Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Messias-Maschine

9783426414019
Erhältlich bei Ihrem Buchhändler und in diesen Formaten:
E-Book, Knaur eBook
02.07.2012, 320 S.

ISBN: 978-3-426-41401-9
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Roman

Überall auf der Welt werden Wissenschaftler wie Ketzer verfolgt. Wer entkommen kann, flieht nach Illyria, das Mekka der Technik und des Fortschritts. Hier verliebt sich der schüchterne George in die schöne Lucy – eine hochentwickelte Roboterfrau, die keine Gefühle hat. Oder vielleicht doch?
Als sich bei Lucy die ersten Anzeichen eines erwachenden Bewusstseins zeigen, weiß George, was geschehen wird: Die Behörden werden wie bei jeder anderen Maschine, die nicht mehr einwandfrei funktioniert, die Festplatte löschen. Ein ganz normaler Routinevorgang – oder doch nichts anderes als Mord? Die einzige Chance, Lucy zu retten, ist die Flucht aus Illyria in die feindliche Außenwelt …

Leselounge

Der Autor

Chris Beckett

Portrait von Chris Beckett

Chris Beckett lebt in Cambridge, wo er als Dozent an der Universität arbeitet. Seit 2005 schreibt er regelmäßig Kurzgeschichten, für die er unter...

zum Autor Bücher von Chris Beckett

Lesetipps

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Ich kann dem Lektorat nur zustimmen – das Buch ist eines der beeindruckendsten, die mir seit langem begegnet sind. Ein
Science-Fiction, der nicht nur szenisch spannend und im Ansatz denkbar ist, sondern der gleichzeitig zur Plattform für zutiefst philosophische Fragen wird.

Faszinierend sind alle Personen des Buches, doch Lucy ist wirklich neu in ihrer Konzeption. Als Maschine für die lebensechte Erfüllung sexueller Wünsche konstruert, erlangt ihr kybernetisches System nach und nach ein Bewusstsein. Aufgrund ihrer selbstlernenden Programmierung kommt sie im Stellen von Fragen und im Lesen von Büchern der menschlichen Seele auf die Spur und dringt schließlich durch zur ältesten Frage der Menschheitsgeschichte.

Die Herleitung ist bestechend logisch mit der der Leser sich am Ende aufgefordert fühlt, zu hinterfragen, wie wir Menschen Entscheidungen treffen. Motiviert uns was wir wissen oder was wir glauben (wollen)? Wie abstrahiert und reduziert können Schlüsselreize werden, bis wir sie anzweifeln und schließlich: Wie weit gehen Menschen um ihre Glaubenssätze zu verteidigen?

Ein Buch über Leben und Tod, Krieg und Frieden, Realität und Manipulation, das man gelesen haben sollte.
Carmen, 07.11.2012
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