Verlagsgruppe Droemer Knaur



Marina, Marina

9783426452714
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E-Book, Droemer eBook
26.04.2019, 400 S.

ISBN: 978-3-426-45271-4
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Roman

Die wechselvolle Geschichte eines italienischen Dorfes und seiner Bewohner und der Roman einer leidenschaftlichen Liebe für alle, die Italien und das italienische Lebensgefühl lieben
Eine große Liebesgeschichte mit viel italienischem Flair.

Anfang der 1960er Jahre eroberte der Schlager "Marina, Marina" die Herzen der Italiener und der ganzen Welt.
Der junge Nino aus dem kleinen Küstenort Sant’Amato an der Riviera versteht das nur zu gut, betet er doch – zwar heimlich, doch dafür umso heftiger – selbst eine Marina an: die schöne Frau des Friseurs und Mutter seines besten Freundes. Doch Marina beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, dessen Identität Nino erst viele Sommer und etliche canzoni später erfahren soll. Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante erfüllt sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt, und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen.
Begleitet von den Hits der Saison, wird der Leser Zeuge vom Leben und Lieben in Sant’Amato, von Tragödien, deren Ursprung weit in die italienische Vergangenheit zurückreichen, und von Dramen, die das Leben der Bewohner für immer verändern.

Die Autorin

Grit Landau

Portrait von  Grit Landau

Grit Landau hat Geschichte studiert und danach als Kultur- und Musikjournalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Ihr Romandebüt „MARINA,...

zur Autorin Bücher von Grit Landau

Pressestimmen

Ein Liebesroman für alle, die das italienische Lebensgefühl lieben.

OK!, 24.04.2019

"Marina, Marina" erzählt die wechselvolle Geschichte eines ganzen Dorfes. (..) Man merkt, dass sich hier jemand auskennt, der ganze Roman ist gespickt mit interessanten Details zu Geschichte, Bräuchen, Musik und Schauplätzen.

NDR Kultur, 15.05.2019

Die Autorin hat die Lebensläufe von Marina Lanteri und ihren Lieben, den Familien Vassallo, Parodi oder Marone und von Freunden und Feinden im Dorf Sant'Amato geschickt verwoben. Hier im Dorf werden die Enge und Eigenarten der Menschen besonders deutlich. (..) ..,dass etliche Episoden im Buch auf wahre Begebenheiten beruhen, machen die Lektüre leicht und schwer zugleich und werfen ein nachdenkliches Bild auf das Sehnsuchtsland Italien.

BÜCHER, Juni/Juli 2019

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein Roman wie ein Film

Dieser Roman dreht sich um die Bewohner von Sant´Amato, es geht um das alltägliche Leben, um die Liebe, um Verrat und um die Träume der Menschen in den Jahren von 1960 bis 1968. Doch es werden auch familiäre Tragödien erzählt, die ihren Ursprung in der politischen Vergangenheit Italiens haben.

Marina wird von Nino, dem Freund ihres Sohnes, angeschmachtet. Sie beginnt ein Verhältnis mit Ninos Vater. In diesem Roman zeigen sich einige Liebeswirrungen und unerfüllte Liebe, aber auch Missgunst und Neid. Das alles spielt sich vor der typischen Kulisse einer wunderschönen italienischen Sommerkulisse ab. Die ersten Urlauber erobern den Strand und bringen nicht nur Devisen, sondern auch ihr Lebensgefühl mit.

Für mich war das trotz des typischen italienischen Flairs weniger ein Urlaubsbuch, sondern eher ein Roman mit politischem Einblick in das Leben in Italien von 1960 bis 1968 mit einzelnen Rückblenden zu Erlebnissen aus der Vergangenheit im zweiten Weltkrieg und einem Ausblick in 1980. Hier erfährt man einige grausame Vorgänge von den SS-Truppen und über den rebellischen Kampf der Partisanenbewegung, der der Story ihren Tiefgang verleiht.

Auch die deutschen Urlauber bringen politische Informationen mit, so erfährt man dank Reni ihre Sicht auf das politische Geschehen von Ost und West in Deutschland.

Sehr stimmungsvoll und authentisch taucht man durch die Geschichte in das Leben der Italiener ein und fühlt den Zeitgeist, das Flair und das typische Lebensgefühl.
Weil die Musik in dieser Zeit so prägend für das Zeitgeschehen steht, fangen alle 14 Kapitel mit einem passenden Hit des entsprechenden Jahres an.
Der Titel "Marina" von Rocco Granata aus dem Jahr 1959 macht den Anfang.
Übrigens hat man sämtliche Titel alle im Ohr und deshalb läuft die Handlung des Buches auch wie ein Kinofilm ab.

In diesem Roman schlägt das Schicksal unbarmherzig zu und einige Liebesgefühle werden zu unerreichten Sehnsüchten. Gespannt folgt man den schicksalsträchtigen Verknüpfungen der Familien von Sant´Amato und erlebt auch die tragischen Verluste im Jahr 1944 betroffen mit.


Was zu Beginn wie ein heiterer Urlaubsroman mit Sommerfrische und erster Verliebtheit beginnt, eröffnet im Nachhinein schwerwiegende Themen.
Einige Schicksale entwickeln sich dramatisch, die Figuren können ihrer Bestimmung nicht entgehen.
Sie scheitern, erdulden oder kämpfen, verlieren aber niemals ihre Sehnsüchte und Hoffnungen.

Ein durch die enorme Personenzahl erforderliches Personenregister, ein lehrreiches Glossar und drei italienische Rezepte vervollständigen das Buch.


Mit "Marina, Marina" ist der Autorin ein

sommerlese, 15.08.2019

La dolce vita!

Die Geschichte beginnt in dem kleinen fiktiven Ort Sant' Amato an der ligurischen Küste in den 60er Jahren. Der Hit „Marina“ erobert gerade die Charts und der junge Nino Lanteri verliebt sich in seiner ersten Schwärmerei in die Ehefrau des örtlichen Frisörs Marina. Über fast zwanzig Jahre hinweg entsteht eine facettenreiche, geschickt verwobene Geschichte von fünf Familien aus dem Ort, deren Schicksale oft tragisch verbunden sind. Denn Marina beginnt ihrerseits eine Affäre mit einem verheirateten Mann, die für beide Familien nicht ohne Folgen bleiben wird. Selbst Nino wird erst Jahre später seine Identität erfahren ...

„Marina“ - wer kennt nicht diesen Welthit, der beim Lesen fast unbemerkt immer leise im Kopf mitklang. Auch die anderen Hits aus der damaligen Zeit der 60er, die den Hauptteil des Buches ausmachen, bekommen ihren Platz und werden meist zu Beginn größerer Kapitel kurz vorgestellt. Ich muss zugeben, dass ich mir einige sogar auf Youtube angehört habe, um so einen Eindruck zu bekommen.Was für mich erst als leichte, lockere Sommerlektüre daherkam, hat sich auf den zweiten Blick zu einer echt guten empehlenswerten Lektüre entpuppt. Ich war positiv überrascht. Denn das Buch ist wirklich mehr als nur ein Sommerroman. Ich denke, die Autorin wollte hier eine persönliche Liebeserklärung an das Italien der 60er Jahre abgeben, als die deutschen Touristen die Vorzüge von Bella Italia entdeckten und in Scharen über die Alpen kamen. Dabei sind die vielen kleinen Orte und die über Jahrzehnte entstandenen eingefleischten, familiären Gemeinschaften etwas ganz Besonderes und das hat die Autorin meiner Meinung nach in ihrem Roman wunderbar verpackt und in einer gut durchdachten, nachvollziehbaren Geschichte erzählt.

