Verlagsgruppe Droemer Knaur



Unter aller Sau

9783426413401
jetzt downloaden Jetzt downloaden
E-Book, Droemer eBook
01.03.2012, 380 S.

ISBN: 978-3-426-41340-1
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 19%
Mehrwertsteuer

Kriminalroman

Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

Leselounge

Der Autor

Christian Limmer

Portrait von  Christian Limmer

Christian Limmer, 1964 in Straubing geboren und aufgewachsen, hat versucht Theaterwissenschaft zu studieren, das Studium wegen Trockenheit abgebrochen...

zum Autor Bücher von Christian Limmer

Weitere Teile der Reihe "Ein Fall für Karl Lederer und Gisela Wegmeyer"

Pressestimmen

Das Buch bestätigt das schönste aller Heimatkrimi-Klischees: Nirgends passieren so herrliche Morde wie in der Provinz.

Münchner Merkur, 23.03.2032

Die Geschichte bietet neben einer spannenden Handlung vor allem lustige Dialoge und zahlreiche skurrile Figuren. Eine echt niederbayerische Krimikomödie.

Abendzeitung, 09.03.2012

Mit seinem Erstling ist Drehbuchautor Christian Limmer ein Einstieg gelungen, der weit über das Prädikat "Regionalkrimi" hinausweist. Verfolgungsjagden mit einem Traktor oder auf einer Kuh reitende Zeugen sorgen zwar für Spaß, aber der Hintergrund ist ernst und realistisch. Das Verbrechen schläft nicht, nicht einmal in Niederbayern.

Sonntagsjournal Bremerhaven, 25.03.2012

Eine witzige Krimi-Komödie mit ganz viel niederbayerischen Charme!

Bayerischer Rundfunk, Bayern 3, 28.03.2012

Christian Limmer gelingt es, einen ernsthaften Kriminalfall zum Thema "Mädchenhandel" mit viel Humor und Lokalkolorit zu würzen. Mit Dienststellenleiterin Gisela hat Allgäu-Kommissar Kluftinger eine würdige niederbayerische Schwester bekommen!

Rhein-Neckar-Zeitung, 28.04.2012

Der erste Roman des Autors Christian Limmer zeigt skurrile Figuren, wie sie nur in der Provinz vorkommen können - herzhafte Lacher sind garantiert...

Linda Magazin, Ausgabe 9/2012

"'Unter aller Sau' ist ein Krimi zum Totlachen, voller witziger und unerwarteter Wendungen. Einen Großteil des Charmes dieses Buches macht es aus, dass es im Dialekt geschrieben wurde und man somit manchmal das Gefühl hat, die handelnden Personen könnten Nachbarn sein."

Augsburger Allgmeine, 10.09.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.



Dieser Roman ist zwar schon vor zwei Jahren erschienen, aufmerksam darauf wurde ich aber erst jetzt, als ich das Taschenbuch geschenkt bekam.
„Unter aller Sau“ ist hier auch ein Stück weit Nomen est Omen, damit ist aber nicht der Roman selbst gemeint. Vielmehr könnte man damit die Arbeitsmethoden von einigen Hauptpersonen, den drei Dorfpolizisten aus Niedernussdorf, beschreiben, wenn man ihnen Böses wollte. Doch dazu später, erst einmal ein paar Sätze zum Inhalt.

In der Nähe des Dorfes spielen zwei Jungen an einem Bachlauf und finden dabei einen Plastikbeutel mit einer größeren Geldsumme. Nach längerem Hin und Her und eingehenden Überlegungen, was man mit diesem Geld anfangen könnte, siegt aber doch das Pflichtgefühl und sie liefern ihren Fund auf der Polizeiwache des Dorfes ab.
Die Revierleiterin Gisela schickt zwei ihrer drei Mitarbeiter an den Fundort, um eventuell Hinweise und Spuren zu finden, die auf den Eigentümer dieser nicht unbeträchtlichen Geldsumme hindeuten.

Hinweise finden Erwin und der ewig bekiffte Richie eigentlich nicht, dafür aber eine weibliche Leiche, die sie fortan als „Schneewittchen“ bezeichnen. Da sie doch lieber ihre Ruhe auf ihrer beschaulichen Wache haben als in so eine Ermittlung verwickelt zu werden, überlegen Sie kurzzeitig, ob man Schneewittchen nicht lieber ein paar Meter weiter trägt und damit in den Zuständigkeitsbereich des Nachbardorfes abschiebt. Aber – auch bei Erwin und Richie siegt schließlich das Pflichtgefühl, denn beide wissen ganz genau, was ihre Chefin Gisela von ihrer Idee halten würde.

