Verlagsgruppe Droemer Knaur



Winterhonig

9783426433867
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E-Book, Knaur eBook
17.03.2016, 592 S.

ISBN: 978-3-426-43386-7
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Roman

"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.

Die Autorin

Daniela Ohms

Portrait von  Daniela Ohms

Daniela Ohms wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren in einem...

zur Autorin Bücher von Daniela Ohms

Pressestimmen

"Was für ein großartig geschriebener Roman! Bildhaft und sehr detailliert beschreibt die Autorin das entbehrungsreiche Leben der jungen Mathilda."

Blog Lesen und Hören, 01.04.2016

"Wenn ich könnte, würde ich tausend Herzen/Sterne für dieses Buch vergeben, aber leider gibt es nur 5, daher: 5 von 5 Herzen."

Mels Bücherblog, 04.04.2016

"'Winterhonig' ist ein ergreifendes, bewegendes und auch hoch spannendes Zeitzeugnis, das auf ganz bescheidene und fast schon demütige Weise eine durch und durch authentische Geschichte zu erzählen weiß."

Booksection.de, 11.04.2016

"Daniela Ohms lässt den Leser die Zeit des Zweiten Weltkrieges aus der Sicht der Landbevölkerung erleben: das entbehrungsreiche Leben und die ständige Angst. In 'Winterhonig' strickt sie darum eine wundervolle Liebesgeschichte, deren Charaktere deren Charaktere trotz allem nie die Hoffnung verlieren."

Das Neue Blatt, 06.04.2016

"'Winterhonig' hat mich zutiefst berührt, die Veränderungen der Menschen durch den Krieg, die Verluste und der Umgang mit der Familie haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Es ist ein wirklich tolles Werk, das ich nur empfehlen kann."

Dierabenmutti.de

"Daniela Ohms ist eine sehr authentisch wirkende Zeitreise in Romanform gelungen, die den Leser gleichzeitig zu berühren und zu schockieren vermag und die uns den Gedanken, Ängsten und Gefühlen unserer Vorfahren, näher bringt."

Happy-end-buecher.de, 03.05.2016

"Es gibt unendlich viel Literatur über den Zweiten Weltkrieg, die das Leben und Leiden der Bevölkerung beschreibt. Aus diesem Berg ragt das Buch 'Winterhonig' [... ] von Daniela Ohms hervor, das geschickt konstruiert und flüssig geschrieben ist - und das von Menschen aus dem Hochstift Paderborn erzählt."

Westfalen-Blatt, 14.05.2016

"Daniel Ohms gelingt es hier vor allem ein klares Bild der damaligen Zeit zu liefern. Werden sonst eher berühmte Persönlichkeiten beleuchtet, so steht hier die hart arbeitende Arbeiter und Bauernklasse im Vordergrund, die mit den Entbehrlichkeiten des Krieges zurechtkommen müssen."

nicigirl85s Welt (Blog), 23.05.2016

"Eine außergewöhnliche und dramatische Geschichte, die diese Zeitepoche überragend wiederspiegelt."

Baronesslesen (Blog), 24.05.2016

"„Winterhonig“ ist ein wahnsinnig bewegendes und herzzerreißendes Buch. Für diejenigen, die gern Geschichten lesen, die in der Zeit des zweiten Weltkriegs spielen, ist es meiner Meinung nach ein „Must-Read“. Alle anderen – besonders ihr Daniela-Fans da draußen – sollten der Geschichte um Mathilda und Karl zumindest eine Chance geben. Nach wenigen Sätzen könnt ihr Daniela Ohms wunderschönen Worten sowieso nicht mehr entfliehen! Versprochen!"

Blog Tintenmeer, 24.05.2016

"(...) Deshalb ist der gut recherchierte Roman trotz des ernsten Hintergrunds zwar erschütternd und berührend, aber doch hoffnungsvoll."

OWL am Sonntag, 05.06.2016

"'Winterhonig ist ein historischer Roman und damit einer, um den ich normalerweise einen Bogen gemacht hätte. Wem es ähnlich ergeht, der sollte sich das vielleicht noch einmal überlegen - denn Daniela Ohms erzählt die (teilweise wahre) Geschichte so lebendig, einfühlsam und mitreißend, dass man nur begeistert sein kann. Unbedingt ausprobieren!"

back-down-to-earth.de, 13.06.2016

"Eine Geschichte aus dem Krieg, die die dunklen Zeiten bewusst auf Einzelschicksale reduziert, dennoch oder gerade deswegen das Grauen deutlich macht. Sehr lesenswert."

