Verlagsgruppe Droemer Knaur



Spiel der Hoffnung

9783426436127
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E-Book, Knaur eBook
25.08.2016, 512 S.

ISBN: 978-3-426-43612-7
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Roman

1927 scheint die ganze Welt von einem Taumel ergriffen. Zwischen Berlin und München, Monte Carlo und Paris herrscht ausgelassene Aufbruchstimmung. Niemand ahnt, wie nah am Abgrund man sich in Wahrheit befindet. In vollen Zügen genießt Ella ihr junges Eheglück mit dem gutsituierten Unternehmersohn Jobst. Ihre gemeinsamen Reisen führen sie nach Montreux und Paris sowie an die italienische und französische Riviera, in mondäne Casinos und Varietés. Einzig Jobsts rätselhafte Geschäftstermine, zu denen er immer mal wieder verschwindet, manchmal gleich für mehrere Tage, behagen Ella gar nicht. Doch verbirgt ihr Mann wirklich etwas vor ihr – oder entspringt ihr Misstrauen nur ihrem eigenen schlechten Gewissen, weil sie selbst mehr als ein Geheimnis hütet?

Leselounge

Die Autorin

Heidi Rehn

Portrait von  Heidi Rehn

Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie...

zur Autorin Bücher von Heidi Rehn

Pressestimmen

"Spannend und authentisch. Ein großartiger Roman, der den Leser die Stunden nur so vergessen lässt. Tiefsinnig und unterhaltsam mit vielschichtigen und interessanten Persönlichkeiten."

Blog Lesezeit, 07.10.2016

"Eine spannende Zeitreise in die 'Goldenen Zwanziger', die in der Gegenwart erlebbar macht, wie die lebenslustige Kunststadt an der Isar zu Wegbereiterin des braunen Terrors wurde."

Laimer Werbespiegel, 21.09.2016

"Wieder einmal gelingt es Heidi Rehn, in ihren lebendigen Figuren die feinen Nuancen gesellschaftlichen Umbruchs einer Epoche genau herauszuarbeiten."

Rund um Boppard, 01.10.2016

"Atemberaubender historischer Roman, der das Tempo der 'Goldenen 20er' aufnimmt"

Ruhr Nachrichten, 24.10.2016

"Atemberaubender historischer Roman"

Ruhr Nachrichten, 24.10.2016

Lesetipps

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Fazit:

Heidi Rehn schafft es nach "Der Sommer der Freiheit" mich mit einem weiteren Roman zu begeistern, ja in eine vergangene Welt abtauchen zu lassen. 
Ella ist mir sofort sehr sympathisch. Das sie keine Angehörigen mehr hat, finde ich sehr traurig, sie lässt sich jedoch nicht hängen und geht ihren Weg. Mitunter scheint sie auch etwas zu gutgläubig zu sein, da sie nicht weiter nachfragt, was ihr Ehemann so geschäftlich allein zu klären hat bzw. sich mit lapidaren Aussagen zu frieden gibt. Aber dies ist ihrer Jugend und ihrer Verliebtheit geschuldet und macht sie für mich noch sympathischer. Auch dass sie sich ihrer Schwägerin behaupten kann, beeindruckt mich, sie ist eine willensstarke junge Frau.

Ihr Ehemann Jobst, jüngster Sohn der Kirchenreuths, ist für mich zunächst sehr unnahbar, zu undurchsichtig, irgendwie mehr ein draufgängerischer Junggeselle, der nichts von der Vergangenheit wissen möchte und nur in der Gegenwart lebt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man auch warum er so ist und so reagiert.

Besonders gelungen finde ich, dass die gesellschaftliche Stimmung der Nachkriegszeit deutlich wird, dass sich die meisten nicht mit der deutschen Kriegsschuld einverstanden gaben. Was für mich beim Lesen noch viel deutlicher geworden ist, wie schwierig das Regieren bei den vielen Parteien gewesen sein muss. Erschreckend und mir bisher völlig unbekannt, dass die bessere Münchener Gesellschaft Hitler und seine NSDAP finanziell unterstützt hat und das in Berlin und Brandenburg die Macht der Braunen so starkunterschätzt wurde. All das konnte mir kein Geschichtsunterricht lehren und somit ist "Spiel der Hoffnung" für mich nicht nur ein Gesellschaftsroman über die Goldenen Zwanziger sondern ein solide recherchierter historische Roman. Eindeutig eine Leseempfehlung und mein Lesehighlight im Herbst.

