutionäre' des 19. Jahrhunderts."

literaturmarkt.info, 23.07.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

MEINE MEINUNG: 

Dieses grossartige  Buch wurde für mich zum aktuellen Herzensbuch und hat mich tief beeindruckt.  Ein grossartig geschriebener historischer Roman, eine gekonnte Verknüpfung aus wahrer Geschichte und belebender Fiktion, belegt durch die  fabelhafte und sehr sorgfältige Recherche der beiden  jungen Autorinnen und ihren absolut fesselnden Schreibstil, der dieses geheime Liebes-Thema der Geschichte so eindringlich und fein schildert. 

Karl Marx ist natürlich jedem Leser als Autor des Buches *Das Kapital* bekannt und ich hatte  bislang wenig Beziehung zu seinem berühmten Werk und seiner Persönlichkeit. Das hat sich nun deutlich verändert. Die Ich-Erzählerin  Helene Demuth aus Trier, liebevoll mit dem Kosenamen Lenchen genannt, erzählt vom jahrelangen Alltag ihres Lebens in Trier, London und Brüssel als Haus - und Kindermädchen bei der Familie von Jenny und Karl Marx. Das Geschehen im 19. Jahrhundert und die Umwandlung in eine Industriegesellschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bringt Lenchen ungeschminkt und ehrlich in diese Lektüre ein. Mit Warmherzigkeit und Klugheit ausgestattet , haben die beiden Autorinnen diese tapfere, fleissige und treue Seele von einer Haushaltshilfe wieder zum Leben auferweckt. Helene Demuth hatte eine schwere und entbehrungsreiche Kindheit, ging in ganz jungen Jahren fort in eine Dienststellung in den  Haushalt einer adeligen Familie. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben  mich sehr an die Erzählungen meiner Grossmutter erinnert. Auch in ihren jungen Jahren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert war dieses noch eine übliche Arbeit für junge Mädchen und/oder Frauen. Dieser fast fünfhundert Seiten lange Roman war auf keiner Seite langweilig, ermüdend oder mit historischen Fakten überfrachtet, sondern aus sehr menschlicher und gütiger Sichtweise geschrieben. Die Liebe, Treue und Freundschaft zur Familie, gerade auch zu Jenny, Karl und den Kindern in armen und schwierigen Zeiten , die sie mit der Familie verbracht hat, wird dem Leser bildhaft nah gebracht, so dass ich sehr berührt und ergriffen war. Sie hat Karl Marx sogar bis zum Sterbebett begleitet am Ende seines Lebens laut Info im Nachwort. Die abschliessenden erklärenden Worte der Autorinnen empfand ich als sehr interessant  und haben noch einmal mein Hintergrundwissen bereichert. Das angehängte Glossar und die Bibliografische Hinweise vermittelten zusätzlich einen abschliessenden, sehr guten  Überblick. 

Zitat aus dem Nachwort  Seite 451:

 " Das neunzehnte Jahrhundert ist der Beginn unserer modernen Zeit - die Zeit des Durchbruchs der Industrialisierung in Deutschland, was vor al

Angela Busch, 10.07.2018

Ich muss zugeben, dass ich über den Privatmenschen Karl Marx bisher so gut wie nichts wusste. Und genau das hat

für mich auch den Reiz dieses Buches ausgemacht, denn hier wird eine Geschichte erzählt, es ist ein Roman mit einer tollen Handlung. Und doch sind fast alle Elemente historische Tatsachen aus dem Leben dieses sehr berühmten Mannes.

Erzählt wird diese Geschichte von Helena Demuth, die alle nur Lenchen nennen. Lenchen wächst in St. Wendel in ärmlichen Verhältnissen auf, ihr wertvollster Besitz ist ein Steckschach-Spiel. Ihr Vater hat ihr Schach beigebracht, aber als er stirbt hat sie keinen Spielpartner mehr. Das Thema Schach wird Lenchen nicht loslassen und spielte auch im Leben von Marx eine große Rolle.

Lenchen muss ihr Heimatdorf verlassen und arbeitet als Dienstmädchen. Sie ist fleißig und strebsam, hat es aber nicht immer leicht. Besonders mit Jenny, der Tochter ihrer Arbeitgeber, versteht sie sich aber gut. Jenny bringt Lenchen vieles bei, auch Lesen und Rechnen. Später wird Jenny Karl Marx heiraten, den sie schon länger kennt. Auch Lenchen hat schon Bekanntschaft mit ihm gemacht, kann ihn jedoch nicht leiden. Sie hat wohl auch etwas Angst vor ihm, dem "Mohr", der so dunkle Haare und Augen hat. Hier war ich besonders angetan von den Beschreibungen, da man vor allem Bilder des älteren Karl Marx kennt, auf denen er bereits hellgraue Haare hat. Bis dahin lässt sich das Buch aber viel Zeit, den Alltag zu beschreiben. Dies ist manchmal etwas traurig, aber ich war fasziniert von den Details, mit denen die Zeit beschrieben wird. Ich hatte immer genau vor Augen, wie Lenchen gerade lebt und was sie tut. Auch der Unterschied zwischen Stadt- und Landleben könnte kaum besser beschrieben werden. Bei allem nimmt Karl Marx nicht die übermächtige Hauptrolle ein. Seine Frau, seine Kinder und manchmal auch seine Weggefährten haben ihren Platz und sind mindestens genauso interessant.

Geschrieben wurde dieser Sachroman von zwei Schwestern: Claudia und Nadja Beinert. Ohne die historischen Details beurteilen zu können, finde ich den Roman sehr gut recherchiert und umgesetzt. Selbst wenn man der Person Marx nichts abgewinnen kann, ist dieses Buch lesenswert, wenn man sich für die Zeit interessiert. Für Schachspieler ist es sowieso eine Pflichtlektüre!

Thaliomee, 30.06.2018

Lenchen Demuth ist die Ich-Erzählerin dieses inhaltsträchtigen und lebendigen Romans, der den Leser in eine

Zeit versetzt, als vieles im Umbruch war. Da sich die Autorinnen sehr stark an der Realität orientiert haben, hat man ein sehr deutliches Bild vor Augen, wie die Familie Marx damals lebte. Wenn Änderungen an den Tatsachen aus dramaturgischen Gründen vorgenommen werden mussten, so taten die Autorinnen dies sehr behutsam. Bei den lebhaften und farbigen Beschreibungen der verschiedenen Charaktere, die im Roman vorkommen, hat man fast den Eindruck, diese persönlich kennenzulernen.

Der Schreibstil dieses interessanten Romans ist angenehm flüssig und bildhaft, manchmal wehmütig oder traurig, dann wieder humorvoll und optimistisch, immer im Rhythmus des wahren Lebens. In Lenchens Erzählung fließen viele philosophische Gedanken mit ein, und man erfährt sehr viel über die damalige Ära und ihre Zeitgenossen. Die Autorinnen machen es dem Leser leicht, intensiv in die Geschichte einzutauchen, so brillant beschreiben sie die Atmosphäre der damaligen Zeit. Man kommt beim Lesen dieses Romans kaum umhin, sich näher mit den beteiligten Personen zu befassen, zumindest erging es mir so. Neben dem Roman habe ich mich in alle Berichte vertieft, in denen es um die Familie Marx ging. Das Betrachten alter Bilder hat mir die einzelnen Personen noch näher gebracht. Am Ende des Romans angekommen habe ich das Buch sehr zufrieden zugeklappt, denn ich habe nicht nur spannende Lesestunden erlebt, sondern auch sehr viel Neues über die Geschichte des 19. Jahrhunderts erfahren. Ein leises Bedauern mischte sich schon unter die Zufriedenheit, denn Lenchen war mir im Verlauf der Geschichte richtig ans Herz gewachsen, und es fiel mir schwer, Abschied von ihr und der Familie Marx zu nehmen. Die vermittelten Eindrücke und Gefühle sind nachhaltig, und ich weiß sicher, dass ich dieses Buch noch öfter zur Hand nehmen werde.

