Verlagsgruppe Droemer Knaur



Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin

9783426425732
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E-Book, Droemer eBook
27.08.2014, 592 S.

ISBN: 978-3-426-42573-2
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Roman

Asien im 15. Jahrhundert: In einer Zeit der Männer greifen zwei Frauen nach der Macht.

Die Geschichte Chinas und der Mongolei wurde durch die geprägt: Manduchai, Königin der Mongolen, Wan, die wahre Herrscherin auf dem Drachenthron.

Sie sind die mächtigsten Herrscherinnen ihrer Zeit - zu einem hohen Preis:
Manduchai muss sich gegen ungeheure Widerstände bis an die Spitze der Mongolenheere kämpfen. Ihr gefährlichster Rivale dabei ist ausgerechnet ihre große Liebe. Doch es gelingt ihr, und sie kann das Volk Dschingis Khans noch einmal zur alten Größe führen.
Wan war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, ehe sie in den Rang der kaiserlichen Konkubine Aufstieg und zur wahren Herrscherin Chinas wurde. Trotzdem musste sie tagtäglich um die Gunst des Kaisers gegen Eunuchen, Minister, Kriegsherren und junge schöne Rivalinnen kämpfen. Doch erst in Manduchai erkennt sie die ebenbürtige Gegnerin, die ihr gerade geformtes Reich gefährdet. So gibt sie den Neubau der total verfallenen großen Mauer in Auftrag.
Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege, nach Jahren des Mordens gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liebt, ob das Töten weitergeht ...

Die Autorin

Tanja Kinkel

Portrait von  Tanja Kinkel

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und...

zur Autorin Bücher von Tanja Kinkel

Pressestimmen

Gut recherchiert und unterhaltsam - ein Tipp für alle, die mal über Europa hinausschauen wollen.

freundin, 10.09.2014

Ein farbenprächtiges Panorama der damaligen Zeit, voller Spannung und Verwicklungen, starken Figuren und einem atemberaubenden Schauplatz. Tanja Kinkel beweist erneut, warum sie zu Deutschlands führenden Autorinnen des historischen Romans zählt. "Manduchai" lässt einen begeistert zurück.

www.denglers-buchkritik.de, 22.09.2014

Was ist eigentlich in diesem Fall wichtiger? Der Mord im Grönenbacher Schloss oder die Altusrieder Hochzeit von Kluftigers Sohn Markus und seiner japanischen Braut Yumiko? Für Klüpfel/Kobr ist beides wichtig und sie verzahnen beides mit hintergründigem Humor, wie es in ihrem Metier nur wenige vermögen.

Augsburger Allgemeine, 20.09.2014

Ein farbenprächtiges Panorama der damaligen Zeit, voller Spannung und Verwicklungen, starken Figuren und einem atemberaubenden Schauplatz. Tanja Kinkel beweist erneut, warum sie zu Deutschlands führenden Autorinnen des historischen Romans zählt. "Manduchai" lässt einen begeistert zurück.

Denglers-Buchkritik.de, 22.09.2014

Fazit: Ein vorbildlicher historischer Roman. Ohne Schmalz und Pathos klug und nüchtern erzählt, fesselnd und aufschlussreich.

Buchkultur (A), Oktober / November 2014

Gut recherchiert und wie immer mit künstlerischer Freiheit spannend erzählt von der Bestsellerautorin Tanja Kinkel.

BRIGITTE, Oktober, 22/2014

Mit unbändiger Lust und großem Einfühlungsvermögen taucht Kinkel in die zentralasiatische Welt Mitte des 15. Jahrhunderts ein. So wie sie das Leben und Wirken zweier Frauen in einer patriarchalisch geprägten Epoche schildert, bereitet sie uns ein großes Lesevergnügen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 01.10.2014

"Ein großartiger, historischer Roman, fernab der gut eingewanderten Wege europäischer oder amerikanischer Geschichte, die schon so oft erzählt wurden."

Papiergeflüster , 08.10.2014

"Lebhaft, spannend, ja faszinierend. Kinkel eben."

Hitradio RT1, 23.10.2014

"Ein fesselnder Schmöker, in dem sich Drama, spannende historische Details und faszinierende Frauenfiguren zu einer starken Story verbinden."

Petra, 01.12.2014

"Ein lohnenswerter Lese-Ausflug."

Ruhr-Nachrichten, 10.11.2014

"ideales Herbstbuch zum Wegschmökern"

Morgenpost am Sonntag (Dresden), 23.11.2014

"Ungewöhnliche Geschichte mit einem exotischen Schauplatz"

OWL am Sonntag, 16.11.2014

"unterhaltsamer historischer Roman"

buchrezicenter.de, 30.09.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Manduchai – Die letzte Kriegerin, von Tanja Kinkel

 

Cover bzw. Schutzumschlag:

Wunderschön. Aus dem schwarzen Hintergrund sehen wir ein kleines Kind das aus einer Schale Milch trinkt. Der Schriftzug, des Titels ist schön geschwungen und der Namenszug der Autorin glänzt in Gold.

 

Inhalt:

Asien im 15. Jahrhundert, China und die Mongolei.

Geboren in völliger Machtlosigkeit, steigen zwei Frauen unabhängig voneinander, jeweils in ihrem Land, zur höchsten Macht auf.

Was ist es, das ihnen dazu verhilft?

Ein unbeugsamer Wille? Die Liebe zu ihrem Volk? Die Gabe, eigene Wünsche, ja sogar die Liebe hinten an zu stellen? Klugheit und visionäre Gedanken?

Wohl von allem etwas!

Und so dürfen wir in diesem Epos den schweren und steinigen Weg der beiden Frauen begleiten.

 

Meine Meinung:

Ein unglaubliches Epos.

Beim Lesen konnte ich in eine wunderbare und doch fremde Welt eintauchen.

Eine Welt mit einer teilweise so ganz anderen Denkweise. Vor allem die politische Hierarchie und wer jetzt wann gegen wen und warum…, konnte ich nicht immer nachvollziehen.

