Verlagsgruppe Droemer Knaur



Gut Greifenau - Nachtfeuer

9783426444900
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E-Book, Knaur eBook
22.12.2018, 560 S.

ISBN: 978-3-426-44490-0
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Roman

Der 2. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
August 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt, und Konstantin muss an die Front. Sein Vater ist unfähig, das Gut zu führen, das bald hochverschuldet ist. Die Verbindung von Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen wird nun zur Überlebensfrage. Doch Ludwig tritt nicht nur seiner Verlobten Katharina zu nahe … Es droht ein Skandal! Katharina setzt ihre ganze Hoffnung auf eine Rettung durch den Industriellensohn Julius. Doch soll eine Ehe mit ihr ihm nur den Eintritt in den Adelsstand ermöglichen? Und dann ist da noch der Kutscher Albert, der sein Geheimnis nur im Dorf Greifenau klären kann.
Der Nachfolgeband zu "Gut Greifenau. Abendglanz".
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick:
Band 1: Gut Greifenau - Abendglanz
Band 2: Gut Greifenau - Nachtfeuer
Band 3: Gut Greifenau - Morgenröte

Die Autorin

Hanna Caspian

Portrait von  Hanna Caspian

Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen...

zur Autorin Bücher von Hanna Caspian

Weitere Teile der Reihe "Die Gut-Greifenau-Reihe"

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Eine spannende und hochdramatische Fortsetzung

 

Auch im 2. Band der Gut-Greifenau Familiensaga geht es hochdramatisch weiter. Wir befinden uns wieder in Hinterpommern auf dem Gut der von Auwitz-Aarhayn. Und hier überschlagen sich die Ereignisse.

August 1914: Nun beginnt der erste Weltkrieg. Einige Bedienstete der Adelsfamillie und auch Konstantin, der älteste Grafensohn, müssen an die Front. Jedoch ist sein Vater unfähig, das Gut zu führen und bald ist die Familie hoch verschuldet. Die einzige Rettung wäre Katharinas Hochzeit mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen. Doch dieser lässt sich einiges zu schulden kommen. Nun ist Katharinas einzige Hoffung der Industriellensohn Julius. Doch welche Beweggründe hat dieser, um eine Verbindung mit ihr einzugehen? Erhofft er sich so Eintritt in den Adelsstand? Und Konstantin, der sich zu seiner wahren Liebe auch nicht bekennen kann, stellt zum Schluss vieles in Frage.

Ich habe ja geglaubt, es gibt keine Steigerung mehr. Aber dieser Band ist einfach gigantisch. Die Autorin ist einfach großartig. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt von der Lektüre und konnte sie nicht mehr aus der Hand legen. Man hat ja das Gefühl auf alte Bekannte zu treffen, so vertraut ist mir die Adelsfamilie. Begeistert hat ich auch der geschichtliche Hintergrund. Der Einblick in das Leben während der Kaiserregierung und der Hintergrund zum Untergang der Monarchie. Noch jetzt habe ich Gänsehautfeeling, wenn ich mir bestimmte Szenen - die alle so bildlich beschrieben sind - ins Gedächtnis rufe. Eine Not und ein Elend ohne Grenzen. Beim Lesen wird einfach Geschichte wieder lebendig. Das hat mich einfach fasziniert und auch total berührt. Auch mit den Menschen habe ich mitgelitten. Auf dem Gut hat sich ja auch wieder einiges getan. Die mir unsympathische Gräfin versucht ja mit aller Macht ihre Wünsche durchzusetzen. Und Katharina ist wirklich mutig. Doch bei einer ihrer Aktion - ich habe so mit ihr gehofft und gebangt, hatte ich wirklich feuchte Augen. Und erst beim Ende der Geschichte ist Taschentuchalarm angesagt. Einfach gigantisch!

Für mich ist diese Familiesaga ein Meisterwerk der Extraklasse. Spitzenmäßig recheriert und eine atemberaubende fiktive Geschichte, die mich mehr als begeistert. Lesevergnügen der Extraklasse. Ich kann es kaum erwarten, den 3. Band in Händen zu halten. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

zauberblume, 16.02.2019

NACHTFEUER ist der zweite Teil der historischen "Greifenau-Trilogie". Das Buch funktioniert sicher

auch separat, aber ich würde empfehlen Teil eins ABENDGLANZ vorher zu lesen. Und bei dem spannenden Cliffhanger ist Teil drei MORGENRÖTE sowieso ein Muss!