Ruhr Nachrichten, 13.06.2016

"Ein grandioser und bewegender Roman, mit authentischen Charakteren, die direkt aus dem leben gegriffen sind. Der detaillierte und mitreißende Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig lesen und die Geschichte wirkt noch lange nach dem Lesen nach."

Martinas Bücherwelten (Blog), 03.07.2016

"Eine lebensgefährliche Liebe in einer harten, bäuerlichen Welt."

literatopia.de, 21.07.2016

"Die Autorin Daniela Ohms hat die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, in diesem Buch verarbeitet. Es ist eine Lebensgeschichte, die besonders Frauen anspricht."

Iserlohner Kreisanzeiger, 20.08.2016

"ein beeindruckendes, rührendes Stück Zeitgeschichte"

Heilbronner Stimme, 01.10.2016

"Das Königspaar der deutschen Bestsellerliste."

DIE ZEIT, 24.11.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Meine Meinung


Story
Mathilda ist das jüngste von zehn Geschwistern, die auf einem Bauernhof bei Paderborn leben. Schon früh bekommt sie die Härten des bäuerlichen Lebens zu spüren. Einzig Karl, der geheimnisvolle Pferde Dresseur von einem Pferdegestüt in der Nachbarschaft, bringt ein wenig Abwechslung in ihrem oft tristen und harten Alltag. Als die Nazis an die Macht kommen, wird das Leben von Mathilda noch entbehrungsreicher und als der Krieg ausbricht und Karl plötzlich verschwunden ist, steht Mathilda ganz alleine da. Mathilda ist sich nicht sicher, ob Karl vor den Nazis geflohen ist. oder eingezogen wurde. Sie hat niemanden mit dem sie reden kann, denn in dieser Zeit kann man selbst den eigenen Geschwistern nicht trauen.

Schreibstil
Daniela Ohms schreibt in einem leicht verständlichen Schreibstil und der Leser hat wenig Mühe der Geschichte zu folgen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Man kann sich leicht in die zeit und das Leben der Menschen hineinversetzten.

Charaktere
Neben Mathilda und Karl spielen noch eine ganze reihe weiterer Charaktere mit, teilweise historisch echt. Die Autorin schaft es sehr gut mit wenigen Worten einen Charakter leben einzuhauchen so das man leicht mit diesen mitfühlen kann.

Mein Fazit


Das Buch ist mehr als nur die Liebesgeschichte zwischen Mathilda und Karl. Wie der Krieg das Leben der Menschen verändert hat, wie sie unter den Entbehrungen leiden und leben müssen, was es für die Frauen bedeutet wenn ihre Männer an der Front sind und sie keine Nachricht bekommen. Wie tief in die Privatsphäre der Einfluss der Nazis war. All das hat die Autorin sehr schön wiedergegeben. Vieles was die Autorin beschreibt beruht auf waren Fakten. Daniela Ohms hat es meisterlich geschafft, einer Geschichte um Liebe, Entbehrung, Verlust aber auch Hoffnung leben einzuhauchen. Ich vergebe volle fünf von fünf  Sterne  mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

Leseratte69, 18.07.2016

„Winterhonig“ lässt mich tief beeindruckt zurück. Diese mitreißende, lebendig erzählte Geschichte hat mir nicht nur Einblicke in die Lebensumstände der Landbevölkerung im Zweiten Weltkrieg ermöglicht, sondern hat mich auch intensiv an den guten und schlechten Zeiten der Akteure teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!