Dies sind Auszüge meiner Rezension. Die komplette Rezension ist auf meinem Blog zu finden. 
https://klusiliest.blogspot.com/2018/05/revolution-im-herzen-claudia-und-nadja.html

 

Klusi, 29.05.2018

Anfang des 19. Jahrhunderts: es herrscht große Armut, und der Unterschied zwischen Arm und Reich ist

extrem....Lenchen Demuth verlässt im zarten Alter von 8 Jahren ihre Heimat, nachdem ihr Vater verstorben ist und sie sich zu Hause ungeliebt fühlt. Sie möchte in Trier als Hausmädchen arbeiten und Geld für ihre Familie verdienen. Durch einen großen Zufall kommt sie in das Haus der Familie des Barons von Westfalen und verdient bei harter Arbeit tatsächlich ihr erstes Geld. Später heiratet die Tochter des Hauses Karl Marx, und so wird Lenchen einige Zeit später Dienstmädchen im Hause Marx.
Lenchen Demuth ist ein starker Charakter, denn sie ist fleißig, ehrgeizig und intelligent. Zunächst habe ich nur gestaunt, was Lenchen alles schafft, sie ist ja noch ein Kind, aber vom Ehrgeiz getrieben, Geld zu verdienen. Anfangs ist sie total unterwürfig als Mädchen für alles, aber sie gewinnt immer mehr Selbstbewußtsein und wird zu einer starken Frau, die im Hause Marx unentbehrlich ist. Auch als unverheiratete schwangere Frau bleibt sie ihrer Linie treu und standfest.
Auch die junge Baronesse Jenny von Westfalen ist eine sympathische Figur, denn sie schaut nicht auf Lenchen herab, sondern hilft ihr, vertraut ihr und wird zu ihrer Freundin. Durch sie lernt Lenchen das Lesen und Schreiben und erfährt grundlegende Lebensweisheiten.
Karl Marx ist zunächst ein Negativcharakter, denn er ist der arrogante Sprößling einer reichen Ratsfamilie, der auf Dienstmädchen herabblickt und sie dies auch spüren lässt. Dies ändert sich aber zusehends....
Ich habe das Buch gern und interessiert gelesen, der Schreibstil ist sehr flüssig und macht Lust auf mehr. Lenchens Biographie ist spannend und lesenswert. Einzig manche Beschreibungen, z.B. der Schachzüge, waren mir zu detailliert und eine Spur zu langweilig.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die politische Hintergrundinformation. Was ich zu Schulzeiten nie richtig verstanden habe über die Marx/Engels Theorie, wird mir hier klar und gut verständlich. Ich liebe diese Bücher, die vordergründig Roman sind und gleichzeitig reales Wissen vermitteln.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der historische Romane mag, die anhand einer Biographie auch die Hintergründe der jeweiligen Zeit realistisch darstellen. Es ist keine leichte Unterhaltungsliteratur, sondern versetzt uns in eine andere Zeit, in die wir beim Lesen abtauchen, aus der wir aber auch gern wieder in unsere Zeit zurückkehren.  

EOS, 06.05.2018

Das Thema wurde von den Beinert-Schwestern hervorragend fiktionalisiert, so dass ein spannender und lesenswerter

Roman daraus geworden ist. Auf unterhaltsame und liebenswerter Weise bekommt der Leser Einblicke in das Leben einer politischen Familie Mitte des 19. Jahrhunderts.

Detlef Knut

https://dk-literatur.blogspot.de/2018/04/claudia-und-nadja-beinert-revolution-im.html

Detlef Knut, 05.05.2018

Ein historischer Roman mit Karl Marx als Hintergrund? So ganz sicher war ich nicht, ob dies was für mich

wäre. Aber irgendwie fand ich den Ansatz dann doch spannend. Und zum Glück habe ich dieses kleine Juwel gelesen.
Als junges Mädchen verlässt Lenchen den elterlichen Hof, um in der Stadt zu arbeiten und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie auf Jenny von Westphalen und diese nimmt Lenchen mit nach Hause.
Anfänglich bereitet der Haushalt Lenchen ein wenig Probleme, aber auch dank Jenny hat sie dort ein neues Zuhause gefunden. Wäre doch nur nicht dieser dunkle, griesgrämige Karl Marx, der im Hause von Westphalen oft zu Besuch ist.
Als Jenny und Karl sich verloben, arbeitet Lenchen in deren Haushalt.
Und je mehr Zeit sie mit Karl Marx verbringt, umso weniger unsympathisch ist er ihr. Und so kommt irgendwann was kommen muss. Die beiden beginnen eine Affäre.
Jenny bricht daraufhin mit Lenchen. Mehr wird nicht verraten.
Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Man taucht wunderbar in die damalige Zeit ein und auch der Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst.
Das Buch erzählt die Lebensgeschichten zweier starker, aber so unterschiedlicher Frauen. Und auch das allgmeine Bild von Karl Marx wird hier neu beleuchtet.
Es ist eine bewegte Zeit, in der die drei aufeinander treffen und miteinander leben. Es ist spannend beschrieben und ich bin wirklich froh, dass mich der Name Karl Marx nicht abgeschreckt hat.
       

Catelyn, 04.05.2018

Nach ihren Romanen um die berühmte Uta von Naumburg und die Mutter von Martin Luther haben die

Beinert-Schwestern in ihren neuen Roman nun eine Frau zur Protagonistin gemacht, von der ich ehrlich gesagt noch nie gehört hatte - Lenchen Demuth - die Geliebte von Karl Marx.

Lenchen wächst in Sankt Wendel in Armut auf. Die Not ist immer zu Gast im Hause Demuth und nach den frühen Tod ihres Vaters beschließt sie das elterliche Heim zu verlassen und sich als Dienstmagd zu verdingen und so Geld zu verdienen. Sie macht sich auf den Weg nach Trier und lernt dort Jenny von Westphalen kennen. Auf deren Zusprechen fängt Lenchen als Dienstmädchen im Hause des Barons von Westphalen an und begegnet dort den jungen Karl Marx. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Mädchen entwickelt sich im Laufe der Jahre eine Freundschaft und so folgt Lenchen Jenny nach deren Heirat nach Brüssel, Paris und London, kümmert sich um die Kinder der Familie Marx und ist mitten im Geschehen um Karl Marx und Friedrich Engels und kann den Leser so private Einblicke in deren Leben geben.

Die Handlungen sind logisch und nachvollziehbar aufgebaut und erzeugen so ein authentisches Bild dieser Zeit. Die beginnende Industrialisierung und die Folgen für die Menschen, die Not der einfachen Bevölkerung und die Dekadenz der Oberen.

Als Leser will man die Geschichte weiter verfolgen und wissen, wie aus den Dienstmädchen Lenchen die Frau Helena, die Geliebte von Karl Marx, wurde.

Das Personenregister zu Beginn hat mir gut gefallen, wurde von mir aber nicht benötigt, da alle Personen gut in die Geschichte eingeführt und eingebunden wurden.

Ein sehr ausführliches und interessantes Nachwort sowie ein Glossar runden das Buch ab. Es gliedert sich in 6 Teile und 27 Kapitel und umfasst die Zeit von März 1829 bis April 1855.

Mir ist aufgefallen, dass der Roman ein fast identisches Cover wie der Roman „Die Charité“ von Ulrike Schweikert hat. Das finde ich mehr wie schade.

