Verlagsgruppe Droemer Knaur



Die Schönheit der Nacht

9783426440667
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E-Book, Knaur eBook
26.04.2018, 320 S.

ISBN: 978-3-426-44066-7
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Roman

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt – auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu – und werden danach nie wieder dieselben sein.
In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers „Das Lavendelzimmer“, sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen.

"Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"

Die Autorin

Nina George

Portrait von  Nina George

Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und...

zur Autorin Bücher von Nina George

Pressestimmen

"Geschichte von Weiblichkeit in allen Facetten"

buchreport, 03.05.2018

"Poetisch und mit viel Gefühl beschreibt die Berliner Autorin erotische Begegnungen."

freundin, 02.05.2018

"Ein Muss für alle Frauen, die sich besser kennen lernen wollen. Alle, die sich fragen, ob sie den richtigen Weg gegangen sind."

hr1.de, 30.04.2018

"Über eine leidenschaftliche Affäre, Selbstfindung - und die Notwendigkeit zu lügen."

Für Sie, 02.05.2018

"Ein Roman voller Emotionen. [...] Das bretonische Ambiente schafft zusätzlichen Genuss. Der Roman ist in jedem Fall sehr empfehlenswert."

Huffington Post, 08.05.2018

"Ein atmosphärischer Text voller Schönheit und klarer Sprache, der sich letztendlich um schlummernde Sehnsüchte und verborgene Kräfte im Weiblichen dreht."

bento.de, 04.06.2018

""[Die Schönheit der Nacht] wühlt auf und schenkt ein Stück der Freiheit, die man vielleicht schon hin und wieder in Andeutungen gespürt hat und hofft, irgendwann selbst zu finden."

Blog Queerbuch, 01.06.2018

"Ein tiefgründiger Roman mit viel feministischer Empathie, philosophisch-klugen Gedanken, den man mit einem stillen Lächeln am Ende aus der Hand legt und der lange im Gedächtnis bleibt."

Buecher-leben.de, 05.06.2018

"Eine melancholische Geschichte mit Charakteren auf der Suche nach sich selbst."

Blog Manus Tintenkleckse, 12.06.2018

"Ihre Geschichte erzählt von dem Mut zur Veränderung, von Leidenschaft, Liebe und davon, dass bei sich selbst ankommen immer auch loslassen heißt."

Börsenblatt online, 17.06.2018

"Der literarisch sehr anspruchsvolle Erzählstil ist voller Metaphern und man sollte sich auf jeden Fall Zeit beim Lesen nehmen. Wer einen seichten Frauenroman erwartet, sollte nicht zu diesem Buch greifen."

Blog Lesen und Hören, 14.06.2018

"Ein Buch über die Weiblichkeit und Sexualität in seinen vielen Facetten. Sinnlich nähert sich Nina George diesem Thema."

diabolo-mox.de, 03.07.2018

"Ein literarischer Roman voller Sehnsucht."

T-online.de, 09.07.2018

"Nina George schreibt sehr klar über Gedanken, die Frauen nicht oft offen aussprechen. Ein Extra-Plus gibt es für fdie wunderbaren Paris-Beschreibungen."

Woman, 21.06.2018

"In diesem kostbaren und knisternden Roman taucht George tief in die Psyche ihrer Figuren ein. Und ins Meer. 'Die Schönheit der Nacht' ist auch eine komplexe, sinnliche Geschichte über die Geheimnisse, die das Meer hütet, und den Einfluss, den es auf den Menschen haben kann."

Augsburger Allgemeine, 07.06.2018

"Bestseller-Autorin Nina George zeigt mit „Die Schönheit der Nacht“ die unheimliche Schönheit der Literatur und die Besonderheiten der Liebe! Ein Buch wie ein warmer Sommerregen, aber mit Gewittern und später folgenden umschmeichelnden, strahlendem Sonnenschein."

denglers-buchkritik.de, Alex Dengler, 23.07.2018

"Ein wundervoller Roman, den jede Frau gelesen haben sollte!"

100geschichten.blog, 02.06.2018

"Nina Georges Sprache ist voller Ausdruckskraft. Jeder ihrer Sätze erscheint durchdacht und platziert, ohne je künstlich zu wirken."

buchsichten.de, 11.07.2018

"Ich habe selten so etwas Gutes gelesen."

eulenmatz-liest.com, 18.06.2018

"Ein Roman, der eine Hommage an die Selbstentfaltung der Frau, aber auch an die zauberhafte Bretagne und das Meer als Symbol der inneren Freiheit ist."

literaturschock.de, 28.05.2018

"Sinn und Sinnlichkeit auf Französisch"

Rüsselsheimer Echo, 19.07.2018

"Gefühlvoll und voller poetischer Bilder [...]. Ein Buch, das lange nachwirkt."

FLOW, 19.10.2018

"Ein Buch, das lange nachwirkt."

flow, 01.10.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Dieser Roman zielt nicht auf eine bestimmte Handlung ab, er zeigt vielmehr das Seelenleben der einzelnen Figuren auf

und legt damit Stimmungen und Gefühle offen.

Nina George bricht die äußere Hülle ihrer Protagonisten auf und bringt mit melancholisch wirkenden Worten das Innere zu Papier.

Nina George zeigt in literarisch und auch poetisch klingender Sprache und unter Verwendung französischer Wörter schöne Momentaufnahmen, bildhafte Worthülsen und Vergleiche der Figuren und ihre Suche nach der eigenen Identität und der Liebe.

