Verlagsgruppe Droemer Knaur



Die Mohnfelder von Solferino

9783426450178
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E-Book, Knaur eBook
26.04.2019, 512 S.

ISBN: 978-3-426-45017-8
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Historischer Roman

Eine ungewöhnliche Liebe – eine einzigartige Vision – ein großer historischer Roman: Diana Menschigs „Die Mohnfelder von Solferino“ ist die Geschichte des jungen Soldaten Giò, der auf dem Schlachtfeld in Solferino, Italien, nicht nur seine große Liebe, sondern auch einen ganz besonderen Visionär kennen lernt: Henry Dunant, den Gründer des Roten Kreuzes.

Im 19. Jahrhundert toben in Italien die Unabhängigkeitskriege. Giò erlebt als junger Soldat die Schlacht von Solferino mit. Am Ende seiner Kräfte, bleibt er auf dem Schlachtfeld zurück, zusammen mit Tausenden Verwundeten beider Seiten, um die sich niemand kümmert. Erst der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant organisiert Hilfe aus den umliegenden Dörfern, und so wird Giò schließlich von der jungen Frau Magdalena gefunden. Sie erscheint ihm wie ein Engel in größter Not. Die beiden verlieben sich und heiraten später.

Henry Dunant gründet einige Jahre darauf unter dem Eindruck der Schlacht das Rote Kreuz. Giò ist einerseits fasziniert von Dunant und beginnt, sich mehr und mehr für medizinische Themen zu interessieren. Gleichzeitig treibt ihn die Frage um: Ist Dunant ein Visionär, oder hilft er letztlich den Kriegstreibern, weil sie die Verantwortung für die Verwundeten eines Krieges einfach abgeben können? Er und seine große Liebe Magdalena geraten darüber immer wieder in Streit. Als Soldat, liebender Ehemann und bald Vater einer kleinen Tochter versucht Giò, in den unruhigen Zeiten der Unabhängigkeitskriege in Italien seinen persönlichen Frieden zu finden …

Die Gründung des Roten Kreuzes und das wechselvolle Schicksal einer großen Liebe verpackt in einem mitreißenden historischen Roman vor der Kulisse des Gardasees in Italien.

„Geschichte hautnah – ein sehr lesenswerter historischer Roman.“ (Blog Lesegenuss über „Ein Tal in Licht und Schatten“)

„Gekonnt erzählter, anrührender, zuweilen leidenschaftlicher historischer Roman.“ (Blog Tintenhain über „Ein Tal in Licht und Schatten“)

Die Autorin

Diana Menschig

Portrait von  Diana Menschig

Diana Menschig lebt und schreibt am Niederrhein. Ihre Herzensregion ist jedoch Norditalien, insbesondere die oberitalienischen Seen und die Dolomiten....

zur Autorin Bücher von Diana Menschig

Lesetipps

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Die Unabhängigkeitskriege haben Italien fest im Griff und verschlingen reihenweise unschuldige junge Soldaten in

ihrem gierigen Schlund. Gio muss auf dem Schlachtfeld erleben, wie sinnlos dieses unterfangen ist und er verliert bei einer dieser Kämpfe seinen besten Freund und Cousin. Am Ende seiner Kräfte erscheint ihm eine junge Frau wie ein rettender Engel und Gio verliebt sich in sie. 

Sein Ehrgeiz und sein Interesse für alles medizinische weckt  noch mehr die Neugier auf einen Menschen namens Henry Dunant, der sich ganz der Versorgung von verwundeten Soldaten verschrieben hat und eine Institution gründet, die man Rotes Kreuz nennt....

 

"Die Mohnfelder von Solferino" ist ein wirklich faszinierender Roman, der  viele Themen vereint und für wirklich intensive Lesemomente sorgt.

Im Vordergrund steht aber die Liebesgeschichte von Gio und Magdalena, die hier mit einfühlsamen, ja fast zärtlichen Worten beschrieben wird. Die Kluft zwischen der gebildeten jungen Frau aus gutem Haus und dem armen Gastwirtssohn scheint es nicht zu geben, wenn beide sich in den Armen liegen und sich das geben, was sie am meisten vermissen: Nähe, Wärme, Geborgenheit und Zuversicht.

Magdalena ist eine zielstrebige junge Frau, die tatsächlich die Dinge umsetzt, die sie sich in den Kopf gesetzt hat. Ihr Dickschädel ist ihr in vielen Dingen sogar nützlich, wenn sie zielstrebig den Ausbau des Gasthauses zu einer wirklich gutgehenden Pension antreibt.

Gio ist in manchen Dingen ein Hitzkopf, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck. Seine Freundschaft zum Arzt Nonnschläger ermöglicht ihm einen intensiven Einblick in die Welt der Medizin und bringt ihn später mit Henry Dunant zusammen.

Die Geschichte überzeugt mit abwechslungsreichen Szenen, die zum einen die wunderschönen Landschaften des Gardasees zum Vorschein bringen und zum anderen die Sinnlosigkeit der Kriege hervorhebt.

Leider bleib die Entstehung des Roten Kreuzes und somit die Geschichte um Henry Dunant sehr im Hintergrund, was ich wirklich bedauere. Sie hätte der wirklich beeindruckenden Erzählung noch zusätzlichen Schliff verliehen und bereichert. So wird sie nur angerissen und wirkt als interessante Untermalung des Romans, die aber der Wichtigkeit des Themas nicht gerecht wird.Daher muss ich leider einen Stern abziehen.

Ansonsten ein wirklich ansprechender Roman, der starke Protagonisten hervorbringt, viel Gefühl zeigt und durch die Vielschichtigkeit seiner Themen nie langweilig wird.

Gerne spreche ich hier meine Leseempfehlung aus

katikatharinenhof, 03.05.2019
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