Verlagsgruppe Droemer Knaur



Harte Tage, gute Jahre

9783426450277
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E-Book, Knaur eBook
27.07.2017, 272 S.

ISBN: 978-3-426-45027-7
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Die Sennerin vom Geigelstein

70 Jahre auf einer Alm in den bayerischen Bergen - die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau.
Christiane Tramitz erzählt das Leben der Sennerin vom Geigelstein. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben im Gleichmaß der Jahreszeiten und in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat.
Weil sie Liebeskummer hatte, packte die damals siebzehnjährige Bauerntochter Maria Wiesböck aus Samerberg 1941 ihren Rucksack, verließ den väterlichen Bauernhof und stieg auf zur Oberkaser-Alm in den Chiemgauer Alpen. Dort versorgte sie fortan als Sennerin das Vieh und kehrte seitdem nicht einmal in den harten Wintern ins Tal zurück.
Die Alm-Wirtschaft wurde ihr Lebensinhalt. Sie lebte einfach und gesund im Einklang mit der Natur. Nun, am Ende dieses langen Lebens erkennt sie, dass das Vertraute mehr und mehr verschwunden ist. Auch auf der Alm hat das moderne Leben längst Einzug gehalten, und so manches davon bedroht die Natur.
Die Biografie der Sennerin vom Geigelstein entführt die Leser auf eine anrührende Weise in die längst untergegangene Welt der traditionellen Alm-Wirtschaft inmitten einer Natur, die sich die meiste Zeit des Jahres lebensfeindlich zeigt. Dieses Leben ist alles andere als ein Idyll gewesen. Es war voller Entbehrungen und bot dennoch jene Geborgenheit, die wir heute Heimat nennen.

* Das unvergleichliche Leben einer Sennerin in den bayerischen Bergen
* Bedient die Sehnsucht nach einem ursprünglichen und unverfälschten Leben
* Für die Leser von Anna Wimschneiders "Herbstmilch" und Dora Prinz´ "Ein Tagwerk Leben"

Das perfekte Geschenk für alle Bergfreunde, Bergwanderer und Naturliebhaber

Die Autorin

Christiane Tramitz

Portrait von Christiane Tramitz

Christiane Tramitz ist promovierte Verhaltensforscherin und beschäftigt sich vor allem mit den biologischen Grundlagen des menschlichen Verhaltens (u...

zur Autorin Bücher von Christiane Tramitz

Pressestimmen

"Christiane Tramitz portraitiert in ihrer Biografie [...] liebevoll Mare und ihr Leben im Chiemgau - und gewährt dabei tiefe Einblicke in den harten Alltag in den Bergen."

Stern, 10.08.2017

"Christiane Tramitz hat mit 'Harte Tage, gute Jahre' ein einfühlsames<br /> Buch über das Leben der Sennerin vom Geigelstein geschrieben, das mit leisem Ton große Gefühle<br /> beschreibt."

prberghoff.de, 27.07.2017

"Die beeindruckende Geschichte einer starken, eigenwilligen Frau, die, selbstbestimmt und frei, ihr ganzes Leben auf einer Alm verbracht hat."

SWR1, Leute, 14.08.2017

"Eine ungewöhnliche Biographie, die sich aus kurzen, unchornologisch aneinandergereihten Szenen und Episoden zusammensetzt, um letztendlich zu einem nicht belegbaren Gesamtbild zu verschmelzen."

Das Echo vom Alpenrand (Blog), 05.08.2017

"Ein schöneres und zugleich bewegenderes Arbeits- und Lebensdokument ist seit langem nicht auf diese Weise dokumentiert worden."

Kultur-Punkt.ch, 03.10.2017

"eine ergreifende Geschichte"

Der Kurier, 20.10.2017

"die außergewöhnliche Geschichte einer bemerkenswerten Frau"

Gaggenauer Woche, 26.10.2017

"ein hervorragend geschriebenes zeitgeschichtliches Dokument über das Leben einer bemerkenswert eigenständigen Frau"

Buchkritik.at, 05.11.2017

"Ein Buch, das mich über Zufriedenheit und Achtsamkeit hat nachdenken lassen."

Bol.de (Helga Buß), 21.11.2017

"Gut, dass Christiane Tramitz diese Lebensgeschichte der Sennerin nun aufgeschrieben hat."

medienprofile (Annette Aignesberger), 13.11.2017

"Eine sehr gelungene Biografie, die den Leser an diesem außergewöhnlichen Leben teilhaben lässt."

ercho (Wochenzeitung für Stadt und landkreis Rosenheim), 15.11.2017

"die reale Lebensgeschichte einer Außenseiterin"

Radio Lotte , 10.10.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Hier hat Christiane Tramitz über das Leben der Sennerin Maria Wiesbeck eine wahre Hommage geschrieben. Diesem