Hervorzuheben ist auch die gelungene Gestaltung des Taschenbuches, schon allein das Cover schickt mich in die Zeit der goldenen Zwanziger, Grammophon, extravagante Kleider und Tanzveranstaltungen. Schlägt man das Buch auf, wird man gleich von Heidi Rehn begrüßt, mit der Einladung mit ihr die Schauplätze des Romans in einem buchigen Spaziergang kennenzulernen, verlockend. Und natürlich das umfangreiche Glossar. 
Mein Dank gilt Heidi Rehn für die tolle Begleitung der Leserunde und dem weiteren Wissen, dem Team von Leserunden.de und dem Knaur-Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

mama2009, 20.02.2018

Ella Wittkamp findet nach dem Tod der Mutter in einer Schmuckschatulle einen Zettel mit der Anschrift eines

Professors aus München. Da Ella keine Verwandten mehr hat, macht sie sich auf, um Professor Lutz aufzusuchen und mehr zu erfahren. Constantin Lutz gibt sich als Ellas Onkel aus und übergibt ihr eine Mappe mit Papieren. Bei Lutz lernt sie auch den Unternehmersohn Jobst von Kirchenreuth kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und schon bald sind die beiden verheiratet. Isolde und Werner von Kirchenreuth sind angetan von ihrer neuen Schwiegertochter, aber Ellas Schwägerin Viktoria droht ihr unverhohlen vor dem Aufbruch in die Flitterwochen. Jobst und Ella genießen ihre Flitterwochen. Doch schon bald verschwindet Jobst zu rätselhaften Geschäftsterminen, über die er sich ausschweigt.

Ganz wundervoll schildert uns Heidi Rehn die Zeit der Zwanziger Jahre. Man hat gerade erst schwierige Zeiten hinter sich und nun genießt man das Leben. Auch bei den von Kirchenreuths gehören Vergnügungen mit zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen. Gerade in diesen Münchner Kreisen hofiert man dabei auch Hitler. Seine Anhänger treten in München schon sehr ungeniert auf und Judenfeindlichkeit ist sogar in den besten Kreisen en vogue. Auch in Berlin gibt es Tanzvergnügen und andere Unterhaltung, aber es gibt auch Ecken, in denen Not herrscht. Aus einer solchen Gegend stammt Ellas Freundin Rike, die alles dafür tut, diesem Milieu zu entkommen.

Ella ist jung und unbedarft, als sie nach München kommt. Sie lässt sich von der leichtsinnigen Art, die Jobst an den Tag legt, mitreißen. Das sorgte dafür, dass ich sie nicht wirklich sympathisch fand. Nach den Flitterwochen kommt die Ernüchterung. Jobst ist in Geschäften unterwegs und oft tagelang weg. Ella langweilt sich in dem düsteren Haus der von Kirchenreuths und muss auch noch die Sticheleien ihrer Schwägerin ertragen. Als Jobst für die Firma ein Büro in Berlin eröffnet, bietet sich für Ella eine Chance, ihm im Geschäft zu helfen. Aber Jobst hat auch Geheimnisse und hält Ella von einigem fern. Doch auch Ella muss feststellen, dass es in ihrer Vergangenheit Dinge gibt, über die sie nichts wusste. Sie macht eine Entwicklung durch und kämpft für ihre Ehe. Am Ende überrascht sie mich mit ihrem Handeln.

Alle Charaktere sind sehr vielschichtig und interessant dargestellt. Besonders gut gefallen haben mir Rike und Wolf, die wunderbare Freunde sind. Auch begegneten uns Personen, die wir schon in vorherigen Büchern der Autorin kennengelernt haben.