Auf diese Szenen muss man sich einlassen, sich überraschen lassen von den Worthülsen und Bildern der Gefühle. Wie sich Claire von Julie wieder in die Jugendsuche hineinziehen lässt und das bisher Gewordene neu überdenkt, ist ein Prozeß, den nicht jeder Leser mögen wird.
Lässt man sich darauf ein, so findet man sich inmitten dieses Prozesses wieder und wird wieder von den Gefühlen der Jugend und der Suche nach dem Leben durchflutet.

Ein anspruchsvoller Roman, der sich mit leicht melancholischem Stil auf die Suche nach der Identität und dem Glück macht. Der Blick geht ins Innere der Figuren, es ist kein lockerer Frauenroman, der einfach nur unterhalten will.

sommerlese, 19.09.2018

 

Zitat Seite 195 : " Sie hatte es nie geschafft, sich aus ihrem eigenen Zimmer im Kopf so weit hinauszuwagen, um das, was hinter den verschlossenen Türen ihres Selbst geschah, einer anderen mitzuteilen."

 

Ein Buch, welches mich sehr gefesselt hat durch seinen wunderschönen Sprachstil und die treffende Aussagekraft der Autorin. Sie beschreibt das Innere Zueinanderfinden von zwei Frauen so faszinierend, dass ich bewusst langsam gelesen habe, um jeden Satz gebührend geniessen zu können. Ihre Beschreibungen des bretonischen Himmels und des Meeres in allen Schattierungen der Farben Blau, Grau, Weiss, Grün  lässt schillernde Bilder im Kopf entstehen, in denen sich die flirrende Hitze des Sommers und die sich entwickelnden Zuneigung der beiden Frauen zueinander geduldig, wie eine leichte  weisse Wolke, ausbreitet. Die Stimmung im Buch der lauwarmen Nächte am Meer, kann ich hier gar nicht gebührend beschreiben. Das muss man einfach selber erlesen.

Sommerhaus- und Ferienatmosphäre pur, gewürzt mit französischem Flair und vielen Ausdrücken aus dieser Sprache.

 

 Die beiden Protagonistinnen sind sehr unterschiedlich. Claire, eine gestandene Wissenschaftlerin in der Mitte ihres Leben, verheiratet mit dem Musik-Komponisten Gilles und Mutter des erwachsenen Nicola.

Julie, Nicola's Freundin, eine neunzehnjährige vor Lebenslust sprühende junge Frau, die am liebsten Sängerin werden möchte, es sich selber aber noch nicht zutraut. Von inneren Zweifeln geplagt, lässt sie sich auf den Urlaub am Meer mit Niklas und  seinen Eltern ein. 

Sie erlebt dort nicht nur das für sie neue Schwimmen im Meer,  sanft behütet von Claire, sondern auch das Schwimmen auf den Wogen ihres kommenden Lebens. 

Beide Frauen verlassen in diesem Sommer das einengende, konventionelle  Zimmer in ihrem Kopf und begeben sich auf eine Reise zu sich selber. 

Dass es dadurch Verletzungen der Menschen ihrer Lebenskreise gibt, ist bitter, aber unabänderlich. 

So kann das Leben in Beziehungen sein, mit all seinen möglichen Nuancen von Liebe, Glücksempfinden bis hin zu tiefer Trauer.

 

Auch die Halbgeschwister von Claire und alle anderen Protagonisten , wie Ehemann Gilles und Sohn Niclas sind von der Autorin mit unterschiedlichen,  sehr beeindruckenden und ansprechenden Charakteren ausgestattet worden. 

 

Dieses Buch hat mich verzaubert, spielerisch an die bretonische Atlantik-Küste katapultiert und wahnsinnig beeindruckt. 

 

Meine Bewertung : FÜNF ***** STERNE für diese sehr schöne und grossartige Geschichte.

 

He

Angela Busch, 31.07.2018

Claire fühlt sich immer mehr in ihrem Leben und ihrer Ehe eingezwängt und verspürt den Drang danach

sich und das Leben zu spüren. Und Julie geht es ähnlich. Sie wartet auf große Leidenschaft und auf etwas das sie in Brand steckt. Zwei sehr unterschiedliche Frauen in verschiedenen Stadien ihres Lebens, die gemeinsam in der Bretagne neue Lebenslust finden und danach nicht mehr dieseleben sind...

Nina George schafft es auch wieder in diesem Roman durch ihren poetischen Schreibstil, dass man voller Leichtigkeit und Wohlbefinden nur so über die Seiten fliegt. Dabei werden auch ernste Themen angesprochen und viele Szenen regen auch noch im Nachhinein zum Nachdenken an.

Claire und Julie sind zwei ganz unterschiedliche Frauen, die sich im Laufe der Geschichte neu finden. Ihre Entwicklung fand ich sehr schön beschrieben.

Jede Frau findet sich sicher in einem dieser Situationen, die die beiden Frauen durchleben oder berichten wieder.

Ich würde dieses poetisch geschriebene und schön aufgemachte Buch am liebsten jeder Frau ans Herz legen. Das es jede von ihnen zum nachdenken anregt, ob sie die Frau sind die sie immer sein wollten.
       

SummseBee, 20.06.2018

Es ist kein Buch, das man in einem Rutsch und an einem Abend durchlesen kann. Deshalb habe ich bei diesem Buch auch

so viel mehr Zeit als für die meisten anderen Bücher benötigt.