Lebenslauf kann sich wirlich kein Leser entziehen und er ist begeistert von der Zähigkeit und Entshlußfreudigkeit dieser Frau. Mare wächst zusammen mit zwei Geschwistern, der Mutter und dem Großvater auf einem Bauernhof im Chiemgau auf. Der Vater, mit Verletzungen aus dem 1. Weltkrieg, hat sich das Leben genommen. Von den Geschwistern interessiert sich die Mare als einzige für die Landwirtschft. Als junges Mädchen verliebt sie sich unsterblich in einen Bauernsohn, doch der läßt sie schmächlich sitzen und heiratet ihre Schwester,nachdem diese von dem jungen Mann geschwängert wurde. Da die Schwester nun mit ihrem Mann auf dem Hof wohnte, ging Mare mit 17 Jahre als Sennerin auf die Kaseralm und beshloß, nie mehr ins Tal zu kommen. Sie fast 70 Jahre auf dem Berg. Sie diente dort mehreren Herren, betrieb Ausschank, sah im Krieg Grenzgänger und Flüchtlinge, erlebte den Beginn des Fremdenverkehrs und blieb sich aber stets treu. Nie verließ sie die Alm für einen Mann. Auch im Alter von über 90 Jahren bewohnte sie weiterhin die Kaseralm, ohne technischen Fortchritt unter primitivsten Bedingungen. Nachdem sie einmal von einer Lawine verschüttet wurde, wollte man sie in ein Altenheim bringen, sie weigerte sich jedoch bis zum Schluß, ihre Heimat zu verlassen, für die ihr der Großvater lebenslanges Wohnrecht zugesichert hatte. Im Alter wurde die Mare etwas sonderlich, sie sah überall Terroristen und sprach mit dem Berggeist. Die Mare war die letzte Sennerin, die noch genauso gelebt hat, wie man vor 50 Jahren auf dem Berg lebte. Mit ihr ist ein Stück Geschichte aus dem Chiemgau gestorben.

Elisabeth Ullmann, 03.09.2017

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...gibt nix Besseres für mi auf derer Welt. So frei und dem Himmi so nah."

Diese Worte von Mare prägen das ganze Buch und geben tatsächlich alles wieder, was sie geprägt und geformt hat.

 Mare beschließt 1941, den heimischen Hof zu verlassen, weil sie von ihrer großen Liebe gedemütigt wurde. Ihr Herz ist gebrochen, das Vertrauen in die Menschheit dahin. So beschließt sie, fortan ihr Leben auf der Oberkaseralm im den Chiemgauer Alpen zu verbringen. Mit dem harten Alltag, den Entbehrungen und den Erfahrungen der Jahre wird aus der jungen Frau eine Sennerin, wie sie die Alpen noch nicht gesehen hat. Ein wenig starrköpfig und eigensinnig ist sie schon, die Oberkasermare, aber sie ist rechtschaffen und zufrieden mit dem, was das Leben ihr auf dem Berg bietet.

 Mir den Jahren wandelt sich die zeit und Mare lebt in einer Art Schneekugel - draußen tobt das Leben mit Krieg, Plünderung und Wilderei. Die Welt wandelt sich - berühmte Menschen treten in ihr Leben, aber Mare bleibt in ihrer Hütte die bescheidene und ein wenig schrullige Sennerin.

 Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte der Oberkasemare auf zwei Zeitebenen, die schön ineinander fließen. Man lernt sowohl die junge Mare, als auch die schrullige Alte sehr gut kennen. Es wird nichts beschönigt, das Leben auf der Alm wird mit klaren Worten geschildert. Die Zeit verläuft wie in einem Film, während man das Buchliest und man taucht tief in die Hütte am Berg ein.

Sehr gut hat mir außerdem gefallen, dass der Chiemgauer Dialekt im Buch lebendig wird - das macht die Geschichte echter, nachvollziehbarer und lässt Mare vorm inneren Auge erscheinen. 

Mit dem Verlauf der Geschichte wächst einem die Mare richtig ans herz, auch wenn sie manchmal hartherzig und stur sein kann. Aber so ist das Leben - und Christiane Tramitz hat mit ihren Erzählungen der Sennerin ein würdiges Andenken bereitet.

 Mich hat die Geschichte von Anfang an fasziniert und ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können.

Dieses Buch besticht durchs eine Schlichtheit, seine Ehrlichkeit und seiner Authentizität - daher vergebe ich gerne 4 von 5 Sternchen

katikatharinenhof, 29.08.2017

„Harte Tage gute Jahre“ ist ein ganz besonderes Portrait über eine ganz besondere Frau.

Es ist eine Erzählung, die mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich war gerne da oben bei Mare am Geigelstein.
Denn ja, genauso fühlte es sich an, als wäre man mit ihr in all den Jahren auf der Alm gewesen.
Hat mir ihr gearbeitet und ist mit ihr müde geworden.
Müde der Jahre und der Menschen.
Zum Schluss ließ mich diese Erzählung nachdenklich zurück, tief berührt von einer ergreifenden Geschichte über eine großartige und bemerkenswerte Frau.
Es gäbe noch so wahnsinnig viel über dieses Buch und der Sennerin zu erzählen aber ich kann Euch einfach nur ans Herz legen, es selbst zu lesen. 

Michaela Gutowsky, 18.08.2017
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