Dabei gelang es der Autorin mich schnell in die Geschichte hineinzuziehen und auf eine wunderbare Zeitreise mitzunehmen. Vor allem das Lebensgefühl der damaligen Zeit wird überzeugend vermittelt. Ich konnte richtig gut in die Atmosphäre des fiktiven Ortes an der italienischen Riviera eintauchen, am Lebensgefühl der Menschen, aber auch deren persönlichen Nöte, Ängste und Geheimnisse teilhaben. Selbst die Nachwirkungen des zweiten Weltkriegs, der viele Lebenswege noch persönlich tief geprägt hat, kommt nicht zu kurz. Denn einige der Geschehnisse im Roman haben ihren Ursprung in den verzweifelten Partisanenkämpfen gegen die Besatzer – es geht um Treue und Verrat, aber auch Hass und Verzweiflung. Bis sich hier der Schleier aber lüftet, zeichnet die Autorin die Lebenswege von Nino und seinen zwei Freunden Beppe und Matteo nach, die ihren eigenen Träume einer Zukunft nachgehen – und deren Familien.

Mein Fazit: Eine wirklich überzeugende, facettenreiche

AnTheia, 25.06.2019

Klappentext: „Anfang der 1960er Jahre eroberte der Schlager "Marina, Marina" die Herzen der Italiener

und der ganzen Welt. Der junge Nino aus dem kleinen Küstenort Sant’Amato an der Riviera versteht das nur zu gut, betet er doch – zwar heimlich, doch dafür umso heftiger – selbst eine Marina an: die schöne Frau des Friseurs und Mutter seines besten Freundes. Doch Marina beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, dessen Identität Nino erst viele Sommer und etliche canzoni später erfahren soll. Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante erfüllt sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt, und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen. Begleitet von den Hits der Saison, wird der Leser Zeuge vom Leben und Lieben in Sant’Amato, von Tragödien, deren Ursprung weit in die italienische Vergangenheit zurückreichen, und von Dramen, die das Leben der Bewohner für immer verändern.“ Grit Landau hat einen wunderschönen und sommerlichen Roman verfasst, bei dem man, wenn man nur den Titel liest, sofort der bekannte Schlager von Rocco Granata angestimmt werden kann. Der Titel verlockt zu sehr und genau um dieses Lied geht es auch in ihrem Buch. Marina ist hier eine sehr begehrenswerte Frau, jedenfalls für Nino und aber auch für andere Männer. Marina nutzt diese Situation schamlos aus...Sie wird ihre Quittung dafür erhalten. Man kann den jungen Mann nur zu gut verstehen und genau das hat Landau hier sehr gut verdeutlicht. Sie zeigt eine sehr berührende, emotionale Gefühlswelt auf, die, mit italienischem Charme gepaart, eine besondere Mischung ergibt. Wir erleben in diesem Buch viele Charaktere, tauchen in deren Seele und lassen uns verzaubern mit dem gewissen Etwas. Landaus Schreibstil ist sehr flüssig und klar. Sie beschreibt bildhaft und genau, lässt ein Kopfkino entstehen. Dieses Buch sprüht nur so vor italienischem Temperament und will gelesen und verstanden werden. Nicht alles scheint typisch italienisch, vieles wirkt kompliziert aber genau dass ist das Besondere an diesem Buch. Es entführt den Leser in eine Zeit Italiens die das Land geprägt hat. Dieses Buch erhält eine klare Leseempfehlung! Grazie, Grit Landau, für diese Geschichte!

Syltliebhaber, 18.06.2019

VERRÄTERISCHE GRÜNE AUGEN

Als ich den Titel las und das Cover sah, nahm ich an, dass es sich um eine leichte Sommerlektüre mit Italienfeeling handelt. Aber dem ist und war nicht so. Es beginnt zwar leicht und locker mit der intensiven, schwärmerischen Verliebtheit des 13jährigen Nino Lanteri in die schöne, reife Marina, in die Frau des Dorffriseurs Carlo Vassallo und Mutter seines besten Freundes Matteo. Doch das wird eine platonische Liebe bleiben.

Im Mittelpunkt des Geschehens befindet sich die fikive Ortschaft Sant´Amato an der italienischen Riviera. Ihre Bewohner sind zum Teil miteinander verwandt oder verschwägert. Die Mitglieder von fünf Familien und einzelne Personen spielen mehr oder weniger tragende Rollen. Ihre Namen sind vorn im Buch aufgelistet.

Die Handlung beginnt im Jahre 1960 und wird bis 1968 weitergeführt, wobei auch Nebengeschichten erzählt werden, die aber miteinander verwoben sind. Die Hauptfiguren sind im wesentlichen die drei Jungen Nino, Matteo und Beppe mit ihren Träumen (Meeresbiologe, Fußballprofi, Hotelbesitzer) sowie Marina und Davide, die der Leser ebenfalls über die 60er Jahre begleitet. Dazu gibt es einen Rückblick in das Kriegsjahr 1944 und den letzten Teil mit dem tragischen Epilog im Jahr 1980.

Grit Landau verbindet die Nebenschauplätze im Verlauf des Romans sehr geschickt.

Sehr interessant fand ich die vielen Informationen zu den Verhältnissen der einzelnen Dorfbewohner untereinander in den Kapiteln zum Jahr 1944. Das brachte mir u. a. Aufklärung zur Person Nunziatas und zur Person Davides. Es war erschreckend, was ihr passierte, was ihm passierte, welches großes Leid durch Tod und Zerstörung die Faschisten über die Familien und das Dorf brachten.

Auch die lebenslustige, attraktive Marina hatte in ihrer frühen Jugend, ebenfalls in dem Kriegsjahr 1944, einschneidendes, gravierendes an großem Kummer zu erleiden. Durch diese Einblicke verstand ich die Gefühle der Frau, sowohl für ihren Mann Carlo als auch für Davide. Das wird jedoch nicht vordergründig erzählt, sondern ergibt sich über die gesamten Kapitel bis zum Ende. Es ist, ich wiederhole es gern, keine locker fluffige Sommerlektüre aus Bella Italia!

Es geht um erfüllte und unerfüllte Leidenschaften, um die Liebe in allen Variationen, um große und kleine Geheimnisse, um Haß, Neid, Verrat, um das gesamte menschliche Gefühlsspektrum.

Die vierzehn Kapitel werden auf italienisch nummeriert, so dass ich so ganz nebenbei von UNO bis QUATTORDICI zählen lernte.

Vor jedem Kapitel, der Jahreszahl entsprechend, wurde ein Hit vorgestellt mit so bekannten Interpreten wie Adriano Celentano, den Rolling Stones u. v. m.