Es ist in einer sehr schönen beschreibenden Sprache geschrieben.
Man kann sich die Umgebung  (erst Paris, dann die Bretagne) sehr gut vorstellen, aber sich auch in die Gefühle der Hauptpersonen hineindenken. Viele Sätze regen zum Nachdenken an.

Julie und Claire sind an verschiedenen Punkten in ihrem Frauenleben aber beide auf der Suche nach sich selbst und neuen Wegen. Das Ende der Geschichte finde ich gelungen und hoffnungsvoll.
   

ostern, 17.06.2018

Dramatisch ist das Buch nicht, denn hier geschieht kein Verbrechen. Oder doch? Ist es kein Frevel sich zu verstellen,

nur intakt sein und die Waffen zu strecken? Viele Frauen kennen das. Als Mädchen hat man seine Vorstellungen, was man entdecken will, erleben, was man alles erreichen möchte. Dann lernt man einen Mann kennen, verliebt sich, bekommt Nachwuchs und alles ist weggeblasen – kein launiges Lüftchen, sondern ein Sturm, der durch alle Bereiche des Lebens geht. Das Leben ist zwar kein Trümmerfeld, aber die eigenen Interessen und Beweggründe sind dahin. Manche Frauen sind damit zufrieden, Andere nicht! Sie vermissen etwas – sich selbst! Einige Frauen stellen sich die Frage: „Was wäre wenn? Kann man neu anfangen? Sich selbst finden?“

 

„Wie viele Frauen ist eine Frau? Und wie viele Jahre fließen davon, bis eine Frau das Eigene gefunden hat?“

 

Überzeugende Worte!

 

Die Autorin hat das gut in ihrer Geschichte verarbeitet. Dazu hat sie passende Protagonisten gestellt. Claire – selbstbewusst und dennoch pessimistisch, aber nicht depressiv. Oder Julie – jung und voller Energie. Beide Frauen entdecken viel mehr, als ihre Weiblichkeit. Dazu passen sehr gut das Umfeld und die Lebensbereiche.

 

Die Geschichte hat mich überzeugt, denn sie spiegelt die Charaktere und Denkweisen der Frauen.

Baroness, 07.06.2018

Ich hatte bisher noch kein Buch von Nina George gelesen und muss sagen, dass ich von der poetischen Sprache

begeistert bin.

Die Pariser Verhaltensbiologin Claire spürt eine zunehmende Unzufriedenheit mit ihrem Leben. Sie ist mit Gilles verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn namens Nicolas. Doch Claire fehlt etwas, das sie selbst nicht genau benennen kann, obwohl sie von Berufs wegen die Fachfrau ist. Gilles und sie versuchen Abstand zu wahren und beide sind nicht glücklich mit der Situation. Dann bringt Nicolas seine Freundin Julie mit und es wird etwas in Bewegung gesetzt, dessen Folgen nicht abzusehen sind. Sie beschließen, gemeinsam den Sommer in Claires Haus an der bretonischen Küste zu verbringen.

Julie ist jung und hat ihren Weg im Leben noch nicht gefunden. Sie wünscht sich, auf der Bühne zu stehen und zu singen und hat doch nicht den Mut dazu. Als sie Claire begegnet, ist sie fasziniert von dieser interessanten und selbstbewussten Frau. Wie könnte sie auch ahnen, dass Claire sich in Wirklichkeit verloren hat.

Zwischendurch erfahren wir immer mehr von Claires Leben, die schon als Kind große Verantwortung in ihrer Familie übernommen hat. Später dann wurde sie viel zu früh Mutter und hat sich selbst nicht entdecken können. Gilles ist Komponist und Claire sorgt mit ihrem sicheren Einkommen dafür, dass es an nichts mangelt. Sie hat also immer funktioniert und ihre Sehnsüchte nicht hochkommen lassen.

Dieser Sommer verändert das Leben dieser Personen. Das Meer hilft dabei, zu ergründen, was man wirklich vom Leben will. Claire und Julie kommen sich näher und entwickeln Gefühle füreinander.

Eine sehr sinnliche Geschichte über Sehnsüchte und das Sich-Finden, die nachdenklich stimmt.

leseratte1310, 26.05.2018

Dr. Stéphenie Claire Cousteau ist eine 44-jährige Frau, die auf den ersten Blick alles hat. Sie arbeitet

als Verhaltensbiologin an einer Pariser Universität. Mit ihrem Mann Gilles, einem Komponisten, führt Claire seit vielen Jahren eine Ehe. Der gemeinsame Sohn Nicolas, kurz Nico, ist erwachsen. Dennoch hat die Professorin das Gefühl, dass ihr irgendetwas fehlt. Auch Julie, die 19-jährige Freundin von Nico und Angestellte in einem Hotel, ist noch auf der Suche. Ein gemeinsamer Aufenthalt in der Bretagne bringt die beiden Frauen einander näher, die ein Geheimnis teilen…

„Die Schönheit der Nacht“ ist ein anspruchsvoller Roman von Nina George über die Suche nach Freiheit, nach Liebe, nach dem Sinn des Lebens und letztendlich nach sich selbst.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 33 Kapiteln von angenehmer Länge. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Claire und der von Julie.

Begeistern konnte mich wieder einmal der intensive Erzählstil der Autorin. Die Sprache ist voll von Emotionen und tollen Sprachbildern. Immer wieder gibt es poetisch anmutende Passagen. Eingebaut werden auch wundervolle Zitate aus Liedern und anderen Werken. Dabei werden auf hervorragende Art Stimmungen transportiert wie beispielsweise eine Melancholie, die sich durch weite Teile des Romans zieht.