Mir hat „Revolution im Herzen“ sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

 

malo2105, 04.05.2018

Helene – Lenchen – Demuth wird als 5. Kind in eine arme Familie in Sankt Wendel geboren. Als ihr innig

geliebter Vater überraschend stirbt, verlässt Lenchen mit neun Jahren heimlich die Familie. Sie geht nach Trier, um eine Anstellung als Dienstmädchen zu finden und Geld zu verdienen, so dass sie ihre Familie finanziell  unterstützen kann. Durch einen Zufall und ihr beherztes Eingreifen lernt sie die „Baronesse“ von Westphalen, Jenny, kennen und bekommt durch sie eine Stellung im Haushalt der von Westphalens.  Jenny ist mit Karl Marx bekannt, verliebt sich in ihn und heiratet ihn später. Lenchen begleitet Jenny in ihrem Leben als Ehefrau von Karl Marx, schnell ist sie mehr als „nur“ eine Bedienstete, wird zur Vertrauten und Freundin von Jenny Marx, teilt mir ihr, ihrem Mann Karl Marx und den Kindern die Stationen  des Exils in Brüssel, Köln, Paris und London. Sie teilt die guten Zeiten und die in bitterer Armut mit der Familie Marx. Als Lenchen sich nach einer langen gemeinsamen  Zeit mit der Familie Marx in Karl Marx verliebt, droht die Freundschaft zu zerbrechen und das gemeinsame Leben zerstört zu werden.

Den Beinert Schwestern ist mit diesem historischen Roman ein unterhaltsames, flüssig und spannend zu lesendes Buch gelungen. Die historischen Fakten sind gekonnt mit dem Roman verwoben. Durch die Ich-Perspektive, in der Lenchen ihre Geschichte erzählt, ist man sofort in der Handlung gefangen, leidet, lebt und freut sich mit Lenchen. Der Einblick in das Hause Marx ist spannend, oft denkt man, ja, genau so könnte es gewesen sein. 

Die Lebensumstände des 19. Jahrhunderts, die Armut, die beginnende Industrialisierung und die daraus resultierenden Probleme werden plastisch geschildert. Die Person Karl Marx bleibt jedoch immer etwas unscharf. Ab der Mitte des Buches erscheint er zunehmend mehr als extrem egoistischer Mensch, der nur für seine Ideen lebt und auf seine wachsende Familie wenig Rücksicht nimmt.

Das Cover ist ansprechend gestaltet, hat man das Buch gelesen, dann ist es auch sehr passend und stimmig!

Alles in allem ein gelungenes Buch, das bis zum Ende spannend bleibt. Leseempfehlung für alle, die an historischen Stoffen interessiert sind!

lilalesemaus, 03.05.2018

Revolution im Herzen von Claudia und Nadja Beinert


Eine historische Erzählung, die auf wahren Begebenheiten beruht und das Herz berührt.

Lenchen Demuth wird in einer Zeit geboren, die es ihr als 5.tes Kind eines Tagelöhners nicht einfach macht, etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie liebt ihren Vater sehr, lernt von ihm und schaut zu ihm auf. Ihr Vater verstirbt, als sie 6 Jahre alt ist und so kommt es, dass Lenchen schon früh selbstständig sein muss, um zu überleben.

Sie wird das Dienstmädchen von Jenny Marx, Ehefrau des Gesellschaftstheoretiker Karl Marx. Sie ist Teil dieser Familie und hier spürt man, wie liebevoll sie mit allen umgeht vor allem wie sie sich um die Kinder des Hauses kümmert. Lenchen folgt ihnen durch ganz Europa, von Trier über Brüssel nach Köln, von Paris bis nach London ins Exil.

Doch diese Freundschaft wir stark auf die Probe gestellt, als Marx und Lenchen mehr als nur Freundschaft für einander empfinden.

Den beiden Autorinnen ist es gelungen, uns auf eine Reise in die Vergangenheit zu schicken und uns gleichzeitig ein bedeutendes politisches Vermächtnis näher zu bringen. Karl Marx, der zusammen mit Engels „Das kommunistische Manifest“ geschrieben hat ist ebenso ein wichtiger Teil dieser Geschichte als auch Lenchen Demuth.

Es ist geglückt, die Erzählung liebevoll zu gestalten, abwechslungsreich und epochal. Die Lebensgeschichte Lenchen’s versetzt einen beim Lesen immer wieder ins Staunen, man kann sie einfach nur liebhaben.

Schreibstil und Wortwahl überzeugen mich vollends. Flüssig geschrieben und bildlich geschildert. Sehr schön finde ich die zusätzlichen Informationen im Buch, wie zum Beispiel die Auflistung der Charaktere auf den ersten Seiten.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung für Leser die sich trotz politischem Hintergrund auf eine sehr beeindruckende Lebensgeschichte einlassen möchten.

Salti, 02.05.2018

Revolution im Herzen von Claudia und Nadja Beinert


Eine historische Erzählung, die auf wahren Begebenheiten beruht und das Herz berührt.

Lenchen Demuth wird in einer Zeit geboren, die es ihr als 5.tes Kind eines Tagelöhners nicht einfach macht, etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie liebt ihren Vater sehr, lernt von ihm und schaut zu ihm auf. Ihr Vater verstirbt, als sie 6 Jahre alt ist und so kommt es, dass Lenchen schon früh selbstständig sein muss, um zu überleben.

Sie wird das Dienstmädchen von Jenny Marx, Ehefrau des Gesellschaftstheoretiker Karl Marx. Sie ist Teil dieser Familie und hier spürt man, wie liebevoll sie mit allen umgeht vor allem wie sie sich um die Kinder des Hauses kümmert. Lenchen folgt ihnen durch ganz Europa, von Trier über Brüssel nach Köln, von Paris bis nach London ins Exil.

Doch diese Freundschaft wir stark auf die Probe gestellt, als Marx und Lenchen mehr als nur Freundschaft für einander empfinden.

Den beiden Autorinnen ist es gelungen, uns auf eine Reise in die Vergangenheit zu schicken und uns gleichzeitig ein bedeutendes politisches Vermächtnis näher zu bringen. Karl Marx, der zusammen mit Engels „Das kommunistische Manifest“ geschrieben hat ist ebenso ein wichtiger Teil dieser Geschichte als auch Lenchen Demuth.

Es ist geglückt, die Erzählung liebevoll zu gestalten, abwechslungsreich und epochal. Die Lebensgeschichte Lenchen’s versetzt einen beim Lesen immer wieder ins Staunen, man kann sie einfach nur liebhaben.

Schreibstil und Wortwahl überzeugen mich vollends. Flüssig geschrieben und bildlich geschildert. Sehr schön finde ich die zusätzlichen Informationen im Buch, wie zum Beispiel die Auflistung der Charaktere auf den ersten Seiten.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung für Leser die sich trotz politischem Hintergrund auf eine sehr beeindruckende Lebensgeschichte einlassen möchten.

Salti, 02.05.2018

Revolution im Herzen Die heimliche Liebe des Karl Marx von den Zwillingsschwestern

Claudia & Nadja Beinert erschienen im KNAUR Verlag

"Und ich darf die Freundin meiner Dienstherrin sein und war einmal sogar die Schachpartnerin meines Dienstherren" fügte ich in Gedanken hinzu.

Im 19. Jahrhundert wächst Lehnchen in tiefster Armut auf. Nach einem Schicksalsschlag verlässt sie mit gerade 10 Jahren ihr Elternhaus, um als Dienstmädchen in einer fremden Stadt zu dienen. Alles Wichtige lernt sie bei der Familie von Westphalen. Dort freundet sie sich mit deren Tochter und späteren Ehefrau von Karl Marx, Jenny an. Später führt sie den Haushalt von Karl und Jenny. Neben ihrer alltäglich körperlich schweren Arbeit, kümmert sie sich hingebungsvoll um die Kinder der Familie Marx. Lange Arbeitstage, viele Entbehrungen, ein Leben im Schatten, ein Leben, um zu dienen. Ein Leben an der Seite des großen Revolutionärs Karl Marx. Und doch ist Helena Demuth, genannt Lehnchen für Karl eine wichtige Stütze, eine Vertraute, den sie mit ihren Gedanken auf den richtigen Weg bringt.