Auch ich als Ostdeutsche kenne den Ohrwurm „Marina, Marina“ a

Hennie, 06.06.2019

Inhalt: Anfang der 1960er Jahre eroberte der Schlager "Marina, Marina" die Herzen der Italiener und der

ganzen Welt. Der junge Nino aus dem kleinen Küstenort Sant’Amato an der Riviera versteht das nur zu gut, betet er doch – zwar heimlich, doch dafür umso heftiger – selbst eine Marina an: die schöne Frau des Friseurs und Mutter seines besten Freundes. Doch Marina beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, dessen Identität Nino erst viele Sommer und etliche canzoni später erfahren soll. Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante erfüllt sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt, und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen. (übernommen)

 

Meine Meinung: Da Italien mein Lieblingsurlaubsland ist, musste ich natürlich auch zu diesem Roman greifen, der italienisches Leben, Lieben, Leiden versprach – eingepackt in italienische Musikklassiker.

Nach einem etwas schleppenden Einstieg war ich angekommen in das Italien der 60er Jahre. Doch schon wurde der Handlungsstrang rund um Marina gewechselt und ich tauchte in eine neue Geschichte ein und dann wieder in eine neue... Alle Protagonisten sind im näheren Umfeld von Marina angesiedelt rund um einen kleinen Küstenort mit viel Meeresbrise. Die Abwechslung empfand ich teilweise als leseanregend, spannungserzeugend, manchmal auch als verwirrend, fast den Faden verlierend.

Der Autorin gelang es gut, das italienische „Leben“ einzufangen, unterstützt durch eingebaute Elemente der italienischen Sprache, gepaart mit den politischen Ereignissen der damaligen Zeit und musikalisch untermalt mit italienischen Hits. Wir Leser machen auch einen Rückblick in den 2. Weltkrieg mit seinen schrecklichen Erlebnissen und einer letzten entscheidenden Wendung. Diese wurde spannungsreich erzählt, war mir aber in Summe zu lange, da er mich von der eigentlichen Erzählung fernhielt, aber einige Geheimnisse aufdeckte.

 

Fazit: italienisches Lebensflair ist garantiert, wer eine romantische Liebesgeschichte erwartet, ist hier fehl am Platz, da es hier um mehrere Protagonisten geht, welche wir einige Zeit mit ihren Höhen und Tiefen, Schicksalen und Lieben begleiten dürfen. Teilweise waren mir die Abschnitte zu langatmig, dann wieder zu abrupt im Wechsel, daher möchte ich 4 Sterne geben und eine bleibende Erinnerung an Marina.

Minangel, 01.06.2019

Ein schöner Ausflug in das Italien der sechziger Jahre!

Marina, Marina! Dieses Lied von Rocco Granata war viele Jahre ein Ohrwurm und ich persönlich höre es heute immer noch gerne wenn mal Oldies aus dieser Zeit  gespielt werden. Das Buch mit dem gleichnamigen Titel von Grit Landau ist wirklich eine Liebeserklärung an das damalige Italien und an das Leben! Die Handlung der Geschichte beginnt in dem kleinen Küstenort San Amato an der italienischen Riviera und fesselte mich von Anfang an. 20 Jahre Bella Italia, und zwar von 1960 bis 1980. Dabei geht es hier nicht nur um Amore, der Roman ist sehr abwechslungsreich und bietet einiges, unter anderem Untreue, Buße und die Erkenntnis dass das Schicksal es doch manchmal und überraschenderweise gut mit einem meint.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, die Beschreibung der Personen und Handlungsorte waren für mich sehr authentisch.

Das Cover ist ebenfalls bestens gelungen: eine junge und glücklich wirkende Frau auf einer Küstenmauer liegend, im Hintergrund die Idylle des Küstengebietes.  

Dieser Roman ist ein wirklich schöner Ausflug in das Italien der sechziger Jahre und die darauffolgenden Jahre bis 1980!

 

marilou, 28.05.2019

Es ist Anfang der 60er Jahre in dem kleine Küstenort Sant’Amato an der italienischen Riviera. 

Marina, Marina von Roco  Granata klingt aus allen Radios und nicht nur in Italien. Der 14jährige Nino ist in „Marina“ die Mutter seines Freundes verliebt. Doch ein anderer Mann kommt ihm in die Quere. Erst viele Sommer später erfährt er wer die Gunst der aufregenden Marina erringen konnte. Die Schicksale einiger  ligurischer Familien und besonders der drei Freunde Matteo, Nino und Beppe werden hier geschildert.

Es Beginnt im Jahr 1960 die ersten Kapitel sind den 60er Jahren gewidmet. Am Anfang des jeweiligen Jahres wird, als Vorwort sozusagen, der damalige Titel, des Liedes aufgeführt, welches die italienischen Charts anführte. Die Kapitelzahlen sind in italienischen Zahlwörtern gedruckt – eine nette Idee. Für das Personenregister am Anfang war ich sehr dankbar immer wieder musste ich es aufschlagen. Eigennamen, italienische Phrasen, Bibelzitate werden durch kursive Schrift hervorgehoben. In der inneren hinteren Umschlagseite befindet sich eine Karte, der ital. Riviera, die Bilder in der vorderen Umschlagseite zeigen Orte des Geschehens.  Zu Beginn der Lektüre war ich vom Buch begeistert, die angeführten  „Canzoni italiane“, die italienischen Phrasen und die Beschreibung des Settings lösten in mir das Italienische Wohlgefühl aus, welches ich so sehr mag. Leider sind mir die Personen bis zum Ende fremd geblieben, außer der Person Marina, blieben die übrigen Charaktere leider etwas blass. Ausgenommen das Kapitel 1944. Viele Gedanken der handelnden Personen und ihre Bewegründe, auch die Aktionen der Partisanen waren interessant. Gerne hätte ich auch gewusst wie Nunziata und Davide ein Paar wurden, dieser Teil am Ende des Kriegskapitels fehlte mir richtig. Das Kapitel über die deutsche Reni, die mitsamt einem Hotelbalkon auf die Straße geknallt ist, ist merkwürdig. Ihre Erlebnisse im Krankenhaus mit dem jungen Arzt Gianni waren für den Fortlauf des Buches unwichtig. Erst später habe ich entdeckt, dass es der Mutter der Autorin zu der Zeit in Sanremo tatsächlich passiert ist und sie es deshalb im Buch thematisiert hat. Die einzelnen Kapitel schneiden Familienerlebnisse an, die in keinem Fall für mich zu einem logischen Ganzen geführt hatten.   Auch der Schluss des Buches hat mir nicht gefallen.  Nur die Schicksale der drei Freunde ziehen sich wie ein roter Faden durchs Buch und kommen zu einem Abschluss.

