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Ocean King von Slimane Kader – Buch von Droemer Knaur

Verlagsgruppe Droemer Knaur



Ocean King

9783426790403
Taschenbuch, Knaur TB
01.03.2019, 224 S.

ISBN: 978-3-426-79040-3
Diese Ausgabe ist noch nicht erschienen
9,99
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Was einer unter Deck erleben kann

Eine freche Begegnung mit dem Kreuzfahrt-Tourismus – „herrlich selbstironisch und gleichzeitig sehr berührend“ (People).
In seinem Sachbuch erzählt Slimane Kader temporeich und mit viel Humor, wie er der Tristesse der Pariser Vorstädte entflieht und auf der Ocean King anheuert, ein Kreuzfahrt-Riese, der 6000 Touristen durch die Karibik schippert. Auf dem Sonnendeck genießen sie das Leben – unter Deck schuften 2000 Arbeitskräfte für deren Wohlergehen.
Kader beginnt seine Karriere als Handlanger, doch er lernt schnell. Mit Glück und Unverfrorenheit ergattert er einen Job auf dem Sonnendeck. Jetzt ist er der Ocean King!
Kaders zum Teil urkomische Erlebnisse auf einem Kreuzfahrt-Schiff sind eine Parabel auf den Zustand unserer Welt: Wir sitzen alle im selben Boot – aber die einen auf einem Liegestuhl, die anderen auf der Ruderbank. „Eine farbige Sprache, die wie eine Seenot-Rakete abgeht“, bescheinigt Le Nouvel Observateur diesem ungeschminkten Erlebnis-Bericht in der Tradition der Kreuzfahrt-Bücher von Wladimir Kaminer, David Foster Wallace und Andreas Lukoschik.
Slimane Kader verbrachte seine Kindheit in Algerien, bevor die Familie nach Saint Denis bei Paris übersiedelte. Er gilt als viel versprechendes literarisches Talent, das der migrantischen Jugend aus den Banlieues eine authentische Stimme gibt. "Ocean King" ist sein zweites Buch.

Die Autorin

Slimane Kader

Portrait von  Slimane Kader

Simane Kader, Jahrgang 1985, ist ein junger Franzose mit algerischen Wurzeln. Seit seinem Debut mit dem autobiographischen Roman "Wam" gilt er als...

zur Autorin Bücher von Slimane Kader

Lesetipps

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Was einer unter Deck erleben kann

Der Joker und die Fatties.

Inhalt:
In dem autobiographische Roman erzählt der Protagonist wie er als "Mädchen für Alles" auf einem Kreuzfahrtschiff anheuert und sich im wahrsten Sinne von "ganz unten" hochgearbeitet hat; er berichtet von den Aufgaben, die er erledigt hat, weil diese halt eben anfallen, um den "crocstragenden Fatties" einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Auch von seinen "Kollegen" unter Deck berichtet er.
Bei seinem "Werdegang" kommt ihm auch schon Mal der Zufall zu Hilfe: Manchmal muss man auch einfach Glück haben und in einer Situation das "richtige" tun; und plötzlich ist man "jemand, der für die Firma [hier die Kreuzfahrtgesellschaft] valuable ist. Diplomatisch und mutig." (S. 210) und plötzlich bieten sich somit die besten Aufstiegschancen.

Meine Meinung:
Das stilisierte Cover des turmhohen Ozeandampfers mit den vielen, vielen Decks der Passagierkabinen gefällt mir sehr gut und ich finde es sehr gut passend zu dem Roman.

Meine Erfahrung war, dass ich anfangs etwas Eingewöhnungszeit benötigte, um sich in den Stil des Roman mit dem "verhunzten" Englisch einzulesen.

Der Autor beschreibt umgangssprachlich, teilweise mit sehr deftiger Wortwahl, und mit sehr trockenem Humor; Situationen beschreibt er schonungslos, nichts wird schöngeredet.

Ein sehr gutes Gespür Situationen zu erfassen und zu erzählen zeichnen, meiner Ansicht nach, den Autor aus:
"In der Kabine richten sich der Rotschopf und der Wasserbüffel in ihren Betten auf. Ohne zu protestieren. Sie starren mich hasserfüllt an. Ich raube ihnen den Schlaf, nicht Popeye, obwohl er es ist, der schreit. Er ist nur die Folge. Ich bin die Ursache. Wie bei einem Attentat - niemand ist auf die Bombe böse, aber alle auf den Typen, der sie zündet." (S. 48).