Aber es war einfach phänomenal die beiden Frauen zu begleiten. Zu sehen wohin der Wille, es besser zu machen, führen kann. Vieles war hart und unverständlich und nicht mit unseren heutigen Werten zu messen, und doch stieg eine Hochachtung vor beiden Frauen in mir, bei der ich mir gedacht habe solch ein Rückgrat und solch einen festen und unbeugbaren Willen (zum Guten) sollte es auch heute noch öfters geben.

 

Der Schreibstil ist einfach mitreißend, informativ, emotional, oder dramatisch, ganz genau so wie er für das jeweils erzählte sein muss. Es entstehen Bilder und Handlungen in meinem Kopf wie wenn ein Film vor mir abläuft oder ich mitten drin wäre.

 

Autorin:

Tanja Kinkel, geb. 1969 in Bamberg, studierte in München. Ihre Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt.

 

Mein Fazit:

Ich bin absolut fasziniert von dem Buch und es hat absolut alles was ein historischer Roman braucht. Eine brillant erzählte Zeitepoche, mit außergewöhnlichen Personen und Charakteren.

Von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

Gelinde, 02.08.2016

Unter Dschingis Khan waren die Mongolen ein großes Volk. Nun, ungefähr zweihundert Jahre später, ist

davon nicht viel geblieben. Stammesfehden haben zur Zersplitterung geführt. Manduchai von der Choros-Sippe kämpft sich in einer Männerwelt an die Spitze und sorgt dafür, dass die vereinten Stämme noch einmal mächtig werden.

Ihre Gegenspielerin im nahen China ist Wan, die von der Kinderfrau zur mächtigen kaiserlichen Konkubine wird. Auch sie muss sich gegen viele Gegner durchsetzen.

Der Werdegang der beiden Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein, dennoch haben sie Gemeinsamkeiten. Sie sind beide klug, ehrgeizig und vorausschauend in ihren Bemühungen. Als sich die beiden Frauen nach langen Jahren des Kämpfens und Tötens gegenüberstehen, wissen sie, dass es an ihnen liegt, ob der Krieg weitergeht, der ihnen so viel abverlangt hat.

Ich liebe historische Romane, ganz besonders jene, die uns nicht nur in eine andere Zeit, sondern auch noch in fremde Länder entführen. Dieser Roman um zwei ungewöhnlich und sehr beeindruckende Frauen hat mich begeistert. Tanja Kinkel gelingt es wunderbar, historische Personen mit fiktiven Figuren zu verbinden und eine interessante und spannende Geschichte daraus zu bilden. Wir erfahren sehr viel über die Tradition und Kultur der Völker und erleben uns sehr fremde Sitten und Gebräuche.

Alle Charaktere wirken sehr lebendig und glaubhaft. Besonders aber imponieren Manduchai und Wan, die sich in einer Männerwelt zu behaupten wissen und mit Geschick und Beharrlichkeit an die Macht bringen. Eine wichtige Figur ist der Chinese Ma Jing, der als Geisel zu den Mongolen kommt und Lehrer für Manduchai wird. Doch er sitzt zwischen zwei Stühlen. Einerseits ist da die Freundschaft zu Manduchai und ihrem Vater Tsorokbai-Temur, andererseits liebt er seine Heimat und fühlt sich ihr verbunden. Er wird zum Bindeglied zwischen Manduchai und Wan.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen; mit seiner bildhaften Sprache passt er allerdings sehr gut zu der asiatischen Geschichte.

Dieses Buch ist ein absolutes Highlight und ich kann es nur empfehlen.

leseratte1310, 05.07.2016

Die Geschichte Asiens finde ich interessant und faszinierend und bin deshalb immer auf der Suche nach Romanen, die mich
in das vergangene Asien entführen. Tanja Kinkel hat im letzten Jahr anlässlich einer Lesung ein bisschen über dieses Buch erzählt und da stand für mich schon fest, dass ich es unbedingt lesen möchte.
Anfangs musste ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnen, denn Tanja Kinkel hat eine ganz besondere Sprache. Sie erzählt sehr „dicht“ und hat zwischen den Zeilen viele kleine Kostbarkeiten versteckt. So habe ich sehr langsam gelesen, weil ich nichts davon verpassen und diese wunderbare Art zu erzählen ganz bewusst genießen wollte.
Die Mongolei ist für mich historisches Neuland und es war wahnsinnig fesselnd, so viel über dieses Volk und seine ganz eigene Lebensart zu erfahren.
Die Geschichte beginnt mit der kleinen Manduchai und das kleine Mädchen hat sich mit ihrer Klugheit und ihrem Humor schnell einen Platz in meinem Herzen erobert. Schon als Kind begegnet sie der Dame Wan und auf eine besondere Weise ähneln sich die Lebenswege der beiden „großen“ Frauen. Ich darf sie einige Jahre begleiten und miterleben, wie sie sich zu einer großartigen Persönlichkeit entwickelt, die an ihren Aufgaben wächst und viel Gutes für ihr Volk tut.
Tanja Kinkel beschreibt intensiv und mit viel Feingefühl, ich bin regelrecht eingetaucht in diese mir so fremde Welt. Es gibt viele Szenen, die auf eine einzigartige Weise emotional sind. Es gibt so viele Szenen, die atemraubend spannend sind. Und es gibt so viele Szenen, die mich staunen und lächeln lassen. Ich erfahre so viel, so viel erstaunliches, so viele Feinheiten und Kleinigkeiten, die aber diese Geschichte so besonders machen. Ich habe den Text regelrecht aufgesaugt und die Bilder in meinem Kopf genossen. Ich habe mir einige Weisheiten aufschreiben müssen, damit ich sie nach Lust und Laune immer wieder lesen kann: „Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt, doch nur ein Narr tut, was er nicht lassen kann, wo der Weise lässt, was er nicht tun kann“ (S. 150). Nicht nur die Chinesen verstanden sich auf das Schmieden von Worten, Tanja Kinkel schreibt so kluge und kunstvolle Sätze, ich musste immer wieder inne halten, um sie zu verinnerlichen und zu genießen.
Es ist ein bisschen schade, dass so großartige Persönlichkeiten wie Manduchai hier kaum bekannt sind. Um so glücklicher bin ich über dieses fantastische Buch, mit dem Tanja Kinkel Manduchai ein würdiges Denkmal gesetzt hat!
Martina Meyen, 30.11.2014

Im 15. Jahrhundert in Asien wurden zwei Frauen geboren, die von ihrem Stand her eigentlich gar nichts zu sagen haben./> Doch beide entscheiden ihre eigenen Völker besser führen zu können als die Männer.
So wird Wan die Herrscherin von China und Manduchai die Königin der Mongolen.
Die Wege der beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, aber auf beiden Seiten herrschen die Intrigen und Kriege vor.
Aber dann nach etlichen Jahren der Kriege treffen die beiden Herrscherinnen aufeinander, sie Wissen das es nun in ihren Händen liegt ob die Kriege weitergehen oder endlich Frieden zwischen den beiden Völkern einkehrt.