Alles in allem war ich vom Buch nicht begeistert, mir gefiel die Beschreibung der italienischen Lebensart, besonders in den 60iger Jahren. Da stellte sich sofort  ein Wohlgefühl  ein die Handlung war zu Anfang auch wirklich interessant. Leider schaffte es Grit Landau nicht mich bis zum Ende zu begeistern. Das Geschriebene erga

Ele, 23.05.2019

Von momi20

Die Geschichte zeigt Italien in den 60er Jahren, aber es geht sogar zurück bis in die Kriegsvergangenheit (1943 - 1945) der deutschen Besatzung. Anfangs werden uns die italienischen Familien vorgestellt und es geht vor allem um die drei Jungen Nino Lanteri, deren Eltern eine Olivenplantage besitzen, Matteo Vassalo, deren Eltern einen Frisiersalon haben und Beppe Parodi, Vater ist Polizist, Mutter träumt von einer Schönheitskarriere. Wir begleiten diese Jungen, die gute Freunde sind, vom Teenageralter bis zum Erwachsensein. Sie haben Träume und Wünsche, die sich mehr oder weniger erfüllen. Bei den Erwachsenen geht es um Liebe, Untreue, Verrat und es gibt einige Verwicklungen. Die Autorin presst ziemlich viele unterschiedliche Themen in ihre Geschichte. Egal, ob es um die Oper geht oder zwischen den Kapiteln werden immer wieder chronologisch italienische Hits, mit Erscheinungsjahr, Interpret, etc. beschrieben. Im Abschluss gibt es sogar einige italienische Rezepte sowie Übersetzungen für italienische Redewendungen, die häufig vorkommen.

ilona38, 18.05.2019

Italien Anfang der 1960er Jahre.

Aus allen Lautsprechern das Lied von Rocco Granata Marina, Marina.
Im fiktiven Sant'Amato lebt Marina, eine Frau mit vielen Facetten.
Die schöne Frau des Friseurs wird von Nino heftig angebetet,
doch Marina beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann.
Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante erfüllt
sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt
sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt,
und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen.

Das italienische Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1960er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben. Alleine schon die Überschriften der Kapitel mit den altbekannten
italienische Hits lässt diese Zeit mühelos wiederauferstehen.
Auch die Schicksale der Charaktere haben ihre Wurzeln tief in der italienischen Vergangenheit.
Nicht nur das Leben in Italien in den 60er Jahren wird wunderbar reflektiert, 
sondern auch die deutsch/italienische Kriegsvergangenheit mit ihren vielen
Hintergrundinformationen.

Was auch sehr hilfreich ist, ist das Personenverzeichnis am Anfang und das sehr
umfangreiche Glossar am Ende des Buches.
Man merkt, das die Autorin sehr gut recherchiert hat.

Es ist keine typische und klischeehafte Urlaubslektüre,
sondern ein sehr vielschichtiger Roman mit viel Hintergrund.
Die leichte und lockere Schreibweise, die tollen Charaktere dieses Romanes
und der zusätzliche Tiefgang machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis.

Grit Landau hat einen wunderbaren Roman geschaffen.

Sabine, 16.05.2019

Ein Roman wie ein Film.

Dieser Roman dreht sich um die Bewohner von Sant´Amato, es geht um das alltägliche Leben, um die Liebe, um Verrat und um die Träume der Menschen in den Jahren von 1960 bis 1968. Doch es werden auch familiäre Tragödien erzählt, die ihren Ursprung in der politischen Vergangenheit Italiens haben.

Sehr stimmungsvoll und authentisch taucht man durch die Geschichte in das Leben der Italiener ein und fühlt den Zeitgeist, das Flair und das typische Lebensgefühl. Weil die Musik in dieser Zeit so prägend für das Zeitgeschehen steht, fangen alle 14 Kapitel mit einem passenden Hit des entsprechenden Jahres an. 
Der Titel "Marina" von Rocco Granata aus dem Jahr 1959 macht den Anfang. 
Übrigens hat man sämtliche Titel alle im Ohr und deshalb läuft die Handlung des Buches auch wie ein Kinofilm ab.

In diesem Roman schlägt das Schicksal unbarmherzig zu und einige Liebesgefühle werden zu unerreichten Sehnsüchten. Gespannt folgt man den schicksalsträchtigen Verknüpfungen der Familien von Sant´Amato und erlebt auch die tragischen Verluste im Jahr 1944 betroffen mit.

Was zu Beginn wie ein heiterer Urlaubsroman mit Sommerfrische und erster Verliebtheit beginnt, eröffnet im Nachhinein schwerwiegende Themen.
Einige Schicksale entwickeln sich dramatisch, die Figuren können ihrer Bestimmung nicht entgehen. 
Sie scheitern, erdulden oder kämpfen, verlieren aber niemals ihre Sehnsüchte und Hoffnungen. 

Mit "Marina, Marina" ist der Autorin ein interessanter und themenumspannender Roman gelungen, der neben seiner urlaubsähnlichen Leichtigkeit auch in die Tiefe geht. Dieser Roman wirkt bildhaft wie ein Film, zusätzlich sorgen die erwähnten Musik-Hits für die akustische Untermalung. 

 

sommerlese, 16.05.2019

Liebe, Schicksal und Happy End?

Das Cover ist sehr gut gewählt. Es macht sofort neugierig auf Italien, die Menschen, die Sonne und das Meer. Der Roman beginnt mit der Neugier des Lesers. Ist doch der Titel nach dem Song der 60er Jahre gewählt und verbunden mit der Sehnsucht nach der Sonne, dem Meer und Italien.
Einige Kapitel passen meiner Meinung nach nicht so in den Roman, obwohl sie auch sehr flüssig geschrieben sind. Ich wollte das Weiterlesen schon aufgeben. Aber die Spannung kam nach einiger Zeit wieder und meine Begeisterung auch.
Die Liebe einiger Menschen zu Marina ist sehr stark verwurzelt und zieht sich durch die gesamte erzählte Geschichte.
Die Zeit des 2. Weltkrieges und die Partisanenkämpfe sind sehr gut formuliert. Nach diesen Kapiteln waren dann die anfangs nicht so verstandenen Kapitel auch aufgeklärt. Insgesamt ist der Roman gelungen.

S. P., 16.05.2019

Der Roman „Marina, Marina“ von Grit Landau ist im Droemer Verlag erschienen.  

Italien in den 60er Jahren. Im kleinen Küstenort Sant’Amato an der italienischen Riviera ist der Junge Nino unsterblich in die Mutter seines besten Freundes verliebt, die auf den Namen Marina hört. Zur gleichen Zeit schallt der Schlager „Marina, Marina“ durch die Gassen.  

Ich habe mir eine Liebesgeschichte mit Urlaubsflair vorgestellt und auch das Cover des Buches erinnert an eine unbeschwerte Zeit am Meer. Doch neben der unglücklichen Liebe von Nino zu Marina, erwarten die LeserInnen im Buch noch viele andere verwobene Liebesgeschichten, die am Ende zusammenfließen. So beginnt Marina eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, dessen Identität Nino zuerst nicht erfährt und der Cousin von Ninos Vater verliebt sich in eine deutsche Urlauberin.