Durch diese besondere Art des Erzählens fiel es mir leicht, die Gedanken- und Gefühlswelt von Claire nachzuvollziehen. Die Vielschichtigkeit der Hauptprotagonistin hat mir gut gefallen. Auch Claire wirkt sehr authentisch und ist ein reizvoller Charakter.

Inhaltlich ist der Roman sehr tiefgründig und bietet viele Denkanstöße. Gleich mehrere Fragen philosophischer Art werden aufgeworfen. Unterschiedliche Facetten der Weiblichkeit werden thematisiert. Somit konnte mich der Roman nicht nur emotional bewegen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Obwohl er erst ab dem letzten Drittel an Spannung gewinnt und gegen Ende mit einer Wendung überrascht, kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Dazu trägt das französische Flair bei, was für mich ein weiterer Pluspunkt ist.

Interessant sind auch die ausführlichen Dankesworte zum Ende des Romans. Sie geben unter anderem Aufschluss über die Entstehung der Geschichte.

Sehr gelungen ist auch die schöne und hochwertige Aufmachung der gebundenen Ausgabe. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll. Auch der klangvolle Titel ist treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Die Schönheit der Nacht“ von Nina Georg ist ein besonderer Roman der leisen Töne, der bei mir noch eine Weile nachklingen wird. Ich kann die Lektüre sehr empfehlen.

milkysilvermoon, 25.05.2018

Gänsehaut pur

Schon beim Lesen der Ersten Seiten vom dem Buch „Die Schönheit der Nacht“ bekam ich eine Gänsehaut und dieses Gefühl zog sich durch die ganze Geschichte durch.

Folgendes Zitat Eingangs des Buches hat mich sehr berührt:

„In jedem Blick suchen wir das Meer. Und in jedem Meer den einen Blick.“

Zum Inhalt: Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt – auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu – und werden danach nie wieder dieselben sein.

Claire ist eine erfolgreiche und angesehene Verhaltensbiologin welche mit ihrem Mann und Sohn in Paris wohnt. Julie ist noch sehr jung, singt sehr gerne für sich  alleine und arbeitet in einem Hotel. Dort findet auch die erste Begegnung zwischen den beiden Frauen statt. Dann begegnen sich die beiden erneut, denn Julie ist die neue Freundin von Claires Sohn Nicolas. Zusammen fahren alle vier in die Sommerferien.

Kein „leichter Sommerroman“ doch eine wundervolle, sinnlich schöne Geschichte, welche sich im Sommer an der bretonischen Küste abspielt.  

Das Cover ist sehr sinnlich gestaltet, es passt super zu dieser gefühlvollen Geschichte!

 

marilou, 24.05.2018

Seit ihren Welterfolg „Das Lavendelzimmer“ und den mindestens genauso guten Buch „Die

Mondspielerin“ gehört Nina George für mich zu den absoluten Top-Autorinnen. Aber mit ihren Roman „Die Schönheit der Nacht“ hatte ich zugebenermaßen zunächst arge Schwierigkeiten bevor ich damit warm wurde und der Funke übergesprungen ist.

Hauptprotagonistinnen sind zwei völlig unterschiedliche Frauen.

Claire ist eine angesehene Pariser Verhaltensbiologin. Sie ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. Sie fühlt sich in ihrer Ehe und Mutterrolle gefangen – irgendwas fehlt in ihren Leben. Sie fühlt sich versteinert, lebt nicht mehr und funktioniert nur noch.

Julie hingegen ist erst 19 Jahre. Sie ist die Freundin von Claires Sohn und sehnt sich nach den Leben, auf irgendwas was sie in Brand setzt.

Bei einen gemeinsamen Sommerurlaub in der Bretagne entdecken beide Frauen ihr Leben neu.

Der Schreibstil ist auch in diesen Roman von Nina George absolut traumhaft. Einige Sätze musste ich mehrfach lesen, einfach weil sie so schön geschrieben sind. Und genau das schätze ich an Nina George. Mit ihren sinnlichen, leidenschaftlichen und traumhaften Schreibstil versteht sie es auf unglaubliche Art und Weise Gefühle beim Leser zu wecken, Bilder im Kopf entstehen zu lassen und ihn auf ihre Reise mitzunehmen.

In diesen Roman geht es um-sich-selbst-verlieren und um-sich-selbst-finden. Ich habe das Buch sehr nachdenklich zugeklappt und musste mir erstmal über meine eigene Situation Gedanken machen. „Die Schönheit der Nacht“ ist in meinen Augen kein Buch zum einfach runterlesen. Man muss sich bewusst darauf einlassen und wer das tut, wird mit einen tollen Buch belohnt.

malo2105, 23.05.2018

DIE INNERE FREIHEIT

Was mir als erstes auffiel war das Äußerliche: der schöne Titel und das ansprechende Cover sowie das türkisfarbene Innenleben des Buches mit dem Abdruck der Zitate, jeweils eins vorn und eins hinten drin. Eine edle Aufmachung mit Lesebändchen!Meine Erwartungen an den Roman wurden übertroffen. Ich dachte an Liebe, Leidenschaft, an Sinnlichkeit und Begehren, an Selbstverwirklichung und an Freiheit in der Beziehung. Das alles bekam ich geliefert und noch viel mehr, allerdings anders als vermutet. Es passiert nichts wirklich Aufregendes in Nina Georges Roman und doch ist ihr mit der Geschichte über das normale Leben zweier Frauen ein literarisches Juwel gelungen.