Claudia und Nadja Beinert gelingt ein Balanceakt zwischen Fiktion und fundierten nachweislichen Fakten. Durch ihr umfangreiches historisches Wissen und die Recherchen dieser Zeit, entsteht ein lebhaftes Bild des 19. Jahrhunderts. Die Autorinnen nehmen uns mit in eine Zeit der Umwälzung, Weiterentwicklung, des Fortschritts, eine Reise in die Vergangenheit. Der Wunsch nach Gerechtigkeit und freien Gedanken wird groß geschrieben. Die Geschichte aus dem kritischen Blickwinkel von Lehnchen und deren Gedanken erzählt, fühlt sich unheimlich lebendig und glaubhaft an, schonungslos sowie voller Feingefühl und Wärme. Geschichtsunterricht in Romanform! Alle Charaktere sind klar gezeichnet und und entfalten ihre berechtigten Positionen im Geschehen. Der unglaublich einfühlsame Schreibstil und die Botschaften zwischen den Zeilen lassen den Leser erschaudern und mit den Protagonisten fühlen. Schonungslos und sinnlich, leise, farbenfroh und düster zugleich, eine vergangene Welt gewürzt mit ausreichend Authentizität.

Helenas aufopfernder Weg wird anrührend erzählt. Alle Höhen und Tiefen lassen großes Mitgefühl entstehen. Am Ende des Buches, möchte man die ans Herz gewachsenen Personen nicht gehen lassen.

Fazit: Keinerlei Interesse hätte der alleinige Name Karl Marx bei mir geweckt. Durch dieses Juwel, habe ich mich einem Thema genähert, welches mich in den Bann gezogen hat. Verwoben in einem aufwühlend erzählten Lebensweg habe ich mit Lehnchen, dem düsteren Karl, Jenny, Fritze und all den anderen Mitwirkenden gelacht, gehofft, gelitten und geweint, bin gescheitert, wieder aufgestanden. Ein

ikatzhorse2005, 28.04.2018

Sehr unterhaltsame Lektüre...Tipp

 

Das Buch beschreibt die Geschichte des Karl Marx und seiner Weggefährten aus der Sicht seines Dienstmädchens und heimlichen Geliebten.

Lenchen, das Dienstmädchen, verlässt ihre Heimat und kommt kurz darauf bei den Eltern der späteren Ehefrau von Karl Marx unter, um dann in den Haushalt von Karl Marx und seiner Gemahlin zu gehen. Soviel, kurz angerissen, zur Vorgeschichte.

Am Rande immer wieder erwähnt die Arbeit von Karl Marx, was für mich sehr faszinierend war.
Die Erzählerin spricht von ihrem Befinden, von der Familie Marx und den politischen Entwicklungen. So bekommt man einen schönen Einblick in die damalige Zeit und das Leben der Marxens.

Die Figuren, wie auch die Schauplätze sind sehr schön beschrieben. Die Figuren wirken durchweg sehr authentisch und so gelingt es den Autorinnen sehr gut mein Kopfkino anzuschubsen.

Ab einem gewissen Zeitpunkt ist der Point of no Return erreicht und mein Kopfkino ratterte ohne Unterlass, so dass die Story wie ein farbenfroher Film vor meinem inneren Auge abgelaufen ist.

Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge, die ich mir durchaus genau so im Hause Marx vorstellen könnte.

Die Story ist von Beginn an sehr spannend gehalten und so fällt es sehr schwer das Buch aus den Händen zu legen. Ich fühlte mich zu jeder Zeit aufs Beste unterhalten und so empfehle ich das Buch gerne weiter.

Einziger Kritikpunkt, das Buch hätte gerne als Trilogie ausgelegt sein können. Denn für meinen Geschmack hätte das Leben von Karl Marx und seiner Familie viel mehr Platz verdient.

Für mich sind das 5 von 5 Sternen.

unclethom, 28.04.2018

„Revolution im Herzen“ ist ein spannender historischer Roman von Claudia und Nadja Beinert. Die

Hauptprotagonisten sind Karl Marx, sein Dienstmädchen Lenchen und auch seine Frau Jenny.
Von einem historischen Roman erwarte ich, dass er mich fesselt und ich mir auch tatsächlich die damaligen Umstände vorstellen kann. Denn wozu einen historischen Roman lesen, wenn er einen nicht in die Vergangenheit zieht?
„Revolution im Herzen“ ist das auf jeden Fall gelungen. Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonisten hineinversetzen, die sehr interessant war und stets vor dem Hintergrund geschichtlicher Ereignisse gehalten wurde. In diesem Roman geht es selbstverständlich auch um Marx Gefühle und Gedanken, was natürlich eine Gradwanderung ist. Was ist hier Realität? Was könnte Realität sein? Hier muss man als Autor aufpassen, dass es nicht unrealistisch wird. Wer würde schon Karl Marx als überzeugten Kapitalisten und Großunternehmer wahrnehmen? Ich denke, es ist den Autorinnen gelungen, so nah an der Realität zu bleiben, dass die von ihnen geschaffenen Protagonisten real erscheinen und man sich denkt, „Ja, das hätte auch der echte Karl Marx denken/sagen/fühlen können“.
Ein echt tolles Buch, das einen für mehrere Stunden in eine andere Welt entführt, und den Blick auf die Geschichte verändert.

leseratte212, 26.04.2018

Zitterhand!

Helena „Lehnchen“ Demuth geboren am 19. Jahrhundert in Sankt Wendel, als 5. Tochter der Achtköpfigen Tageslohnarbeiter Familie. Sie fühlt sich von ihrer Mutter ausgeschlossen und liebt ihr Pabbi sehr. Als ihr geliebte Vater unerwartet stirb, musste sie schon mit zarten 7 Jahren, harten Ackerarbeiten übernehmen. Nach einem Jahr Pabbis tot, wurde Armut so unerträglich und als sie eines Tages von Dienstmädchen aus Trier gehörte, beschloss sie zur ihrer Geschwisterliebe nach Trier zu gehen, um Geld zu verdienen. Dort lernt sie zufälligerweise Jenny Westphal und Karl Marx kennen und kommt als Dienstmädchen bei der wohlhabende Familie Westphal unter. Als Jenny den düsteren Karl Marx heiratete, blieb Lehnchen ihr treu, reist nach Brüssel und wo die Revolution im Anmarsch war, reisen die alle nach Köln und zuletzt nach London. Jahre lang steht sie mit allen Kräften, Rat, und tat hinter dem kleinen Marx Familie und unterdrückt wohl bewusst ihre Gefühle gegenüber Karl, aber wie lange?

Auf dem Cover sieht man die Lehnchen wo sie ihre Briefe liest, ich finde das ist eine tolle Idee und passt perfekt mit dem Inhalt. Auch der Titel ist sehr passend. Die Beinert Schwestern haben einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil und man merkt sofort wie gut die Autorinnen Duo recherchiert hatten. Die Idee, über einen unbekannten, Nebencharakter von der Geschichte, dennoch fürs Marx Familie sehr wichtige, sehr starke Frau zu schreiben, finde ich grandios. Eine harte Zeit im 19. Jahrhundert so bildlich geschrieben, ich hatte das Gefühl, ich lebe mit Lehnchen, Jenny, Kinder und Karl mit, leide ich mit, lache ich mit. Das Buch erzählt nicht den ganzen Leben von Lehnchen, sondern hört auf als sie 35 war, allerdings bei dem Nachwort findet kurze Notizen über die Personen. Wer weiß vielleicht kommt irgendwann einen zweiten Band , wo ich mich natürlich drüber freuen würde.

