Verlagsgruppe Droemer Knaur



Der Sünderchor

9783426516515
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Klappenbroschur, Knaur TB
01.09.2016, 560 S.

ISBN: 978-3-426-51651-5
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Roman

Sie denken oft dasselbe – und können doch mit allen Sinnen streiten. Ohne die jeweils andere, davon sind die Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert überzeugt, wären ihre Romane nicht halb so gut. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Mit "Der Sünderchor" erscheint der abschließende Teil ihrer Trilogie um Uta von Naumburg, eine der geheimnisumwobensten Frauen des Mittelalters. Die traumatisierte Hortensia, Tochter eines Schreibers, hilft dem "Naumburger Meister", sein bedeutendstes Werk zu vollenden: die Stifterfigur Utas für den Domchor. Denn schon um 1248 gibt es kaum Informationen über Utas Leben – wie also soll der Künstler sie darstellen? Den "Naumburger Meister", über den nichts weiter überliefert ist, lassen die Schwestern als Matizo von Mainz lebendig werden. Mit viel Einfühlungsvermögen und Recherchearbeit bis in die kleinsten Details öffnen sie uns ein Fenster ins 13. Jahrhundert. Und das fühlt sich an, als wäre man selbst dabei gewesen bei den Querelen um die außergewöhnlichen, weil so gar nicht heiligen Skulpturen im Naumburger Dom, der möglicherweise schon bald zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Leselounge

Die Autorin

Claudia Beinert

Portrait von Claudia Beinert

Dr. Claudia Beinert, Jahrgang 1978, ist genauso wie ihre Zwillingsschwester Nadja in Staßfurt geboren und aufgewachsen. Claudia studierte...

zur Autorin Bücher von Claudia Beinert

Die Autorin

Nadja Beinert

Portrait von Nadja Beinert

Claudia und Nadja Beinert wurden am 4. Mai 1978 in Staßfurt geboren. Beide studierten Internationales Management in Magdeburg. Claudia Beinert, im...

zur Autorin Bücher von Nadja Beinert

Video

Pressestimmen

"Die Autorenschwestern sparen auch in diesem Band nicht an opulenten Ausführungen und knüpfen einen dichten Teppich fiktiver Geschehnisse und Lebensläufe um historische Personen."

boersenblatt.de, 22.07.2016

"Den Naumburger Meister, zu dessen bedeutendsten Werken die Stifterfigur Utas zählt und über den nur wenig überliefert ist, lassen die Autorinnen als Matizo von Mainz lebendig werden und öffnen uns detailversessen und mit viel Recherchearbeit ein Fenster ins 13. Jahrhundert."

BuchMarkt, 01.08.2016

"Geschichte lebendig werden zu lassen ist Anliegen der Autorenzwillinge Claudia und Nadja Beinert."

Torgauer Zeitung, 02.09.2016

"Spannender und vielschichtiger Abschkuss der packenden Trilogie um den Naumburger Dom."

Frankfurter Stadtkurier, 15.11.2016

"Ein spannendes Thema und eine mit Schwung erzählte Geschichte."

Histo-couch.de, Dezember 2016

"Hätte man besser nicht machen können. Fiktion und Wirklichkeit wunderbar verbunden."

Heidis Literaturblog, 19.12.2016

"Die Beinert-Schwestern nehmen die Leser mit auf eine spannende Reise ins 13. Jahrhundert."

Freie Presse, 12.01.2017

Lesetipps

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Im Winter 1248 wird die Burg, auf welcher die 17jährige Hortensia mit ihrer Familie lebt, mittels Brandbomben

dem Erdboden gleich gemacht – nur sie überlebt. Hortensia weiß nicht wohin, also flieht sie durch den Schnee, bis sie halberfroren liegen bleibt. Gerettet wird sie ausgerecht vom Meißner Markgrafen Heinrich. Als dieser merkt, dass Hortensias Vater Schreiber war und sie unterrichtet hat, „überredet“ er sie, seinen Halbbruder Dietrich (den Erzbischof von Naumburg) und vor allem dessen Baumeister Matizo von Mainz bzgl. deren Baupläne für den Westchor des Naumburger Doms auszuspionieren.

Doch Hortensia fühlt sich bald zu Matizo hingezogen und außerdem muss sie erfahren, dass Heinrich sie in einer wichtigen Sache belogen hat. Aber auch Matizo hat ein Geheimnis, welches alles ändern könnte ...

 

Die Geschichte lebt vor allem von den starken Frauen und ihrem Zusammenspiel mit den schier übermächtigen Männern.

Hortensia ist von Heinrich beeindruckt und fühlt sich ihm verpflichtet. Sie spioniert gern für ihn, bis sie an seiner Redlichkeit zu zweifeln beginnt. Zudem bindet Matizo sie immer mehr in seine Arbeit ein und aus Vertrauen wird Zuneigung.

Auch Matizos Magd Line ist eine starke Frau. Schon lange verwitwet, macht sie Matizo und Hortensia zu ihrer neuen Familie. Ihre eigene hat sie vor Jahren durch den Freiberger Silberbergbau (und damit Heinrich) verloren.

Diese 3 Protagonisten müssen sich ihren Ängsten und der Vergangenheit stellen, um in ihrem neuen Lebensabschnitt glücklich zu werden.

Heinrichs Frau Agnes ist ebenfalls eine starke Persönlichkeit. Sie versucht alles, damit er ihr entgegen der damaligen Gepflogenheiten treu bleibt und setzt dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Ein weiterer sehr spannender Charakter ist Erzbischof Dietrich, Heinrichs Halbbruder. Der Makel als Bastard hängt ihm trotz päpstlichem Dispens immer noch an. Mit dem Bau des Westchores will er diesen endlich überwinden, sich selbst ein Denkmal setzen. Und er hat Humor, denn es wird vermutet, dass die 10 Stifter (Standbilder des Chores) zu Lebzeiten Sünder waren - daher auch der Buchtitel „Sünderchor“.

 

Das Schicksal der Protagonisten ist sehr eng mit der Handlung verwoben. Dadurch ist das Buch ungemein fesselnd  – eine Mischung aus historischem Roman und Krimi vor realem geschichtlichem Hintergrund. Die damaligen Gegebenheiten werden sehr anschaulich dargestellt. Einzig den letzten Abschnitt mit der für mich etwas zu detailgetreuen Beschreibung der Zeichnungen des Chores fand ich etwas langatmig. Man sieht sie dadurch zwar förmlich vor sich, aber das war für die Handlung m. E. nicht ausschlaggebend.

 

Ergänzt wird das Buch u.a. durch ein Vorw

hasirasi2, 24.12.2016
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