Verlagsgruppe Droemer Knaur



Wir nannten es Freiheit

9783426443040
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E-Book, Knaur eBook
01.01.2019, 400 S.

ISBN: 978-3-426-44304-0
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Roman

Der neue historische Roman von Silke Schütze: Eine junge Frau kämpft gegen den Lehrerinnen-Zölibat und für ihre Liebe.

Berlin, 1916: Die herzliche, resolute Lene hat soeben ihr Lehrerinnen-Seminar bestanden. Als sie sich in den verschlossenen Paul verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Dass Paul wegen einer Kriegsverletzung nicht arbeiten kann, ist für Lene kein Hindernis: Sie liebt ihre Arbeit als »Fräulein« und kann genug Geld nach Hause bringen. Doch einer Hochzeit steht der sogenannte Lehrerinnen-Zölibat im Wege, ein Erlass, der verheiratete Frauen vom Schuldienst ausschließt. Entweder ihr Paul oder die Freiheit, den geliebten Beruf auszuüben? Eine unmögliche Wahl. Zu stark, um aufzugeben, kämpft Lene für die Freiheit, Liebe und Beruf zu vereinen.

Große Unterhaltung und ein anrührendes Stück Zeitgeschichte.

Erfolgsautorin Silke Schütze wurde mit dem renommierten Walter-Serner-Preis ausgezeichnet. "Wir nannten es Freiheit" ist ihr erster historischer Roman um ein anrührendes und bislang wenig bekanntes Stück Frauen-Geschichte.

Die Autorin

Silke Schütze

Portrait von  Silke Schütze

Silke Schütze, Jahrgang 1961, lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Philologie war sie Pressechefin bei einem Filmverleih und Chefredakteurin der...

zur Autorin Bücher von Silke Schütze

Pressestimmen

"Ein interessanter historischer Roman, der eine neue Sicht auf den Ersten Weltkrieg vermittelt. Sehr lesenswert."

Ruhr-Nachrichten, 03.04.2019

"Zeitdokument, das ans Herz geht."

Meins, 20.03.2019

"Mutiges Zeugnis"

Tina, 20.03.2019

"Ein Roman, der berührt."

Für Sie, Ausgabe 10/2019

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Schon mal was vom Lehrerinnen-Zölibat gehört? Den gab es in Deutschland wirklich und dieses Buch

erzählt davon:

Berlin 1916: Lene ist eine liebenswerte Berliner Göre, resolut und herzlich. Als einziges Mädchen aus der Arbeiterklasse hat sie das Lehrerinnen-Examen bestanden und ist nun glücklich, als „Fräulein“ in Schöneberg unterrichten zu dürfen. Mitten im dritten Kriegsjahr herrscht an den Schulen akuter Mangel an männlichen Lehrern, Frauen rücken an deren Stelle. Doch sie erhalten nur Aushilfsverträge zu niedrigerem Lohn und sobald der Lehrer aus dem Krieg zurückkehrt, müssen sie ihren Arbeitsplatz wieder räumen. Dazu kommt, dass sie aus dem Lehrerinnen-Dienst ausscheiden müssen, sobald sie heiraten. Liebe oder Arbeit – in Kriegszeiten, in denen die Menschen hungern und um ihre Existenz bangen müssen, ist dies keine leichte Entscheidung.

Lene ist verlobt mit Paul, doch als der verletzt aus dem Krieg zurückkehrt, ist er nicht nur körperlich versehrt, sondern vor allem seelisch schwer traumatisiert. Er und Lene stehen sich plötzlich wie Fremde gegenüber und als Lenes geliebte Mutter stirbt und sie Trost so dringend bräuchte, da kann Paul ihr nicht helfen. Es sieht so aus, als würde nichts aus der ersehnten Hochzeit und als müsste Lene sich somit gar nicht zwischen Ehe und Beruf entscheiden.

Doch Lene ist eine Kämpferin. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen schmiedet sie Pläne: Die Frauen schreiben einen Protestbrief an den Magistrat und bitten darum, ihr Anliegen in einer Sitzung zu behandeln. Lene bringt den Brief persönlich ins Schöneberger Rathaus, doch dort herrscht gerade Sommerpause. Wird ihr Anliegen wirklich behandelt werden oder schlummert der Brief auf ewig in irgendeinem Ablagestapel?

Daneben kämpft Lene wie so viele andere in dieser Zeit ums nackte Überleben, ihr Gehalt reicht nicht für Miete und Essen, also handelt sie auf dem Schwarzmarkt und begibt sich dabei so manches Mal in große Gefahr. Immer mehr Männer kehren schwer verletzt und traumatisiert aus dem Krieg zurück, unfähig, ihren alten Beruf wieder auszuüben. Ohne die Tatkraft der Frauen ginge gar nichts mehr – doch wird das auch von der Regierung endlich anerkannt?

