Verlagsgruppe Droemer Knaur



Gefährliche Saat

9783426450949
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E-Book, Knaur eBook
28.06.2017, 352 S.

ISBN: 978-3-426-45094-9
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Thriller

Actionreicher Polit-Thriller über ein Thema von internationaler Brisanz, geschrieben von einem Autor, der als ehemaligen Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO tätig war.
Ein schwerer Anschlag auf die Zentrale eines Energie-Versorgungsunternehmens in Frankreich, bei dem mehrere Menschen sterben, erschüttert Europa. Die Angst vor weiteren Attentaten ist groß, als sich herausstellt, dass es für die Tat einen islamistischen Hintergrund gibt.
In Berlin verfolgt der zweiundzwanzigjährige Djamal mit wachsender Spannung die Geschehnisse rund um das Attentat, Diskussionen um Anti-Terroreinsätze, den IS, Salafisten und Flüchtlinge. Djamal ist Sohn irakischer Einwanderer in der dritten Generation und studiert Maschinenbau. In Deutschland geboren und aufgewachsen, besitzt Djamal die deutsche Staatsangehörigkeit und fühlt sich auch als Bürger dieses Staates, doch im Alltag erfährt er ebenso wie seine Familienangehörigen, seit dem vermehrten Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland, immer häufiger Diskriminierung und Ausgrenzung. Als seine Mutter auf der Straße in seinem Beisein von deutschen Jugendlichen angerempelt wird, verliert er die Kontrolle. Er verprügelt einen der Jugendlichen und wird daraufhin von der Polizei abgeführt. Djamal erhält eine Jugendstrafe auf Bewährung wegen Körperverletzung.
Seiner Familie entgeht seine Veränderung anfangs. Nicht jedoch seiner deutschen Freundin, der Abiturientin Nina Mainhardt. Nina spürt, wie Djamal sich innerlich von ihr entfernt und sich immer öfter mit streng gläubigen jungen Männern trifft. Als sie ihrer Mutter ihre Befürchtungen beichtet, setzt die Anwältin alle Hebel in Bewegung und lässt ihre Beziehungen in Berlin spielen und wendet sich schließlich an BND-Abteilungsleiter Marc Bauer. Doch möglicherweise ist es bereits zu spät: Die Zelle plant einen Anschlag, bei dem Djamal eine Schlüsselrolle zukommt...

Der Autor

Jens Kubo

Portrait von Jens Kubo

Jens Kubo war als Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO, für die er nach seiner fliegerischen Karriere Sicherheitskonzepte von militärischen...

zum Autor Bücher von Jens Kubo

Pressestimmen

"Ein Polit-Thriller, der in Zeiten von Terroranschlägen, Terror des IS in Europa, nicht aktueller sein könnte."

kriminetz.de, 01.09.2017

"Dieser Thriller liest sich wie das Drehbuch vieler Radikalisierungsgeschichten."

Börsenblatt, 01.06.2017

"Der unglaublich gut recherchierter Thriller, der mit seiner politischen Brisanz genau in unsere Zeit passt."

Eschborner Stadtmagazin, 08.11.2017

"Ein unglaublich gut recherchierter Thriller, der mit seiner politischen Brisanz genau in unsere Zeut oasst,"

Eschborner Stadtmagazin, 08.11.2017

"Politisch aktuell und brisant. Spannend und verdammt authentisch."

nisnis-buecherliebe.de (Anja Gries), 17.11.2017

Lesetipps

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Wer Wind sät

 

Schon immer lebt Djamal in Berlin, er hat eine deutsche Freundin, die ihm viel bedeutet und sein Vater hat ihm einige Werte beigebracht. Ein gutes Leben könnte man meinen. Allerdings wird Djamal nach einem Vorfall, während dem er seine Mutter verteidigen wollte, festgenommen und beschuldigt, die Sache ausgelöst zu haben. Djamal kann nicht verwinden wie er durch den Staat behandelt wird. Gemeinsam mit den Erlebnissen in seinem Herkunftsland bereitet dieses Ereignis den Boden für einen Verführer, der seines Gleichen sucht. Zur selben Zeit suchen die Behörden fieberhaft nach einem Attentäter, dessen Spuren nach Berlin führen.

 

Auf zwei Ebenen nähert sich dieser Roman dem Problem des Terrorismus, mit dem wir heute zu kämpfen haben. Der junge Djamal, der sich auf der Suche befindet, dessen Vertrauen in den Staat erschüttert wird, der keinen Halt mehr findet. Nicht einmal seine Freundin Nina kann sein Abdriften aufhalten. Auf der anderen Seite die Ermittler Marc Bauer und Lukas Weber, die alles versuchen, einen Attentäter zu stellen, der offensichtlich nach Berlin geflüchtet ist. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen verläuft nicht immer reibungslos und Gefährdungslagen müssen auch die Mühlen der Politik durchlaufen, deren Reaktion manchmal in einem „Wir fürchten uns nicht besteht“ und die damit die Sicherheitsbehörden in große Schwierigkeiten bringen. Schließlich soll dieses „Wir fürchten uns nicht“ nicht in einem „Das ist ja fürchterlich“ enden.

