Verlagsgruppe Droemer Knaur



Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung

9783426452912
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E-Book, Knaur eBook
26.04.2019, 512 S.

ISBN: 978-3-426-45291-2
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Roman

Die Geschichte der fiktiven Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer von den 20er bis in die 40er Jahre. Ein historischer Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn, der Garantin für spannend erzählte Frauen- und Familien-Sagas im 20. Jahrhundert

München, 1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre funkeln auf Hochglanz, München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Die Donaubauers sind eine der großen Kino-Betreiberfamilien an der Isar. Mit ihrem mondänen Lichtspielpalast sorgen die heiß umschwärmte Theater-Schauspielerin Elsa und ihr charmanter Ehemann Karl landesweit für Furore. Alfred Hitchcock bietet Elsa sogar die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Dann aber brennt Karl mit einer Revue-Tänzerin durch. Statt als Star auf der Leinwand muss Elsa sich von einem auf den anderen Tag als Kino-Besitzerin im realen Leben behaupten - keine leichte Aufgabe für die junge Frau, die sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter behaupten muss.

Als durch Hitlers Machtergreifung Film und Kino zum begehrten Propagandainstrument werden, droht Elsa ihre Lizenz zu verlieren …

Von der Autorin des erfolgreichen Kaufhausromans "Das Haus der schönen Dinge".

Die Autorin

Heidi Rehn

Portrait von  Heidi Rehn

Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie...

zur Autorin Bücher von Heidi Rehn

Weitere Teile der Reihe "Die Lichtspielhaus-Reihe"

  • Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung
    Heidi Rehn

    Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung
    Band: 1

  • Das Lichtspielhaus. Wie alles begann
    Heidi Rehn

    Das Lichtspielhaus. Wie alles begann

Pressestimmen

"Bewegte Vergangenheit"

BUNTE, 29.05.2019

Lesetipps

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Die  Münchner Familie Donaubauer besitzt mehrere Lichtspielhäuser. Elsa Donaubauer hat für die

Ehe mit Karl Wien verlassen und ihre vielversprechende Schauspielkarriere aufgegeben. Doch sie bereut diesen Schritt nicht. Denn genau wie der Rest der Familie Donaubauer lebt sie für die Lichtspielhäuser und  die Welt des Films. Selbst  Alfred Hitchcock ist so begeistert von Elsa, dass er ihr eine Hauptrolle anbietet. Eines Tages ändert sich für Elsa alles, denn Karl brennt mit einer Revue-Tänzerin nach Amerika durch. Plötzlich trägt Elsa allein die Verantwortung für ihre beiden Töchter und muss ihre Stellung im Familienunternehmen behaupten. 

 

"Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung" ist der Auftakt einer Reihe um die fiktive Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer. Dieser Band umfasst die Jahre 1926 bis 1939. Im Zentrum der Handlung stehen Elsa und ihre Schwiegermutter Zenzi, die starken Donaubauer-Frauen, die sich in der Welt der Lichtspielhäuser behaupten müssen. Dabei müssen sie sich nicht nur mit neuen technischen Möglichkeiten, sondern auch politischen Einflüssen auseinandersetzen. 

 

Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich sofort mitten im Geschehen, denn Elsa wird bereits ganz am Anfang von Karl verlassen und setzt alles daran, ihre Stellung im Unternehmen zu behalten. Der Roman begeistert von der ersten Seite an, da Heidi Rehn es wieder hervorragend versteht, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat und dabei das Gefühl bekommt, selbst ein Teil des Familienunternehmens zu sein. Die Charaktere wirken authentisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren kann. Das Schicksal hält einiges für die Familie bereit. Dadurch wirkt die Erzählung nie langweilig oder vorhersehbar.

 

Die Autorin webt geschichtliche Hintergründe, Filme, Schauspieler und neue Techniken gekonnt in die Handlung ein. Dadurch hat man das Gefühl, dass diese fiktive Geschichte sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Man taucht förmlich in die Vergangenheit ein und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Obwohl das Buch recht umfangreich ist, liest es sich quasi von selbst. Denn der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar. 

 

Ich habe mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten, da ich früh in den Sog der Handlung geraten bin und den Glanz der Lichtspielhäuser  genossen habe. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass diese fiktive Erzählung sich so zugetragen haben könnte und bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil der Reihe. 

KimVi, 17.06.2019

Die Frauen machen das

Von der Autorin Heidi Rehn habe ich schon einiges gelesen. Ihr neues Werk „Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung“ führt uns München und fängt in den 20er Jahren an.