„Marina, Marina“ umfasst den Zeitraum von 1960 – 1968 und gibt auch Einblick in die Vergangenheit und die Zukunft. Zu jedem behandelten Jahr wird der Nummer 1 Hit Italiens erzählt, gespickt mit Hintergrundinfos, was mir beim Lesen so manchen Ohrwurm beschert hat und dabei ist nicht nur „Marina, Marina“ von Rocco Granata gemeint. Aber auch ganz ohne die Musik hat es die Autorin geschafft, italienisches Flair und das Lebensgefühl von damals in mein Wohnzimmer zu holen. Meiner Meinung nach ein absolutes Sommerbuch und ein Stück Bella Italia.

velvetpuderzucker, 14.05.2019

Schicksalsfäden - mit mehr Tiefe als das Cover vermuten lässt

** Für einen kurzen Moment schien die Zeit stillzustehen. Sein Vater und Marina standen dort unten im Schatten des Türrahmens beeinander und Nino überkam auf einmal das Gefühl, als befände er sich im Traum eines anderen Menschen. Eines Traums voller Zeichen und Rätsel, deren wahre Bedeutung ihm verschlossen blieb. **

Sant Amato 1960: Das Lied "Marina" schallt durch alle Gassen und erobert die Welt. Im kleinen Küstendorf an der Riviera hat dieser Song eine ganz besondere Bedeutung für den 12-jährigen Nino, er ist sozusagen ein Omen, denn er ist unsterblich in Marina, die Mutter seines besten Freundes verliebt. Sein Kusin Bruno lacht ihn dafür aus und zockt ihn für die heissbegehrte Platte ganz schön ab, denn er hat große Pläne für die Zukunft.

Die schöne Marina hingegen nimmt Nino kaum wahr und beginnt eine leidenschaftliche Affaire mit einem anderen Mann, obwohl sie doch mit Carlo den Aufmerksamsten daheim hat.

"Marina, Marina" hat mich wirklich überrascht und das liebe ich.

Das Cover im 60-iger Jahre Stil vermittelt Unbeschwertheit, Verliebtheit, Sommer, Sonne, Urlaub und ich habe eine leichte, lockere italienische Liebesgeschichte erwartet.

Doch Grit Landau erzählt hier mehrere Geschichten, die am Ende alle irgendwie miteinander verbunden sind und ein Gesamtbild ergeben. Und das mit mehr Tiefe und ernsterem Hintergrund, als erwartet ~ und dennoch wunderschön.

Der Roman umfasst den Zeitraum von 1960-1968, mit einem kleinen Sprung in die Vergangenheit und Zukunft. Jedem Jahr wird ein Song vorangestellt, den Nr. 1 Hit Italiens, und es gibt ein paar Hintergrundinfos dazu, beginnend mit "Marina" von Rocco Granata. Das ist quasi das Sahnehäubchen Italien-Flair, Ohrwurmgarantie inclusive.

Grit Landau erzählt ihre Geschichte in einer klaren, flüssigen Sprache und vermittelt gekonnt das Lebensgefühl der damaligen Zeit (auch ohne Musik). Sie bringt Atmosphäre und Riviera-Flair ins heimische Wohnzimmer. Ein sehr gelungener Ausflug in die Vergangenheit.

Doch wie schon Tolstoi in Anna Karenina schrieb " Alle glücklichen Familien gleichen einander. Jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Art unglücklich." Und so hat jeder hier sein Päckchen zu tragen und seine eigene Geschichte.

Fazit: Unbedingt lesen - auch wenn man mit dem Klappentext und Cover vielleicht nicht ganz so viel anfangen kann. Es lohnt sich wirklich!

Marakkaram, 13.05.2019

 

Bei Tag und Nacht denk ich an dich,Marina,
du kleine zauberhafte Ballerina.
Oh, wärst du mein, du süße Caramia,
aber du gehst ganz kalt an mir vorbei.

Marina, Marina, Marina,
dein Chic und dein Charme, der gefällt.
Marina, Marina, Marina,
du bist ja die schönste der Welt.
Wunderbares Mädchen, bald sind wir ein Pärchen,
komm und lass mich nie alleine, oh no, no, no, no, no.

Oftmals höre ich morgens ein Lied im Radio und bringe es den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Eine Premiere für mich ist jedoch, dass mir das nun bei einem Buch passiert ist. Diese durch und durch romantische Geschichte hat mir den Song Marina, Marina in’s Ohr gesetzt. Bei aller, ach so typisch italienischen Romantik, wird dem Leser jedoch auch ein großes Stück Kriegsgeschichte serviert. Dies hat mir zuerst mal weniger gefallen. Aber es war notwendig, weil es im Nachhinein vieles erklärt hat. Lieber wollte ich weiter in Urlaubsstimmung verweilen. Das Salz des Meeres auf den Lippen schmecken. Die einzigartige Küche Italiens genießen.

Die Autorin hat wunderbare Charaktere geschaffen. Den Küstenort Sant’Amato konnte ich mir bildlich vorstellen. Die heimliche Liebe eines Jungen konnte mich berühren. Ebenso die verbotene Liebe zwei Verheirateter. Ein maroder Balkon lässt eine Urlauberin ein paar Etagen tiefer stürzen. Dazu hält das Nachwort eine Überraschung bereit. Der Schreibstil ist flüssig und in der dritten Person. Die Geschichte beginnt 1960. Jedes Kapitel beginnt mit einem Hit aus Italien. Bis 1968 erleben wir das Italien, welches wir so lieben. Liebe, gutes Essen, wunderbare Landschaften und das Meer. Dann geht es weiter mit 1944. Wir erfahren viel über den Krieg. Vieles war mir unbekannt. Doch auch hier konnte mich die Geschichte weiter fesseln. Viele Fragen werden beantwortet. Im Jahr 1980 endet die Geschichte. Leider. Ich hätte ewig weiter lesen können.

Dieser durch und durch stimmige Roman hat mir wunderbare Lesestunden beschert. Italienische Kriegsgeschichte erwartet man nicht. Dennoch wird gerade dadurch die Geschichte komplementiert. Italienische Familiendramen und sehr viel Amore berühren. Bella Italia!

Eine absolute Empfehlung von mir. Grazie Donna Landau.

Giselas Lesehimmel, 12.05.2019

Obwohl ich gerade erst von einer Urlaubsreise zurück gekehrt bin, wollte ich schon nach wenigen Seiten von

„Marina, Marina“ am liebsten sofort nach Italien aufbrechen.

Mit ihren Beschreibungen von Landschaften und Klima gelingt es Grit Landau perfekt, die Urlaubssehnsucht zu wecken. Die erwähnten italienischen Songs tun ihr übriges. Den Titelsong „Marina, Marina“ hatte ich fast während der gesamten Lektüre im Ohr. Auch die anderen Lieder haben mich neugierig gemacht, so dass ich sie mir in der Zwischenzeit sogar angehört habe.

 

Die Geschichte ist hauptsächlich in den 60er Jahren angesiedelt und begleitet eine Vielzahl von Protagonisten. Diese haben zunächst einmal wenig bis keine Berührungspunkte, so dass „Marina, Marina“ auf mich eher wie eine Sammlung mehrerer längerer Geschichten als wie ein zusammenhängender Roman wirkte. Auch die Perspektivenwechsel scheinen völlig willkührlich und verwirrten mich teilweise in ihrer Sprunghaftigkeit.