Ich kann diesen wundervollen Roman aus den Zwanziger Jahren nur empfehlen.

 

leseratte1310, 18.10.2016

Stimmungsvolles Zeitbild der ausklingenden Goldenen Zwanziger, in denen längst nicht mehr alles

glänzt

Ausgewogener historischer Roman, der mit schillernden Szenerien mitzureißen weiß, aber auch mit Schattenseiten und lauten wie auch leisen Töne überzeugt und nuancierte Figuren bietet. Empfehlenswert für Leser, die sich für die Zeit der Weimarer Republik interessieren und gleichzeitig eine glaubwürdige Familien- und Liebesgeschichte genießen möchten. 

 

 

Harzbiene, 15.10.2016

Ein atemberaubender historischer Roman

Auch in ihrem neuesten Werk "Spiel der Hoffnung" entführt uns die Autorin Heidi Rehn, wieder in eine ihrer Lieblingsepochen, nämlich das frühe zwanzigste Jahrhundert. Wir befinden uns in München und lernen eine bekannte Unternehmerfamilie kennen. Doch nicht immer ist alles Gold was glänzt.

Die Geschichte: 1927 scheint die ganze Welt von einem Taumel ergriffen. Zwischen Berlin und München, Monte Carlo und Paris herrscht ausgelassene Aufbruchstimmung. Niemand ahnt, wie nah am Abgrund man sich in Wahrheit befindet. In vollen Zügen genießt Ella ihr junges Eheglück mit dem gutsituierten Unternehmersohn Jobst. Ihre gemeinsamen Reisen führen sie nach Montreux und Paris sowie an die italienische und französische Riviera, in mondäne Casinos und Varietés. Einzig Jobsts rätselhafte Geschäftstermine, zu denen er immer mal wieder verschwindet, manchmal gleich für mehrere Tage, behagen Ella gar nicht. Doch verbirgt ihr Mann wirklich etwas vor ihr – oder entspringt ihr Misstrauen nur ihrem eigenen schlechten Gewissen, weil sie selbst mehr als ein Geheimnis hütet?

Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich wieder in der Geschichte. Und das begeistert mich am Schreibstil der Autorin. Der Leser taucht sofort in die Geschichte ein. Ich befinde mich im Jahr 1927. Und lerne die bezaubernde Ella kennen. Ella hat niemand mehr, wie muss sie sich gefühlt haben, als sie sich allein auf den Weg von Berlin nach München gemacht hat. Ich kann mir die schüchterne Frau vorstellen, als sie im Haus des Professors vorstellig wird. Es scheint irgendein Geheimnis zu geben, dem Ella auf den Grund gehen will. Und dann trifft sie auf Jobst, dies scheint ja wie ein Sechser im Lotto zu sein. Da fliegen ja gewaltig die Funken. Ich habe die beiden auf ihren traumhaften Reisen begleitet. Und Jobst Familie sehe ich direkt vor mir, die sozusagen bessere Gesellschaft der damaligen Zeit. Nur ist hier auch nicht alles Gold was glänzt. Besonders gefallen hat mir auch der geschichtliche Hintergrund. Es scheint wieder aufwärts zu gehen. Und doch tauchen im Horzizont bereits wieder dunkle Wolken auf. Ich habe Ella für ihren Mut bewundert, sie hat sich nicht unterkriegen lassen und sie hat an ihre Liebe geglaubt. Trotz aller Steine, die man ihr in den Weg gelegt hat.

Ein beeindruckender Roman an wunderbaren Schauplätzen mit interessantem historischen Hintergrund. Ein absolutes Lesehighlight.
Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin.

Das wunderbare Cover ist für mich ein echter Hingucker. Spiegelt sich doch daran wunderbar die damalige Zeit.

 

zauberblume, 03.10.2016

Dieses Buch birgt so einige Geheimnisse, welche man gern erlesen möchte. Es handelt von Liebe und Schicksal und

auch Geschichte. Es Buch hört sich interessant an, lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.

Beate Sonnabend, 29.09.2016
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