Verlagsgruppe Droemer Knaur



Wo drei Flüsse sich kreuzen

9783426440063
Erhältlich bei Ihrem Buchhändler und in diesen Formaten:
E-Book, Droemer eBook
25.08.2017, 432 S.

ISBN: 978-3-426-44006-3
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Roman

Der neue Roman "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Bestseller-Autorin Hannah Kent ist ein mitreißendes Drama um die Macht von Angst und Aberglaube - basierend auf einer wahren Geschichte.

Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen.
Hannah Kent gelingt es durch ihre kristallklare Sprache erneut, eine grausame und wahre Geschichte eindringlich zu erzählen; die rauhe Schönheit Irlands verschmilzt mit dem Seelenleben ihrer Figuren, die dem Leser, wie schon in ihrem Debüt-Roman "Das Seelenhaus", ganz nahe kommen.

Die Autorin

Hannah Kent

Portrait von Hannah Kent

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie...

zur Autorin Bücher von Hannah Kent

Pressestimmen

"Lesegenuss pur. So grandios wie kaum jemandem sonst gelingt es Kent erneut, eine grausame und wahre Geschichte eindringlich zu erzählen."

Literaturmarkt.info, 04.09.2017

"Spannend und erschreckend zugleich erzählt Hannah Kent eine wahre Geschichte über tiefen Aberglauben und dessen Folgen."

freundin, 20.09.2017

"Die australische Autorin Hannah Kent hat aus einem historischen Fall das beklemmende Psychogramm dreier Frauen gemacht, die sich im Wahn des Aberglaubens verirren."

BRIGITTE Bücher-Extra 2017, 27.09.2017

"Hannah Kent hat einen tiefgründigen Roman um das Schicksal dreier Frauen in Irland der damaligen Zeit geschrieben. (...) Sehr empfehlenswert!"

Huffington Post , 04.10.2017

"Nach dem 'Seelenhaus' knüpft die Autorin an den mystischen Charakter / dieses Buches/ in erneut fesselnder Form an."

Ev. Gemeinde - Magazine Nordkirche, 01.09.2017

"Die Geschichte aus dem Irland des frühen 19. Jahrhunderts ist durchaus spannend - vor allem für Leser mit einem Faible für Feen und Magie."

Hannoversche Allgmeine Zeitung, 14.10.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die Dorfbewohnerin Nora Roche erlebt einen schweren Schicksalsschlag, als ihr Ehemann Martin sehr unerwartet ums

Leben kommt. Und das, obwohl sie erst kürzlich den Verlust ihrer Tochter zu verkraften hatte. Ihr bleibt der kleine Enkel Michael. Jedoch ist Michael nicht mehr der Enkelsohn, den Nora das letzte Mal gesehen zu glauben meint. Dieses Kind ist in seiner Entwicklung stark verzögert, wirkt auf sie so befremdlich. 

Um den Alltag zu meistern, heuert Nora die vierzehnjährige Mary an, die von da an, die gesamte Pflege und Betreuung des Kindes übernimmt. Eine anstrengende Aufgabe für das junge Mädchen, doch sie kümmert sich pflichtbewusst und entwickelt somit eine emotionale Bindung zu dem missgebildeten Jungen. Im Dorf kommen erste Gerüchte auf, dass mit dem Kind etwas nicht stimme und es sich dabei möglicherweise um ein Wechselbalg handeln könne. 

Nora schenkt dem Gemurmel große Aufmerksamkeit und versinkt zunehmend in dem Glauben, dass ihr kleiner Junge mit einem Feenwesen vertausecht wurde.Sie begibt sich zu der weisen Nance, die fachkundig in der Kräuterlehre ist und von sich selbst behauptet, mit den Feen in Kontakt zu stehen. Der neue Pfarrer spricht sich stark gegen die heidnischen Bräuche aus und zunehmend verdüstern sich die Wolken über den drei Frauen!

Hannah Kent schafft es mit ihren sehr bildlichen Umgebungsschilderungen, den Leser in ein Irland früherer Zeiten zu versetzen. Ruhig, verwunschen und nur spärlich besiedelt. 

Das Buch lebt von seiner Atmosphäre und somit waren verregnete Oktoberabende die perfekte Leseumgebung für dieses literarische Werk. 

Ihre nicht beschönigenden Schilderungen der Lebensumstände und grausigen „Behandlungsmethoden“, verleihen der Handlung Überzeugungskraft. 

Die Erzählperspektive springt zwischen den drei weiblichen Protagonistinnen und die Autorin setzt Rückblenden, lässt somit Handlungsweisen plausibler wirken und schafft einen emotionalen Bezug. Alle drei Personen handeln aufgrund dessen nachvollziehbar, was den Leser von einer schnellen Vorverurteilung wegführt.

Durch Einbringen dieser tiefverwurzelten Glaubensgrundsätze wird deutlich, dass die Betroffenen aus voller Überzeugung handeln und keinesfalls aus Böswilligkeit, Durchtriebenheit oder Eigennutz.

Wer einen gut recherchierten und auf wahren Begebenheiten beruhenden historischen Roman lesen möchte, der leider deutlich zeigt, wie verworren der Umgang mit behinderten Menschen zu der damaligen Zeit war, dem ist dieses Buch zu empfehlen. 

Und wer einen Roman lesen möchte, der mit der Mystik Irlands gewürzt ist. Mit all dem Aberglauben, der ein kultureller Teil dieser grünen Insel ist und hier keineswegs albern, geschweige denn kindisch darg

buchmelodie, 19.10.2017

MEINE MEINUNG:

Zitat Seite 370. 