Wieder ein neues Buch der Autorin Tanja Kinkel.
Dieses Buch hier spielt in der Mongolei und China.
Auf der einen Seite gibt es da die Nachfahren von Dschingis Khan und auf der anderen die Chinesen die das Land das sie China nennen erobert haben.
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, allerdings habe ich irgendwie keinen Zugang zum Buch gefunden was ich sehr Schade finde. Aus diesem Grund habe ich mir auch Zeit gelassen um eine Rezension zu schreiben und habe dem Buch nochmal eine Chance gegeben, doch gebracht hat es leider nichts.
Die Handlung an sich hätte mich wirklich sehr interessiert und aus diesem Grund habe ich auch zu dem Buch gegriffen.
Der Erzählstil an sich hat mir gut gefallen und es war auch gut gelöst wie von den verschiedenen Seiten erzählt wurde, denn es war abwechseln und nicht bunt gemischt.
In wie weit der Spannungsbogen erhalten war, weiß ich leider nicht da ich bei gut der Hälfte das Buch weggelegt habe.
Alles handelnden Figuren waren sehr gut beschrieben und man konnte sich diese währen des Lesens auch sehr gut vorstellen.
Die Handlungsorte waren auch so beschrieben dass man sich etwas darunter vorstellen konnte.
Woran es lag, dass das Buch mich nicht in seinen Bann ziehen konnte, weiß ich nicht. Leider kann ich dem Buch nicht mehr als drei von fünf Sternen geben, was mir ehrlich sehr Leid tut.
Rebecca Kiwitz, 18.11.2014

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein
weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging es mir bisher durch die Lappen.
Tanja Kinkel ist es gelungen mich mit Manduchai schon recht schnell abzuholen. Der Schreibstil, für manch einen vielleicht teilweise zu ausführlich, aber ich finde, dass es genau das ist was unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht. Gerade wenn man mit der Epoche und der Region nicht so bewandert ist, bekommt man alle notwendigen Informationen in diesem Buch frei Haus geliefert.
Die Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass es einem leicht fällt sich in sie hinein zu versetzen. Besonders die Figuren sind so fein gezeichnet und so glaubhaft, dass sie schnell ihr Eigenleben beginnen. Und selbst wenn man das Buch beiseitelegt, denkt man immer wieder über die Handlung nach, über die Figuren und wie sie damals gelebt haben müssen. Es ist nicht nur ein Buch, das eine Fiktion erzählt, sondern eher ein Buch das einem die Geschichte der Mongolen und der Chinesen zu dieser Zeit näher bringt.
Mit diesem Buch hat mich Tanja Kinkel als Fan gewonnen.
All denen die sich nicht nur Unterhalten lassen wollen, sondern auch etwas aus der Geschichte lernen wollen, kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.
Thomas Jessen, 13.11.2014

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein
weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging es mir bisher durch die Lappen.
Tanja Kinkel ist es gelungen mich mit Manduchai schon recht schnell abzuholen. Der Schreibstil, für manch einen vielleicht teilweise zu ausführlich, aber ich finde, dass es genau das ist was unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht. Gerade wenn man mit der Epoche und der Region nicht so bewandert ist, bekommt man alle notwendigen Informationen in diesem Buch frei Haus geliefert.
Die Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass es einem leicht fällt sich in sie hinein zu versetzen. Besonders die Figuren sind so fein gezeichnet und so glaubhaft, dass sie schnell ihr Eigenleben beginnen. Und selbst wenn man das Buch beiseitelegt, denkt man immer wieder über die Handlung nach, über die Figuren und wie sie damals gelebt haben müssen. Es ist nicht nur ein Buch, das eine Fiktion erzählt, sondern eher ein Buch das einem die Geschichte der Mongolen und der Chinesen zu dieser Zeit näher bringt.
Mit diesem Buch hat mich Tanja Kinkel als Fan gewonnen.
All denen die sich nicht nur Unterhalten lassen wollen, sondern auch etwas aus der Geschichte lernen wollen, kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.
Thomas Jessen, 13.11.2014

Mit diesem Buch hat Tanja Kinkel es geschafft, eine lange zurückliegende Zeit lebendig zu machen. Sie zeigt, dass auch
im 15. Jahrhundert starke, unabhängige Frauen ihren Weg gemacht haben und die Geschichte beeinflussen konnten. Mit dieser spannenden Geschichte schaffte sie es, die Verbindung zwischen zwei Frauen und zwei unterschiedlichen Lebensweisen herzustellen. Ich habe dieses Buch kaum aus der Hand legen können, so faszinierend war die Geschichte für mich. Wie aus einem Kind eine erwachsene Frau wurde und welchen Einfluss Manduchai auf die Geschichte Ihres Volkes nehmen konnte, ist einfach eine faszinierende Geschichte geworden. Zudem ist für mich auch nochmal wieder deutlich gemacht worden, dass Kriege unnötig sind und ein Miteinander unterschiedlicher Völker und Menschen möglich ist - sofern der Wille dazu da ist...
Marion Jessen, 03.10.2014

Es wird von Beginn an eine sehr schöne aber auch fremde Atmosphäre aufgebaut. Die Personen werden teils behutsam,
teils rasant entwickelt und im Verlauf des Buches sehr gut zueinander in Beziehung gebracht. Die Handlung ist sehr dicht und teilweise vorwärts drängend. Manche Szenen wünscht man sich länger, ist dann aber doch froh, dass es weiter geht.
Dirk Neumann, 03.10.2014

