Verlagsgruppe Droemer Knaur



Wie Treibholz im Sturm

9783426443934
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E-Book, Knaur eBook
01.03.2018, 544 S.

ISBN: 978-3-426-44393-4
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Roman

Liebe und Hoffnung in Zeiten der Not: In ihrem Roman „Wie Treibholz im Sturm“ erzählt Daniela Ohms eine ergreifende Liebesgeschichte im ländlichen Nord-Deutschland der Nachkriegszeit.

Eine winzige, unbeheizte Dachkammer auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein ist Hannahs Zuhause, seit sie aus Hamburg evakuiert wurde. In einer einzigen Bombennacht hat sie ihre gesamte Familie verloren. Als weitere Flüchtlinge nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem überfüllten Hof eintreffen, muss Hannah die Kammer teilen, und das Wunder geschieht: Der halb verhungerte Soldat Moritz reißt sie aus ihrer Lethargie. Mit ihm sammelt sie Treibholz am Strand, um zu heizen. Mit ihm zusammen will sie den Hungerwinter, der in Schleswig-Holstein herrscht und den Flüchtlingen schwer zusetzt, überleben. Doch als sie sich näherkommen und beginnen, sich ihre Geschichten zu erzählen, muss Hannah erfahren, dass Moritz nicht bleiben kann …

Eine dramatisch-anrührende Liebesgeschichte aus Deutschlands früher Nachkriegszeit, die das Schicksal jener zeigt, die nach Krieg, Flucht und Evakuierung Schritt für Schritt in ein neues Leben gehen.

Die Autorin

Daniela Ohms

Portrait von  Daniela Ohms

Daniela Ohms wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren in einem...

zur Autorin Bücher von Daniela Ohms

Pressestimmen

"Eine eindringlich und dicht erzählte Geschichte, die ein sehr gutes Bild des Nachkriegsdeutschlands zeichnet"

buchmomente.blogspot.com (Sabine Forsch), 14.04.2018

"spannend und ergreifend"

LandGang, 01.11.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

- gekürzte Rezension - Volltext z.B. bei "Leserunden.de" (Sagota)

Die Konsequenzen von Traumata, Flucht und Vertreibung, besonders hier der früheren Gebiete Deutschlands wie Ostpreußen, Schlesien, Masuren z.B. greift die Autorin nicht nur auf, sondern beleuchtet sie in aller literarisch zur Verfügung stehenden Schärfe. Auch die "Wolfskinder" sind ein Thema und auch die Verfolgung und Ermordung der Juden - hier in Form von Klara, der besten Freundin Hannahs in der Zeit ihrer Kindheit, die aus einer jüdischen Familie stammte...


Ich hatte das Glück, mich in einer autorenbegleiteten Leserunde mit anderen LeserInnen austauschen zu können und mir ging es wie einigen anderen: Der Roman ist keine leichte Kost und der Stil von Daniela Ohms sowie der Verlauf der Handlungsstränge im Roman, die sich zeitlich von 1943 bis etwa 1949 erstrecken; von Hamburg über Weißrussland, Ostpreußen bis nach Schleswig-Holstein verortet sind, zeigen anhand der großen Authentizität von sowohl Hannah als auch dem Fuchs deutlich auf, welche Spuren und seelischen Verletzungen ein Krieg stets bei Menschen hinterlässt.
Dies kann und konnte in manchen Menschen solche irreparablen Schäden an der Seele verursachen, dass es kaum möglich war, wieder ein normales Leben führen zu können, die Wiese des Friedens wieder mit von Blut besudelten Stiefeln betreten zu können, wie es so treffend im Roman formuliert wurde. Auch lädt der Roman durchaus dazu ein, durch eigene Recherchen noch tiefer in die Thematik von Flucht und Vertreibung einzutauchen.


Fazit:


Daniela Ohms ist es unglaublich gut gelungen, eine Geschichte aus sehr dunklen Zeiten des 2. Weltkrieges zu erzählen, bei der man als Leser nahe an den sehr authentisch dargestellten Figuren "dran" ist; mit ihnen leidet, mitfiebert, sich freut, entsetzt ist und Hoffnung hat: Eine solche Intensivität, aber auch einen Roman, der mich emotional sehr mitgenommen hat und der mich mitunter an die Grenzen meiner Belastbarkeit beim Lesen brachte, habe ich sehr selten gelesen und möchte ihn dennoch absolut weiterempfehlen: Sehr gut recherchiert, exemplarisch für so viele Menschen, denen großes Leid zugefügt wurde durch den 2. Weltkrieg, die alles hinter sich lassen mussten und als Flüchtlinge geduldet wurden, schlägt die Autorin in ihrem Nachwort noch einen Bogen in die heutige Zeit, in denen erstmals die Zahlen von Flüchtlingen vergleichbar sind mit denen nach dem 2. Weltkrieg: Somit ist es für mich auch ein Plädoyer für Menschlichkeit und Frieden, der in allen Zeiten oftmals brüchig war: Es gilt, ihn zu erhalten, gerade in unserer Zeit!
Von mir erhält der Roman die volle Punktezahl, 5* und 100° auf der Histo-Couch sowie eine absolute Leseempf

Sagota, 11.05.2018
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