Verlagsgruppe Droemer Knaur



AMNESIA - Ich muss mich erinnern

9783426440728
Erhältlich bei Ihrem Buchhändler und in diesen Formaten:
E-Book, Knaur eBook
29.05.2017, 304 S.

ISBN: 978-3-426-44072-8
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 19%
Mehrwertsteuer

Thriller

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!.

Die Autorin

Jutta Maria Herrmann

Portrait von Jutta Maria Herrmann

Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der...

zur Autorin Bücher von Jutta Maria Herrmann

Pressestimmen

"'Amnesia ist ein richtig tiefgehendes Buch, das ein Familiendrama mit einem Thriller verwebt - und das wahrhaftig gekonnt."

buecherserien.de, 08.06.2017

"Dieser Thriller ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend."

Buchblinzler (Blog), 08.06.2017

"Top-Psychothriller!"

Super-Illu, 14.06.2017

"Die deutsche Spannungsautorin Jutta Maria Hermann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe."

kriminetz.de, 13.06.2017

"ein kurzweiliger, spannender und gut geschriebener Thriller"

welobo.com, 13.06.2017

"Ein spannender Thriller, der mit psychologischen Abgründen zu fesseln weiß und mich bis zur letzten Seite von sich überzeugen konnte."

Blog Tanjas Bücherwelt, 07.06.2017

"bis zum Ende spannend und fesselnd"

arcadimagazin.de, 20.06.2017

"Mit Amnesia ist der Autorin ein wirklich guter und glaubhafter Psychothriller gelungen, der ganz ohne blutige Exzesse und knallharter Ernittlungsarbeit auskommt."

World of Books and Dreams (Blog), 08.07.2017

"Ein psychologisch tiefgründiger Thriller, der tief in menschliche Abgründe eintaucht und in dem permanent eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre herrscht."

Lesen und Hören (Blog), 07.07.2017

"Ein superspannender Psychothriller."

kriminetz.de, 13.06.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Vorab, ich liebe die Romane der Autorin. Auch dieser gefällt mir wirklich sehr gut, doch dieses Mal war es

anders. Ich wusste Tage- ja wochenlang nicht wie ich meine Meinung zu diesem Roman kundtun kann. Mehrere Versuche eine Rezension zu schreiben landeten im Rundordner und ich war wirklich kurz davor zu verzweifeln. Nun endlich ist es vollbracht und ich kann meine Meinung mitteilen. Eine wahrlich schwere Geburt, und ich hoffe, dass die Autorin niemals so lange mit einem Buch zu kämpfen hat wie ich mit meiner Meinung.

Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut, denn Jutta Maria Herrmann gelingt es immer wieder aufs Neue, ihre Leser gleich zu Beginn gefangen zu nehmen und mit auf die Reise durch die Story nehmen.

Ihre Figuren wirken wie immer, sehr echt und real. Und so kann man sich auch sehr gut in sie hineinersetzen und steht deshalb nicht nur daneben sondern vielmehr mitten in der Geschichte.

Besonders interessant ist der psychologische Hintergrund, bzw. die psychischen Probleme der Protagonistin.

Sehr geschickte Wendungen machen es für den Leser nahezu unmöglich Rückschlüsse auf den oder die Täter zu bekommen. Ich gestehe dass ich daran gescheitert bin und erst auf den letzten Seiten wirklich sicher sein konnte wer es war.

Gut gefallen konnte auch dass die Taten nur angedeutet wurden und deswegen die eigne Phantasie gefragt war um letzten Endes die Taten klar zu definieren.

Insgesamt legte die Autorin wieder einen tollen Roman hin der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten konnte.

Für mich sind das in der Summe die volle Punktzahl, also 5 von 5 Sternen.

unclethom, 16.08.2017

Helen ist unheilbar an Krebs erkrankt, geschwächt durch Therapien und Medikamente und  von ihrem

langjährigen Lebensgefährten verlassen worden, entsteht bei ihr der Wunsch, sich noch vor ihrem Tod mit der Mutter auszusöhnen. Kurz entschlossen packt Helen ihre Sachen und macht sich auf den Weg zu ihrer Familie. Während sich ihre schwangere Schwester freut, sie nach so langer Zeit wieder zu sehen, scheint ihre Mutter nicht besonders erfreut. Schon bald muss sie mit entsetzten feststellen, das ihr Schwager Leon ihre kleine Schwester misshandelt. Am liebsten würde sie ihren Schwager dafür umbringen, schließlich hat sie ja auf Grund ihrer Krankheit nichts mehr zu verlieren. Am nächsten Morgen wird Leon ermordet aufgefunden, und Helen, hat durch die Einnahme ihrer Medikamenten, die Erinnerungslücken und Halluzinationen verursachen können, keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht…

„Amnesia-ich muss mich erinnern“ ist der neueste Thriller von Jutta Maria Herrmann.