Manduchai wird 1448 in der Mongolei geboren. Aufgezogen wird sie von einem chinesischen Eunuchen. Als Zweitfrau des
Manduul Khan, nach Schicksalsschlägen wie die Ermordung ihres Kindes und einer unerfüllten Liebe, wird sie zur Anführerin der mongolischen Stämme.
In China wird Wan Zhen'er zur Kinderfrau des kaiserlichen Kronprinzen. Nach einem Angriff der Mongolen wird der Kaiser gefangen genommen und sie muss das Kind beschützen. In ihrem Streben nach Macht wir sie später die Konkubine ihres Schützlings. Der Lebensweg von Wan Zhen'er und der von Manduchai kreuzen sich immer wieder im Laufe der Zeit, doch sehen sich beide als Gegnerinnen.
Tanja Kinkel hat für ihr Buch sehr gut recherchiert und zwei faszinierende Frauenbilder gezeigt. Das Buch gibt einen tiefen Einblick in die Mongolei und das China des 15. Jahnhundert. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, so dass ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen habe. Auch wenn viele Charaktere sehr im Detail beschrieben werden, wird das Buch nie langatmig. Manduchai ist ein Roman über zwei starke Frauen und ihren steinigen Weg zur Macht. Ich finde den Roman absolut lesenswert.
Sandra Redlich, 17.09.2014

Macht, Intrige und Verrat, Freundschaft und Liebe –all dies ist in Tanja Kinkels neuestem Roman „Manduchai“
enthalten. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen in China des 15. Jahrhunderts, die – jede auf ihre Weise – das Schicksal ihres Volkes lenken.

Die Titelheldin Manduchai wächst auf mit den Traditionen ihres Volkes, den Mongolen. Ihr Bruder fällt am Tag ihrer Geburt einem Unglück zum Opfer, woraufhin ihr Vater sie wie den verlorenen Sohn erzieht und in die Kriegskunst einweiht. Das Vorbild des Urvaters Dschingis Khans ist allgegenwärtig, jedoch zerbricht die Einigkeit, die er einst unter den Sippen herbeigeführt hatte, nach und nach. Dies beeinflusst auch Manduchais Werdegang. Sie übernimmt die Pflege und Erziehung des letzten direkten Abkömmlings Dschingis Khans und führt als seine Khatun die mongolischen Sippen wieder zusammen. Sie scheut nicht davor zurück, mit ihren Kriegern zu reiten, um ihre Ziele zu erreichen. Dabei beweist sie nicht nur auf dem Schlachtfeld strategisches Geschick. Der Preis, den sie für ihren Erfolg bezahlen muss, ist der Verlust ihrer großen Liebe.

Wan Zhen’er, 20 Jahre älter als Manduchai, wächst als Tochter einer adeligen chinesischen Familie auf und wird zur Kinderfrau des Kronprinzen. Als dessen Vater, der Kaiser, bei einem Angriff auf die Mongolen gefangen genommen wird, tut sie alles, um den Thronfolger in Sicherheit zu bringen und damit auch ihr Leben zu schützen, als die Kaiserinwitwe und deren Berater beschließen, den Onkel des Thronfolgers zum Herrscher zu machen. Durch ihr Tun wird ihr Schützling schließlich doch zum Kaiser ernannt und sie wird zu seiner Konkubine, die es durch ihr Ränkespiel sogar schafft, dessen legitime Ehefrau aus dem Weg zu räumen. Sie bleibt zeitlebens die engste Vertraute des Kaisers und durch ihr strategisches Denken lenkt sie ihn und das Schicksal der Chinesen genauso, wie Manduchai es bei den Mongolen tut.

Die Verbindung zwischen den beiden Frauen stellt der chinesische Eunuch Ma Jing dar. Zunächst im Dienst des Kaisers gerät er bei dessen Niederlage in mongolische Gefangenschaft und wird auf diese Weise zu Manduchais Aufpasser und Erzieher. Beim ersten Zusammentreffen der beiden Frauen ist Manduchai noch ein Kind. Viele Jahre später, als Manduchai bereits die Kriegerkönigin ist, treffen die beiden wieder aufeinander und entscheiden über das weitere Zusammenleben der Chinesen und Mongolen.

Das wirklich Interessante an diesem Buch ist der Einblick in die Geschichte Chinas und der Mongolei im 15. Jahrhundert. Die Existenz der beiden Hauptdarstellerinnen ist historisch belegt, auch wenn das eine oder andere Detail sicherlich der kreativen Ader der Autorin zuzuschreiben ist. Die erste Hälfte des Buches liest sich sehr leicht, in der zweiten Hälfte gibt es meiner Meinung nach einige Längen. Hier werden Intrigen und Personen im Detail beleuchtet, die für den Hauptstrang der Geschichte nic
Elina Stoll, 10.09.2014

Es ist eine bewegende und schön zu lesende Geschichte über zwei starke Frauen, die sich in einer Welt voller Intrigen
und Kämpfen ihren Platz sichern müssen.

Einerseits ist dort die Chinesin Wan am Hofe der verbotenen Stadt und auf der anderen Seite Manduchai, eine junge Mongolin, die “in die Höhe strebende”. Zudem sind die Handlungen der Personen wirklich nachvollziehbar dargestellt.

Tanja Kinkel hat es wieder geschafft, historische Fakten und Personen spannend zu verpacken, so dass man sich nur wünschen kann, genügend Zeit zu haben, da man das Buch eigentlich nicht zur Seite legen will.

