Verlagsgruppe Droemer Knaur



Gut Greifenau - Abendglanz

9783426444894
Erhältlich bei Ihrem Buchhändler und in diesen Formaten:
E-Book, Knaur eBook
29.10.2018, 560 S.

ISBN: 978-3-426-44489-4
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 19%
Mehrwertsteuer

Roman

Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs
Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, wagt das Unerhörte: Er verliebt sich in eine Bürgerliche, schlimmer noch – in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Die beiden trennen Welten: nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Weltanschauung. Für Katharina dagegen, die jüngste Tochter, plant die Grafenmutter eine Traumhochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers – obwohl bald klar ist, welch ein Scheusal sich hinter der aristokratischen Fassade verbirgt. Aber auch ihr Herz ist anderweitig vergeben.
Beide Grafenkinder spielen ein Versteckspiel mit ihren Eltern und der Gesellschaft. So gut sie ihre heimlichen Liebschaften auch verbergen, steuern doch beide unweigerlich auf eine Katastrophe zu...
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick: Band 1 "Gut Greifenau. Abendglanz"´, Band 2 "Gut Greifenau. Nachtfeuer", Band 3 "Gut Greifenau. Morgenröte" (erscheint März 2019)

Die Autorin

Hanna Caspian

Portrait von  Hanna Caspian

Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie...

zur Autorin Bücher von Hanna Caspian

Weitere Teile der Reihe "Die Gut-Greifenau-Reihe"

Pressestimmen

"herrlicher Schmöker"

die-rezensentin.com, 26.11.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Gefangen auf Gut Greifenau!

 

"Abendglanz" ist der erste Band der brandneuen Familiensaga von Hanna Caspian, die als "Gut Greifenau"-Trilogie im Handel verfügbar ist. Alle drei Bände werden bis März 2019 erscheinen.

Es ist Mai 1913. Die Zeiten sind im Umbruch. Die Grafenfamilie von Grafenau hält traditionell an eingefahrenen Wegen und Ritualen fest. Doch den Kindern wird das Korsett der adligen Etikette zu eng. Der alte Patriarch verstirbt bald, sein Sohn hat bisher nur gelernt, Lebemann zu sein. Doch er ist der Erbe des Gutes und regiert fortan als neuer Patriarch. Aber sein Sohn Konstantin hat Landwirtschaft studiert und brennt darauf, seine Ideen dem Vater vorzustellen und das Gut für die Zukunft fit zu machen. Sein Großvater hatte ihn mit "dem neuen Zeug' ins Leere laufen lassen. Obwohl sein Vater nicht viel von Landwirtschaft versteht, will der die Zügel aber nicht aus der Hand geben. Konstantins Schwester Katharina verliebt sich in einen etwa gleichaltrigen Industriellenjungen. Obwohl dessen Eltern, somit auch er, steinreich sind, kommt für die Gräfin eine Verbindung von Katka mit Julius nicht infrage. Die Hauptberufung der Gräfin besteht darin, ihre Tochter so teuer wie möglich zu verheiraten. Da kommt ihr ein Neffe des Kaisers gerade recht. Doch Katharina wehrt sich.

Hanna Caspian hat ein allumfassendes Universum rund um Gut Greifenau (fiktiv!) geschaffen. Vorbild mag die britische TV-Serie "Downton Abbey" gewesen sein. Denn genau wie dort gibt es zahlreiche Handlungsstränge in allen Schichten der Menschen, die in diesem Roman eine Rolle spielen. Sowohl bei den Bediensteten als auch bei der Adelsfamilie, bei den Pächtern, den Dorfangestellten und den Bekannten gibt es Geheimnisse und Verwicklungen. Es müssen zahlreiche Probleme gelöst werden. Der Autorin ist es fantastisch gelungen, den Weg zum Ziel zu machen. Soll heißen, dass zunächst nicht auf eine Lösung am Ende des Romans/ der Trilogie hingearbeitet wird. Der Leser verfängt sich dermaßen in den Verwicklungen der einzelnen Figuren, leidet mit ihnen, freut sich mit ihnen, wünscht Ihnen die Pest an den Hals. Am Ende möchte man nur noch wissen, wie es mit den einzelnen Figuren weitergeht. Für mich persönlich gilt: Gefangen auf Gut Greifenau! Ich wünsche es ebenso jedem neuen Leser, jeder neuen Leserin.