Mit Amnesia hat die Autorin für mich einen spannenden Thriller geschaffen, der vor allem durch die geschilderten psychologischen Abgründe besticht. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Helen erzählt, und so ist man als Leser sehr nah bei ihr. Man erlebt so ihre Traurigkeit über den Verlust ihres Lebensgefährten mit, ihre Panikattacken, die sie mit Medikamenten versucht in den Griff zu bekommen und auch ihre Wut über Leon direkt mit.

Auch die Verwirrung über die Erinnerungslücken empfand ich gekonnt erzählt und ließen mich als Leser mitfiebern und rätseln, was denn nun tatsächlich geschehen ist.

Helen, die Protagonistin, war mir trotz der Erkrankung, ihren Ängsten und Nöten, die natürlich ein Gefühl des Mitleids bei mir auslösten, in ihrem Denken und Handeln nicht immer wirklich sympathisch, dadurch wirkte sie als Persönlichkeit aber sehr authentisch auf mich. Die anderen  Protagonisten erlebt man natürlich nur aus Helens Sicht, man bekommt aber trotzdem ein gutes Gefühl für die unterschiedlichen Charaktere mit denen Helen sich auseinandersetzen muss. 

Die Geschichte entwickelt sich schrittweise, denn als Leser erhält man durch Helen aufgrund ihrer Erinnerungslücken, immer nur einzelne Bruchstücke, die man versucht in ein Gesamtbild zu fassen, um hinter das Rätsel von Leons Tod zu kommen. Durch diese Erzählweise und durch geschickt gesetzte Wendungen wird ein fesselnder psychologisch gut aufgebauter Spannungsbogen erzeugt, der mich zum Schluss überzeugen konnte. Das Ende der Geschichte passt sich wunderbar in die Geschichte ein und lässt mir als Leser noch Spielraum für Interpretationen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Mein Fazit:

Ein spannender Thriller, der mit psychol

KruemelGizmo, 14.06.2017

MEINE MEINUNG:

Bisher hatte ich noch kein Werk der Autorin gelesen. Warum? Ich habe keine Ahnung^^ 

Gleich zu Beginn schubst uns die Autorin schonungslos in der Ich-Perspektive mitten in Helens Leben. Man erfährt, dass dieses es derzeit überhaupt nicht gut mit ihr meint. Helen tut einem einfach nur leid. Ihr Freund hat sie verlassen und der Arzt sagt, sie hätte nur noch max. ein Jahr zu leben.

Durch diese Erzähl-Perspektive kann man problemlos in Helens Kampf mit sich selbst und der Krankheit eintauchen. Es kommt einfach total realistisch rüber. Diese innere Zerrissenheit hat die Autorin super dargestellt. Genauso stelle ich mir vor, würde ich mich fühlen, wenn ich diese Diagnose erhalten hätte. Aber auch andere Situationen und Gefühle waren so gut beschrieben, dass einem das Buch doch näher ging, als man es vielleicht zu Beginn gedacht hätte. Bei der Erwähnung eines Liedtitels im Roman hatte ich gleich die Melodie und den Gesang im Ohr ;-)

Die Kapitel des Werkes sind zwar groß, aber nochmals unterteilt, wodurch sie kürzer wirken. Die Geschichte ist durchgehend spannend, und man will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch wenn die Story zeitlich nur innerhalb einer Woche spielt, gibt es dennoch genug zu ergründen. Die Autorin versteht es, einen mit geschickt eingebauten Wendungen, immer wieder  neu zu überraschen. Man beginnt sich immer zu fragen, was hat Helen wirklich gesehen und was davon ist Einbildung?


COVER & TITEL:
Das Cover hat eine tolle Haptik und wirkt sehr düster/geheimnisvoll. Der Titel ist gut gewählt. Beides gefällt mir sehr gut.