Fazit: Den Lebensweg der beiden Frauen folgen zu können lohnt sich!
Silke Hußmann, 04.09.2014

Die Geschichte Manduchais beginnt mir ihrer Geburt. Am selbigen Tag wird ihr Bruder durch einen Geier getötet. Als
nunmehr einziges Kind wächst Manduchai bewacht und erzogen von einem gefangen genommenen Eunuchen auf. Sie entwickelt ihre eigene sehr klare und logische Sicht auf Dinge. Sie hinterfragt Handlungen, Taten und Gegebenheiten aber auch ausführlich bei sich selbst.
Manduchai wird die zweite Gattin des Manduul Khan und beginnt ab hier offensichtlich taktisch und berechnend zu handeln. So versucht sie gleich zu beginn ihrer Ehe mit Manduul Khan ein freundschaftliches und vertrautes Verhältnis zu seiner ersten und absichtlich vernachlässigten Gemahlin Jeke Chabartu und seinen beiden Ziehtöchtern aufzubauen.
Klug und berechnend findet Manduchai Wege ihren Gatten zu marionettieren und ihre Meinungen immer mehr durchzusetzen. Dieses aufgebaute Verhältnis wird jäh unterbrochen, als Manduchai durch ihre Abwesenheit für den Tod ihres und Manduul Khan ersten Sohnes verantwortlich gemacht wird.
Ihr Dasein beschäftigt sich immer mehr mit der Erziehung des letzten lebenden Nachfahrens Dschingis Kahns, Batu Möngke. Innerhalb der Sippe schienen Batu Möngkes letzte Tage bedingt durch eine Behinderung bereits gezählt. Mit viel Einsatz erzielte Manduchai wesentliche Fortschritte in seiner Entwicklung und nutzte schließlich die Möglichkeit einer Heirat mit ihm, um so die wirkliche Macht über ihre Sippe zu haben und ihrem Ziel - dem Frieden etwas näher zu kommen.

Parallel strebt in der verbotenen Stadt die Kinderfrau des chinesischen Kronprinzen Wan Zhen‘ er nach deutlich mehr Macht und Einfluss als ihr als Kinderfrau nun mal zugeschrieben ist.
Zahlreiche Intrigen sind nötig um letztlich als Gattin an der Seite ihres ehemaligen Schützlings an die ersehnte Macht zu kommen. Dennoch muss Wan ständig erfolgreich weiter um die Gunst ihres Kaisers gegen die Minister und jüngere Rivalinen kämpfen.
Die erste tatsächliche Rivalin erkennt sie in Manduchai und zum Schutze der wiedererlangten Einheit ihres Volkes gibt sie den Neubau der großen Mauer in Auftrag.

Nach jahrelangen Machtkämpfen stehen sich Manduchai und Wan gegenüber. Bei Tee schließen sie ein Abkommen für ihrer beiden Lebenszeit.


In dem Roman „Manduchai“ der Autorin Tanja Kinkel wird der Leser ins 15. Jahrhundert nach Asien zu den Machtkämpfen zwischen den Mongolen und Chinesen geführt.

Auf knapp 600 Seiten begleitet der Leser das Leben zweier unterschiedlicher Frauen und ihrer Anhänger an ihre jeweilige Macht. Die Recherche für dieses Buch scheint sehr umfangreich gewesen zu sein. An keiner Stelle kommt man ins Straucheln, alles liest sich flüssig und man fühlt sich sehr gut in die Geschichte ein. Das Wissen über diese damalige Zeit ist nach dem Lesen des Buches umfangreich. Gleichzeitig liefert das Buch keineswegs nur geschichtliche Fakten, sondern eine rundum tolle Geschic
Stephanie Laing, 04.09.2014

Zwar steht die Mongolin Manduchai in diesem historischen Roman, der uns in die Mongolei und nach China des Mittelalters
führt, im Mittelpunkt; doch ihr Schicksal ist eng verbunden mit der Kinderfrau Wan aus dem verfeindeten China, dem Land der Mitte. Tanja Kinkel verbindet geschickt gut recherchierte geschichtliche Fakten und Hintergründe mit realistisch ausgearbeiteten Details und farbigen Charakteren zu einer spannenden Reise in die Vergangenheit. Erzählt wird der Werdegang Manduchais von ihrer Kindheit an, über ihre Heirat mit dem Khan Manduul als zweite Frau neben Jeke, der Ermordung ihres einzigen Kindes, der unterdrückten Liebe zu Krieger Önbolod, der problematischen Beziehung zu ihrem Erzieher und chinesischen Eunuchen Ma Jing, bis hin zur Erfüllung ihres langgehegten Traumes, die Einigung der mongolischen Sippen und Frieden mit China, nachdem es ihr gelingt, durch eine Heirat mit ihrem Schützling, dem nächsten Nachfolger des Khans, den Befehl über die Sippen zu übernehmen.
Wan, die zunächst als Kinderfrau des kaiserlichen Thronfolgers ihr Leben in der Verbotenen Stadt verbringt, sieht ihre Zukunft gefährdet, als der Bruder des Kaisers dessen Thron einnehmen soll, nachdem der Kaiser von den Mongolen als Geisel festgehalten wird. Dieser wird schließlich freigelassen und über Intrigen hinweg gelingt es Wan letztendlich, sich an der Seite des neuen Kaisers, ihrem ehemaligen Schützling, eine zwar prekäre, aber machtvolle Stellung zu erhalten.
Dies alles wird, zwischen den beiden Ländern wechselnd, aber nie verwirrend, so flüssig und spannend erzählt, dass man das Buch selbst wenn man sich bisher nicht besonders für die Geschichte in diesem Teil der Welt interessiert hat, gar nicht mehr aus der Hand nehmen mag.
Alexandra Waldon, 03.09.2014

Tanja Kinkel ist mit ihrem neuen Roman "Manduchai" ein spannender Historienschmöker gelungen. Ihre mongolische Heldin
bietet zudem ein Exempel für Emanzipation an historisch unerwarteter Stelle.

Wie man im einst übermächtigen Weltreich der Mongolen an den Gipfel der Macht kommt, verwundert einen nicht: richtige Bündnispolitik, brutale Gewaltanwendung und schnelle Entscheidungen. Manduchai, Tochter eines mächtigen Mongolenkriegers, bringt sich geschickt an die Macht, lässt sich nicht von falschen Gefühlen leiten und schlägt immer im rechten Moment zu.