Detlef Knut, 01.12.2018

Das ist also der Schmöker von Hanna Caspian, eine Familiensaga schlechthin. Das Thema dieses ersten 555-seitigen

Bandes „Gut Greifenau — Abendglanz“ sind die Erlebnisse fiktiver Personen aus Hinterpommern (jetzt Polen) in der realen Geschichte zwischen 1913 und 1914. Verschiedene Handlungsstränge und Geschichten, sowie jede Menge Geheimnisse werden schließlich geschickt zu einem Plot mit authentischen Milieuschilderungen und interessantem Lokalkolorit verwoben.

 

Obwohl der Anfang des Romans vielleicht dem einen oder anderen schwer fällt (aufgrund der vielen involvierten Personen, die bei den tragischen Ereignissen auf dem Gut auf natürliche Weise sofort auftreten müssen), geht es weiter mit dem Lesen wie geschmiert, dass man das Buch ungern beiseitelegt. Der Roman wird nie langatmig erzählt, immer passiert etwas, was Auswirkungen auf bestimmte Personen oder Geschehnisse hat, ob in Berlin, Sankt-Petersburg oder auf dem Gut. Ein Personenregister, unzählige Karten und die von der Autorin selbst gefertigten Skizzen des Anwesens helfen gleich mit, ein gutes Bild zu bekommen, in welchem Umfeld sich die Geschichte abspielt.

 

Die historischen Hintergründe Hinterpommerns sind gut wiedergegeben, die Familie Auwitz-Aarhayn zu Greifenau ist hervorragend darin eingebettet. Sowohl die Herrschaften, als auch die Dienerschaft sind wunderbar gestaltet, mit ihren Stärken und ihren Schwächen, ihren Ecken und Kanten, manchmal echten Macken. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und in die Szenen gesetzt. Sie wirken lebendig und authentisch für die damalige Zeit. Besonders sympathisch empfand ich Konstantin, der progressiv und zukunftsorientiert denkt und handelt (im Gegensatz zu seinem Vater).  Die Handlungsstränge greifen ineinander, beim Lesen war mir nie langweilig.

 

Und noch ein paar Worte zum Cover. Es hat eine wunderbare Gestaltung: rot glänzende Buchstaben, das Bild passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Das animiert sofort zum Zugreifen und zum Lesen.

 

Ich bin sehr froh, dass ich mich nach dem Beenden des Buches von den Figuren nicht für lange verabschieden muss, sondern dass es mit dem zweiten Band (erscheint am 22.12.2018) weitergehen wird! Stürmische Zeiten stehen der Gutsfamilie bevor!!!

 

An dieser Stelle kann ich nur die vollen 5 Punkte vergeben und das Buch wärmstens empfehlen.

Nick Coll, 29.11.2018

Gelungener Auftakt einer Trilogie mit historischem Hintergrund.