Es ist interessant zu lesen, wie die Kinowelt in den Jahren Veränderungen hin nahm. Die Autorin hat eine fiktive Familie geschaffen.

Die Familie Donaubauer besitzt ein mondänes Lichtspielhaus und 6 kleinere. Mit Zenzi, der Patriarchin hat die Autorin ein Unikum geschaffen. Zusammen mit ihrer Schwiegertochter kämpfen sie um ihr Weiterkommen und Weiterbestehen bis in die 1940er Jahre.

Die zwischenmenschlichen Themen sind interessant.

 

Heidi Rehn schreibt mit ruhiger Stimme ein besonderes Stück Zeitgeschichte. Ich war von der Geschichte gefesselt.

 

 

 

 

 

Egni, 15.06.2019

Auf jeden Fall war ich direkt von dem Roman eingenommen, mir hat die Schreibweise gefallen und auch die starken

Figuren von Elsa und Zenzi, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Schon früh war zu sehen, wie akribisch die Autorin recherchiert hat, ständig waren Namen von Filmen, Schauspielern oder Regisseuren zu lesen, die alle perfekt in die Handlung integriert wurden und mit den fiktiven Charaktern gut harmoniert haben.

 

Die genutzte Sprache fand ich sehr interessant und besonders. Es gibt eine Mischung von Hochdeutsch während Beschreibungen und Überlegungen, vermischt mit einem starken bayrischen Dialekt bei Gesprächen. Außerdem gab es einige Begriffe aus dem bayrischen, die mir vollkommen unbekannt waren, aber Lebendigkeit ind die Handlung gebracht haben und die Sprache zu etwas besonderem gemacht hat.

 

Doch so interessant die Handlung meist gehalten war, traten doch Längen auf, die lange angehalten haben. Das hielt vielleicht so 150 Seiten lang an, die letzten knapp 100 Seiten habe ich dann wieder mit Spannung verfolgt und innerhalb weniger Stunden ausgelesen. In der Mitte ist zwar einiges passiert, aber die Geschehnisse konnten mich nicht in ihren Bann ziehen. Vielleicht lag das daran, dass im Roman viele Jahre vergehen und mir manches einfach zu sprunghaft war. Es wurden ab und an Monate ausgelassen, die nicht weiter behandelt wurden, dafür landet man plötzlich bei dem nächsten Ereignis. Immerhin vergehen auf den 512 Seiten 13 Jahre, da wurden manche Ereignisse doch etwas knapp abgehandelt.

 

Wie ich schon erwähnt hatte, waren mir besonders die Figuren von Zenzi und Elsa am liebenswürdigsten. In ihnen steckt sichtbar viel Arbeit, um sie als Typen darzustellen, die einzigartig sind. Beide Frauen besitzen eine Stärke, die mir imponiert hat und die sie ausgezeichnet hat. Im Gegensatz zu ihnen sind die Herren nie so entschlossen und selbstsicher aufgetreten, egal in welcher Situation. Meist wirkten die Handlungen der Herren nicht recht durchdacht und zu plötzlich, sodass sie klar den beiden Donaubauer-Damen unterlegen waren. Definitiv eine interessante Darstellung der Geschlechter, es hat funktioniert, auch wenn ich damit nicht richtig zufrieden bin. Ich hätte es gut gefunden, wenn eine Veränderung sichtbar gewesen wäre und sich die Protagonisten an mehreren Stellen ebenbürtig begegnet wären.


Fazit:

Der Autorin ist es definitiv gelungen, einen lebendigen, äußerst interessanten Roman rund um die fiktive Donaubauer-Familie zu schreiben. Ihr ist es auf das Beste gelungen, den Charme und Ton der Zeit wiederzugeben und den Leser in die geheimnisvolle Welt des Films zu entführen. Zwei kleine Kritikpunkte meinerseits: es gab leider einige Längen, sowie die nicht ganz perfekte Darstellung der männlichen Charaktere, die den

MarySophie, 06.06.2019

"Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung" ist ein spannender, historischer Roman über eine starke

Familie, die mit Herzblut für ihre Lichtspielhäuser. Das Herzblut für die Zeit zwischen Ersten und Zweitem Weltkrieg spürt man auch bei der Autorin, die duch die vielen Details zur damaligen Zeit, zu Film, Regisseuren und Schauspielern beweist, wie akribisch sie recherchiert haben muss. 