Eine wunderschöne, Herz erwärmende, historisches Roman,den die Leser bildlich nach dem 19. Jahrhundert mitnimmt und hinter den Kulissen von dem Dienstmädchen blicken lässt. Ich hab dass genossen und von mir klarer Kauf und die Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Bookslove1511, 26.04.2018

Historisches Erleben aus einem ganz speziellem Blickwinkel

 

Helena „Lenchen“ Demuth wächst in ärmlichen Verhältnissen in St. Wendel, im Saarland auf. Als ihr Vater „Pabbi“ stirbt verlässt das neuneinhalbjährige Lehnchen Mutter und Geschwister, um sich Arbeit als Dienstmagd in der großen Stadt Trier zu suchen. Dort begegnet Lenchen per Zufall der jungen Baronesse Jenny von Westphalen und rettet dieselbe vor einer Hundeattacke. Die nette junge Adelige nimmt das Mädchen mit nach Hause und gibt ihr eine Anstellung als Dienstmädchen im elterlichen Haushalt. Lenchen kann sich trotz Anfangsschwierigkeiten im vornehmen Haushalt etablieren und entwickelt sich dabei zur Vertrauten von Jenny, die ihr auch Lesen und Schreiben beibringt. Im Hause der Westphalens geht auch ein gewisser Karl Marx aus und ein, der Freund von Jennys Bruder Edward. Lenchen ist der düstere Karl ein Dorn im Auge, doch Baronesse Jenny verliebt sich in den vier Jahre jüngeren Marx, teilt sie doch seine Weltsicht und heiratet  ihn, als er frisch von der Universität kommt. Als die junge Familie Marx wegen der preußischen Obrigkeit nach Paris umziehen muss, schickt die Baronin zu Jennys Unterstützung, das Lenchen hinterher. Nach Paris folgt Lenchen auch nach Brüssel und in das ferne London.

In ihrem Roman „Revolution im Herzen“ erzählen die Autorinnen und Schwestern Claudia und Nadja Beinert die Lebensgeschichte einer „prominenten“ Dienstmagd, einer Wegbegleiterin der Familie Marx. Die junge Frau entwickelt sich vom unsicheren Mädchen zu einer starken Persönlichkeit, die nicht nur den Haushalt der Marx in Schuss hält. Sie sorgt wie eine Mutter für die Kinder, ist Jenny eine Freundin und eine Stütze in der Not. Doch das Blatt wendet sich, aus Lenchen wird Helena, die alle überraschen wird!

 

Der großartig flüssige Schreibstil der Schwestern sorgt für eine gelungenen Lesefluss und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können so hat es mich fasziniert. Das harte Leben eines Dienstmädchen lief wie ein Film vor Augen ab. Das Leben und die Schicksalsschläge ließen mich mitfühlen und mitleiden. Das größte Glück von Helena war das Schach spielen, es begleitet und begegnet uns im gesamten Buch. Sie spielte es in Gedanken, es erinnerte sie an ihren Pabbi zu Hause in St.Wedel und half ihr oft dabei, aus dem harten Alltag zu entfliehen.

 

Die Lebensgeschichte von Helena ist historisch zwar nicht ganz authentisch geschildert, dafür aber mit größten Gefühl und Einfühlungsvermögen. Besonders gut gefielen mir Lenchens „Liebesbriefe“ und ihr Gedichtband mit der „to do“Liste, einfach ergreifend und genial formuliert.

Wunderbar

moewe13, 24.04.2018

Handlung:

Nachdem Lenchens Vater früh gestorben ist, steht die Familie ohne Ernährer da und muss um ihr tägliches Überleben kämpfen. Lenchen ist fest entschlossen, ihrer Familie das Leben zu erleichtern und verschwindet deshalb in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Sie will in eine Stadt und sich dort als Dienstmädchen verdingen, einen Teil des Lohns soll die Familie erhalten. Dabei trifft das junge Mädchen auf Jenny, eine Adlige, die es sich in den Kopf setzt, das junge Mädchen zu ihrer Vertrauten zu machen und den Haushalt ihrer Eltern zu holen.

Dort trifft Lenchen das erste Mal auf Karl Marx. Es herrscht keine große Sympathie zwischen den Beiden und umso empörter ist Lenchen, als sie erfährt, dass Karl Marx und Jenny sich verlobt haben.

Bald lebt sie zusammen mit den Marxens und den bald folgenden Kindern, wird für die Kinder zu einer zweiten Mutter und mit der Zeit gehen sich Lenchen und Karl Marx auch nicht mehr aus dem Weg. Sie interessiert sich für seine Studien und stellt dazu auch Fragen, wird mit der Zeit zu einer Beraterin, aber auch Kritikerin von ihm.

Mit den Jahren nähern sich Lenchen und Marx an, sie werden Freunde und als sie ein Kind von ihm erwartet, bangt sie nicht nur um die Freundschaft mit Jenny. Auch das große Werk, an dem Karl Marx und Friedrich Engels schreiben, steht auf dem Spiel...

 

Der Roman war äußerst angenehm zu lesen, dadurch hat nicht nur die interessante Handlung beigetragen, sondern auch der äußerst angenehme Schreibstil der Beinert-Schwestern. Sie haben es nicht nur geschafft, die Handlung sehr wahrheitsgemäß und spannend darzustellen, sondern auch den Protagonisten Leben eingehaucht, wodurch alles noch authentischer gewirkt hat.

Am Anfang eines jeden Teils des Romans wurden Briefe eingebunden, die Lenchen an Karl Marx schreibt. Diese Idee hat mir gut gefallen, da der Roman dadurch nicht nur an Lebendigkeit und Authentizität gewinnt, sondern den Charaktern dadurch auch mehr Leben eingehaucht hat.

Als Erzählperspektive dient die Ich-Erzählerin Lenchen. Man erfährt von ihr nicht nur Ansichten über andere Personen, sondern auch viele Gedanken und Gefühle. Als Leser versetzt man sich ein Stück weit auch in die Rolle von Lenchen und erlebt die Ereignisse mit ihr zeitgleich. Dadurch hatte ich während des gesamten Romans nicht einmal das Gefühl, zu wenige Informationen zu bekommen.

 

Fazit:

Ein sehr runder Roman, der unglaublich angenehm zu lesen ist und die Geschichte einer jungen Frau wiedergibt, die von klein angefangen hat und am Ende eine wichtige Beraterin von Karl Marx war. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich das Geschehen mit großem Interesse verfolgt, der Roman hat nicht nur die harte Realität (Armut, Ausbeutung) wiede

MarySophie, 22.04.2018

ein toller historischer Roman

Inhalt: 
1829: Die kleine Helena "Lenchen" Demuth lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in St. Wendel. 
Die Zeiten sind schlecht und auch Lenchen und ihre Familie bekommen dies zu spüren. Oft reicht es nicht mal für das nötigste und sie müssen öfter hungern. 
Als dann auch noch der geliebte Vater stirbt, scheint die Not noch größer zu werden. 
Darauf hin beschließt Lenchen nach Trier zu gehen, um dort als Dienstmädchen zu arbeiten. 
Durch Zufall trifft sie auf Jenny Westphalen, die sie gleich in ihr Herz schliesst und ihre Eltern überzeugt, dass Lenchen bei ihnen bleiben darf. 
Auch Karl Marx trifft sie an diesen Tag zum ersten Mal und ist von den griesgrämigen Jungen wenig angetan. 
Lenchen wird Jennys Dienstmädchen und bleibt es auch dann noch, als Jenny und Karl Marx heiraten. 
Sie folgt ihr überall hin, nach Brüssel, Paris und London. 
Doch dann passiert, was nicht hätte passieren dürfen. Lenchen verliebt sich in Karl. 