Im Mittelpunkt dieser Upstairs-Downstairs Geschichte stehen wieder die Mitglieder der Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn, sowie das Personal des Gutes.

Die Auswirkungen des Krieges trifft die Menschen ganz unterschiedlich. Es ist spannend zu lesen, wie auf der einen Seite das einfache Volk teilweise hungert und friert, während zur gleichen Zeit die "bessere Gesellschaft", besonders der Adel, zumindest zuerst, keinerlei Einschränkungen erfährt. Auch wird der Unterschied zwischen Stadt- und Landbevölkerung sehr realistisch beschrieben.

Die historischen Fakten rund um die Geschehnisse im Vorfeld der russischen Revolution sind hervorragend recherchiert. Die deutsche Beteiligung, bzw. Finanzierung der Bolschewiki, die den Aufstieg Lenins (und damit auch aller darauf folgenden Entwicklungen, wie Sturz des Zaren, Entstehen der Sowjetrepublik) erst möglich gemacht haben, wird hier sehr anschaulich und faszinierend geschildert. Die persönlichen Entwicklungen und die Lebensumstände der Protagonisten werden während des weiter andauernden Krieges nachhaltig beeinflusst. 

Mir hat sehr gefallen, das dem Grafensohn Konstantin eine sozialistisch eingestellte Frau an die Seite gestellt wurde, die sein Denken und Fühlen stark beeinflusst. In seiner kaisertreuen Familie ein persönlicher Konflikt, der die Zerrissenheit des deutschen Volkes klar spiegelt. Und auch die Entwicklung der naiven jungen Katharina, die sich langsam zu emanzipieren scheint, ist ein Sinnbild für das Erwachen eines neuen Selbstbewusstseins der Menschen auf der Straße!

Persönlich hat mir gefallen, dass alle Protagonisten, egal ob "Herrschaft" oder "Gesinde", eine eigene, gut ausgearbeitete Vita hatten. So hat man jederzeit die Möglichkeit, sich in die jeweiligen Lebensumstände einzufühlen. Besonders intensiv empfand ich dabei die eine oder andere, teilweise tragische Lebensgeschichte des Personals im Haus der Familie von Auwitz-Aarhayn.

Das Ende dieses zweiten Teiles der Greifenau-Trilogie ist ein heftiger Cliffhanger, der viele Fragen offen lässt. Zum Glück muss man auf den Folgeband nicht lange warten!

Katjuschka, 06.02.2019

„Gut Greifenau - Nachtfeuer“ ist der zweite Band der großen Familiensaga über die fiktive

Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn aus der Feder von Hanna Caspian.

Da „Nachtfeuer“ direkt an den ersten Teil der Trilogie anknüpft und Hanna Caspian weitestgehend auf Wiederholungen und Rückblenden verzichtet, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den Lesegenuss dieser wundervoll erzählten Fortsetzung noch erhöht.

Hanna Caspian hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder gefesselt von den vielfältigen Ereignissen in und um Greifenau und habe gespannt das Geschehen auf dem hinterpommerschen Landgut verfolgt.

Die Handlung beginnt Ende August 1914. Der Erste Weltkrieg greift mit seinen Schrecken um sich und macht auch vor Greifenau nicht halt. Einschnitte in Alltag und Gewohnheiten sind schnell zu spüren - die Männer müssen an die Front, die Versorgungslage wird zunehmend schlechter. Erschwerend kommt hinzu, dass Graf Adolphis mit der Führung des Gutes völlig überfordert und daher schnell hoch verschuldet ist. Mehr denn je ist er darauf angewiesen, dass seine Tochter Katharina den Kaiserneffen Ludwig von Preußen heiratet, doch Katharina hat andere Pläne…

Hanna Caspian erzählt sehr anschaulich, so dass man sich nicht nur die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen kann, man lebt und leidet auch Seite um Seite mit der Grafenfamilie und deren Bediensteten mit und wird von den vielen emotionalen Höhen und Tiefen mitgerissen. Überraschungen und Wendungen halten das Geschehen lebendig und sorgen dafür, dass die Spannung auf einem hohen Niveau bleibt und die Sogwirkung bis zum dramatischen Ende nicht abreißt.