Eins hatten sie jedoch gemein: jede dieser Geschichten war auf ihre Art interessant und ich wollte mehr über die Menschen erfahren.

Im Zentrum stehen die drei Freunde Nino, Matteo und Beppe, die versuchen ihren Weg im Leben zu finden. Insbesondere liegt der Fokus auf Nino und seiner Familie.

Auch Marina, die Frau des Friseurs, bekommt ziemlich viel Raum.

 

„Marina, Marina“ kommt zunächst einmal wie ein typischer Urlaubsroman daher. Italien, Schlager und erste Liebe.

Im letzten Drittel schlägt die locker, leichte Stimmung dann plötzlich um. Die Handlung gewinnt zunehmend an Dramatik. In einem schockierenden Rückblick ins Jahr 1944 erfahren wir mehr, über die Situation in Italien Ende des zweiten Weltkrieges und über das furchtbare Gebahren der Deutschen. Dieser Teil der Geschichte war gleichermaßen tragisch wie auch ein wenig langatmig.

 

Ich vergebe hier 3,5 Sterne, da gerade die erste Hälfte des Buches mir wirklich gut gefallen hat und der Unterhaltsungswert hoch war.

Es handelt sich hier um einen Debutroman. Grit Landau hat in jedem Fall Talent, Situationen und Personen lebensecht zu schreiben.

Was mir gefehlt hat war eine größere Verbindung der einzelnen Kapitel. Das Gefühl, dass hier Geschichten wahllos aneinader gereiht wurden, erhielt sich leider bis zum Schluss. Manche Charaktere, wie zum Beispiel die Touristin Reni, deren erster Urlaub in einem Unfall endet, wurden fallen gelassen und kamen nicht mehr weiter zur Sprache.

„Marina, Marina“ versucht meiner Meinung nach zuviele Themen aufeinmal zu behandeln. Soll es ein Urlaubsroman sein oder ein historischer Roman, eine Liebesgeschichte oder eine Tragödie?

Es hätte nicht geschadet, sich auf eine Ri

Waterlilly, 12.05.2019

Ein Ausflug lohnender nach Bella Italia

Marina, Marina, Marina - Ti voglio al piu' presto sposar - Marina, Marina, Marina - Ti voglio al piu' presto sposar - O mia bella mora - No non mi lasciare - Non mi devi rovinare - Oh, no, no, no, no, no

Diesen Songtext von Rocco Granata hatte ich sofort im Ohr, als ich das Cover gesehen habe. Das war eine der ersten Singles, die mir meine Großeltern vor fast 60 Jahren aus ihrem Italienurlaub mitgebracht haben. Und das Lied hatte ich während des Lesens dauernd im Ohr.

 

Aber worum geht es:

Hauptsächlich um Marina, eine Frau mit verschiedensten Facetten, die Frau des Dorffrisörs.

Nino ist gerade mal 13 und unsterblich verliebt in die 30 Jahre ältere Marina, die Mutter seines besten Freundes. Die aber beginnt ein Verhältnis mit Ninos Vater, was Nino aber erst Jahre später erfährt.

 

Es geht um Liebe, Intriegen, Verrat, ein Wechselspiel der kleinen und großen Gefühlen, die locker-leichte Mentalität der Italiener und vor allem um die Bewohner des kleinen Ortes Sant´Amato, ein kleiner Küstenort an der italienischen Riviera. Ihre Geschichte begleite ich von 1960 bis 1968, mit einer kurzen Stippvisite ins Jahr 1980.

Bei einem Auflug zurück ins Jahr 1944 lerne ich die Auswirkungen des 2. Weltkrieges und das Leid der Bevölkerung kennen. Auch die Partisanenkämpfe werden hier thematisiert und waren für mich sehr interessant zu lesen.

Es ist kein ausgesprochenes Urlaubsbuch, wie das Cover vielleicht vermuten lässt. Es ist eher ein Einblick in einen Teil der italienischen Geschichte, verquickt mit dem Leben von 6 Familien und ihren Angehörigen, mit denen ich gleich zu Beginn des Buches in einem Personenverzeichnis bekannt gemacht werde und die mir während des Lesens immer wieder begegnen.

Ich meine spüren zu können, wie das Herz der Autorin an diesem kleinen Teil der Welt hängt und sie mir diesen als Leser näher bringen will. Was ihr bei mir sehr gut gelungen ist. Mir hat es auch sehr gut gefallen zu erfahren, wie die Autorin dazu kam, gerade diese Geschichte zu schreiben.

Zu Beginn eines jeden neuen Jahres bekomme ich einen Hit des Jahres mit interessanten Infos vorgesetzt, die ich während des Lesens leise vor mich hin summe.

Da jedes der 14 Kapitel mit den Zahlen in italienisch überschrieben ist, lerne ich sogar italienisch zählen von 1 bis 14. Was zusammen mit den immer wieder eingestreuten italienischen Worten das Gefühl in Italien zu sein noch verstärkt.

Die drei lecker klingenden Rezepte werde ich bestimmt mal ausprobieren. Einiges Wissenswerte erfahre ich am Ende der Geschichte in einem ausführlichen Glossar.

Grit Landau hat mich mit ihrem Roman am italienischen Lebensgefühl teilhaben lasse

gaby2707, 11.05.2019

Das Cover ist von der Farbgebung und den Abbildungen her sehr stimmig. Diese Atmosphäre zeigt die beinhaltete

Zeit von früher auch gut an. 

Der Schreibstil ist ein großer Teil, der mir nicht gefallen hat. Zuerst habe ich eine lange Einlesezeit benötigt, weil die Vorgänge sehr abgehakt wirken. Wobei ich hier sagen kann, dass man sich die Szenarien trotz allem gut vorstellen kann, auch wenn diese eine lange Zeit keinen rechten Sinn ergeben wollten. Die düstere Stimmung, die sich durch das komplette Buch zieht, unterstreicht die Vorkommnisse und Details sehr gut. Jedoch wären hier, um das Ganze als Lesestoff interessanter zu machen, Inhalte wichtig, die den Leser am Ball bleiben lassen. So hat es doch zu erheblichen Längen geführt. Wenn ich dieses Buch nicht zur Bewertung erhalten hätte, hätte ich es vorzeitig abgebrochen. 

Schade, denn die Thematik an sich hätte mehr Potential gehabt. 