Meinung: 
Ein wunderbares Buch, welches mich ab der ersten Seite gefesselt und in seinen Bann gezogen hat. 
Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen, und zeigt ein Bild von der Familie Marx, welches der Öffentlichkeit wohl eher weniger bekannt sein dürfte. 
Toll finde ich, dass es aus der Sicht von Lenchen geschrieben wurde und man so einen besseren Einblick in das Leben des "Dienstpersonals" und seine damalige Stellung in der Gesellschaft bekommt. 
Die detaillierten und bildhaften Beschreibungen entführen den Leser in eine andere Zeit, und lassen ihn daran teilhaben. 
Gefühlvoll, romantisch und tiefgründig, aber auch traurig und emotional. 
Claudia und Nadja Beinert ist es perfekt gelungen Geschichte und Gefühl in perfekten Einklang zu bringen und Wahres und Erfundenes geschickt zu vermischen. 
Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich schnell und flüssig lesen. 
Ein Muss für alle Fans von historischen Romanen.

Eselsohr7, 18.04.2018

Das Leben einer starken Frau

„Revolution im Herzen“ ist der neue Historische Roman der Autorinnen Claudia und Nadja Beinert.
In diesem Buch wird die Geschichte von Helena „Lenchen“ Demuth erzählt.
Die Familie ist sehr arm, das Geld das ihre Eltern verdienen reicht kaum zum satt werden.
Nach dem Tod ihres Vaters geht Lenchen im Alter von 9 Jahren von zu Hause weg.
Sie will ihr Glück in Trier versuchen und eine Anstellung als Dienstmädchen finden.
Das Glück ist auch auf ihrer Seite, sie begegnet der Baronesse Jenny von Westphalen und hilft ihr als ein Hund diese bedroht.
Die Baroness nimmt Lenchen auch gleich mit nach Hause um sie ihren Eltern vorzustellen.
Nach langem Bitten gibt die Baronin Lenchen eine Chance.
So nehmen die Dinge ihren Lauf, Lenchen scheint es gut getroffen zu haben. Auch wenn die Baronin sehr streng und unnahbar ist und Lenchen im Alter von 9 Jahren von morgens bis in die Nacht hart arbeiten muss. So etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen aber zu dieser Zeit war das offensichtlich so. Und es gab viele Dienstmägde denen es weitaus schlechter ging.
Das Verhältnis zwischen Lenchen und Jenny von Westphalen war von Anfang an ein besonderes. Mit der Hilfe von Jenny lernte Lenchen Lesen und Schreiben. Lenchen die nie eine Schule besucht hat erschien mir sehr intelligent. Später als sie nach der Heirat von Jenny von Westphalen und Karl Marx von der Baronin in deren Haushalt geschickt wurde entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den zwei Frauen.
Wegen den Revolutionären Gedanken von Karl Marx mussten sie nach Belgien, Frankreich und später nach England auswandern. Auch hier machte es Lenchen wenig Mühe sich schnell zurechtzufinden und die Sprache halbwegs zu lernen.
Ab hier erfährt der Leser auch viel über das Leben und Arbeiten von Karl Marx. Trift auf Friedrich Engels, Freiligrath und Liebknecht um nur einige von Karl Marx Weggefährten zu nennen.

Das Ganze ist sehr gut recherchiert, es gibt einige überlieferte Briefe und belegte Begebenheiten.
Mir scheint es, dass die Geschwister Beinert in diesem Buch sehr nahe an der Realität geblieben sind.
Wie gewohnt ist der Schreibstil der Autorinnen trotz der ganzen historischen Hintergründe sehr fließend. Das Buch habe ich recht schnell gelesen, konnte es zeitweise kaum aus der Hand legen.
Einzig, was mich gestört hast war Lenchens ständige Gedanken an das Schachspiel. Natürlich spielte es eine Rolle in diesem Buch aber alles immer mit einem Schachspiel zu vergleichen oder ständig Gedankenschach zu spielen war mir dann doch etwas zu viel.
Aber dies war für mich auch das einzig negative an diesem sehr interessanten Buch über das Leben von Helena Demuth und Karl Marx.

Für alle Liebhaben historischer

Sylvia Hertel, 17.04.2018

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, ihres geliebten „Pabbi“, fasst Helena Demuth, kurz Lenchen,

im Alter von nur neuneinhalb Jahren einen mutigen Entschluss: Sie verlässt ihren Heimatort Sankt Wendel, um nach Trier zu gehen und dort als Dienstmagd zu arbeiten. Das Mädchen stammt aus einfachen Verhältnissen und lebt in Armut. Im Haushalt der Familie Marx freundet sie sich mit der jungen Ehefrau Jenny an und wird dann sogar die Vertraute von Karl Marx. Lenchen ist nicht nur fasziniert von seinen Studien, sondern verliebt sich auch in den Philosophen. Doch dann passiert etwas, das nicht nur die Freundschaft mit Jenny auf eine harte Probe stellt, sondern auch das Werk von Marx und Engels aufs Spiel setzt.

Aus Anlass des 200. Geburtstags des bekannten Philosophen haben Claudia und Nadja Beinert den historischen Roman „Revolution im Herzen“ mit dem Untertitel „Die heimliche Liebe des Karl Marx“ geschrieben.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus sechs Teilen, die wiederum jeweils in mehrere Kapitel untergliedert sind. Die Geschichte spielt überwiegend in den Jahren 1829 bis 1855. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Lenchen. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen.

Der Erzählstil konnte mich begeistern. Er ist äußerst liebevoll, einfühlsam und anschaulich. Die Sprache wirkt passend. Mir fiel es daher nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen. Trotz der eher hohen Seitenzahl bin ich schnell durch die Kapitel gekommen und mochte das Buch nur ungern zur Seite legen.

Mit Lenchen steht eine sympathische, authentische Protagonistin im Mittelpunkt des Romans, deren Weg ich sehr gerne verfolgt habe. Auch die übrigen Charaktere sind interessant gewählt und wirken glaubwürdig.

Die Handlung ist kurzweilig und spannend. Sie beschränkt sich nicht nur auf eine Liebesgeschichte, die mich emotional berühren konnte. Die Autorinnen schaffen es auch, ein lebhaftes Bild der damaligen Zeit und ihrer Umstände zu zeichnen. Der Leser erfährt einiges über Marx und seine Theorien sowie das Leben im 19. Jahrhundert im Allgemeinen – und das auf unterhaltsame Weise.

Gut gefallen hat mir auch, dass eine historisch belegte Person im Vordergrund steht, von der bisher wenig bekannt ist. Dabei verwebt das Autorinnenduo auf gekonnte Art Fakten und Fiktion. Interessant ist in diesem Zusammenhang das ausführliche Nachwort. Es dokumentiert die fundierte Recherche der beiden Autorinnen.

Weitere Pluspunkte des Romans sind die Stadtkarte, die London um das Jahr 1850 zeigt, ein Glossar und das Personenverzeichnis, in dem die historischen Persönlichkeiten markiert sind.

Das Hardcover überzeugt optisch nicht nur mit seinem hübschen Cover, sondern ist auch im Inneren schön gestaltet. Der Titel
milkysilvermoon, 16.04.2018

Sehr schönes Cover und passender Titel.

Mir hat der einfühlsame, flüssige Schreibstil sehr gut gefallen, ich konnte mich bildlich gut in die Zeit versetzen. Die beiden Autorinnen haben mit der hervorragenden Recherche sehr gutes Hintergrundwissen übermittelt.

Helena Demuth, genannt Lenchen,ein armes Mädchen aus Sankt Wendel wird eine sehr starke Frau, die sich mit Hoch und Tiefs durch ihr Leben kämfen musste. Immer treu ihrem Arbeitgeber der Familie Marx,

Ein sehr zu empfehlendes Buch.