Zum einen ist da Claire, eine Frau in der Mitte ihres Lebens, eine Frau, die scheinbar alles hat. Sie gelangte aber an einen Wendepunkt, fühlt sich verbittert und irgendwie versteinert. Ihr Seelengleichgewicht ist äußerst fragil geworden. Gilles, ihr Ehemann betrügt sie seit längerem und sie sucht in gelegentlichen „One-Day-Stands“ eine Bestätigung ihres Frauseins.Die andere Frau heißt Julie, steht am Anfang ihres Lebens und ist die Freundin von Nicolas, dem Sohn von Claire und Gilles. Der Zufall will es, dass Claire in ihr die Person erkennt, die ihr im Hotel nach ihrem Seitensprung begegnete. Nun fahren sie alle gemeinsam, wie die Familie seit 22 Jahren schon, in ihr Ferienhaus an der bretonischen Küste...

In einem großartigen, sprachgewandten Stil beschreibt die Autorin die Wandlung von Claire und Julie. Beide entdecken sich neu. Ich habe mich sehr gern darauf eingelassen und konnte die Entwicklung der so unterschiedlichen Frauen akzeptieren bis hin zum hoffnungsfrohen Finale. Die innere Zerrissenheit beider Protagonistinnen vermochte ich gut nachzuvollziehen.

Ich bin von der Schönheit und Macht der Sprache beeindruckt. Nina George verfügt über ein großes Talent mit Worten zu malen, Metaphern einfließen zu lassen und auch zwischen den Zeilen Stimmungen zu erzeugen. Ich fand viele ausdrucksstarke, inhaltsreiche Sätze.

Eine der vielen Schlüsselszenen war für mich als Julie mit den drei Männern (Gilles, Nicolas, Ludovic) auf dem Heimweg, plötzlich aus dem Auto aussteigt, abrupt die Beziehung zu Nicolas beendet und sich mit einer rücksichtslosen Entschlossenheit im heftigen Gewitterregen zurückkämpft zu Claire ans Meer. Hier die Metapher: Aufrecht durch den Sturm gehen!

Für mich war „Die Schönheit der Nacht“ ein wundervolles Leseerlebnis mit wertvollen Erkenntnissen. Viele inhaltsschwere, tolle Sätze fanden Eingang in mein Zitatebuch und eine für mich neue Schriftstellerin fand Eingang in mein Herz.

Ich empfehle dieses Buch eigentlich allen, egal ob Mann oder Frau. Es ist mit soviel Herzenswärm

Hennie, 21.05.2018

Dieser Roman zielt nicht auf eine bestimmte Handlung ab, er zeigt vielmehr das Seelenleben der einzelnen Figuren auf

und legt damit Stimmungen und Gefühle offen. 
Nina George bricht die äußere Hülle ihrer Protagonisten auf und bringt mit melancholisch wirkenden Worten das Innere zu Papier. 
Claire war in ihrem Leben und in ihrer Rollen als Mutter, Frau und Biologin eine funktioniernde Person. Ihre eigenen Gefühle wirken wie versteinert.  Sie wirkt sehr kühl und kommt Julie anfangs noch recht eifersüchtig entgegen.
Doch auch Julie fehlt der springende Funke, der ihr Leben mit Liebe füllen könnte. 
Diese Suche verbindet die beiden Frauen.

Nina George zeigt in literarisch und auch poetisch klingender Sprache und unter Verwendung französischer Wörter schöne Momentaufnahmen, bildhafte Worthülsen und Vergleiche der Figuren und ihre Suche nach der eigenen Identität und der Liebe.
Auf diese Szenen muss man sich einlassen, sich überraschen lassen von den Worthülsen und Bildern der Gefühle. Wie sich Claire von Julie wieder in die Jugendsuche hineinziehen lässt und das bisher Gewordene neu überdenkt, ist ein Prozeß, den nicht jeder Leser mögen wird. 
Lässt man sich darauf ein, so findet man sich inmitten dieses Prozesses wieder und wird wieder von den Gefühlen der Jugend und der Suche nach dem Leben durchflutet. 

Ein anspruchsvoller Roman, der sich mit leicht melancholischem Stil auf die Suche nach der Identität und dem Glück macht. Der Blick geht ins Innere der Figuren, es ist kein lockerer Frauenroman, der einfach nur unterhalten will. 

 

sommerlese, 16.05.2018

- gekürzte Rezension - Volltext z.B. bei Lovelybooks (SigiLovesBooks)

Die Handlung, die im Finistère verortet ist, das wundervoll und atmosphärisch von Nina George (die zeitweise dort lebt) beschrieben wird, ist stilistisch teils melancholisch, teils poetisch, auch sezierend und von einer großen Sprachkraft und -freudigkeit gekennzeichnet, dem eleganten Markenzeichen der Autorin, die einen präzisen und gefühlvoll-intensiven Sprachgebrauch ihr eigen nennt. 

Claire bleibt mir jedoch über weite Strecken in ihrer Verzweiflung, sich mit Männern einzulassen, über vieles hinwegzusehen, nichts auszusprechen, fremd. Sie wird mir ab da sympathischer, als Julie "Schwimmversuche" macht und Claires Persönlichkeit für mich weichere Konturen annimmt: Sie nähert sich damit auch ihrem alter ego, wie es scheint. Eine große Rolle spielt auch ein "Talisstein", den Claire als 11Jährige fand und der sie seither begleitet - er steht für die Versteinerungen, die sie im Laufe ihres Lebens zulässt und die sie nun aufzubrechen versucht.