„Gut Greifenau - Nachtfeuer“ hat mir sehr gut gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Familiengeschichte, Spannung und Historie, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß - ein rundum mitreißendes Leseerlebnis.

dorli, 04.02.2019

Gut Greifenau „Nachtfeuer“ von Hanna Caspian ist der zweite Teil der

Trilogie. Nachdem ich den ersten Teil „Abendglanz“ mit großer Begeisterung gelesen habe, wartete ich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung, die nun erschienen ist. Endlich geht es mit den Geschehnissen um Gut Greifenau weiter. Wie schon beim ersten Band überzeugt die Autorin mit ihrem unverwechselbaren flüssigen und leichten Schreibstil. Ab der ersten Seite tauchte ich wieder in die Geschichte um Gut Greifenau ein und ab. Es war wie ein nach Hause kommen zu alten Freunden. Je weiter ich las desto mehr zog es mich wieder in seinem Bann und dieses Buch konnte und wollte ich kaum mehr aus der Hand legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit Katharina und dem Gut weitergehen wird.Ach, wie habe ich die Familie von Auwitz – Aarhayn vermisst.

Erneut sind die Charaktere facettenreicht und authentisch dargestellt worden. Ich freute mich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch auf neue Personen, die die Geschichte mehr und mehr bereicherten. Die perfekte Kulisse und Atmosphäre, die zwischen 1914 – 1917 spielt, rundeten das Ganze ab. Wer die Autorin kennt, weiß das sie sehr viel Wert auf Details legt und das merkte ich auch hier wieder. In akribischer Kleinstarbeit hat sie diesmal die historischen Informationen des ersten Weltkrieges zusammengetragen und sie so brillant in die Geschichte verwebt, dass daraus eine sehr emotionale und spannende Fortsetzung entstehen konnte.  Wer jetzt denkt, dass Kriegsgeschehnisse langatmig oder sogar langweilig werden würden, der irrt. Hier kann man eine Menge über die politische Situation dieser Zeit lernen, die man nie auf einer Schule erlernen durfte. Ich spürte die Angst, den Hunger, den Tod, die Verzweiflung, aber auch die Hoffnung der einzelnen Personen und dadurch konnte ich mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen. Ich liebe es, wenn man fast alles hautnah miterleben kann. Beängstigend wurde es, wenn Jugendliche oder junge Männer in den Krieg ziehen mussten oder die emotionalen Momente, wenn Familien wieder vereint wurden. In keiner Zeit liegt Freud und Leid so eng beieinander wie in dieser. Wenn man das Nachwort des Romans nicht kennen würde, könnte man meinen, dass sich diese Geschichte um dieses Gut genauso abgespielt hat. Leider nein, denn sie ist, bis auf die historischen Daten, rein fiktiv.Wie schon beim ersten Band endet dieser Band wieder mit einem Cliffhanger, der mich sehr neugierig und voller Vorfreude auf den dritten Band zurücklässt.

Wieder einmal mehr hat Hanna Caspian bewiesen, dass sie eine grandiose Autorin ist. Ihre Romane brillieren durch überzeugende Charaktere, Handlungen, historische Fakten und so  kann eine emotionale und spannende Geschichte entstehen, die den Leser einfach mitzieht und fesselt. Ich f

Leseratte2003, 04.02.2019

Nun ist es so weit. Die Leser dürfen sich über den zweiten Teil der Greifenau-Trilogie richtig freuen. Da

der erste Roman sehr viele offene Fragen gelassen hat und an dem spannendsten Moment endete, konnte man gleich erwarten, dass dieses zweite Buch ebenso fesselt wie sein Vorgänger. Beinahe nach den ersten Worten wird man direkt in das Geschehen hinein geschleudert… sozusagen in den Wirrwarr der Kriegsjahre am ruhigen Gutshof in Hinterpommern.