Tanja Kinkel überblendet den Aufstieg der tapferen "letzten Kriegerkönigin" geschickt mit dem der Chinesin Wan, die sich auf der gegnerischen Seite auf ihre Art profiliert. Die ruhige, präzise Art, in der Tanja Kinkel ihre Geschichte erzählt – vor allem auch das für heutige Leser Unerhörte – hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Ein toller Roman, der entdeckt werden will!
marronnnier, 01.09.2014

Mit diesem Roman versetzt die Autorin den Leser in die mongolische Steppe und in die verbotene Stadt Peking des 15.
Jahrhunderts.
Es ist die Geschichte von Manduchais Kampf, das Volk der Mongolen noch einmal zu einen und zu Größe zu führen. Dazu muß sie auf ihre große Liebe verzichten, dient stattdessen dem zukünftigen Khan als Kinderfrau und Erzieherin, später als Beraterin, schließlich als Ehefrau und Mutter seiner Kinder. Auf dem langen Weg dahin muß sie eine Reihe von Gegenspielern ausschalten bzw. taktisch nutzen, wobei gelegentlich auch Grenzen menschlicher Achtung und Rücksicht überschritten werden.
Gegenspielerin von Manduchai ist Wan in China, dem ewigen Rivalen der Mongolen. Sie ist zunächst die Kinderfrau des Kaisers, dann dessen Geliebte, schließlich als Konkubine des Kaisers die mächtigste Frau des großen Reiches. Wie Manduchai muß auch sie ständig um ihre Position kämpfen, gegen Minister, Eunuchen und Berater des Kaisers, aber auch gegen jüngere und hübsche Rivalinnen um die Gunst des Kaisers.
Manduchai ist eine kluge, weitsichtige Frau, nicht völlig ohne Eitelkeiten. Sie hat enormen Einfluß auf den Khan und seine Entscheidungen, der sich schließlich frei macht und selbständig zu einer respektierten Führungspersönlichkeit seines Volkes wird ohne Manduchai zu brüskieren. Das ist nur möglich, da ihr Verhalten von gegenseitigem Respekt und vollkommener Offenheit und Ehrlichkeit geprägt ist.
Um dieses Buch schreiben zu können, mußte sicher intensiv recherchiert werden. Historisch ist wohl ein großer Teil gesichert. So liegt dem Leser eine brillante Schilderung des Lebens der Mongolen und in der verbotenen Stadt vor, die gut lesbar ist und fasziniert. Zwei Handlungsstränge werden geschickt nebeneinander entwickelt und laufen auf den Höhepunkt zu, dem entscheidenden Zusammentreffen der beiden mächtigsten Frauen ihrer Zeit, die beide in erster Linie ihren Herrschern dienten, erst an zweiter Stelle an sich dachten. Mit viel Liebe zum Detail werden kriegerische Auseinandersetzungen, Machtkämpfe unter den Stämmen der Mongolen und in der verbotenen Stadt, Intrigen und Ränkespiele, notwendige todbringende Entscheidungen geschildert.
Eine fesselnde Geschichte, die dank des vorangestellten Personenverzeichnisses jederzeit gut nachzuvollziehen ist. Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und kann ihn besonders Lesern empfehlen, die an historischen Texten interessiert sind.
Wolfgang Waßmund, 31.08.2014

Tanja Kinkel nimmt uns auf eine historische Reise nach Asien des 15. Jahrhundert mit. Die Geschichte pulsiert vor
Fakten
und berichtet über Protagonisten die tatsächlich gelebt haben und nicht einfach frei erfunden sind. Jeder der sich für die historischen Ereignisse Chinas und der Mongolei interessiert, wird sich hier vor Begeisterung nicht retten können. Von Kapitel zu Kapitel lesen wir über das spannende Leben der Protagonisten und können uns so ein Bild über die damaligen Zustände, Gebräuche und Lebensweisen machen.
Nadine Haustein, 30.08.2014

Tanja Kinkel schafft es mit einer detaillierten Beschreibung des Mädchens Manduchai vom Baby bis zur erwachsenen Frau,
das der Leser eine Beziehung zu ihr aufbaut und ihr Denken und Handeln nachvollziehen kann. An einigen Stellen hätte die Geschichte etwas kürzer erzählt werden können. Jedoch ist sie sehr spannend und anschaulich geschrieben, da an den richtigen Stellen Intrigen und Wendungen eingebaut sind. Die Liebesgeschichte zwischen Manduchai und Önbolod, die am Rande immer wieder deutlich wird, verleiht der Geschichte eine gewisse Tragik. Kriegen Sie sich oder entscheidet sich Manduchai ihr Leben der Einung des Volks zu widmen? Selbst ich, die vorrangig Thriller liest und Spannung im Buch fordert, habe mich jedes Mal auf das Weiterlesen von Manduchais Geschichte gefreut. Schön ist auch, dass man so etwas mehr über die grundsätzlich verschiedene Lebensweise und Geschichte des Chinesischen und Mongolischen Volks erlernt und mit dem schwierigen Leben der damaligen Zeit konfrontiert wird. Die Zwänge die junge chinesische Mädchen der Oberschicht, sich z.B. durch Lotusfüße verstümmeln zu müssen, schockiert den Leser zutiefst. Man kann nachempfinden, wie schwierig es für die Untertannen und auch Herrscher gewesen sein muss ständig von Intrigen, Lügen und der Gefahr des Todes umgeben zu sein. Alles in allem ist das Buch sehr lesenswert und dringend weiterzuempfehlen!
Kristin P., 30.08.2014

Sind Frauen die besseren Stammesführer? Oder wissen sie einfach besser die Männer zu lenken und zu leiten?
Geschichtsunterricht mal anders - auch der Roman über "Manduschai" und ihre Sippe sowie (chinesischen) Weggefährten ist, wie von Tanja Kinkel bekannt, gut recherchiert, führt elegant und kurzweilig durch die Geschichte Chinas und der Mongolei und gewährt Einblicke/Visionen, wie hart das Leben außerhalb der Stadt von damals gewesen sein mag.

Das Buch habe ich binnen zweier Tage gelesen, geradezu verschlungen und werde in den nächsten Tagen noch einmal in die Zeit des 15. Jahrhunderts abtauchen. Um es nur einmal zu lesen sind die Werke von Tanja Kinkel einfach zu gut geschrieben.