Zu der Buchbeschreibung gemäß der Umschlaginnenseite
"... eine freche, temporeiche und urkomische Begegnung mit den Auswüchsen des Massentourismus und zugleich ein ironischer Blick auf den Zustand unserer Welt: Wir sitzen alle in einem Boot. Aber die einen liegen auf dem Sonnendeck, und die anderen rackern auf den Ruderbänken."
passt auch die Aussage im Nachwort des Verlegers
"... weil es ganz einfach absurd ist, viele Wochen auf dem Meer zu verbringen, ohne je das Meer zu sehen."

Fazit: Lesenswert!

4 Sterne (von max. 5 Sternen)
kvel, 18.07.2015

„Avec vue sous la mer“ - das ist der Titel der Originalausgabe dieses Romans von Slimane Kader, und das ist die
Position, die sich Wam, der Held dieser Geschichte, für sein Leben wünscht als er auf dem Luxusliner „Ocean King“ anheuert, der 6000 Touristen durch die Karibik schippert. Er will der bedrückenden Aura der Pariser Vorstädte entfliehen, will dahin wo Sonne und Palmen glitzernden Wohlstand und Überfluss versprechen, will eine Welt voll Unbeschwertheit und Müßiggang erobern.
Aber dieser Kreuzfahrtriese, der seinem Namen mit königlicher Größe alle Ehre macht, hat nicht nur 6000 Passagiere an Bord, die genussvoll schwelgend ihre Urlaubstage in der Bläue der Karibik verbringen, sondern hält in seinem Bauch 2000 Arbeitskräfte bereit, die ständig im Einsatz sind, um den reibungslosen Ablauf des High Society Programms zu gewährleisten. Das sind die, denen man für die Dauer ihrer Arbeitszeit die Pässe weggenommen hatte, damit sie dem wellenpflügenden Moloch bis zum Ende der Fahrt zu Diensten sein mussten, weil sie ihre Papiere erst dann zurück bekamen, wenn der Luxus-Gigant sein endgültiges Ziel erreichte und alle Menschenfracht ausspie.

Die Fatties – wie die Touristen auf Grund ihres meist offensichtlichen Übergewichts genannt werden – bevölkern die Decks mit verzogenen, kreischenden Kindern, bequemen, ausladenden Sonnenliegen, die den sorgfältig eingeölten, von kosmetischen Operationen mühsam in Form gehaltenen Körpern eine bequeme Unterlage bieten und lassen keinen ihrer Ansprüche ungenutzt. Warum auch, wenn ein Fingerschnippen eine ganze Hierarchie von Untergebenen auf den Plan zu rufen vermag, denen nichts mehr eingebleut wurde, als absolutes touristisches Wohlbefinden zu erzeugen, damit die existenzsichernden Lobeshymnen, auf welche die Schifffahrtsgesellschaft angewiesen ist, nicht abreißen.
In diesem perfekt funktionierenden Räderwerk unten in schweißüberströmender, geschäftiger Tiefe hat jeder seinen Platz. Eine Armada von Bediensteten, vom Koch bis zur Revue-Tänzerin, vom Mechaniker über Wäschereihelfer, Oberkellner und Gigolos sind Menschen verschiedenster Nationalitäten hier gelandet, um Geld zu verdienen, ihren ärmlichen Verhältnissen in der Heimat zu entfliehen und vielleicht eines Tages den Schritt aus dem Bauch heraus an Deck, ans Tageslicht zu schaffen. Aber bis dahin gelten die Gesetze einer dunklen Arbeitswelt, die mit hohem Gewaltpotential, Angst und Neid dafür sorgt, dass Niemand diesem Kastensystem entfliehen kann, dass jeder „funktioniert“ und sich vertragsgemäß abrackert. Aber in allem Schweiß und erstickender Hitze gibt es doch das Gefühl einer Solidarität, die ab und zu das gemeinsame Schicksal spüren lässt und dadurch das Negative zu neutralisieren versteht.
Wams Position könnte man mit einer Portion Ironie als die facettenreichste innerhalb der „Bauchbesatzung“ bezeichnen – er ist ein „Joker“ - ein Mann für
Brilli, 29.06.2015
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