Beschreibung von Mary:

Sie war doch nur ein Mädchen vom Moor. Ein Mädchen von binsenbewachsenem, torfigen Grund, aus dem die Erde schwarz herausquoll und auf dem man immer Gras, Staub oder Lehm unter den Füßen hatte, nie Kopfsteinpflaster oder die lackierte Oberfläche von Holz.

 

Zitat Seite 51

 Nór’as Schicksalsschlag:

„Dein Sohn bleibt dein Sohn , bis er heiratet, aber deine Tochter bleibt deine Tochter , bis du stirbst. Und jetzt auch noch deinen Mann zu verlieren…Gott ist wirklich grausam: Er nimmt die , die wir am meisten lieben, am ehesten zu sich.“

 

Zitat Seite 215

Nance Roche, die Heilerin mit der Gabe: 

Nance saß in der Dunkelheit ihrer Kate und beobachtete durch die offenstehende Tür , wie das sterbende Jahr sich dem Schnee ergab. Die Nacht senkte sich heilig, als ob die Herrlichkeit Gottes im Wechsel von Hell zu Dunkel wohnte. In ihren zerlumpten Umhang gehüllt, hörte sie die Stille laut wie eine Klosterglocke. In dieser Nacht würden sie beginnen. Mit der Heilung. Dem mysteriösem Flehen. Dem Auftrennen alter Magie.

Lange hat mich ein Buch nicht so beeindruckt wie das Obige, denn es ist eine wahre Geschichte. Das Cover versetzte mich schon beim Betrachten in eine angespannte Stimmung voll unheimlicher Vorahnungen. Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt und jedem Kapitel wird als Titel eine Kräuterpflanze gewidmet wie zum Beispiel die Wasserschwertlilie, Nesseln , das Kreuzkraut oder auch einem Baum wie der Esche. Der Schreibstil der Autorin, den ich schon in ihrem Buch *Das Seelenhaus* genossen habe, ist total flüssig, einprägsam , voll beeindruckender , bildhafter Sätze und fantasievoll. Ihre zarten und stimmigen Naturbeschreibungen der irischen Landschaft haben in meinen Augen sogar eine poetische Nuance.  Hannah Kent hat sich intensiv mit dem irischen Volks- und Brauchtum  beschäftigt und hervorragend in alten Archiven und Bibliotheken recherchiert.  Sicher hat sie auch alte, mündliche Überlieferungen aus der heutigen Bevölkerung einfliessen lassen. Für viele Ereignisse setzt sie sogar  gälische Begriffe in kursiver Schreibweise ein. Piseógs zum Beispiel sind Flüche, schlechte Wünsche, die man auch bildlich mit Steinen und Pflanzen errichten kann. Die inneren Widersprüche und Konflikte zwischen christlich-katholischem Glauben und alten , heidnischen Bräuchen,  die in der Bevölkerung zu dieser Zeit brodelten, hat sie perfekt und glaubhaft dargestellt. Irisches Landleben der damaligen Zeit pur. 

Die Armut und Unwissenheit  der Menschen vor der grossen Hungersnot und Ausw

Angela Busch, 03.09.2017

MEINE MEINUNG:

Lange hat mich ein Buch nicht so beeindruckt wie das Obige, denn es ist eine wahre Geschichte. Das Cover versetzte mich schon beim Betrachten in eine angespannte Stimmung voll unheimlicher Vorahnungen. Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt und jedem Kapitel wird als Titel eine Kräuterpflanze gewidmet wie zum Beispiel die Wasserschwertlilie, Nesseln , das Kreuzkraut oder auch einem Baum wie der Esche. Der Schreibstil der Autorin, den ich schon in ihrem Buch *Das Seelenhaus* genossen habe, ist total flüssig, einprägsam , voll beeindruckender , bildhafter Sätze und fantasievoll. Ihre zarten und stimmigen Naturbeschreibungen der irischen Landschaft haben in meinen Augen sogar eine poetische Nuance.  Hannah Kent hat sich intensiv mit dem irischen Volks- und Brauchtum  beschäftigt und hervorragend in alten Archiven und Bibliotheken recherchiert.  Sicher hat sie auch alte, mündliche Überlieferungen aus der heutigen Bevölkerung einfliessen lassen. Für viele Ereignisse setzt sie sogar  gälische Begriffe in kursiver Schreibweise ein. Piseógs zum Beispiel sind Flüche, schlechte Wünsche, die man auch bildlich mit Steinen und Pflanzen errichten kann. Die inneren Widersprüche und Konflikte zwischen christlich-katholischem Glauben und alten , heidnischen Bräuchen,  die in der Bevölkerung zu dieser Zeit brodelten, hat sie perfekt und glaubhaft dargestellt. Irisches Landleben der damaligen Zeit pur. 

Die Armut und Unwissenheit  der Menschen vor der grossen Hungersnot und Auswanderungswelle in Irland sind mir durch diese Lektüre  wirklich zu Herzen gegangen. Was auch gerade Frauen durch Kindbett, Schwangerschaft und Armut aushalten mussten, war unglaublich.

 

Der Arzt der Armen ist der Tod.

Liagh gach boicht bas

 

Für dieses spannende und ungewöhnliche Buch gibt es eine absolute Leseempfehlung von fünf ***** Sternen von mir.

Angie*, 03.09.2017
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