Die Handlung des Buches konzentriert sich auf die Jahre des Ersten Weltkrieges und seine Auswirkung auf einfache Leute sowie auf die gehobene Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht wieder die kaisertreue Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn, sowie das Personal des Gutes. Nicht nur zwei Grafensöhne müssen an die Front, sondern auch manche Bedienstete. Das hochverschuldetet Gut ist nur durch die Heirat mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen zu retten. Das Leben der Menschen verändert sich rasant. Nichts ist mehr sicher. Der Krieg ist im Lande… Manche Geheimnisse werden teilweise gelüftet, dennoch entstehen neue Spannungsspitzen. Gegen Ende gibt es nun dann wieder eine ultraspannende Szene und zig offene Fragen, wie alle Handlungsstränge letztendlich zusammenlaufen werden.

Die ambitionierte und sympathische Autorin Hanna Caspian hat einen farbenprächtigen und packenden Roman geschrieben, den sie mit gekonnten und bildhaften Darstellungen, tiefen Emotionen aus Gefühl, Mitleid, Entsetzen und Staunen, sowie unerwarteten Wendungen, den Lesern der historischen Romane wiedergibt. Das damalige Leben in der unruhiger Zeit und die Atmosphäre hat sie sehr schön und lebhaft rübergebracht. Auch die Wortwahl der Protagonisten ist der Zeit angepasst.

Die Charaktere werden wieder lebendig geschildert. Ich mag eine solche Mischung aus der sprachlichen Leichtigkeit und der Tiefgründigkeit, die hinter den einzelnen Figuren und ihren Handlungen steckt. Man leidet förmlich mit vielen Protagonisten und mag manchmal kaum glauben, wie unfair das Leben sein kann. Dadurch wird man beim Lesen nicht nur zum Mitfiebern, sondern auch zum Nachdenken angeregt.

Ich kann an dem Buch, wie schon beim Vorgänger, kaum was Negatives finden — es war für mich einfach eine tolle Lektüre. Mich hat diese Fortsetzung sogar noch mehr gefesselt als der erste Band. Und so warte ich nun sehnsüchtig auf den dritten Band „Gut Greifenau – Morgenröte“ (erscheint am 01.03.2019 als Taschenbuch bei Knaur). An dieser Stelle kann ich nur die vollen 5 Punkte vergeben und eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, aber bitte unbedingt der Reihe nach lesen

Nick Coll, 29.01.2019

 

Spannende Fortsetzung

Gut Greifenau – Nachtfeuer ist der zweite Band einer Trilogie rund um das Gut Greifenau und ihre Bewohner von Hanna Caspian.
Der 2. Teil beginnt im August 1914, schließt also unmittelbar an den ersten Teil an.
In diesem Buch leiden alle unter den Kriegswirren. Alle müssen Zugeständnisse machen. Wobei es für Feodora schon ein großer Einschnitt ist, dass ihr Springbrunnen verspätet geliefert wird, weil die Züge für Soldatentransporte gebraucht werden oder, dass bei einem Aufenthalt in Bad Homburg nicht so viele Adlige wie gewohnt dort residieren. Da musste ich schon schmunzeln, wenn das alles ist was sie entbehren muss.
Die Jahre in diesem Buch werden insgesamt vom Krieg beherrscht.
Es gibt einige Szenen die an der Front spielen und dem Leser die Grausamkeit des Krieges vor Augen führen.
Auch die Revolution in Russland spielt eine Rolle und ich habe interessante Hintergründe erfahren die mir vorher nicht bekannt waren.
Hanna Caspian erzählt alles so visuell, dass es wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen ist.
Man spürte ja schon im ersten Band mit welcher Akribie und mit welcher Liebe die Autorin die Charaktere erschaffen hat und das führt Hanna Caspian natürlich im zweiten Band fort.
In ihrer Erzählung wechselt die Autorin auch wieder zwischen der Grafenfamilie und den Bediensteten. Erzählt auch von deren Sorgen und Nöten.
Leider schaffen es nicht alle Personen bis in den dritten Band was mir schon leidgetan hat.
Das Ende war dann sehr dramatisch und das Buch endete auch mit einem Cliffhanger, sodass ich nicht weiß wie ich die Zeit bis zum Erscheinen des dritten Bandes überstehen soll.