Neben der Entwicklung der Lichtspielhäuser sind die Lebenswege vor allem von Zenzi und Elsa von 1926 bis 1939 mitreißend erzählt und werden in die Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland eingebaut, so dass die Geschichte weiter an Tiefgang gewinnt und spannend wird, wie sich die Familie gegenüber den Faschisten behaupten kann, ohne ihre eigene Einstellung zu verraten oder ihre Lichtspielhäuser zu verlieren. 

Ich freue mich auf die Fortsetzung im Frühjahr 2020, um zu erfahren, wie es während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Familie Donaubauer und der Entwicklung der Lichtspielhäuser in einer Zeit, in der das Fernsehen zunehmend Verbreitung findet, weitergeht. 

schnäppchenjägerin, 24.05.2019

Diese Geschichte vereint eine Familien-Saga mit einem Stück deutscher Geschichte, schön aus der Perspektive

der Film- und Kinobranche dargestellt. Unerwartete Ereignisse und Wendungen machen die Geschichte spannend und es war interessant und unterhaltsam, das Schicksal der Donaubauers zu verfolgen.
Jetzt bin ich gespannt, wie es mit der Familie weiter geht und freue mich auf die Fortsetzung!


Fazit: 4 von 5 Sternen

Vollständige Rezension unter:

https://fanti2412.blogspot.com/2019/05/das-lichtspielhaus-zeit-der.html

 

Fanti2412, 22.05.2019

Die Geschichte beginnt im Oktober 1926: Die Familie Donaubauer gehört zu den wichtigsten Kinobetreibern in

München. Angefangen hat alles mit Mutter Zenzi und zwei kleinen, höchst einfachen Vorstadtkinos. Ihr Sohn Karl und seine Frau Elsa, eine ehemalige Schauspielerin aus Wien, haben das Unternehmen ausgebaut. Ihr ganzer Stolz ist das „Elvira“, ein Lichtspielpalast, der höchsten Ansprüchen genügt und in dem so manche glanzvolle Filmpremiere stattfindet. Hier lassen sich auch berühmte Schauspieler und Regisseure gerne blicken.

Elsa glaubt sich gerade am Ziel ihrer Träume, als Karl mit einer Revuetänzerin nach Amerika durchbrennt. Fortan muss Elsa sich nicht nur allein um die beiden kleinen Töchter kümmern, sondern auch im Unternehmen „ihren Mann stehen“, denn nicht nur Zenzi mischt noch immer kräftig mit, sondern auch Heinrich, Zenzis Schwiegersohn und Mann ihrer Tochter Ulla. Heinrich glaubt, als letzter verbleibender Mann im Familienbetrieb könne er nun das Zepter übernehmen. Doch da hat er die Rechnung ohne die Donaubauer-Frauen gemacht!

Viele Widrigkeiten bedrohen zu dieser Zeit die Filmindustrie, allen voran die Einführung des Tonfilms, der viele Kinobesitzer zu großen Investitionen zwingt. Und dann gewinnen auch die Nationalsozialisten immer mehr Einfluss. Hitler und Goebbels erkennen schnell, wie sie sich das Kino zunutze machen können: Immer mehr Propagandafilme werden gedreht. Das bedeutet zwar einerseits mehr Unterstützung für die Kinobetreiber, andererseits aber auch viele Zugeständnisse, die diese machen müssen, um zu überleben. Mit der Zeit verschwinden immer mehr jüdische Filmemacher, Schauspieler und Kinobesitzer aus der Filmszene. Und mit der übermächtigen Konkurrenz durch die staatliche geförderte UFA wird vielen kleineren Kinobetreibern schließlich erst recht der Garaus gemacht.

Auch die Familie Donaubauer kämpft um ihre Existenz. Während Zenzi sich politisch bedeckt hält, Elsa die Nationalsozialisten zwar ablehnt, aber sich zähneknirschend mit ihnen arrangiert, lässt Heinrich sich schon bald mit den falschen Freunden ein, die ihn für ihre eigenen politischen Intrigen missbrauchen. Und Lotti wiederum, die langjährige treue Assistentin der Donaubauers, gerät durch ihren Verlobten mitten hinein in den Widerstand und damit in höchste Gefahr.

Atemlos habe ich die Geschichte der Familie Donaubauer von den 1920er Jahren bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs mitverfolgt. Wieder einmal ist es der Autorin hier gelungen, tatsächliche geschichtliche Ereignisse mit einer fiktiven Geschichte zu einer spannenden Handlung zu verweben. Alles in allem war dies wieder eine sehr bewegende Geschichte, die noch lange nachgehallt hat.

Susanne Edelmann, 04.05.2019
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