Gut Greifenau – Abendglanz ist der erste Band einer Trilogie von Hanna Caspian.
Der Leser wird nach Hinterpommern in die Jahre 1913 und 1914 entführt und begleitet die Grafenfamilie von Auwitz Aarhayn.
Gleich zu Beginn stirbt der Patriarch und sein Sohn Adolphis folg ihm als Erbe des Landgutes.
Adolphis hat wenig Interesse am Bewirtschaften des Gutes und überlässt alles weitgehend dem Gutsverwalter. Sein Sohn Konstantin hingegen der, der später einmal das Gut erben wird und Landwirtschaft studiert hat will Neuerungen durchsetzen, Maschinen anschaffen die, die Arbeit erleichtern. Konstantin kann sich nur schwer bei seinem Vater und dem Gutsverwalter durchsetzen da beide nicht so recht an den Fortschritt glauben.
Konstantin gefällt mir gut auch wenn ich nicht immer mit seinem Verhalten einverstanden bin (hier möchte ich nicht näher darauf eingehen sonst verrate ich zu viel)
Er hat nicht diesen Standesdünkel wie er zu dieser Zeit wohl verbreitet ist.
Adolphis ist ein etwas bequemer Zeitgenosse. Er sucht immer die einfachste Lösung und überlässt Entscheidungen gerne seiner Frau.
Wobei wir bei der Grafing Feodora angekommen sind. Eine Frau die keine Gefühle zeigt.
Mich erschreckt wie sie ihre Kinder, vor allem ihre jüngste Tochter behandelt.
Das Mädchen ist gerade einmal 12 Jahre und soll den Neffen des Kaisers versprochen werden. Katharina verabscheut diesen Mann was bei ihrer Mutter kein Gehör findet. Sie droht mit Kloster oder Psychiatrie. Wie grausam kann eine Mutter sein.
In diesem Buch geht es aber nicht nur um die Grafenfamilie sondern auch um die Dienerschaft.
Auch sie haben ihre Sorgen und Probleme von denen erzählt wird. Sie müssen 12-14 Stunden am Tag arbeite und bekommen nicht viel Geld. Die Küchenmagd und das Stubenmädchen sind noch halbe Kinder. Man kann sich das kaum vorstellen.
Hanna Caspian erzählt alles so visuell, dass es wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen ist. Man spürt mit welcher Akribie und mit welcher Liebe die Autorin die Charaktere erschaffen hat. Sie hat ihnen richtig Leben eingehaucht.
Auch die Standesunterschiede sind hier gut zu erkennen. Die Adligen hakten sich wirklich von Gott auserwählt und die untergebenen glauben das auch und fügen sich in ihr Schicksal.
Am Ende des 1. Bandes bricht der 1. Weltkrieg aus. Ich bin gespannt wie das Gut und die Personen das überstehen und freue mich auf die Fortsetzung. die am 27.12.2018 erscheinen soll.

Sylvia Hertel, 27.11.2018

Nachdem ich mit großer Begeisterung das Buch „Die Kirschvilla“ von Hanna

Caspian gelesen hatte, freute ich mich schon auf ihr neustes Werk. Gut Greifenau „Abendglanz“ ist der Auftakt ihrer neuen Trilogie. Ich liebe diese Art von Romanen und der Klapptext versprach mir eine sehr spannende und emotionale Geschichte zu werden und meine Erwartungen wurden mehr als nur erfüllt.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen und so tauchte ich bereits ab der ersten Seite in die Geschichte der Familie von Auwitz – Aarhayn ein und ab. Allerdings muss ich zugeben, dass der Einstieg in diesem Roman etwas schwerfiel. Woran dies lag, kann ich noch nicht einmal genau schreiben. Aber, während des Lesens merkte ich, wie mich dieses Buch immer weiter in ihren Bann zogen und von da ankonnte bzw. mochte ich es nicht mehr aus den Händen legen. Gut Greifenau hatte mich voll im Griff, denn hier stimmt einfach alles und die Autorin hat ein großartiges Werk vollbracht.

Der Leser spürt wieviel Liebe zum Detail Hanna Caspian in diese Geschichte legte, um die wachsen zu lassen. Zum einen lag es an den facettenreichen Charakteren, die allesamt mit Ecken und Kanten ausgestattet worden sind, so dass sie lebensnah und menschlich wirkten. Ganz gleich, ob es sich um einen Hauptdarsteller oder eine Nebenrolle handelte. Jeder fand seinen Platz und bereichert die Geschichte auf seine Art und Weise. Zum anderen lag es auch an der Kulisse und die dazugehörige Atmosphäre, die um 1913 spielt. Dank der akribischen Recherche von historischen Fakten, die die Autorin vor und während des Schreibens absolvierte, hielt sie seine unverwechselbare authentische Note. Einfach brillant. Auch wenn es sich bei der Handlung um eine rein fiktive Geschichte handelt, entstand dennoch der Eindruck, dass sie sich genauso hätte abspielen können. Emotional und zugleich spannend.