 

 

 

 

Didi2256, 15.04.2018

Revolution im Herzen, Die heimliche Liebe des Karl Marx ist ein historischer Roman von Claudia und Nadja Beinert der

am 3.4.2018 im KNAUR Verlag erschienen ist. 

 

Es war 1829 als Helena Demuth (Lenchen) plötzlich ihren geliebten Pabbi verlor und hinaus zog um sich als Dienstmädchen zu verdingen.Der schwere Anfang in dem Haus von Baronesse von Westphalen überstand sie ganz gut durch die Hilfe von Jenny von Westphalen die Tochter der Baronesse.Daraus entstand eine lange und innige Freundschaft der Frauen.Als Jenny den Philosophen Karl Marx heiratete und Kinder im Haus waren schickte die Baronesse als Unterstützung das geliebte Lenchen zu der Familie Marx.Eine turbulente Reise beginnt in dem Lenchen zu der heimlichen Liebe von Karl Marx wird. 

 

Der beiden Autorinnen ist es gelungen einen ungaublich spannenden historischen Roman zu schreiben und mit Zeilen der damaligen zeit zu spicken.es war für mich echt interessant zu lesen wie es dazu kam das sich zwei so unterschiedliche und doch wieder Gleichgesinnte ineinander verlieben konnten.man konnte sich schnell in die Situation hinein versetzen.man dachte durch den Schreibstil das man mitten im Leben von den 3 Hauptpersonen steht.Wie als wäre man Lenchen selbst.Ich war mitten drin im Leben von Helena Demuth,Jenny und Karl Marx. 

 

Hab gelacht,geweint und nachgedacht.GELUNGENES WERK 

 

Wunderbar geschrieben um gelesen zu werden.

Auf jedenfall empfehlenswert für alle die die historische romane mit vielen Gefühlen mögen. 

Asasel, 12.04.2018

Starke und beeindruckende weibliche Hauptfigur!

Zum Karl- Marx- Jahr erscheint neben Fachliteratur auch dieser interessante Roman von den Beststellerautorinnen Claudia und Nadja Beinert. Sowohl der Titel "Revolution im Herzen" als auch das wirklich toll und hochwertig gestaltete Cover haben mich sofort angesprochen.

Helena Demuth, kurz Lenchen, hatte es in ihrer Kindheit nicht leicht, da ihre Familie, besonders nach dem Tod ihres Vaters, kaum zur Ernährung aller genügend verdiente. Daraufhin macht sich Lenchen auf den Weg nach Trier, um dort eine Anstellung als Dienstmädchen zu bekommen. In Trier lernt sie die junge Jenny kennen und dient ab sofort ihrer Familie. Nach Jennys Hochzeit mit Karl Marx folgt sie ihnen und kümmert sich sowohl um den Haushalt als auch um deren Kinder. Obwohl sie den Philosophen Karl Marx seit Kindertagen kennt und verabscheut, entwickelt sich Laufe der Jahre eine besondere Freundschaft und Liebe. Doch als sie nun ein Kind von ihm erwartet, ändert sich alles.

Auch in ihrem neuen Roman überzeugen Claudia und Nadja Beinert durch ihren prägnanten, flüssigen und einfühlsamen Schreibstil. Allerdings fand ich es sehr schade, dass sie sehr früh in die Geschichte eingestiegen sind, die Kindheit von Lenchen, und meiner Meinung nach viel zu früh geendet haben. Gefühlt war gerade erst der Höhepunkt des Romans und auf einmal kam das sehr ausführliche und tolle Nachwort.
Obwohl historische Romane mit autobiographischen Flair mit Vorsicht zu genießen sind und viele Sachen fiktiv sind, erkennt man die gut durchgeführte Recherche der Autorinnen.

Insgesamt kann ich das Buch nur weiterempfehlen!
       

 

Katherle, 11.04.2018

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Hier wirken die Farbgebung der Abbildung sowie des Titels und des Untertitels

super stimmig und weisen auf den ersten Blick auf vergangene Zeiten hin. Bevor ich noch den Titel gelesen habe, habe ich geahnt, um welches Genre es sich handeln muss und "Feuer gefangen". Die Einbindung der Londoner Straßenkarte sowie das "Lied vom Knotenpelz und von dem flotten Besen" auf den Klappeninnenseiten sind obendrein noch super gelungen.

 

An den Schreibstil der beiden Zwillingsschwestern musste ich mich erst einmal gewöhnen. Zu Beginn war ich noch nicht so ganz gefesselt von der Handlung und vom Thema, weil es mir zu wenig eingängig erschienen ist. Nach kurzer Einlesephase war ich aber dann mittendrin angekommen.

Die Szenerien werden gut erläutert und man kann sich die Vorgänge sehr gut vorstellen. Die Charaktere wirken lebendig und authentisch. Es ist gut vorstellbar, dass es sich so in der Art abgespielt haben könnte.

Obwohl die älteren Begriffe aus dem Zusammenhang einfach herauszufinden sind, ist ein Glossar angehängt, welches ich dennoch zusätzlich sehr interessant und aufschlussreich empfinde. Dies verhält sich auch so mit den kurzen bibliografischen Hinweisen.

 

Die Verknüpfung von Fiktion und Realität sind gut gelungen und machen aus dem Buch ein Ganzes.

 

Mir hat die Einbindung der Briefe von Helena, die den jeweiligen Teilen vorangestellt sind, an sich sehr gut gefallen, jedoch finde ich, dass sie falsch platziert wurden. Da diese nicht stimmig mit den Jahreszahlen der Geschichte eingebunden sind, haben sie mich eher irritiert. Ich habe es dann so gehalten, dass ich diese Briefe nicht mehr zu Beginn des jeweiligen Teiles gelesen habe, sondern die Briefe erst nach Beendigung des Buches. So konnte ich das Gelesene nochmals Revue passieren lassen und durch die "Zugabe" untermalen.

 

Die geschichtlichen und politischen Hintergründe und Beweggründe sind vortrefflich dargestellt und machen das damalige Geschehen klar und verständlich. Sehr interessante Details, die auf große Recherchearbeit schließen lassen.

 

Mein Fazit: mit einigen Abstrichen ein gelungenes Buch, das über die Geschichte und Politik von damals aufklärt

Gudrun, 09.04.2018

Wer war Lenchen Demuth ?

Lenchen Demuth wird in dem kleinen Ort St. Wendel geboren. Der Vater versucht als Tagelöhner seine zahlreiche Familie zu ernähren. Als dieser stirbt, zieht das Elend und der Hunger endgültig ein. Da beschließt Lenchen, gerade mal 8 Jahre alt, nach Trier zu gehen, um dort als Dienstmädchen Geld zu verdienen. Als glückliche Fügung erweist sich, dass Lenchen Jenny von Westphalen begegnet. Sie beginnt ihren Dienst in deren Elternhaus und lernt so Karl Marx kennen. Dieser hat sich bereits in jungen Jahren der Revolution verschrieben. Jenny und Karl verlieben sich in einander. Die Hochzeit lässt aber lange auf sich warten, da Marx Probleme hat, eine Anstellung zu finden. Schließlich arbeitet er als Journalist, immer in Angst vor Verhaftung durch die Preußen. Als Jenny ihr zweites Kind erwartet, schickt deren Mutter Lenchen als Dienstmädchen zu ihr. Lenchen macht sich auf nach Brüssel, wo die Familie Marx mittlerweile lebt. Dort nimmt sie sich des häuslichen Chaos an und kümmert sich um die Kinder, während Jenny den Kampf ihres Mannes unterstützt. Jenny und Lenchen verbindet seit der Zeit in Trier fast so etwas wie Freundschaft. Marx steht sie eher ablehnend gegenüber. Die Familie lebt in angespannten finanziellen Verhältnissen. Marx kann nicht mit Geld umgehen. Schulden gehören zu ihrem Leben. Als Marx Verhaftung droht, findet die Familie eine Heimstatt in London . Hier im Zentrum des Kapitalismus glaubt Marx die Revolution voran treiben zu können. Tatsache ist, die Familie lebt in bitterster Armut. Als Jenny sich auf Bettelreise zu einem Onkel in Belgien befindet, kommt es zur Annäherung zwischen Lenchen und Marx. Lenchen wird schwanger und bringt einen gesunden Jungen zur Welt. Auf Drängen von Marx gibt sie in gleich nach der Geburt zur Adoption. Ihre Freundschaft zu Jenny zerbricht. Diese kann ihr den Vertrauensbruch nicht verzeihen. Doch Lenchen bleibt weiter bei der Familie, hofft, dass alles wieder gut wird und trauert um ihren Sohn.
Das Buch hat mich sehr bewegt. Man lernt die Familie Marx durch Lenchens Augen kennen und damit das private Familienleben. Der Revolutionär und Visionär Marx findet eher beiläufig statt. ich fand die Schilderung der sozialen Verhältnisse einfach schrecklich. Für unsere Verhältnisse ist das schwer vorstellbar und noch weniger zu ertragen, gerade auch die hohe Kindersterblichkeit. Dass Marx zu dem Schluss kam, dies müsse zu einem Aufstand des Lumpenproletariats führen, ist nur folgerichtig.
Was mich dagegen enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass Marx ein typisch männliches verhalten an den Tag legt. Sein Verhalten Lenchen gegenüber als sie sein Kind bekommt, ist einfach nur schäbig. Für mich unverständlich dass Lenchen sich weiterhin für die Familie aufopfert und die schroffen Zur&