FAZIT:
Das Buch war die reinste Gefühlsachterbahn. Nach Beendigung überdenkt man sämtliche Beziehungen, egal ob Freundschaft, Partnerschaft oder die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Und auch wenn am Ende leider nicht alle Fragen geklärt wurden, was ich persönlich sehr schade finde, blicke ich doch gerne auf die tolle Geschichte zurück und freue mich schon auf die anderen Bücher von Jutta Maria Herrmann :-)

Für alle, die gerne etwas ohne Ermittler und ohne blutrünstigen Serienmörder lesen, gibt es eine absolute Leseempfehlung ;-)

UnterDieHaut, 14.06.2017

Helen hat nicht mehr lange zu leben. Die Therapien, die sie hinter sich hat, um den Lungenkrebs zu bekämpfen,

haben sie geschwächt. Außerdem machen ihr die Ängste zu schaffen. Eine schwierige Situation, in der sie auch noch ihr Freund Sven ohne Erklärung verlässt. Auch wenn ihr Verhältnis zu Mutter und Schwester nicht besonders innig ist, fährt sie nach langer Zeit wieder einmal hin, um sich zu verabschieden. Aber sie findet nicht den passenden Zeitpunkt, um mit der Wahrheit herauszurücken. Ihre Schwester wird anscheinend von ihrem Mann Leon misshandelt und Helen hat ein wahnsinnige Wut auf ihn, denn sie kennt ihn von früher und weiß, wozu er im Stande ist. Dann ist Leon tot. Erstochen. Und Helen hat keine Ahnung, was in der letzten Nacht geschehen ist. 

Dieser Thriller wird aus der Sicht von Helen erzählt. Der Schreibstil ist packend und wir können das Gefühlschaos von Helen erleben. 

Sie kommt nach langer Zeit in ihr Elternhaus zurück und wird von ihrer Mutter sehr kühl empfangen. Nur ihre schwangere Schwester freut sich. Aber als Helen Kristin darauf anspricht, ob Leon sie schlägt, leugnet Kristin das. Dann bringt sich Helens ehemalige beste Freundin um, die den Boden unter den Füßen verloren hatte. Wegen ihrer Ängste hat Helen schon eine Weile Beruhigungspillen genommen, nun aber ist sie von allem überfordert und sie steigert die Dosis, obwohl sie die Risiken kennt. Sie hat Halluzinationen und Blackouts. Dann ist Leon tot und alles deutet auf Helen als Täterin. Aber war sie wirklich zu einem Mord fähig? 

Die Charaktere sind sehr gut und authentisch geschildert. Ich konnte Helens Ängste gut nachvollziehen, ihre Handlungen aber meist nicht. Aber das ist wohl auch ihrem Tablettenkonsum geschuldet. Sie sieht ihre Sucht und kommt nicht mehr heraus. Leon ist ein unsympathischer Mensch, den wohl kaum jemand mag. Warum entschuldigt Kristin sein Verhalten immer wieder? Aber sie selbst schwankt ständig in ihren Stimmungen, was auf die Hormone geschoben wird. Die Mutter der beiden Frauen ist sehr gefühlskalt. Es muss schwierig sein, in einer solchen Familie aufzuwachsen.

Es ist für den Leser schwer zu durchschauen, was Realität ist oder was Einbildung. Immer wieder gibt es neue Wendungen, die dazu beitragen, dass man nie sicher sein kann. Auch das Ende hätte ich so niemals erwartet.

Ein superspannender Psychothriller.

leseratte1310, 13.06.2017

Dies war mein erstes Buch von Jutta Maria Herrmann und ich werde auf alle Fälle, die vorher erschienenen

Thriller, auch noch lesen.

Beeindruckend war für mich vor allem dieser wundervolle Schreibstil. Packend, mit Wendungen und Wahrnehmungen, mit Irrsinn und Wahnsinn und besonders hervorheben möchte ich, die bildliche Vorstellungskraft die ich beim Lesen empfunden habe, wenn es um Örtlichkeiten ging, um Wetterbeschreibungen, die Gruselszene auf dem Friedhof und um die tiefen Träume. In letzter Zeit habe ich selten eine so intensive und ausdrucksstarke Beziehung zu einer Protagonistin herstellen können, wie in dieser Geschichte zu Helen. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr, wenn auch nicht aus Mitleid, aber auch nicht sofort aus Zuneigung, das kam erst später hinzu, sondern eher aus der Situation heraus, wie sie ihr Leben nun weiterführen soll. Den Spannungsbogen hat die Autorin fast durchgehen hochgehalten mit Wendungen und neuen Ansätzen, die alles sofort wieder in einem anderen Licht haben erscheinen lassen. Es wurden Personen in das Geschehen eingearbeitet, denen man auch alles zutrauen würde, aber es wurde dann im Gegensatz, auch genauso glaubwürdige deren Unschuld beschrieben. Ach, ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wem ich was glauben sollte und wem nicht. Und ich schätze mal, das war es auch, was Jutta Maria Herrmann ihren LeserInnen zumuten wollte.

Zum Ende hin wird man zwar mit angerissenen, klitzekleinen Hinweisen dazu verleitet, als LeserIn selbst zu entscheiden, wem man nun diese Taten anlasten möchte, aber ich mag es eher, wenn ich das Buch nach dem Beenden zuklappe und genau weiß, was nun passiert ist, warum es geschehen ist und vor allem, wer es denn nun war. 

