Verlagsgruppe Droemer Knaur



Das Glück umarmen

9783426440513
Erhältlich bei Ihrem Buchhändler und in diesen Formaten:
E-Book, Knaur eBook
03.01.2018, 368 S.

ISBN: 978-3-426-44051-3
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Ein Achtsamkeits-Roman

Ein Roman über Achtsamkeit, Liebe und und die Kostbarkeit des Moments von der Bestseller-Autorin Nicole Walter
Leon lebt sein Leben nicht - er hetzt durch sein Leben. Für ihn zählt nur eines: Erfolg und Geld – und das innerhalb kürzester Zeit. Diese Geschwindigkeit wird ihm zum Verhängnis, als er sich eines Tages auf der Fahrt durchs liebliche Chiemgau mit dem Auto überschlägt.
Etwa zur selben Zeit ist Johanna unterwegs auf ihrem Achtsamkeits-Spaziergang, bei dem sie sich ganz auf den Moment einlässt. Sie entdeckt den in seinem Sportwagen eingeklemmten Leon, leistet Erste Hilfe und verständigt den Notarztwagen. Ein schrecklicher Moment für Johanna – aber auch ein besonderer, denn für sie ist sofort klar: Das ist er, der Eine, den sie nie wieder loslassen darf.
Johanna bringt ihn ins Haus ihrer geliebten Großmutter Marceline, um ihn dort so richtig wieder aufpäppeln zu lassen.
Marceline aber ist eine ganz besondere Frau, die nur eines im Sinn hat: so viele besondere Momente wie möglich zu sammeln, bevor sie ganz im Vergessen versinkt

Die Autorin

Nicole Walter

Portrait von  Nicole Walter

Nicole Walter hat Sprachen in München studiert und dann als Werbetexterin und freie Journalistin gearbeitet. Seit 1994 schreibt sie überaus...

zur Autorin Bücher von Nicole Walter

Lesetipps

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Durch einen Unfall treffen zwei völlig unterschiedliche Menschen aufeinander: Der rastlose Leon, ein

Karrieretyp, der nach dem Motto "immer höher, immer weiter" lebt, und die ruhige Johanna, die meditiert und Atemübungen macht. Auf den ersten Blick können die beiden nichts miteinander anfangen, doch Johanna verliebt sich sofort in Leon. Die Umstände machen es erforderlich, dass Leon nach seinem Unfall einige Wochen bei Johanna wohnt. Die teilt ihr Zuhause mit ihrer Großmutter Marceline und mit Kio, dem nigerianischen Flüchtlingsjungen. Damit wird Leon in eine Welt katapultiert, die so ganz anders ist als die seine. Doch Johanna macht sich beharrlich daran, Leons Panzer zu durchdringen, denn sie ahnt: Darunter steckt ein sensibler Mensch auf der Flucht vor sich selbst.

Der Roman behandelt mehrere ernste und wichtige Themen: zum einen das Thema Achtsamkeit, das in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, gleichzeitig aber oft als Spinnerei oder Esoterik belächelt wird, nicht nur durch die Romanfigur Leon.

Mit Kio, dem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling ohne Status, wird die Flüchtlingsproblematik angesprochen: Durch Kio erfährt der Leser von den vielfältigen Gründen, warum jemand freiwillig seine Heimat verlässt und sich auf eine gefahrvolle Flucht mit ungewissem Ausgang begibt. In Deutschland angekommen, wird Kio nicht überall mit offenen Armen empfangen. Zwar gibt es da den katholischen Kirchenchor von Truchtlaching im Chiemgau, wo die Geschichte spielt. Doch nicht jedem Kirchenbesucher passt es, dass da plötzlich ein dunkelhäutiger Knabe mitsingt, auch wenn seine Stimme wahrlich engelsgleich ist. Die Szene, in der der Pfarrer eine flammende Predigt hält und die anonymen Drohungen gegen Kio anprangert, gehört zu meinen Lieblingsszenen im Buch, da hatte ich beim Lesen wahrlich Gänsehaut.

Das dritte Thema, das angesprochen wird, ist die Krankheit Alzheimer bzw. Altersdemenz. Marcelines immer häufiger werdende Ausfälle werden sehr einfühlsam geschildert, ebenso wie Johannas Zerrissenheit, ihre Sorge um Marceline, ihre Entschlossenheit, der Großmutter ein Pflegeheim zu ersparen, hingegen aber auch ihr Wunsch, unabhängig zu sein, zu reisen und die Welt zu entdecken.

Dieser Roman ist kein Pageturner, der so spannend ist, dass man ihn nicht mehr weglegen kann. Vielmehr habe ich dieses Buch sozusagen in Häppchen genossen und das Gelesene dann erstmal wirken lassen, bevor ich weitergelesen habe. Es ist definitiv ein Roman der leisen Töne, eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, oft aber auch zum Schmunzeln, und so manches Mal wollte ich die Protagonisten einfach nur tröstend in den Arm nehmen. Das Thema Achtsamkeit hat mich intuitiv angesprochen und ich habe mich schon dabei ertappt, dass ich versuche, bewusster zu atmen, den Blic

Susanne Edelmann, 26.04.2018

Von lustig über langatmig zu Achtsamkeit, so könnte man meine Reise durch dieses Buch beschreiben.

Marceline, Johanna und Kio sind ein eingespieltes Team. Als Johanna und Kio den verletzten Leon aus seinem Unfallauto ziehen, setzen sie einen Veränderungsprozess im Leben aller beteiligten in Gang.

Mit dem Cover konnte ich zuerst nichts anfangen, der Titel sticht hervor, die Tropfen ergeben erst während des Lesens einen Sinn. Diese Tropfen finden sich zusammen mit jeweils einem Zitat am Anfang jeden Kapitels. Ich habe einige Zeit benötigt, um den Sinn hinter den Zitaten zu erkennen. Jeder einzelne Tropfen fügt sich zu einem Meer der Gedanken zusammen. Diese Geschichte ist so viel mehr als „nur“ ein Achtsamkeits-Roman. Flüchtlinge, Mobbing, Glaube verschiedener Religionen, nigerianische Rituale und Demenz sind nur einige Themen, die die Autorin zu einer beeindruckenden Geschichte verwoben hat. Die Charaktere sind so lebendig beschrieben, da muss man einfach ein Stück des Weges mit Marcelina, Johanna, Kio und Leon gehen. Marcelina die Weltenbummlerin, beste Oma aber keine beste Mutter für ihre Töchter. Johanna die Träumerin, beste Enkelin und ungeliebte Tochter. Kio der nigerianische Flüchtling, der gegen die Geister seiner Vergangenheit ankämpft und Leon der Workaholicer, unsensible, egoistische und auch gegen die Geister der Vergangenheit ankämpfende sind mir ans Herz gewachsen. Auf das Ende der Geschichte wird man zwar im Laufe des Buches vorbereitet, aber wirklich damit klar kommt man nicht.

Für mich las sich das Buch teils wie ein Tatsachenbericht und nicht wie eine gänzlich erfundene Geschichte. Kann man solche Gefühle und Gedanken in Protagonisten einarbeiten ohne es selbst erlebt zu haben? Ich könnte jetzt noch Seitenlang weiterschreiben, weil das Buch so viel in mir berührt hat. Dies ist kein Buch, das man mal so nebenbei liest. Ich habe fr die 368 Seiten länger gebraucht als normal. Aber das ist auch richtig so, diese Geschichte muss seine Wirkung entfalten können.

Absolut lesenswerte Geschichte.

Lesemama, 01.02.2018
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