dorli, 14.06.2016

Hier wird die Geschichte von Mathilda und Karl erzählt. Mathilda begegnet Karl schon als

junges Mädchen von 9 Jahren Anfang der 30iger Jahre. Karl kommt auf das Nachbargut als Pferdeknecht, ins Paderborner Land. Mathilda spürt von Anfang eine Verbindung, zu dem jungen Burschen der aus der Fremde kam. So wird er schnell, zu einer Stütze für ein kleines Mädchen, dass nur eins von 10 Geschwistern ist. Zudem ist sie eine Halbweise. Die Mutter starb, als sie 6 Jahre alt war, und fehlt überall. Von ihrer Freundschaft und Liebe wird hier erzählt. Eine Liebe, die in den Zeiten des Zweiten Weltkriegs kaum eine Chance hatte. Karl verbirgt etwas und flieht nicht nur vor seiner Vergangenheit. Die Angst, auch Mathilda mit ins Unglück zu stürzen, ist immer gegenwärtig. Wie tief ihre Gefühle füreinander wirklich sind, merken sie erst, als der Krieg schon ausgebrochen ist und es keine Zukunft mehr für sie geben kann.

Mathilda und Karl halten per Post Kontakt zueinander. Auf diesem Wege erst erfährt der Leser aus berührenden Briefen von der jeweiligen Vergangenheit der Zwei. Zeitangaben vor jedem Kapitel erleichtern das hin und her springen zwischen den Zeiten. Mal spielt die Geschichte im Jahre 1933 und dann wieder im Kriegsgeschehen 1940/41. Davon wie sie sich kennenlernten, wie Karl sein Leben verlaufen ist und wie sich ihr Alltag gestaltete, erzählen die Briefe. Man lernt sie immer besser kennen und verstehen. Auch begreift man schnell, wie hart das Leben für die Menschen damals war. Mit Karl ist man direkt im Krieg dabei und erlebt die Schrecken hautnah. Mathilda erzählt davon, wie schwer das Leben als jüngste von 10 Kindern gewesen ist. Wie schwer es gerade für die Frauen war, den Betrieb auf dem heimischen Bauernhof am Leben zu halten. Die Brüder waren ja alle im Krieg und der Vater für die Feldarbeit eigentlich schon zu alt. So bleibt alles an den Frauen hängen. Daniela Ohms beschreibt das Leben eindrucksvoll und authentisch. Es fällt schwer, das Buch überhaupt mal aus der Hand zu legen. Allerdings ist es auch nicht immer einfach zu lesen und Taschentücher sollten schon bereitstehen. Der Krieg wird mit seiner ganzen Grausamkeit genauso geschildert wie die heiteren Tage. Den auch diese gab es für Mathilda und Karl und auch für die Geschwister von Mathilda. Mir hat Winterhonig sehr gut gefallen, ich konnte gut mit den Protagonisten mitfiebern, trauern und bangen. Aber auch lachen und hoffen. In schweren Zeiten wachsen die Menschen zusammen und die Werte verändern sich. Auch hier ist dies deutlich zu spüren. Die Autorin hat genau die richtigen Worte gefunden, um diese wundervolle Geschichte einer großen Liebe richtig zu erzählen.
Karin Speck, 24.05.2016

Eine absolute Leseempfehlung für LeserInnen guter historischer Romane!!!

Mein Fazit:

Ein sehr spannender, berührender, informativer und auf einer wahren  Lebenserinnerung der Großmutter der Autorin beruhender historischer Roman, der inhaltlich und stilistisch seinesgleichen sucht; gut recherchiert ist, authentisch - und viele Gefühle der Trauer, aber auch der Hoffnung beim Leser hervorzurufen vermag: Dafür gibt es von mir 5 Sterne am Bücherfirmament und 100° auf der "Histo-Couch" mit einer klaren Leseempfehlung sowie einem großen Dank an die Autorin und den Verlag!
Ein sehr persönliches Nachwort gibt Aufschluss über real vorkommende historische Personen und Abgrenzung zu fiktiven Romananteilen: Auch sei auf die HP der Autorin hingewiesen, da sich dort weitere interessante Hintergrundinformationen zum Buch finden!

Sagota, 17.05.2016

Mal wieder hatte ich das Glück, dass ich dieses Buch in einer Leserunde mit regem Austausch lesen durfte. Hier

gab es viel zu diskutieren!