Optimal geeignet für die kommenden regnerischen, kühlen Herbsttage, nicht nur für Kinkel-Fans.
Cornelia Wetzel, 28.08.2014

das neue Buch von Tanja Kinkel ist ein historischer Roman. Hier geht es um das Verhältnis der Mongolen zu den Chinesen.
Der Roman spielt in den Jahren 1448 bis 1480.
Die Protagonisten um die es in dem Buch geht sind zum einen die Namensgeberin des Buches Manduchai und Ihre Gegenspielerin auf der Chinesischen Seite Wan Zhen´er.

das Buch beginnt mit der Geburt von Krümelchen, die dann später den Namen Manduchai erhalten soll. (Bei den Mongolen erhalten die Kinder erst einen Namen wenn Sie selbständig reiten können) am selben Tag kommt der Bruder von Krümelchen, Filzchen, durch einen Geier ums Leben.
In einer Schlacht der Mongolen gegen die Chinesen gerät der Chinesische Kaiser in Gefangenschaft. Manduchais Vater, Tsorokbai-Temur, nimmt einen Eunuchen, Ma Jing, gefangen und macht Ihn zum Betreuer seiner Tochter, diese nennt Ihn immer Murmeltier.
Die Kindheit von Manduchai verläuft etwas anders als gewöhnlich, da Ihr Vater, wegen des frühen Todes seines Sohnes keinen Nachfolget hat, erzieht er Manduchai wie einen Sohn.

Paralell hierzu wird die Geschichte von Wan Zhen´er erzählt, welche die Kinderfrau des Prinzen, Zhu Jianshen, ist. Bedingt durch den UMstand, daß der Kaiser in Gefangenschaft geraten ist und der Bruder des Kaisers die Macht ergreift sucht Whan Zhen´er mit Ihrem Schützling Zuflucht bei der Kaiserinmutter.

Das erste Zusammentreffen der beiden Hauptfiguren, Manduchai und Wan Zhen´er ereignet sich bei der Rückgabe des Kaisers durch Ihren Vater.

Manduchai wird die 2. Frau des Khan und bringt einen Sohn zur Welt welcher aber umgebracht wird als Manduchai für 2 Stunden auf der Jagd war. Der Khan verliert hierdurch das Interesse an Ihr.

Als der neu goldene Prinz, Bolcho, beim Khan eintrifft stellt sich heraus, daß dieser schon verheiratet ist und einen Sohn, Batu Möngke, hat. Da Batu Möngke kränklich und schwach ist nimmt sich Manduchai dessen an. Er wird es Ihr ermöglichen später gemeinsam die Führung der Mongolen zu übernehmen und diese wieder zu einer geschlossenen Einheit zusammenzuführen.

Whan Zhen ´er gelingt es in China ebenfalls an die Macht zu gelangen in dem Sie die Konkubine Ihres Ziehkindes, des Kaisers, wird.

Irgendwann kommt es dann zu einem Zusammentreffen zwischen Manduchai und Whan Zhen´er. Manduchai verkleidet sich als Dienstmädchen um in den Palast zu gelangen. Man trinkt gemeinsam Tee und trifft eine Vereinbarung.


Der neue Roman von Tanja Kinkel ist spannend geschrieben und man ist gespannt auf die weitere Entwicklung der Protagonisten. Das die Geschichte auf einer tatsächlichen Geschichtsgrundlage basiert ist faszinierend und macht Lust auf weitere Informationen über die Mongolen und Ihr Verhältnis zu den Chinesen.

Ein lesenswertes Buch.
Michael Brendler, 26.08.2014

Tanja Kinkel nimmt uns auf eine historische Reise nach Asien des 15. Jahrhundert mit. Die Geschichte pulsiert vor Fakten
und berichtet über Protagonisten die tatsächlich gelebt haben und nicht einfach frei erfunden sind. Jeder der sich für die historischen Ereignisse Chinas und der Mongolei interessiert, wird sich hier vor Begeisterung nicht retten können. Von Kapitel zu Kapitel lesen wir über das spannende Leben der Protagonisten und können uns so ein Bild über die damaligen Zustände, Gebräuche und Lebensweisen machen.

Na schon neugierig geworden? Lest selbst über die Mongolin Manduchai und die Chinesin Wan: Manduchai heiratet den letzten direkten Nachfahren des großen Dschingis Khan, um ihr Volk ein letztes Mal zu Ruhm und Größe zu führen. Dafür verzichtet sie auf die Liebe ihres Lebens.

Wan Zhen'er war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, und stieg schließlich in den Rang einer kaiserlichen Konkubine auf. Sie ist die wahre Macht hinter dem Thron Chinas und verteidigt diesen Platz tagtäglich gegen einflussreiche Minister, Beamte und Kriegsherren. Erst in Manduchai erkennt Wan die ebenbürtige Gegnerin. Sie sieht die Gefahr, die von der Mongolei für das Reich der Mitte ausgeht und gibt das größte Bauwerk der Welt in Auftrag: die chinesische Mauer. Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob das Töten weitergeht.

Das war mein erstes Buch von Tanja Kinkel und sie hat mich überzeugt ihre anderen Werke auch noch unter die Lupe zu nehmen! Vielen Dank für diese wunderschöne Ausgabe.
Elena Rohleder, 24.08.2014

Die atemberaubende und spannend geschriebene Geschichte des Buches „Manduchai“ von Tanja Kinkel spielt im
ausgehenden Mittelalter in weiter Ferne, genauer gesagt im 15. Jahrhundert im Reich der Mitte, zwischen China und der Mongolei. Dort treffen zwei starke und intelligente Frauen aufeinander - Wanduchai, die Königin der Mongolen - und Wan, die Herrscherin auf dem Drachenthron.
Wan machte eine unglaubliche Karriere und arbeitete sich bei Hofe des chinesischen Kaisers schnell von unten nach oben: sie war zunächst seine Kinderfrau, später dann seine Maitresse und schließlich wurde sie sogar in den Kreis des kaiserlichen Konkubinats aufgenommen, wo sie sich gegen zahlreiche andere Rivalinnen und Gespielinnen, Beamte, einflussreiche Minister und Kriegsherren durchsetzte und mit langem Atem zur insgeheimen Machthaberin des riesigen Reiches wurde.
Manduchai hingegen opfert ihre große Liebe und vermählt sich stattdessen mit dem letzten direkten Abkömmling des allseits bekannten Dschingis Khan, um ihr eigenes Volk nochmals zu Ruhm und Ehre zu führen. Sie widersetzt sich mit ungeheurer Kraft zahlreichen Einflüssen und hält unbeirrt an Ihrem Ziel fest, die Spitze des mongolischen Heeres zu übernehmen, um gegen das mächtige Nachbarland China zu kämpfen.
Zwischen beiden Völkern tobten über Jahre hinweg die blutigsten Kämpfe, zahlreiche Schlachten wurden ausgefochten und Intrigen gesponnen. Wan erkennt schnell die Kraft und den Einfluss ihrer klugen Gegenspielerin Manduchai, die das Reich der Mitte in größte Gefahr bringen kann. Daher gibt sie den Neubau der stark in Mitleidenschaft gezogenen, großen chinesischen Mauer in Auftrag, um sich vor der erstarkten Macht der Mongolen zu schützen.
Als sich die zwei mächtigsten Frauen Asiens gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob ihre Völker in Frieden zusammenleben können oder weitere kriegerische Auseinandersetzungen und Schlachten geführt werden müssen.
Carsten Currle, 23.08.2014