Mein Fazit: konnte mich nur mäßig überzeugen

Gudrun, 10.05.2019

Das Buch hat mich gefesselt, mitgenommen, eingefangen. Anders kann ich es nicht sagen.  Ich dachte erst es wird

das ganze Buch über die große Liebe von Nino zu Marina gehen, aber was Frau Landau daraus gemacht hat ist wirklich großes Kino.
Die verschiedenen Personen und das diese auch jeweils immer eigene Passagen bekommen haben fand ich total toll. Die ganze Geschichte aber auch die Einzelschicksale und wie diese miteinander verbunden waren sowie die Mischung von Realität und der künstlerischen Freiheit der Autorin ist sehr gut gelungen.
Das die einzelnen Kapitel mit dem italienischen Jahreshit und je einer kleinen Geschichte dazu eingeleitet wurden fand ich auch ganz witzig.
Das Buch hat im allgemeinen viele Infos, die es wert sind nochmal im Internet nachzulesen bzw. -hören oder -schauen.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

angiamore, 10.05.2019

Grit Landaus Buch vermittelt so vieles: Die raue ligurische Landschaft, in der sich in den Kriegsjahren die

Partisanen versteckten um die Besatzer zu bekämpfen, den Küstenlandstrich der sich seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dank der Touristen stark entwickelt hat und die Dörfer in den Bergen menschenleer machte. Und vor allem die Menschen dieser Gegend kommen da zu Wort. Wie überall leben und lieben sie, sie hassen sich, sind sich gleichgültig, aber alles mit einer unglaublichen Intensität. Sei es eine eifersüchtige Frau die nur um der verhassten Nebenbuhlerin eines auszuwischen versucht ihr Kind zu ertränken, oder ein Junge der die Mutter seines besten Freundes von weitem anhimmelt, ohne zu merken, dass sein ärgster Nebenbuhler sein eigener Vater ist; der Junge, der ein reiches Mädchen liebt und obwohl ihr Vater seine Karriere als Fußballer zerstört trotzdem auf das Mädchen wartet und sie dann endlich auch heiratet denn der ehemals gefährliche Kriegsgewinnler und Vater ist nun alt und krank und muss die Entscheidung seiner Tochter für diesen Mann akzeptieren. Oder die junge Frau, Gattin des Dorfpolizisten und Mutter zweier Kinder die aber unbedingt Schönheitskönigin werden will, bereit alles zu opfern um aber im letzten Augenblick sich doch für die Familie, für ihren Mann und ihre wunderbaren Kinder zu entscheiden. Und dann ist da Marina. Wunderschön, die Männer lieben sie, die Frauen schneiden sie, und sie versucht zwischen ihrem älteren Mann und ihrem Geliebten zu lavieren, ihre Seele zu bewahren. Nach dem Tod ihres Mannes zieht sie fort aus diesem Dorf in dem sie immer eine Fremde geblieben ist und macht Karriere als Schauspielerin in Rom. Marina wird dann letztendlich im Tod mit ihrem Geliebten vereint sein. Und unter all diesem brodelnden Leben, von den 60er bis in die 80er Jahre liegt die dunkle schwere Vergangenheit der Kriegsjahre, Geheimnisse, Verrat, Sühne und Rache die bis in die 80er Jahre nachhallt und das Schicksal der Kinder und Enkelkinder noch bestimmt. All dies pralle Leben wird in einer einfachen schnörkellosen Sprache beschrieben (so wie die Menschen hier auch sind) durchsetzt mit italienischen Ausdrücken, die das Lokalkolorit unterstreichen, den Text mit Farbe und Würze füllen.  Genau wie die Speisen die im Buch erwähnt und am Ende in Rezepten wieder gegeben werden, „per i sentimenti italiani“, und dann das Titelbild, das junge Mädchen, das sichtlich den Sommer, das Meer und das Leben in vollen Zügen genießt. Die Lieder zu Anfang der Kapitel sind wahre Gassenhauer, die auch bei uns von den Spatzen von den Dächern gepfiffen wurden, sie erfüllen doppelte Funktion: einmal unterstreichen sie die Zeit in der die Kapitel im Roman spielen, und zum anderen erleichtern sie uns den Zugang zur Handlung. Und vielleicht, a
kleine hexe, 09.05.2019

Dieser Roman dreht sich um die Bewohner von Sant´Amato, es geht um das alltägliche Leben, um die Liebe, um

Verrat und um die Träume der Menschen in den Jahren von 1960 bis 1968. Doch es werden auch familiäre Tragödien erzählt, die ihren Ursprung in der politischen Vergangenheit Italiens haben.

Für mich war das trotz des typischen italienischen Flairs weniger ein Urlaubsbuch, sondern eher ein Roman mit politischem Einblick in das Leben in Italien von 1960 bis 1968 mit einzelnen Rückblenden zu Erlebnissen aus der Vergangenheit im zweiten Weltkrieg und einem Ausblick in 1980. Hier erfährt man einige grausame Vorgänge von den SS-Truppen und über den rebellischen Kampf der Partisanenbewegung, der der Story ihren Tiefgang verleiht.

Sehr stimmungsvoll und authentisch taucht man durch die Geschichte in das Leben der Italiener ein und fühlt den Zeitgeist, das Flair und das typische Lebensgefühl.
Weil die Musik in dieser Zeit so prägend für das Zeitgeschehen steht, fangen alle 14 Kapitel mit einem passenden Hit des entsprechenden Jahres an. Der Titel "Marina" von Rocco Granata aus dem Jahr 1959 macht den Anfang.
Übrigens hat man sämtliche Titel alle im Ohr und deshalb läuft die Handlung des Buches auch wie ein Kinofilm ab.

In diesem Roman schlägt das Schicksal unbarmherzig zu und einige Liebesgefühle werden zu unerreichten Sehnsüchten. Gespannt folgt man den schicksalsträchtigen Verknüpfungen der Familien von Sant´Amato und erlebt auch die tragischen Verluste im Jahr 1944 betroffen mit.

Was zu Beginn wie ein heiterer Urlaubsroman mit Sommerfrische und erster Verliebtheit beginnt, eröffnet im Nachhinein schwerwiegende Themen.
Einige Schicksale entwickeln sich dramatisch, die Figuren können ihrer Bestimmung nicht entgehen.
Sie scheitern, erdulden oder kämpfen, verlieren aber niemals ihre Sehnsüchte und Hoffnungen.

 

Mit "Marina, Marina" ist der Autorin ein interessanter und themenumspannender Roman gelungen, der neben seiner urlaubsähnlichen Leichtigkeit auch in die Tiefe geht. Dieser Roman wirkt bildhaft wie ein Film, zusätzlich sorgen die erwähnten Musik-Hits für die akustische Untermalung.

sommerlese, 06.05.2019

Der kleine Küstenort Sant’Amato an der italienischen Riviera ist der Schauplatz für die Ortsbewohner,

an dem es zu Beginn der 60er Jahren recht turbulent zugeht. Vor allem dreht sich vieles um Marina, die Frau des Dorffriseurs und die Mutter von Ninos bestem Freund. Nino ist 13 Jahre alt und rettungslos in Marina verliebt, die denkt allerdings bei seinem anonymen Geschenk, der Schallplatte „Marina, Marina“ von Rocco Granata, an einen völlig anderen und beginnt ein Tête-à-Tête mit dem angesehensten Mann des Dorfes: Ninos Vater Daniele. Dass das nicht unbemerkt bleibt in solch einer kleinen Dorfgemeinschaft, versteht sich von selbst. Und die Folgen sind nicht vorhersehbar…

Mit „Marina, Marina“ hat Grit Landau einen zauberhaften Unterhaltungsroman vorgelegt, der den Leser nach Bella Italia und in eine Zeit entführt, die noch eine gewisse Leichtigkeit besaß, obwohl das Leben der Menschen nicht einfach war. Mit locker-flüssigem, atmosphärischem Erzählstil, der auch leicht poetisch anklingt, spendiert die Autorin dem Leser eine Zeitreise in die 60er Jahre mit Erinnerungen an Italienurlaube und Eiscreme am Meer, langen Nachtfahrten auf der Rückbank eines VW-Käfers, um die italienische Küste zu erreichen. Mit Hilfe der Kapitel lässt sie altbekannte Gassenhauer wiederauferstehen, die man während der Lektüre leise mit summt. Geheimnisvoll verwebt Landau die zwischenmenschlichen Beziehungen in dem kleinen fiktiven Ort Sant’Amato, lässt den Leser rätseln, bis sie wieder ein Puzzlestück aufdeckt. Dabei lässt sie den geschichtlichen Hintergrund über  die Partisanenkämpfe und das Kriegsgeschehen des Zweiten Weltkrieges vorbeiziehen, gibt Einblick in die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner und so die Möglichkeit, sich in vielen Häusern und Familien umzusehen.