Und so nimmt diese Kriminalposse aus der bayrischen Provinz ihren Lauf und verschafft den Lesern eine sehr vergnügliche Lesezeit. Denn dieser Roman lebt weit mehr von seinen Charakteren als von dem eigentlichen Kriminalfall, auch wenn der sich noch heftig weiterentwickeln wird. Natürlich kann die dörfliche Dienststelle in Niedernussdorf diesen Fall nicht allein bearbeiten, sondern die Kripo aus Straubing nimmt die Ermittlungen auf. Und zwar in Person von Hauptkommissar Lederer, der sich nicht nur für den besten Polizisten schlechthin hält, sondern sich in seiner Wirkung auf Frauen ganz gehörig verschätzt. Was wiederum für wunderbare Konfrontationen zwischen ihm und Gisela sorgt. Spaß machen auch die ewigen Kabbeleien zwischen Erwin und Richie wie auch Schorsch, dem Dritten im Bunde. Alle drei stehen unverbrüchlich an der Seite ihrer Chefin, auch wenn sie sich gern einmal über deren Anweisungen hinwegsetzen.

Das Buch endet mit einem filmreifen Showdown, der mir für diese dörfliche Idylle zwar ein wenig überzogen scheint, aber trotzdem beim Lesen unheimlich Spaß macht.

Und natürlich siegt am Ende das Gute und die Guten, wie könnte es auch in diesem Umfeld anders sein. Ein schönes Lesevergnügen und ein heiterer, unterhaltsamer Krimi.
Ilona Rehme, 14.03.2014

Zwei Jungen finden einen Beutel voll Geld, den sie auf der Wache abgeben. Als die beiden Dorfpolizisten Erwin und Richie
darauf angesetzt werden, die Gegend zu durchsuchen, ob es weitere Auffälligkeiten gibt, finden sie eine Tote, der sie den Namen Schneewittchen geben.
Sie überlegen, ob es nicht besser wäre, die Leiche ein Stückchen weiter weg zu bringen, so dass sie nicht mehr in ihrem Aufgabenbereich fallen würde, aber pflichtbewusst wie sie nun mal sind, melden sie das ihrer Dienststellenchefin Gisela. Da es hier um Mord geht, muss Gisela diesen der Kripo in Straubing melden, was zur Folge hat, dass der "schönste" Polizist Niederbayerns den Fall übernimmt, Hauptkommissar Lederer.
Eingehüllt in einen Ledermantel und Cowboystiefel aus Straußenleder versucht er den Fall an sich zu reißen und ihn aufzuklären.
Aber da hat er nicht mit dem Dreiergespann Erwin, Richie und Schorsch, den 3 Dorfpolizisten und ihrer Chefin Gisela gerechnet, denn die ermitteln ebenfalls ...

Der Name des Buches "Unter aller Sau" ist absolut treffend.
Christian Limmer, dessen Erstlingswerk hier vorliegt, hat es geschafft, dass ich während des Lesens eines Krimis zum Dauergrinser wurde.
Ich habe mich köstlich amüsiert über die 3 deppen Dorfpolizisten. Trotz ihrer Dusseligkeit gelingt es ihnen, Licht in den Fall zu bringen.
Die übertriebenen Charaktere der Polizisten sind trotz allem liebenswert und glaubhaft gezeichnet.
Ein Buch voller Situationskomik und Humor, wo es ab und an auch mal in bayerisch daherkommen kann.

Trotzdem ich dieses Buch als humorigen Krimi bezeichnen würde, gibt es auch ernste Töne zu lesen.
So gesehen bei der Zwangsprostitution von rumänischen Mädchen, die ins Land geschleust und brutal von ihren Zuhältern behandelt werden.

Leise Zwischentöne kann man vernehmen zwischen Gisela und ihrem Vater, der an Demenz leidet und das Stadium erreicht, wo er seine Tochter nicht mehr erkennt. Diese Gratwanderung zwischen verantwortungsvollem Job als Dienststellenleiterin der Polizei und der Versorgung ihres kranken Vaters hat der Autor mit Bravour gemeistert.

Wenn ich nicht gelesen hätte, dass dies das erste Buch des Autors ist, wäre mir der Gedanke gekommen, dass es schon einen Vorgänger gegeben hat. Es gab einige Anspielungen auf Ereignisse in der Vergangenheit, die nicht erklärt wurden.
Später bei einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass es einen Film gab, der diese Fragen wahrscheinlich beantwortet. Da ich ihn nicht kenne, fehlen mir ein paar Zusammenhänge, die aber in keiner Weise das Lesevergnügen an diesem Buch schmälern.

Ich fand diesen Krimi erfrischend und hatte viel Spaß beim Lesen.
Monika Stutzke, 12.07.2013
↑ nach oben