Aber ich habe für mich entschieden, das es ...... war. 

Ob es stimmt? Keine Ahnung!

Miss Norge, 10.06.2017

"Amnesia" ist ein Thriller, der aus der Ich-Perspektive von Helen geschrieben ist, die trotz der Warnungen

ihres Arztes eine zu hohe Dosierung ihre Beruhigungsmittels zu sich nimmt und deshalb nach und nach aufgrund der immer größeren Erinnerungslücken den Bezug zur Realität verliert. 
Erst findet sie das blutige Kochmesser und anschließend sterben oder verletzen sich der Reihe nach Menschen aus ihrem unmittelbaren Umfeld und sie weiß nie, was sie in dem Zeitraum getan hat oder wo sie war. 

Als Leon dann ermordet aufgefunden wird, sprechen alle Indizien gegen Helen. Aber ist es wirklich so einfach? Ist sie die Schuldige oder treibt jemand ein perfides Spiel mit ihr? 

Als Leser weiß man nicht, inwieweit man Helen Glauben schenken kann: Hat sie wirklich keinerlei Erinnerungen oder verdrängt sie diese nur mit Hilfe der Medikamente, um sich ihre Schuld nicht einzugestehen? Nutzt sie ihren sich abzeichnenden Krebstod aus, um Rache an ihr unliebsamen Menschen zu verüben? 

Helen ist dabei sehr authentisch beschrieben, so dass man ihr unheimlich nahekommt und ihre Panik und Verstörung in der Sommerhitze regelrecht miterlebt. Gleichzeitig kann man aber für die verbittert und kaltherzig wirkende Protagonistin, die sich von jeher von ihrer Familie ungeliebt und inzwischen den Lebenden nicht mehr zugehörig fühlt, keine Sympathie empfinden. Aber egal, ob man Mitleid für Helen aufgrund ihres Schicksals als ungeliebter Tochter oder als dem todgeweihter Lungenkrebs-Patientin empfindet, der Psychothriller fesselt den Leser bis zum Schluss. 

Wie es bei Thrillern aber leider sehr häufig der Fall ist, spielen auch bei "Amnesia" viele Zufälle eine Rolle. Gerade am Ende fügt sich doch alles sehr einfach zusammen, wobei für mich viele Fragen, insbesondere die Rolle der Freundin von Kristin, Birgit, ungeklärt blieben und mir die Handlung der Mutter nicht ganz nachvollziehbar war.  

schnäppchenjägerin, 31.05.2017

Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Nach „Hotline und „Schuld bist du ist „Amnesia - Ich muss mich erinnern der dritte Thriller von Jutta Maria Herrmann über die Abgründe der menschlichen Psyche. Worum geht es?

Helen hat Lungenkrebs. Ihr Freund hat sie verlassen. Weder ihre Mutter, noch ihre jüngere Schwester Kristin wissen, dass Helen unheilbar krank ist. Helen fährt nach Hause, um sich mit ihrer Familie auszusöhnen. Und dann ist da auch noch Leon, Kristins Ehemann, den Helen von früher kennt.

Kristin ist schwanger und wird anscheinend von ihrem Mann misshandelt. Am nächsten Tag ist Leon tot - grausam ermordet. Helen konnte Leon nicht leiden, wegen dieser „unseligen Geschichte“. Aber ist sie deshalb auch seine Mörderin? Helen kann sich nicht erinnern. Durch die starken Medikamente hat sie Blackouts und Wahnvorstellungen…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Helen erzählt. Das schafft Nähe und so fiebert man - im wahrsten Sinne des Wortes - mit ihr mit. Was ist wahr und was ist nur das Ergebnis unserer Fantasie? Merkwürdige Dinge geschehen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Und schon ist Helen mittendrin in einem perfiden Spiel.

„Amnesia“ ist ein packender Psychothriller, der ohne Exzesse auskommt. Es gibt keinen psychopathischen Serienkiller, keine Ermittler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und keine willfährigen Opfer. Stattdessen lotet die Autorin komplexe Beziehungsgeflechte aus, mit der Erkenntnis, dass Menschen sich über ihre Schwächen definieren, manche aber auch über sich hinauswachsen.

Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Helen ist mir ans Herz gewachsen. Trotz ihrer Krankheit ist sie eine starke Frau. Ein bewegendes Einzelschicksal, ein mysteriöser Mord und eine große Prise Spannung. Gut finde ich auch, dass es einen Soundtrack zum Roman gibt.

Fazit: Durch und durch ein fesselnder Thriller mit Gänsehautgarantie!

Baerbel82, 31.05.2017
↑ nach oben