Ein wunderschönes Buch, das mich von Anfang an in seinen Bann zog. Die Erzählstränge fügen sich harmonisch
inneinander, es ist historisch sehr interessant, da Manduchai ja wirklich gelebt hat. Die exotischen Sitten und Bräuche faszinieren! Wenn Frauen die Politik beeinflussen, wie Manduchai und ihre Gegenspielerin Wan ist ja immer noch sehr aktuell. Ein rundum gelungenes Buch, das mir seit den "Puppenspielern" von Tanja Kinkel am besten gefallen hat.
Ingrid Vilsmeier, 22.08.2014

Klingt voll gut und freue mich schon es zu lesen....

Nadine Haustein, 17.08.2014

Tanja Kinkel entführt uns in die Zeit von 1448 bis 1480, aber nicht nach ins bekannte Europa, sondern nach Asien.. Wir
tauchen ein in das Leben der Mongolen und der mit ihnen verfeindeten Chinesen. Erzählt wird die Geschichte der Mongolin Manduchai und der Chinesin Wan. Beide steigen sie auf zur eigentlichen Herrscherinnen ihrer Völker, ungewöhnlich für eine Männerwelt. Deshalb sind beide gezwungen, die Fäden im Hintergrund zu ziehen und die Macht nach außen hin dem Khan bzw. dem Kaiser zu überlassen. Beide Frauen ist gemein, dass sie ihre Männer als diese Kinder waren, betreut und erzogen haben und somit -auch dies ungewöhnlich - erheblich älter waren als diese.
Tanja Kinkel gelingt es einen spannende und überraschende Einblick in das Leben dieser Völker zugeben, die sonst eher ein Schattendasein in unserem Literaturbetrieb führen.
Wer Geschichte unterhaltsam verpackt und gut recherchiert mag, wird dieses Buch lieben.
Siglinde Haas, 17.08.2014

Gefällt mir gut, auch weil es mal ein historisches Thema aus einem anderen Kulturkreis behandelt.

Broßmann, 13.08.2014

Ich habe schon viele Bücher von Tanja Kinkel verschlungen. Gerade die perfekte Recherche der Autorin ist mir besonders
wichtig. Mongolei und China im 15. Jhd. hört sich nach einem perfekten Thema an. Bereis als Kind faszinierten mich diese Völker. Dadurch, dass es sich bei der Protagonistin um eine Frau handelt, wird meine Neugierde erst recht erhöht.
Karin, 06.08.2014

^^ Underdog aus Asien! Ich bin gespannt ob die Geschichte der großen Königinnen so gut geschrieben ist wie erhofft.

Elena Rohleder, 04.08.2014

Das Buch beginnt offensichtlich mit der Geburt der Königin der Mongolen, jedoch nicht absehbar, da sie in ärmliche
Verhältnisse geboren wurde und ein Sohn immer noch mehr galt als eine Tochter.
Im zweiten Kapitel geht es um die Hintergründe der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Barbaren(wie die Mongolen bezeichnet wurden) und dem chinesischen Kaiserheer, bis zur Gefangennahme des Kaisers.
Dschingis Khan ist ein Begriff, hier aber einmal zu lesen über ihn und seine Nachfahren, finde ich höchst interessant!
Uta Ruda, 03.08.2014

Zwei starke Frauen, zwei interessante Länder, Krieg, Liebe, Hass und Intrigen - was braucht ein spannendes Buch mehr?

Nadine Baumann, 02.08.2014

Das was ich in der Zusammenfassung, aus dem Inhalt des Buches gelesen habe, macht es Lust auf mehr und mann/frau ist
ganz gespannt wie es weitergehen mag, mit den beiden starken Frauen, die sich nach all den Jahren des Krieges, des Mordens und der Intrigen wieder gegenüberstehen. Sind sie in der Lage, die Macht, die sie in den Händen halten, geschickt ein zu setzen, um dem Töten ein für alle Mal ein Ende zu setzten? Ein Buch das sicherlich für Spannung sorgen wird.
Claudia Froese, 02.08.2014

Liest sich ganz ordentlich an

Helmut Frank, 02.08.2014

Ein Buch das Spannung verspricht.

Sigrid Vondraschek, 02.08.2014


Eine spannende Einführung in den Roman - und nun ?
Ich freue mich jetzt schon auf das Weiterlesen ...................................
Sabine Manuela Asten, 01.08.2014

Manduchai und Wan zwei Frauen müssen sich im 15. Jahrhundert in Kriegszeiten sich beweisen, Jede auf Ihre Weise. Bis
sie sich nach vielen Jahren nach Intrigen und Kriege stehen sie sich gegenüber und haben es selbst in den Händen wie es weitergeht mit Ihren Ländern Mongolei und China, ob weiter getötet werden muß.
Klingt schon spannend in die Zeit um Dschingis Khan die Geschichte zweier Frauen zu erfahren in einem Buch von Tanja Kinkel.
Ilona Selke, 01.08.2014

Ich habe bisher noch kein Tanja-Kinkel-Buch gelesen, aber nur Gutes von ihr gehört. Deshalb wird es höchste Zeit für
mich, mal dieses Buch zu lesen und evtl. zu rezensieren..
Maria, 01.08.2014

Eintauchen in eine Welt, die es seit fünfhundert Jahren nicht mehr gibt. Die Vorstellung lockt doch sehr. Das Leben war
sicher völlig anders, aber manches Problem ist auch heute noch aktuell ...
Judith, 01.08.2014
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