 

Zunächst etwas spröde wirkt der vorliegende Roman, denn er führt in eine Welt, die einem sehr fremd vorkommt. Wieso sucht Djamal, er hat doch nichts auszustehen. Vielleicht etwas, dass nie leicht nachzuvollziehen ist, wenn man nie in einem Land mit einer anderen Kultur gelebt hat. Man fragt sich, wieso sie sich von allem angegriffen fühlen. Keiner muss sich völlig assimilieren, doch sollte nicht auf beiden Seiten Toleranz vorherrschen? Packend wird das Buch, wenn die Spuren ausgelegt sind und so langsam die missliche Ernte eingebracht wird. Welche Fäden ziehen Ermittler, Politiker und Verführer? Hat die Familie überhaupt noch irgendeinen Einfluss? Kann man einem Attentäter in die Seele blicken? Gerade zum Schluss hin werden Fragen aufgeworfen, die einen an einigem zweifeln lassen? Leider lässt sich hierüber keine Diskussion eröffnen, denn schließlich soll nicht zu viel verraten werden. 

 

Spannend, hart, tragisch und möglicherweise näher an der Realität als einem lieb sein kann.

 

wal.li, 04.11.2017

Ein Thriller, der genau in die Zeit passt.

Obwohl sich die Spannung erst langsam aufbaut, fesselt die Geschichte von Anfang an. Zunächst ist es mehr eine unbestimmte „Anspannung“, ein vages Unwohlsein, das sich ausbreitet, während die Figuren eingeführt, der aktuelle gesellschaftliche Kontext und die politische Situation beleuchtet werden.

Angesichts der zunehmenden Angst vor islamistischem Terror in unserem Land, bläst Menschen mit Migrationshintergrund zunehmend der Wind ins Gesicht. Diese Erfahrung macht auch Djamal Khadim. Er hat einen deutschen Pass, fühlt sich diesem Land zugehörig und schon seine Mutter ist in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er lebt in gesicherten Verhältnissen und man könnte sagen: ein junger Mann aus gutem Hause, noch dazu mit einer deutschen Freundin, die er innig liebt. Doch allein sein „anderes“ Aussehen genügt in dieser Zeit oft schon, ihn an den Rand zu rücken, ihm mit Misstrauen und Aggression zu begegnen, was er als extrem ungerecht empfindet. Auch deshalb macht er sich gerade, an der Schwelle zum Erwachsenwerden, Gedanken bezüglich seiner Identität, und ausgerechnet jetzt gerät er in den Bann des ebenso intelligenten wie charismatischen Yusuf Asmani. Ich fand es zutiefst beängstigend, wie er sukzessive in das Netz der Islamisten gerät, wie seine Suche nach Orientierung, seine momentane Wut und Frustration benutzt werden, um ihn zu manipulieren. Nach einem schrecklichen Anschlag in Berlin laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und es gibt Anzeichen für weitere Terrorakte. Djamal gerät zwischen die Fronten des Terrors und der Terrorbekämpfung – seine Freunde setzen alle Hebel in Bewegung, doch sein Schicksal scheint unausweichlich.

Die Dramatik der Geschichte steigt kontinuierlich, atemlose Spannung und erstaunliche Wendungen prägen vor allem das letzte Drittel. Irgendwann war es mir unmöglich, das Buch noch einmal aus der Hand zu legen.

Identifikationsfiguren brauche ich in einem Thriller wie diesem nicht. Von daher habe ich die leise Distanz, die ich zu den handelnden Personen verspürte als angemessen, ja eigentlich so gar als angenehm empfunden. Wichtig für mich ist, dass sie gut und glaubhaft ausgestaltet sind, und in dieser Hinsicht gibt es nichts zu bemängeln.

Wie Jens Kubo die Ermittlungen und Diskussionen in den Sicherheitsbehörden schildert, wirkt kenntnisreich und authentisch. Weil er hier in der Regel sehr sachlich bleibt, wirkt es schon mal ein bisschen trocken, aber doch jederzeit informativ und mit interessanten Einblicken.

 

Ein starker Thriller mit Schwerpunkten auf der politischen Dimension ohne dabei auf Action und Emotion zu verzichten. Vielschichtig und spannend, intelligent und realitätsnah konstruiert und, was ihn besonders macht – mit ein

Claire, 23.09.2017
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