Sylvia Hertel, 24.01.2019

Der zweite Band der Gut Greifenau-Saga beginnt Mitte August 1914 mit einer Sonnenfinsternis und endet Ende 2017 mit

einem Blutmond. Diese zwei Himmelsphänomene sind passende Symbole, um den Werdegang der Gutsfamilie und ihren Angestellten darzustellen. Die Sonne verfinstert sich für die Menschen immer mehr, denn sie befinden sich mitten in einem fürchterlichen Krieg. Ob arm oder reich, jede Familie fürchtet um die männlichen Angehörigen, da nach und nach jeder eingezogen wird. Auch die beiden Söhne der Grafenfamilie werden eingezogen und erleben schreckliche Dinge. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin auch in ihrem zweiten Band die Zustände in der damaligen Zeit. Da das Buch nur drei Jahre umfasst, passieren so viele Dinge, dass man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören möchte. Ich fand es sehr vorteilhaft, dass ich vorher den ersten Band gelesen hatte, denn ohne Vorkenntnisse wird es sehr schwierig werden, alle Geschehnisse und Personen richtig zuzuordnen und der Lesegenuss ist nur noch halb so groß. Richtig gut fand ich auch hier wieder, dass die Angestellten immer mal wieder in den Vordergrund rücken und man auch ihren Werdegang weiterverfolgen kann. Das Buch endet ganz fies mit einem Cliffhanger und der Blutmond ist symbolisch sehr passend für das Geschehen auf den letzten Seiten. Zum Glück erscheint der dritte Band sehr bald, denn ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht!

Lesemone, 21.01.2019

Hanna Caspian konnte mich mit dem zweiten Band der Trilogie um die Grafenfamilie Von Auwitz-Aarhayn wieder vollkommen

in ihren Bann ziehen. Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und das liegt an der Tatsache, das nicht nur das Leben der Herrschaften einen großen Teil der Geschichte ausmacht, sondern das auch unter den Bediensteten jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Diese Vermischung und der Blick in die unterschiedlichen Lebensweisen lassen keine Langeweile aufkommen. Ich muss gestehen, das mich das Leben und Leiden der "einfachen Leute" und die dramatischen Kriegsszenen sehr bewegt haben. Die Autorin beschönigt nichts und lässt alles sehr realistisch und nah erscheinen. Das Land, das Leben und die Menschen verändern sich, das wird hier gut dargestellt und man merkt, das sehr viel Recherchearbeit zwischen den Zeilen steckt. Der schlimme Krieg und seine Auswirkungen machen vor niemandem halt, weder vor der Ober- noch der Unterschicht und dies kommt hier sehr klar zum Ausdruck. Wie schon im ersten Band hat mich die junge Komtess Katharina beeindruckt, die sich nun herausnimmt, nicht den Neffen vom Kaiser zu heiraten, sondern ihren Julius und das der Kutscher Albert endlich seine wahren Wurzeln findet, wenn auch die eine Seite nicht ganz zu seiner Zufriedenheit reagiert. Das Ende hat es wieder in sich und mit diesen Cliffhangern heißt es nun warten auf Band 3. Ich freue mich sehr darauf. 

Ein würdiger zweiter Band, ohne Schwächen, der extrem Lust auf das große Trilogie-Finale macht.

Miss Norge, 20.01.2019

Es gibt einen direkten Start in die Handlung, es wurden kaum Details und Hintergründe aus dem ersten Teil

wiederholt, sondern die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgängerroman an. Darüber war ich sehr froh, ich finde es meistens sehr langweilig, wenn es eine seitenlange Beschreibung der bereits stattgefundenen Ereignisse gibt.

Ich bin leicht in den Roman hineingekommen, die Handlung war sofort interessant und die Protagonisten sind genauso sympathisch und lebendig wie im ersten Teil.

Es gibt verschiedene Erzähler, die im Verlauf der Handlung ihre Erlebnisse wiedergeben. Sowohl die Grafenfamilie, als auch deren Angestellt und die Dorflehrerin Rebecca kamen zu Wort und von ihnen konnte man sich ein besonders gutes Bild machen. Mir hat die Vielzahl der Erzählperspektiven gut gefallen, so erhält man einen breit gefächerten Blick auf die Ereignisse und so konnten noch mehr Geheimnisse entstehen, die am Ende ein verzweigtes, aber stimmiges Gesamtbild ergeben.