Der aussagekräftigste, emanzipatorischste Satz im Roman, der mir sehr gefiel, war (Zitat Jeanne de Lu, der Großmutter):

"Weder deine Zukunft noch deine Vergangenheit liegen fest. Du kannst immer wieder aus dir selbst heraus neu entstehen". (S.163)

Mit dem Sturm, der sich über dem Meer ankündigt, kommt es zum Eklat: Alle reisen nach dem gemeinsam gefeierten Nationalfeiertag des 14. Juli ab - nur eine Person kehrt zurück. Das Romanende ist ebenfalls sehr ausdrucksstark und steht für das uneingeschränkte, uneingeschränkte WERDEN einer Frau und für ihre (innere) Freiheit, dieses ICH-WERDEN voraussetzt.

Fazit:

Sinnlich, poetisch, atmosphärisch, zeitweise melancholisch: Ein Roman , der eine Hommage an die Selbstentfaltung der Frau, aber auch an die zauberhafte Bretagne  und das Meer als Symbol der inneren Freiheit ist. 

Sagota, 16.05.2018

Ein Roman voller Emotionen.

komplette Rezension:

https://dk-literatur.blogspot.de/2018/05/nina-george-die-schonheit-der-nacht.html

 

Detlef Knut, 14.05.2018

Zwei Frauen sind auf der Suche nach sich selbst, nach der Liebe, nach dem Glücklichsein. Da ist die Professorin

für Verhaltensbiologie Claire, 44. verheiratet, Mutter eines erwachsenen Sohnes und  dessen Freundin Julie, 19, Aushilfe in einem Hotel, wo sich beide zum ersten Mal begegnen. Claire traf sich dort mit einem Mann, aber Julie verrät sie nicht, als sie ihr kurz danach als Mutter ihres Freundes vorgestellt wird. Auch Claire bewahrt Julies Geheimnis um ihre Leidenschaft vom Singen. In den Ferien in der Bretagne kommen sie sich und ihren Sehnsüchten näher...

In diesem Buch gibt es nicht allzu viel Handlung. Das Buch lebt von seiner poetischen Sprache, von klugen Sätzen und großen Sehnsüchten. Vom Annähern, sich selber finden, von Liebe und Selbstverwirklichung. Auch die reizvolle bretonische Landschaft und das wilde Meer spielen eine große Rolle. Ein sinnlicher Roman, der zum Nachdenken anregt.

bärin, 07.05.2018

Claire Cousteau ist Professorin, Mutter, Ehefrau. Ihr Metier ist die Verhaltensbiologie für Fossilien hegt sie

ein Faible, seit sie  mit 11 Jahren zum ersten Mal das Meer gesehen hat. Das Eheleben mit Gilles wirkt von außen harmonisch, gediegen, doch seit langem schon sprechen sie nur mehr in langgeübten Floskeln miteinander. Sie schweigen, berühren sich nicht, betrügen einander. Claire ist die Frau, die für alles einen Plan hat, außer für das Kind damals, das ist passiert. Sie ist diejenige, die eine Feier verlässt, bevor man sich zu duzen beginnt. Versteinert, wie die Fossilien, die sie liebt, wie der Talisstein, der ihr eines Tages abhandenkommt.

Wie viele Frauen kann eine Frau sein, auch diese Frage stellt sich Julie, Nicholas angehende Verlobte. Ihr Zusammentreffen mit Claire beginnt mit einer gegenseitigen Lüge.

Ein kleines Ereignis zieht sich fortan wie eine Ruptur durch Claires Sein. Claire und Julie, diese beiden unterschiedlichen Frauen, begeben sich in den gemeinsamen Wochen in der Bretagne am Meer auf die Suche, die eine wo sie sich verloren hat, die andere wohin sie sich begeben will.

Nina George erzählt von zwei Frauen und doch von so vielen. Sie erzählt vom, Erblühen, vom Selbstglück und der Erfindungslust bis zum Zurückhalten, Zusammenfalten und Anpassen. Es ist eine Geschichte über Mut und Stärke, über den Wunsch, gesehen, gehört zu werden. Es ist ein Buch voll brennender Leidenschaft für das Leben, auch für die Liebe, aber vor allem ein Buch über den Willen zum Aufbruch und zur Veränderung.

Eine Frau kann vieles sein, aber eines muss sie immer sein, sie selbst.

Dieses Buch war für mich die Überraschung des Frühjahrs. Ein Buch mit dem Titel „Die Schönheit der Nacht“ mit diesem Cover kann auch vieles sein.
Mich aber hat es auf der ersten Seite schon überzeugt. „Es gab sie, diese aus einem unbekannten Nichts emporschnellende, die Seele mit fester Hand packende Sehnsucht, sich einfach fallen zu lassen und in der Tiefe des Meeres zu versinken…“ vertigo marée, jetzt habe ich auch ein Wort für dieses unbändige Verlangen frei zu sein, von allem.