Zu gerne hätte ich gewusst, wie es mit Katharina und ihrer Familie weitergehen wird. Zum Glück erscheint Band 2 im Dezember 2018 und von daher, muss ich nicht mehr allzu lange auf die Fortsetzung warten….

Dieser Roman hat alles was ein guter historischer Roman haben muss: eine gute Story, überzeugende Charaktere, eine authentische Kulisse, wahre Zeitgeschichte und natürlich die eine oder andere Liebesgeschichte. Einfach perfekt und für mich ein grandioser Auftakt einer neuen Trilogie.

Leseratte2003, 25.11.2018

In ihrer Familiensaga „Gut Greifenau - Abendglanz“ nimmt Hanna Caspian den Leser mit auf eine Reise in

die 1910er Jahre nach Hinterpommern und erzählt die Geschichte der fiktiven Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn. Dieser erste Band der Greifenau-Trilogie spielt in den Monaten vor dem Ersten Weltkrieg und macht den Leser mit den zahlreichen Bewohnern des Gutshofes sowie deren Ansichten und Beziehungen zueinander bekannt.

Hanna Caspian zeichnet ein authentisches Bild der damaligen Zeit – neben den alltäglichen Abläufen auf dem Gut werden auch die politische Situation in Europa und besonders die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Zwänge anschaulich geschildert, so dass man sich alles bestens vorstellen kann und von der vorherrschenden Atmosphäre schnell eingefangen wird.

Das gesamte Geschehen ist lebhaft und besticht durch einen abwechslungsreichen, vielschichtigen Handlungsaufbau. Häufige Perspektivwechsel machen es möglich, dass man die Vorgänge auf dem Gut aus unterschiedlichen Blickwinkeln beobachten und damit sehr intensiv am Leben von Herrschaft und Bediensteten teilhaben kann. Die vielen großen und kleinen Handlungsfäden wurden von Hanna Caspian sorgsam miteinander verknüpft, so dass ganz leicht ist, die Übersicht über diese beeindruckende Vielfalt zu behalten.

Die Akteure werden allesamt interessant und facettenreich dargestellt. Jeder Einzelne hat seine Eigenarten und Macken, agiert lebhaft und wirkt in seinem Tun überzeugend. Obwohl die Grafenkinder Konstantin und Katharina und ihr Ausbruch aus Standesdenken, Traditionen und althergebrachten Abläufen im Mittelpunkt der Handlung stehen, hat auch jede(!) andere Figur eine eigene Geschichte. Selbst kleine Nebenfiguren rücken mit ihren Erlebnissen, Problemen, Sorgen und Geheimniskrämereien immer wieder in den Fokus. Der Alltag auf dem gräflichen Landgut ist gespickt mit unvorhergesehenen Ereignissen, Auseinandersetzungen, Heimlichkeiten und Bosheiten – man kann ganz wunderbar mit den Akteuren mitfiebern, mit ihnen leben, lieben, leiden und streiten und sich herrlich über das Verhalten des einen oder anderen aufregen.

„Gut Greifenau - Abendglanz“ hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, die Greifenauer kennenzulernen und sie auf dieser ersten Etappe der Trilogie zu begleiten. Ich bin schon gespannt, was das Schicksal für alle Beteiligten bereithält und freue mich auf ihr Miteinander und Gegeneinander in den folgenden Bänden.

dorli, 21.11.2018

Mit „Abendglanz“ legt Hanna Caspian den ersten Teil ihrer Gut Greifenau-Trilogie vor.

 

Neben der gräflichen Familie gibt es noch eine Reihe weitere Figuren, wie die vielen Bediensteten des Gutes, der Pfarrer des Ortes und die Pächter, die das Land des Gutes teilweise bewirtschaften.