Leseratte, 08.04.2018

Inhalt und meine Meinung:

1829: Helena Demuth, von allen Lenchen genannt wohnt mit ihrer Familie in Sankt Wendel. Sie wächst in armen Verhältnissen auf. Ihr Vater stirbt früh und für die Mutter wird es nun nochmals schwieriger alle ihre Kinder satt zu bekommen. Lenchen macht sich im Alter von 10 Jahren ganz allein auf den Weg nach Trier in der Hoffnung auf eine Anstellung als Dienstmädchen und einem besseren Leben in der größeren Stadt. In Trier angekommen lernt sie Jenny von Westphalen kennen, die sich ihrer sofort annimmt und sie mit zu ihren Eltern nimmt. In deren Haushalt findet Lenchen auch sofort eine Anstellung und wird im Laufe der Jahre eine Freundin für Jenny. Als diese dann Karl Marx heiratet und selbst Kinder bekommt reist Lenchen ihr nach und wird schließlich Dienstmädchen im Haushalt von Jenny und Karl Marx. Mit ihnen geht Lenchen gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen des Lebens. Lenchen hat vor dem Tod ihres Vaters von ihm das Schachspielen erlernt, nun spielt sie ab und an eine heimliche Partie mit Karl. Schließlich verliebt sich Lenchen in Karl, dies stellt die Freundschaft mit Jenny auf eine harte Probe.
Mir hat das Lesen dieses Romans große Freude bereitet, ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Die beiden Autorinnen verknüpfen geschickt Wahrheit und Fiktion, alles fügt sich für mich in einer wunderschönen Geschichte zusammen. Ich fand es faszinierend Karl Marx aus diesem anderen Blickwinkel kennenzulernen und sein Leben aus Lenchens Sicht geschildert zu bekommen. Ich fühlte mich als Leser stetig als stiller Beobachter der Ereignisse und konnte mich gut in Lenchens Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen, deshalb empfehle ich diesen Roman gerne weiter. Das Personenregister am Anfang des Buches gibt vorab einen guten Überblick und auch die Gestaltung des Buchumschlages ist passend gewählt und gefällt mir gut.

       

schliesi, 08.04.2018

Ein geschichtlich sehr gut recherchierter Roman und sehr einfühlsam geschrieben.

brigitte schreiter, 03.04.2018

Claudia und Nadja Beinert haben gemeinsam den Roman „Revolution der Herzen, Die heimliche Liebe des Karl Marx

geschrieben. Zum 200. Geburtstag Karl Marx entwickeln sie einen historischen Roman mit Tatsachen und Fiktion.

 

Sie lassen Helene Demuth, genannt Lenchen mit ruhiger Sprache aus ihrem Leben erzählen. Von Anfang an bin ich gefesselt. Sie kommt aus einer armen Familie, anheimelnd war die Szene als ihr Vater ihr Schachspielen beibringt. Als sie 10 Jahre alt ist, macht sie sich nach dem Tod des Vaters, auf den Weg um Dienstmädchen zu werden. Auf dem Weg kann sie Baroness Jenny vor einem Hund retten und die nimmt sie mit der Kutsche mit, schon da lernt sie den düsteren schwarzen Karl, wie sie ihn nennt, kennen. In Jennys Familie bekommt sie eine Anstellung und so geht alles seinen Weg.

Ihr Weg geht von Trier nach Paris , Brüssel und London. Sie ist der Fels der Familie Marx und nimmt Karls Meinung auf. Durch Lenchen wird besonders das Ergehen der Dienstmädchen in verschiedenen Familien beleuchtet.

 

Die Autorinnen haben Lenchens Geschichte und Karl Marx undd seine rFrau Jennys Leben interessant beschrieben. Die Leser erleben so den Kampf Mary und Engels, gegen die Armut und Ausbeutung. Bedrückend ist die große Kindersterblichkeit.

 

Claudia und Nadja Beinert erzählen im Nachwort noch wie das leben und der Kampf Karl Marx, seiner Frau, Lenchen und den Kindern weitergeht. Das ist informativ und interessant.

Den Roman ist ein Stück Weltgeschichte und ich kann ihn empfehlen.

Egni, 02.04.2018

Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diesen Roman vorablesen durfte. Die Beinert-Schwestern schaffen es bereits auf

der ersten Seite, den Leser auf eine Zeitreise mitzunehmen. Dank der Ich-Perspektive von Lenchen und dem Präteritum habe ich mich sofort gefühlt, als würde sie mir die Geschichte erzählen. Auch ohne Erwähnung bekommt der Leser den Alterungsprozess der anfangs 8-jährigen Helena mit. Selbst, wenn ich das Buch einmal beiseitegelegt hatte, war ich mit meinen Gedanken immer bei der Geschichte. Historische Romane haben immer einen fiktiven Anteil, aber im Falle dieser Geschichte haben die Beinert-Schwestern sehr gut recherchiert und die Begebenheiten auf eine unglaublich spannende und mitreißende Weise in einem lesenswerten Roman verarbeitet.

Das Buch wurde in sechs Teile unterteilt, die wiederum aus kurzen Kapiteln bestehen. Die einzelnen Teile berichten von den einzelnen Etappen in Lenchens Leben und enden jeder für sich mit einem Cliffhanger, der zum Weiterlesen animiert. Besonders lesenswert ist auch das Nachwort, in dem die Zwillinge Beinert den Inhalt ihres Romans noch einmal mit den wahren historischen Begebenheiten vergleichen. Sie verweisen auf die weiteren Lebenswege der handelnden Personen und sprechen auch die Aktualität einiger Themen an.

"Revolution im Herzen" ist seit langer Zeit mal wieder ein Roman, den ich mit Bedauern beenden musste, weil ich die Charaktere nicht gehen lassen wollte. Die Beinert-Schwestern erzählen Lenchens und auch Karl Marxs Geschichte, sodass auch Leser ohne tiefgründige Vorkenntnisse Freude beim Lesen haben. Das Buch hat sich definitiv in die Reihe meiner Lieblingsbücher einsortiert und wird auch noch einige Male gelesen. Die Leseempfehlung kann ich nicht nur für Fans von historischen Romanen aussprechen, sondern für alle, die lebendige Geschichten lieben.

Sunny, 01.04.2018
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