Silke Schütze ist es gelungen, in diesem Roman die Atmosphäre in Berlin-Schöneberg während des Ersten Weltkriegs sehr eindrucksvoll zu beschreiben. Fast spürt man beim Lesen selber den Hunger und das Elend. Das war stellenweise sehr, sehr bedrückend. Ausgeglichen wird dieses deprimierende Setting durch Figuren, die größtenteils richtig liebenswert sind: neben Lene der sensible Paul, die aufopferungsvolle Mutter, die verschiedenen Lehrerinnen an Lenes Schule. So fällt es leicht, mit Lene und ihren Kolleginnen mitzufiebern

Susanne Edelmann, 04.05.2019

1916. Lene Lehmann wuchs allein bei ihrer liebevollen Mutter in Berlin-Schöneberg auf, die als Witwe gezwungen

ist, sie beide mit harter Arbeit als Putzfrau bei einer gutbetuchten Adelsfamilie durchzubringen. Gerade diese Familie gibt Lene die Chance, ein Gymnasium zu besuchen und sich danach als Lehrerin für die Fächer Zeichnen, Deutsch und Handarbeiten ausbilden zu lassen. Da viele Lehrer während des Krieges gefallen sind oder noch an der Front dienen und an allen Ecken und Enden Lehrkräfte fehlen, bekommt Lene die Möglichkeit, als Lehrerin an einer Volksschule für Mädchen Unterricht zu geben. Gleichzeitig bekommt Lenes Verlobter Paul Kruse seine Einberufung für den Frontdient. Bei seiner Rückkehr wollen die beiden heiraten, doch Paul wird nicht nur verwundet, sondern ist durch die Erfahrungen an der Front ein anderer geworden. Gedanken an die geplante Heirat plagen Lene, denn Frauen dürfen nach der Hochzeit nicht mehr als Lehrerin arbeiten. So will es das sogenannte Lehrerinnenzölibat. Aber Lene liebt ihre Arbeit und möchte unbedingt weiter unterrichten. Da sie aber auch heiraten möchte, sieht sie sich gezwungen, sich mit anderen Frauen zusammenzutun, denen es ebenso geht wie ihr und gegen das Lehrerinnenzölibat aufzubegehren…
„Wir nannten es Freiheit“ ist ein sehr tiefgründiger, packender Roman, der die gesellschaftlichen Verhältnisse und Lebensanschauungen des 20. Jh. genau veranschaulicht und dem Leser das Gefühl gibt, alles hautnah mitzuerleben. Die Autorin ist mit sehr eingängigem Schreibstil am Puls der Zeit, gibt einen guten Abriss über die Rolle der Frau vor 100 Jahren. Sie waren nicht mündig, sondern abhängig von den Entscheidungen ihrer Ehemänner oder ihrer Väter. Frauen erhielten für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Sehr ausführlich lässt die Autorin den Leser teilhaben an dem Zusammenschluss der Frauen und deren Kampf für Gleichberechtigung, Aufhebung des Lehrerinnenzölibats sowie das Frauenwahlrecht. Gut ausgeformte lebendige Charaktere nehmen den Leser für sich ein.
„Wir nannten es Freiheit“ ist ein wunderbares Abbild über die Zustände des Berlins 1916. Nicht nur die gesellschaftliche und politische Lage wird thematisiert, sondern gibt einen guten Rundumblick über das alltägliche Leben der Bevölkerung. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frauen gelegt, die damals aufgestanden sind, um für ihre Rechte zu kämpfen. Einfach ein tolles Stück Zeitgeschichte und jede Leseminute wert!

Dreamworx, 26.04.2019

Silke Schütze hat einen angenehmen einnehmenden Schreibstil. In ihren Roman „Wir nannten es

Freiheit“ konnte ich eintauchen.

Der Roman spielt 1916 in Berlin Schöneberg.

 

Lene Lehmann durfte das Lehrerinnenseminar besuchen. Sie bekommt eine Stelle an einer Mädchenschule in Schöneberg. Weil viele Lehrer in den Krieg eingezogen werden, werden Lehrerinnen gebraucht, aber wenn sie heiraten dürfen sie nicht weiter arbeiten, das ist das Lehrerinnenzölibat. Kann man sich heute gar nicht vorstellen.

 

Lene und ihre Kolleginnen schreiben an das Magistrat, das dieses Zölibat abgeschafft werden sollte.

Darum besuchen sie mit Schülerinnen Versammlung des Magistrats. Der Kampf ist stimmungsvoll erzählt.

 

Silke Schütze hat mit diesem Roman mit historischen Tatsachen und fiktiven wunderbar verknüpft. Die Liebesgeschichte zwischen Lene und Paul zeigt die Probleme der Zeit. Das Volk hat schwer zu kämpfen, in den Kriegsjahren, gibt es wenig zu kaufen. Das Überleben brauchte Kraft.

 

Der Roman ist fesselnd, eine gute Unterhaltung mit Ernst und Witz.

 

 

 

Egni, 01.03.2019
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