Die Schreibweise war locker und gleichzeitig anspruchsvoll. Alles wurde anschaulich und manchmal mit verborgenen Details wiedergegeben, was die Handlung spannend und ansprechend gemacht hat, sodass ich stets mit vollem Interesse gelesen habe.

Eingebunden wurde einige historische Details, die detailreich und mit einfachen Worten wiedergegeben wurden. Diese haben mich dazu verleitet, langsam zu lesen, damit ich nichts verpasse und bei mir im weiteren Verlauf der Handlung keine Fragen aufkommen.

Sehr viele Charaktere aus dem ersten Teil haben wieder einen Auftritt, es war wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich fand es toll, dass auch die Dienstboten häufig einige Geschehnisse aus ihrer Sicht schildern, gefühlt haben sie noch mehr Kapitel bekommen als im ersten Teil. Dadurch erhält man als Leser einen tollen und realistischen Einblick in ihren arbeitsreichen Arbeitstag und die Stimmung unter dem Personal, sowie der gegenseitige Umgang miteinander.

Im besonderen Mittelpunkt stehen auch hier natürlich die Bewohner des Gutes. Dazu noch die Dorflehrerin Rebecca und damit wurden die Hauptcharaktere schon grob eingefasst. Einem jeden wurde viel Leben eingehaucht und die Situationen fast durchweg realistisch und wahrheitsgetreu dargestellt.

 

Fazit:

Ich habe mich richtig darauf gefreut, den zweiten Teil der Gut Greifenau Saga zu lesen und wurde nicht enttäuscht. Es wird Geschichte mit einer aufregenden Handlung, einigen Geheimnissen und sympathischen Charakteren vermischt, die ein Lesevergnügen bereiten. Viele Fragen sind bei mir nach dem Ende offen geblieben, die die Freude auf den finalen Teil der Reihe erhöhen!

 

MarySophie, 19.01.2019

„Nachtfeuer“ ist der zweite Teil der Gut Greifenau-Trilogie.

Schnell konnte ich wieder in die Geschichte eintauchen und habe mich über das Wiedersehen mit den Figuren aus dem ersten Teil gefreut.

Inzwischen befinden wir uns im Jahr 1914 und der erste Weltkrieg beginnt. Die Schrecken des Krieges sind anfangs noch weit entfernt, doch die Auswirkungen sind schnell auch im Dorf Greifenau und auf dem Gut der Familie von Auwitz-Aarhayn spürbar.

Die jungen Männer müssen bald an die Front und die Daheimgebliebenen müssen Opfer bringen und auf vieles verzichten. Im Laufe des Krieges werden die Lebensmittel immer knapper und auf dem Gut fehlen die Arbeiter, die dringend benötigt würden, um zumindest einiges lebenswichtige anzupflanzen und zu ernten.

Graf Adolphis ist mit der Führung des Gutes, an der er ja nie großes Interesse hatte, überfordert, nachdem sein Sohn Konstantin im Krieg ist. Schon bald ist das Gut in finanziellen Schwierigkeiten und verschuldet.

Gräfin Feodora hält solange es irgendwie geht an ihren Traditionen fest und führt weiterhin ihr „glänzendes“ Leben. Und nach wie vor ist ihr großes Ziel, Tochter Katharina mit dem Neffen des Kaisers zu verheiraten, was zu neuem Wohlstand und Zugang zur kaiserlichen Familie führen würde. Katharina hat aber völlig andere Pläne und es ist gut nachvollziehbar, warum sie den Kaiserneffen Ludwig nicht heiraten will. Dieser macht es jedem leicht, ihn nicht zu mögen, denn er ist ein wirkliches Scheusal.

 

Ich war wirklich begeistert, wie gut es der Autorin gelungen ist, die Geschichten jeder einzelnen Figur interessant und vor allem auch schlüssig weiterzuführen und alle Einzelschicksale miteinander zu verbinden. So gibt es eigentlich in jedem Kapitel Ereignisse, die teilweise dramatisch sind und zu keinem Zeitpunkt plätschert die Geschichte nur so dahin. Im Gegenteil, die Spannung ist ständig vorhanden, da die Perspektiven aufgrund der Vielzahl an Personen häufig wechseln.