Auch einige von ihnen haben ihre kleinen Geschichten zu erzählen, was die Geschichte anreichert und rund macht.

Die Geschichte spielt im Jahr 1913 und damit noch im Glanz der Kaiserzeit. Aber die Veränderungen werfen schon ihre Schatten voraus und der 1. Weltkrieg droht auszubrechen.
Die historischen Ereignisse dieser Zeit dienen der Autorin wunderbar als Hintergrund für ihre Geschichte und spiegeln durch die Handlung das Leben und die Ansichten der Menschen in dieser Zeit wider. Ganz besonders die Standesunterschiede dieser Zeit werden deutlich, die zwischen Adel und Bürgerlichen besonders groß waren.
Anfangs hat der Leser ausreichend Gelegenheit, die vielen Personen kennenzulernen, über die es vorne im Buch auch ein Personenverzeichnis gibt.
Die Charaktere sind alle gut gezeichnet und es gibt, wie im richtigen Leben, sympathische und weniger sympathische.
Die Kinder der Grafenfamilie mochte ich alle gerne, denn jeder hat seine Stärken und Schwächen.
Feodora, die Gräfin, war mir sehr unsympathisch, denn ist sie oberflächlich und in meinen Augen keine gute Mutter.
Die Erzählweise und der Schreibstil haben mir ausgesprochen gut gefallen. Im Vordergrund stehen die Geschichten um die Menschen und nicht die historischen Hintergründe. Diese sind alle sehr gut recherchiert aber sie bilden eben nur die Plattform, so dass man einen fesselnden Roman über die Menschen dieser Zeit liest und keine historische Abhandlung.

Es geschieht schon so einiges in diesem ersten Teil und es werden etliche Handlungsstränge eröffnet, die ihre Fortsetzung dann in den beiden weiteren Teilen finden werden.

Dieser Auftakt zur Gut Greifenau-Trilogie hat mich in jeder Hinsicht überzeugt. Die Sprache ist anschaulich und bildhaft, locker und leicht zu lesen und die Vielschichtigkeit der Geschichte bietet gute Unterhaltung und weiß zu fesseln.

Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung dieser spannenden Familien-Saga!

Fazit: 5 von 5 Sternen

 

© fanti2412.blogspot.com

 

Fanti2412, 14.11.2018

Eintauchen in vergangene Zeiten

Gut Greifenau – Abendglanz ist der erste Band einer Trilogie von Hanna Caspian und beginnt im Mai 1913 und endet mit Kriegsausbruch im August 1914.

Der alte Patron des Gutes ist verstorben und sein Sohn Adolphis von Auwitz-Aarhayn wird neuer Gutsherr von Gut Greifenau. Doch Adolphis hat kein großes Interesse am Gut und lässt es einfach laufen, wo hingegen sein ältester Sohn Konstantin dieses anders sieht. Aber nicht nur in der Gutsführung gibt es Probleme, sondern Konstantin hat sich noch in eine Dorfschullehrerin verliebt, mit der er sich heimlich trifft. Auch die jüngste Tochter Katharina versucht sich gegen den Plan ihrer Mutter zu stellen, sie mit einem Neffen des deutschen Kaisers zu verheiraten. Beide versuchen den gesellschaftlichen Zwängen zu entkommen.

Die Geschichte beginnt sehr anschaulich und bildhaft, so dass man sich auf dem Gutshof mit seinen Abläufen sehr gut zu Recht finden konnte. Zu Anfang das Personenregister, aber auch die Landkarte und Lagepläne unterstützen dieses. Die Charaktere der Gutsherrschaft und der Bediensteten waren gut herausgearbeitet und facettenreich beschrieben, dies gilt nicht nur für die Hauptpersonen, so dass man sich alle handelnden Personen deutlich vorstellen sowie kennenlernen konnte. Meine große Sympathie galt Konstantin und Katharina. Nach und nach versinkt man als Leser in die immer temporeicher werdende Geschichte, leidet mit, ist gefesselt vom Geschehen und entwickelt Verständnis für manche Handlungen. Die Seiten flogen nur so dahin. Sehr geschickt ist das Ende gewählt, denn es lässt mich und wohl jede andere Leserin ungeduldig auf die Fortsetzung im Dezember warten.