Und neben all den klugen, richtigen, wichtigen Worten Georges erlebt man die Schönheit der Bretagne, als ob man dort wäre, ein Buch zum Hören ist es außerdem, ein wunderbarer Soundtrack begleitet den Leser vom klassischen Chanson bis hin zum Tango Argentino. Alors on danse!

mrs rabes bookaccount, 06.05.2018

Claire ist eine erfolgreiche Frau die immer nüchtern ihren Weg zu gehen scheint. Doch auch sie hat geheime

Sehnsüchte und Probleme zu bewältigen. Ihre Ehe ist zwar harmonisch, aber nicht erfüllend. Als sie in ihrem Familiensommerurlaub der Freundin ihres Sohnes namens Julie gezwungenermaßen immer wieder begegnet, finden die beiden unterschiedlichen Frauen zueinander und ergründen ihre Wünsche und Gefühle. Denn auch Julie hat einiges aufzuarbeiten. ......

Zum Cover: Ein schönes Cover, schlicht aber ansprechend. Der Einband erscheint hochwertig  und das Buch hat ein Lesebändchen. 

Meine Meinung zum Buch: Anfangs hatte ich ein paar Probleme damit, in das Buch richtig eintauchen zu können. Der Schreibstil war mir etwas zu prosaisch und dazwischen wieder sehr nüchtern mit vielen Fachausdrücken aus der Verhaltensbiologie. Doch je weiter das Buch fortschritt umso mehr konnte ich den Schreibstil genießen bis zu dem Moment, wo ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. So ab Seite 100 war ich nur noch gefesselt. Es ist nicht so, dass das Buch eine Menge Handlung bietet. Es bedient sich der Darstellung der Umgebung und dem Gefühl. Dem Erleben von äußeren Einflüssen wie das Eintauchen in das Meer oder auch die Gefühle anderen Menschen gegenüber. Meiner Meinung nach ist es eindeutig ein Buch für Frauen. Auf jeden Fall hätte mein Mann keine Freude damit. Man kann das Buch nicht als leichte Sommerlektüre verbuchen, denn ich hatte ganz schön zu denken nach dem lesen und konnte auch nicht gleich schlafen. Aber das bedeutet auch, dass das Buch bewegen kann und Wert hat. 

Fazit: Eine Lektüre mit Tiefgang, die sehr poetisch angehaucht ist.

SaintGermain, 02.05.2018

Die Schönheit der Nacht von Nina George

Wie finde ich zu mir selbst zurück, wenn ich mich vor langer Zeit verloren habe?

Diese Frage stellt sich Claire oft in letzter Zeit. Die Professorin für menschliches Verhalten an einer Pariser Uni, ist auf der Suche. In ihrer Ehe nach der Unbekümmertheit und Nähe von Damals, in ihrer Beziehung zu ihrem Sohn nach kindlicher Aufmerksamkeit, wird Sohn Nicolas doch grad erwachsen und nabelt sich von seinen Eltern ab.

Sie und ihr Mann Gilles haben ein stillschweigendes Übereinkommen, so scheint es. Beide merken deutlich, dass etwas nicht stimmt und doch vergehen zu viele Möglichkeiten sich auszusprechen. Man spürt deutlich, dass da etwas unter der Oberfläche brodelt.

Sie stürzt sich in Affären, weiß sie doch auch um die Affären von Gilles.  Eines Morgens, nachdem sie das Hotel nach einem One-Night-Stand verlässt, begegnet sie einer jungen Frau, ohne zu wissen, dass Julie die neue Freundin ihres Sohnes ist und sie bald 8 Wochen gemeinsam Urlaub am Meer machen werden.

Anfänglich zurückhaltend, nähern sich beide an und es wird klar, dass Beide zwei Seelen sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Ist es falsch das Beste für sich zu wollen? Mehr als das was man hat?

Die Erzählung ist wunderschön geschrieben, Nina George schreibt in einer ausdruckstarken Art und Weise eine Geschichte, die Hochs und Tiefs der Charaktere perfekt herausarbeitet. Claire’s melancholisches Wesen ist ebenso bezaubernd beschrieben, wie die Fröhlichkeit ihres Mannes, der mir oft schon fast unbekümmert erscheint.  Ich liebe das Buch aufgrund des „geschriebenes Wortes“, weichgezeichnet und doch die Realität vor Augen führend.  

Der Leser taucht ein in sehr bedeutungsvolle Zwiegesprächen von Claire aber auch von Julie, umgeben von der französischen Bretagne, so al ob man das Salz wirklich auf der Haut spüren könnte.

Mein Fazit:

Ein klares Ja von mir für dieses Buch. Die Schönheit der Nacht ist keine leichte Urlaubslektüre, man sollte sich Zeit nehmen und es genießen.

Salti, 02.05.2018

 

keine leichte Kost

Inhalt: 
Zwei Frauen, Claire und Julie, die eigentlich nicht viel verbindet und dennoch sind sie sich ähnlicher als man denkt. 
Claire 44, verheiratet und Mutter eines Sohnes, steht mit beiden Beinen im Leben. 
Julie, 19 Jahre ist die Freundin von Clair`s Sohn Nico, weiß noch nicht, was sie vom Leben erwarten soll. 
Und trotzdem fühlen Beide die gleiche Leere und verspüren eine Sehnsucht nach dem Leben. 
Bei einen gemeinsamen Urlaub in der Bretagne erkennen sie erkennen sie, wie ähnlich sie sich doch sind. 

Meinung: 
Ein Buch, dass mich Zwiegestalten zurück lässt. 
Auf der einen Seite hat mir die Idee zu dem Buch gut gefallen, aber auf der anderen Seite konnte mich der eigentliche Inhalt doch nicht so begeistern. 
Die Protagonisten waren mir unsympathisch und ich wurde mit keinen von ihnen richtig warm. 
Zudem war mir das Ganze zu melancholisch und düster. 
Trotz des sehr poetischen Schreibstils zog sich die Geschichte in die Länge und mir fehlte es eindeutig an Handlung. 
Ein Buch, welches auf jeden Fall Zeit und Muse braucht um es zu lesen. 
Kein Buch für jedermann, und keines, welches man mal eben schnell lesen kann.