Mit unglaublichem Tiefgang gelingt es Daniela Ohms die Ereignisse ihrer eigenen Familie mit fiktionalen Ereignissen zu einem sehr berührenden Ganzen zu verknüpfen. Sie schildert die Schrecken der „dunklen Zeit“ in Deutschland und verbindet diese mit ganz normalen Menschen wie du und ich. Mit großer Dringlichkeit wird dem Leser vor Augen geführt, wie grausam diese Zeit war, die aber Gott sei Dank auch ihre Höhepunkte und Glücksmomente hatte. Die Meisten von uns können sich heutzutage schwerlich vorstellen, was es heißt, immer mit der Angst zu leben entdeckt zu werden um abgeführt  zu werden, ja sogar Todesängste ausstehen zu müssen.

Karl meistert dieses Leben zumindest an der Oberfläche mit Bravour und gibt der kleinen Mathilde das Gefühl geliebt zu werden. Was der Krieg später aus dieser Liebe macht, ist schier unvorstellbar. Karl behütet und liebt Mathilde sein ganzes Leben, was ihm die Kraft gibt, die unsagbaren Grausamkeiten durchzustehen. Rund um diese zarte Liebesgeschichte schildert die Autorin in einer fantastischen Anschaulichkeit das Leben der Familien im Umkreis, dass man als Leser die Lust verspürt, in seiner eigenen Familie nachzuforschen und die eigene Geschichte zu entdecken oder zumindest sein eigenes Glas Winterhonig zu kreieren ...

Liebe Daniela, ich hoffe, wir hören bald mehr von dir. Von mir bekommt das Buch an dieser Stelle die absolut höchste Punktzahl und eine eindringliche Leseempfehlung.

engi, 15.05.2016

"Winterhonig" ist ein Roman, der mir wirklich unter die Haut ging. Natürlich ist

bekannt, was in Nationalsozialismus in Deutschland geschehen ist und dennoch empört und schmerzt es mich immer wieder erneut, da ich hilflos lesen muss, wie barbarisch und menschenunwürdig Menschen reagieren und agieren. Meine größte Angst ist oft, ob ich selbst meine Werte beiseitelegen würde und Befehle ausführen würde, um mein eigenes Leben zu retten und einem anderen zu schaden? "Winterhonig" verdeutlicht wieder einmal, dass Leben nichts wert ist und seine eigenen Werte auf der Strecke bleiben werden, wenn andere über uns bestimmen. Vielleicht gibt es Einzelne wie Karl, der immer noch menschlich bleibt und trotz der Schrecken eines Krieges an der Liebe festhalten kann. Mir hat es imponiert und gleichzeitig mein Herz ganz weit geöffnet für die Liebe zwischen ihm und Mathilda.

Von der Autorin habe ich schon mehrere Bücher unterschiedlicher Genre gelesen und auch im historischen Bereich hat sie mich restlos überzeugen können. Wenn auch in "Winterhonig" vieles an Gräueltaten umschrieben werden, ist es doch die Liebesgeschichte, die mich fesseln und beeindrucken konnte. Ein Buch voller Wahrheiten und dennoch mit genügend Wärme um zu überzeugen. Eine wundervolle Story letztendlich, die zwar schmerzlich bewegt, aber eben auch ganz deutlich aufzeigt, wie wichtig ein Halt im Leben ist, um überleben zu können oder unserem Leben einen Sinn zu geben.

Eine Zeit, in der ich mich nicht mehr behaupten muss und die dennoch aufzeigt, wie tief das Leid von Männern und Frauen ist, die sich verlieben, obwohl darauf Todesstrafe ausgesprochen wurde. So ganz utopisch ist dies nicht, wenn ich mir das aktuelle Weltgeschehen ansehe, denn in manchen Ländern dieser Welt scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, was wir in unserer westlichen Kultur nicht verstehen können. Wenn wir aber die Zeiten des Krieges und der Nachkriegszeit betrachten, dann ist Deutschland auch nicht anders gewesen, als das, was uns aus den Medien der heutigen Zeit entgegenspringt. Auch wir waren nicht offen für Verbindungen anderer Rassen, ungewollten Schwangerschaften oder Ehebruch.

"Winterhonig"  stimmt nachdenklich und präsentiert trotzdem sehr viel an Schönheit, die von der Autorin hervorragend verarbeitet wurden. Ich möchte definitiv eine Leseempfehlung aussprechen, da ich das Buch am liebsten nie beendet hätte, da mir die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind.
"Winterhonig" hat sehr viel Potential, um sich zu einem absoluten Lieblinsgbuch zu entwickeln.