Es gibt viele Ereignisse, die mich berührt haben und die den Fortgang der Geschichte beeinflussen. Ich habe mit allen gehofft, gebangt und hatte oft das Gefühl, die Personen schon gut zu kennen und das Leben im Dorf Greifenau und auf dem Gut mitzuerleben.

 

Es ist Hanna Caspian sehr gut gelungen, die fiktiven Geschichten um die Bewohner von Greifenau mit den gut recherchierten historischen Fakten dieser Zeit zu verknüpfen. Dabei thematisiert sie nicht nur die Schrecken und Folgen des 1. Weltkrieges sondern die ganze Bandbreite der Probleme, Sorgen und Nöte dieser Zeit, wie den Standesdünkel, die kommende Industrialisierung, die aufstrebenden Großindustriellen und vieles mehr.

Diese Vielfalt macht die Geschichte sehr lebendig, vielschichtig

Fanti2412, 14.01.2019

Der Krieg hat begonnen und das Land verändert sich. Alle Hoffnungen, dass die Söhne schnell wieder daheim

bei den Eltern sind, haben sich zerschlagen. Adolphis hat das gut hochverschuldet, Feodora hält an dem Gedanken fest, ihre Tochter Katharina adlig zu verheiraten. Doch je länger der Krieg andauert, desto mehr kommen die dunklen Geheimnisse von Greifenau ans Tageslicht und beeinflussen das Geschehen der Bewohner und der gräflichen Familie.

Werden die Grafenkinder ihr Glück finden ?

 

Wow, was für eine Fortsetzung !

 Hanna Caspian lässt das Buch mit einer Sonnenfinsternis beginnen und irgendwie ist dieses Naturschauspiel federführend für alles, was sich in dieser grandiosen Fortsetzung ereignet. Es ist fast so, als würde sich die Sonnenseite des Lebens von der gräflichen Familie abwenden und die dunklen, bedrohlichen Schatten immer mehr von ihnen Besitz ergreifen.

Es trifft irgendwie jeden derer von Auwitz-Aarhayn und ihre Schicksale sind hier sehr bildlich und eindringlich geschildert.

Die Autorin schafft es scheinbar mühelos, die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit verschwimmen zu lassen und strickt so ihre tollen Ideen in die historischen Fakten ein. Dabei gibt sie ihren Akteuren unendlich viel Freiraum, um sich zu entfalten und die Erzählung zu beleben.

Ludwig von Preußen und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr, denn dieser Schmierlappen zieht hier Fäden, die mir widerstreben. Ich hoffe inbrünstig, dass er niemals sein Ziel erreichen wird.

Konstantin bangt weiterhin um seine Liebe und....das wird natürlich nicht verraten, denn ihr müsst einfach selbst lesen, was sich alles seit Band eins zugetragen hat.

Hanna Caspian verzaubert mit ihrem atmosphärisch dichten Schreibstil, der viele, viele Bilder beim Lesen hervorruft, sie lockt Gefühle aus mir, die ich wirklich nicht zurückhalten kann und will und es gibt Szenen, die so zu Herzen gehen, dass die Tränen beim Lesen kullern. Eine echte Achterbahn der Gefühle, die ich hier durchlebe. Es ist spannend, abwechslungsreich, gefühlvoll und mitreißend - einfach alles zu gleichen Teilen und das liebe ich. 

Das Buch endet, wie es begonnen hat - mit einem Naturschauspiel. Nur ist es diesmal ein Blutmond, der die letzten Szene einläutet und dieser Blutmond hat hoffentlich nicht die Bedeutung, die mir die letzten Sätze mit einem echt heftigen Cliffhanger vermitteln möchten...

Ich schließe das Buch mit eine Seufzer, bin unendlich neugierig auf den dritten und letzten Teil und drücke allen mir ans Herz gewachsenen Charaktere die Daumen, dass sie im letzten Band ihr Glück finden.

Aber lest selbst, welche Ereignisse sich auf Gut Greifenau abspielen, denn diese Fortsetzung ist einfach nur der Knalle

katikatharinenhof, 23.12.2018
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