Renate, 11.11.2018

Handlung:

1913

Nach dem Tod des Patrons ändert sich das Leben auf Gut Greifenau. Adolphis von Auwitz-Aarhayn, der neue Gutsbesitzer und Sohn des verstorbenen Patrons muss nun die Zügel in die Hand nehmen und sich in die Führung des Gutes einarbeiten. Bei dieser Aufgabe hilft ihm sein ältester Sohn Konstantin, der schon von klein auf großes Interesse an dem Gut zeigt und stets darüber nachdenkt, wie man das Gut noch effektiver verwalten und bearbeiten kann. Doch nicht alle sind froh über sein modernes Denken, viele stehen der modernen Technik kritisch gegenüber.

Meinung:

Als ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich guter Dinge. Ich habe mich darauf gefreut, den Roman endlich zu lesen und hatte richtig Lust darauf, in die Welt von Gut Greifenau abzutauchen. Leider ging das nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich kam nur schwer in den Roman rein, dies lag unter anderem an der Vielzahl der Protagonisten, die schon nach kurzer Zeit auftreten, aber auch weil ich von der Vielzahl der Perspektiven, welche zu Wort kommen, überwältigt war. In diese Erzählsituation musste ich mich erst einmal reinfuchsen und auch die Personen besser kennenlernen. Nach ungefähr 50-70 Seiten hatte ich dann keine Probleme mehr mit dem Lesen, ich wusste, wer wer ist und wie mögliche Zusammenhänge sind. Ab diesem Zeitpunkt hat es mir richtig Spaß gemacht, den Roman zu lesen und über die gesamte restliche Handlung hinweg erfüllte er meine Erwartungen. Je weiter die Handlung fortgeschritten ist, desto spannender wurde der Roman. Am Ende konnte ich es wirklich kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Autorin die Geschehnisse und Konflikte am Ende löst.

Ein Highlight war für mich das Setting. Der malerisch beschriebene Ort Greifenau und auch das Gut waren eine tolle Hintergrundkulisse für die Handlung und haben mich zum träumen eingeladen. Besonders durch das Gut würde ich sehr gerne streifen und mir mit eigenen Augen anschauen.

Mir hat die Vermischung von historischen Fakten mit durchweg fiktiven Charakteren gut gefallen. Hier wurde die richtige Balance gefunden, außerdem hat beides gut miteinander harmoniert und wirkte an keiner einzigen Stelle künstlich oder gewollt.

Insgesamt muss ich sagen, dass die Charaktere sehr lebendig geschildert waren und in ihrem Auftreten und Handeln viel Authentizität bewiesen haben. Bei einigen wurden die Sympathien von der Autorin geschickt in eine Richtung gelenkt, im Großen und Ganzen jedoch konnte man als Leser frei entscheiden, ob man einen Charakter angenehm findet oder nicht.

Fazit:

Trotz dem etwas zähen Einstieg konnte mich der Roman am Ende doch noch überzeugen und es war ein kleines Highlight, in zu lesen. Hanna Caspian hat einen gelungenen und sehr spannenden ersten Teil

MarySophie, 08.11.2018

Konstantin, Katharina und Alexander sind die Sprösslinge auf Gut Greifenau - behütet und voller Privilegien

wachsen sie in Hinterpommern auf.

Ihre Mutter ist eine Traditionalistin, der Vater ein eher schludriger Hausherr.

Als sich dann zwei Kinder gegen alle Konventionen in nicht standesgemäße Partner verlieben, der Krieg kurz bevorsteht und auch sonst das gut von einigen Schicksalsschlägen eingeholt wird, scheint sich das Blatt zu drehen...