Mel.E, 14.05.2016

Dieser Roman ist für mich ein Lesehighlight im Jahr 2016. Er ist gut recherchiert und bringt die Geschichte

eines Lebens und einer Liebe hervorragend zur Geltung. Ich empfehle ihn allen Lesern, die realistische Erzählungen mit lebensechten Charakteren und menschlichen Verhaltensweisen mögen. Die sich für Geschichte interessieren und die den Reiz einer besonderen, einzigartigen Beziehung nachvollziehen möchten. Sehr positiv ist hier anzumerken, dass dieses Buch sowohl für junge als auch für ältere Leser ansprechend ist, die einen werden sich in den Empfindungen wiederfinden, die anderen in den Ereignissen.  
 

jenvo82, 10.05.2016

So ist das mit dem Krieg. Niemand kommt ohne Spuren zurück, auch wenn sie noch so sehr glauben,

Helden zu sein.“ (Zitat Winterhonig, Seite 17)

„Winterhonig“ entpuppte sich als überraschendes Buchgeschenk, das mich nach dem Lesen des Klappentextes bereits sehr neugierig hat werden lassen auf die Geschichte um Mathilda und Karl, da ich es spannend fand, dass die Autorin Daniela Ohms hier in weiten Zügen, die Lebensgeschichte ihrer eigenen Großmutter erzählt. Eine Lebensgeschichte, die mich sehr an die meiner Großeltern erinnert hat, denn auch die Vorfahren meiner Großmutter stammten aus dem Paderborner Land, selbst wenn es deren Eltern schließlich in die Stadt verschlug und meine Großmutter in den Wirren des 2. Weltkriegs lediglich an den Wochenenden dorthin reiste, um dort ein wenig Ruhe zu finden vor den ständigen Bombenangriffen in Dortmund. Mein Großvater war dagegen, wie auch Karl und Joseph in diesem Roman, ein einfacher Soldat und hat die Schrecken des Krieges in all seinen Facetten am eigenen Leib zu spüren bekommen. Diese Schrecken waren so traumatisch für ihn, dass er es Zeit seines Lebens vorzog, nicht darüber sprechen zu wollen. Auch wenn Daniela Ohms Roman „Winterhonig“ natürlich ausgeschmückt wurde durch einige fiktive Akteure, die der Ausgangsstory ihrer Großmutter hier und da vielleicht mehr Dramaturgie verleihen sollten, ist es dennoch eine Geschichte, die die Zeit kurz vor und während des zweiten Weltkriegs sehr realistisch darstellt. Mann kann sich sehr gut in das Heldenpaar und deren Gefühlswelt hineinversetzen und ich fühlte mich beim Lesen dieses Romans schließlich nicht nur dem Heldenpaar nahe, sondern auf eine gewisse Art und Weise auch meinen bereits verstorbenen Großeltern, weil die Autorin die Geschehnisse der damaligen Zeit nicht nur sehr bildhaft schildert, sondern auch ihre übrigen Beschreibungen von Land und Leuten authentisch wirken. Die Geschichte von Mathilda und Karl entwickelt sich im Laufe mehrerer Jahre; allerdings werden manche Erlebnisse der Protagonisten in Rückblenden erzählt, um das besondere und innige Verhältnis das die beiden zueinander aufgebaut haben, zu verdeutlichen. Zudem finden sich einige Briefwechsel des Heldenpaars in diesem Roman, die mich sehr berührt haben beim Lesen und mich immer tiefer haben auftauchen lassen in die Geschichte. Was es mit Karls Geheimnissen auf sich hat, kann man sich eigentlich schon recht früh denken; umso bemerkenswerter i. sein Weg, d. er trotz vieler Schicksalsschläge geht oder vielmehr gehen muss, ohne jedoch daran zu zerbrechen. Auch wenn Karl, laut des Nachwortes der Autorin leider nur ein fiktiver Romancharakter ist, gab es doch auch i.d. Realität viele Männer wie ihn, die sich aus Angst vor Verfolgung, i. Soldatenheer

bookwormlemmi/Happy End Bücher.de, 04.05.2016

Diese Geschichte verspricht so viel: Liebe, Schicksal, historische Rahmenhandlung - ich freue mich so sehr auf das

Buch!

jenvo82, 22.04.2016
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