Eselsohr7, 02.05.2018

In "die Schönheit der Nacht" geht es um Claire, eine Frau mittlerem Alters die fest im Leben steht.

Sie ist Verhaltensbiologin und lebt zusammen mit ihrem Ehemann Gilles und ihrem gemeinsamen Sohn Nicolas.

Zu ihrem alljährlichen Familienurlaub werden die Drei von Jemanden begleitet- Nicolas Freundin Julie,die Claire und Gilles kurz zuvor bei einem gemeinsamen Essen kennenlernten.

Jedoch haben Claire und Julie ein gemeinsames Geheimnis-Sie haben sich schon einmal getroffen.

Nina Georges "Schönheit der Nacht" hat einen sehr philosophischen Schreibstil, sie spielt geradezu mir den Wörtern.
Dieses Buch erweckt für mich eine melancholische Atmosphäre und ist behaftet mit detailgenauen Beschreibungen. Sie hat es damit geschafft, mich als Leser mit in die Situationen und Charakteren reinzufühlen.
Man lebt quasi mit Julies und Claires Wünschen und Träumen.

Durch den philosophischen Schreibstil ist dies kein einfaches Buch, wenn man jedoch einmal drin ist ist dies ein wirklich gelungenes Buch- welches ich gerne weiterempfehle- vor allem an Frauen die gerne mal etwas für die Seele möchten.

Susi2211, 01.05.2018

Das Leben! Alles mitnehmen. Nichts vergessen, nichts vermeiden, nichts verschweigen!

Claire - Verhaltenspsychologin, die jede Regung - ob die eigene oder die anderer - bis ins kleinste und absolut emotionslos analysiert.
Gegenüber:
Julie, die nur weiß, dass ihr etwas fehlt und dass ihr Feuer nicht hoch genug brennt, aber sonst eigentlich nichts.

Das Potenzial eines ganzen Lebens - eins schon halb gelebt, eins gerade erst am Anfang. Und Nina George beobachtet diese beiden Frauen nun, wie sie herausfinden, was sie eigentlich wollen, oder hätten tun sollen, jetzt tun könnten.

Ja, das hier ist ein Frauenroman. Und ich wünsche mir, dass viele, viele Männer ihn liesen, denn er zeigt so schön und gleichzeitig ungeschönt wie viele Frauen eine Frau im Leben ist. Wie hin und hergerissen wir sind, allesamt, ein ganzes Leben lang.

Was dieses Buch mir als Leser gibt? Ich traue mich kaum es auszusprechen, weil wir ja alle gelernt haben - Männer wie Frauen, die wir es über die 20 hinaus geschafft haben - dass man nicht alles haben kann.
Aber dieses Buch, das lässt dich wieder alles haben wollen. Alles. Die große Liebe, den einen Job für den du brennst, die Familie egal wie kitschig und klischee, das Gefühl nackter Füße im Sand, laue Nächte voller langer Gespräche, Träume, unerschütterliche Freundschaften, kleine Flirts und große Verbundenheit. Alles andere wäre nur ein halbes Leben und das sollte für keinen von uns genug sein.

Das Ende hat mich zerrissen. Und dann noch einmal, als ich das echte Ende auf den letzten zwei Seiten las.

Es ist sowas von an der Zeit, dass wir alle nachsichtiger mit uns selbst umgehen und endlich einfach leben!

Zudem: ein gewaltiges Kompliment an den Buchdesigner (oder das Team). Absolut gelungen!

PS: Nina George schreibt sehr poetisch, literarisch, voller Bilder und unerwarteten Vergleichen. Wer sich drauf einlässt, mit dem redet sie von Angesicht zu Angesicht. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass einigen diese Schreibe "too much" ist. Oder eben, wie bei mir, spätestens ab Seite 40 eine Sogwirkung entwickelt, die es unmöglich macht, dass Buch aus der hand zu legen.

ReadingWHV, 22.04.2018

Man muss schon Romane mögen, in denen es wenig Handlung gibt, um Gefallen an diesem neuen Buch der

Bestsellerautorin Nina George zu finden. Denn im Vordergrund stehen die Gedanken der Protagonistin Claire, einer  bekannten Pariser Verhaltensbiologin, die sich in den Sommerurlaub in ihr Haus in der Bretagne begibt. Sie ist zunehmend unzufrieden mit ihrem Leben als Frau und sinniert, philosophisch anmutend, darüber, was Weiblichkeit ausmacht. Eine Seeelenverwandte findet sie in ihrer künftigen Schwiegertochter, die noch auf der Suche nach ihrer Rolle als Frau ist. Die Sprache ist poetisch und sinnlich, fast schon überfrachtet mit Bildern und Metaphern, weshalb es wiederholten Lesens einzelner Passagen bedarf, um alles zu verstehen. Ohne das Wissen, dass das Buch aus deutscher Feder stammt, hätte ich es als typisch französisch eingeordnet. Das dürfte vermutlich an dem persönlichen Hintergrund der Autorin liegen, die auch in der Bretagne lebt, von der übrigens wunderschöne Eindrücke vermittelt werden.

nikolaus, 21.04.2018
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