 

Hanna Caspian hat mich mit mir ihrem ersten Roman "Die Kirschvilla" bereits verzaubert und so habe ich gespannt auf den Auftakt ihrer historischen Trilogie gewartet. Doch bis etwa zur Hälfte des Buches habe ich mich durch die Seiten geschleppt, denn die Geschichte kommt für mich nicht richtig in Fahrt, verliert sich in zu vielen detailverliebten Schilderungen und macht mir das Leben auf dem Gut nicht wirklich schmackhaft.

Und dann kommt wie der Blitz eine Kehrtwendung und ich kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Akteure bekommen plötzlich ein Gesicht, reißen mich mit ihrer Geschichte mit und die Handlung ist aufwühlend, bewegend und spannend erzählt, Die Ereignisse überschlagen sich, geben dem Roman Pfiff und Biss und ich fühle mich wie durch eine Zeitmaschine zurückversetzt, lebe, leide und liebe mit.

Die großen und kleinen Schicksalsschläge sind toll in die historischen Fakten eingearbeitet und bewegen mich dazu, mehr als einmal aufzuseufzen, den Kopf zu schütteln und mitzufiebern.

Hanna Caspian hat es doch noch geschafft, auch dem anfänglichen Langweiler einen Pageturner für mich zu gestalten - dafür gibt es 3,5 Sterne und die Hoffnung, dass Band 2 gleich von Anfang mich in seinen Bann zieht.

katikatharinenhof, 06.11.2018

Wow, welch ein spannender und toller erster Band dieser Trilogie und das Beste daran, man muss nicht jahrelang auf

die beiden Folgebände warten. Mit dieser Geschichte um die Gutsbesitzer von Auwitz-Aarhayn und ihre Angestellten hat mich die Autorin überrascht und in ihren Bann gezogen. Alles beginnt im Jahre 1913 und um dieser Zeit gerecht zu werden, um alles glaubwürdig dem Leser zu berichten, hat Hanna Caspian wunderbar recherchiert. Sie hat die politischen und historischen Verbindungen hervorragend in den Plot eingeflochten. Die Personen sind so angelegt, das man aus deren Verhalten und ihrer Denkweise sich während des Lesens ein eigenes Bild schaffen kann. Mir haben die Charaktere von Rebecca Kurscheidt und Albert Sonntag gut gefallen. Sie ist Dorfschullehrerin und er ist Kutscher bei den Herrschaften auf Gut Greifenau, aber vielleicht haben mich die Beiden deswegen auch angesprochen, weil sie nicht mit dem "Goldenen Löffel" im Mund geboren worden sind und sich bisher alleine durch das harte Leben schlagen mussten. Zudem finde ich Rebecca´s Ansichten klasse, die für die damalige Zeit schon sehr fortschrittlich dachte. Sie ist nicht verheiratet, alleinstehend, durchsetzungsstark und sagt ihre Meinung, was in dieser Zeit einer Frau nicht zustand. Albert wuchs im Heim auf und hat sich ein Leben als Kutscher ermöglicht, aber mit der Absicht mehr über seine Herkunft zu erfahren. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, vor allem die unerfüllte Liebe. Konstantin, der Sohn des Grafen verliebt sich in eine Bürgerliche, was seine Eltern bestimmt nicht gut heißen werden und seine junge Schwester Katharina verliebt sich in den Industriellensohn Julius, der natürlich ihrer Mutter Feodora nicht gut genug ist. Bei der strengen und kaltherzigen Mutter darf es nur den Neffen des Kaisers als Schwiegersohn geben. So gesehen, hat jeder Charakter auf Gut Greifenau sein persönliches Päckchen zu tragen, egal ob in den herrschaftlichen Räumen oder unten bei den Bediensteten. Beim Lesen kann man wunderbar in die entsprechende Zeit abtauchen und nur erahnen wie hart und schwer das Leben damals gewesen sein muss. Wer Downton Abbey mochte, wird Gut Greifenau lieben. 

Miss Norge, 03.11.2018
↑ nach oben