Die Charaktere sind liebevoll wie individuell gestaltet und lässt dem Leser einige Möglichkeiten, sich mit der teils skurrilen Dorfbevölkerung einzulassen, sich immer wieder eine neue Familie oder einen neuen Protagonisten zu suchen, dessen Schicksal gerade Thema ist. Nino erlebt gerade die erste große Liebe, wenn sie auch unerreichbar ist. Sein Vater Daniele ist ein erfolgreicher und angesehener Mann, selbstsicher und charmant auf seine Art. Das schüchtert Nino ein, obwohl er genauso sein möchte. Zärtlich wirbt er, doch er wird nicht erhört. Marina ist mit einem liebevollen, aber viel älteren Mann seit 15 Jahren verheiratet. Sie träumt aber immer noch von einem besseren Leben, dabei geht es ihr nicht schlecht. Ob Benno, die alte Sofia oder einer der anderen Protagonisten, sie alle überzeugen auf ihre ganz eigene Art und Weise mit ihren Auftritten in diesem Sommertraum.

„Marina, Marina“ ist ein wunderbarer Unterhaltungsroman, der

Dreamworx, 05.05.2019

Das Cover an sich verspricht einen einfachen Urlaubsroman, aber "Marina, Marina" ist viel mehr als das./>
Wir haben hier eine wunderbare Mischung aus verschiedenen Liebes- und Lebensgeschichten, politischen Hintergründen, Intrigen und einfach nur das Leben in dem kleinem Ort San'Amato insgesamt. Die Autorin schafft es verschiedene Handlungsstränge wunderbar miteinander zu verknüpfen und am Ende auch noch eine passende Lösung für alles zufinden.

Die Charaktere sind ebenso wunderbar aufgebaut. So haben wir Nino, der sich unsterblich in die Frau des Friseurs, Marina Vassallo, verliebt hat. Ninos Eltern, die eine lieblose Ehe führen und zu denen Nino keinen rechten Draht findet. Natürlich Marina selbst, die viel mehr vom Leben will. Marinas Sohn und Ninos bester Freund, Matteo, der einfach nur zum Juventus Turin will. Ninos Cousin Beppe, der mehr aus seinem Leben machen will. Und noch viele, viele mehr. Und all diese Charaktere entwickeln sich noch über das Buch hinweg.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne Italienromane lesen und sich gleichzeitig auch ein wenig mit den Hintergründen zum Partisanenkrieg befassen möchten.

mimiskleinewelt, 05.05.2019

Wie der Titel des Buches bereits verrät, ist eine der Hauptprotagonisten eine italienische Frau Namens Marina.

Um sie wird der Roman aufgebaut, der das Schicksal der Bewohner des fiktiven Ortes Sant`Amato wiedergibt. Es beginnt Anfang der 60er Jahre. Der 13-jährige Nino verliebt sich in Marina, welche im Friseursalon ihres älteren Mannes Carlo arbeitet. Ninos Eltern führen eine lieblose Ehe. Sein Großvater ist ein Kriegsheld. Sein Freund Matteo will unbedingt zu Juventus Turin und sein Cousin will einmal das berühmteste Hotel an der Riviera haben. Werden sich all diese Träume erfüllen?

Auch wenn Titel und Cover zu harmlos daherkommen, dass man meinen könnte, es handele sich bei dem Buch um einen typischen Urlaubswohlfühlroman, so wird man doch überrascht sein. Grit Landau erzählt hier sehr liebevoll das Leben der Familienmitglieder, die teilweise von harten Schicksalsschlägen getroffen werden. Man fiebert förmlich mit ihnen mit. Vor fast jeden Kapitel werden einzelne Songs vorgestellt. Es beginnt mit dem Schlager "Marina, Marina", geht über die Stones und sogar das Partisanenlied "Bella Ciao" wird eine Rolle zugedacht. Dieses Kapitel spielt dann auch 1944, zur Zeit der deutschen Besatzung.

Ich kann den Roman wirklich nur empfehlen. Es war ein tolles Lebensabenteuer. Und wenn man nach dem Lesen noch tiefer in die wunderschöne italienische Landschaft abtauchen möchte, kann man ja die 2 Rezepte aus dem Buch nachkochen.
 

Lilli-Marleen, 01.05.2019

Anders als das Buchcover es vermuten ließe, ist der Roman keineswegs nur eine klischeehafte Urlaubslektüre

über Bella Italia und die berühmte italienische Amore. Sicherlich, es ist eine Geschichte über die Bewohner des fiktiven Ortes Sant’Amato an der Riviera sowie deren Verflechtungen untereinander und ist im Wesentlichen in den 1960er Jahren angesiedelt. An Tiefgang erhält die Geschichte, weil das zu dem Zeitpunkt solange noch nicht zurückliegende Geschehen in Italien im Zweiten Weltkrieg , vor allem die Partisanenkämpfe, worüber ich bislang nicht viel wusste, und die Rolle der Deutschen nicht nur oberflächlich thematisiert werden. In formaler Hinsicht weist das Buch einige schöne Besonderheiten auf. Im vorderen Klappendekel befinden sich schöne Fotos von der Riviera; jedes Kapitel beginnt mit einer Zusammenfassung zu einem bekannten italienischen Schlager, der einen als Ohrwurm geradezu verfolgt; am Ende sind drei Rezepte besonderer Gerichte abgedruckt. Sehr hilfreich sind das Personenregister am Anfang und das Glossar am Schluss. Ohne beides lässt sich nicht so einfach durch die vielen Romanfiguren und klangvollen eingestreuten italienischen Vokabeln navigieren.                                                                                                      

nikolaus, 01.05.2019

Über die Unausweichlichkeit des Schicksals

Das Buch kommt wie der Wolf im Schafspelz daher. Es verlockt mit einem Cover, das Urlaubsgefühle vermittelt und mit urlaubsmäßigen Szenen Anfang der sechziger Jahre, als für die Deutschen Italien und Urlaub zusammengehörten und der Schlager „Marina, Marina“ durch alle Radiokanäle klang. Und so lehnte ich mich beim Lesen entspannt zurück, erinnerte mich an meine eigene Kindheit in dieser Zeit, an die aufregende Besonderheit, im Ausland Urlaub zu machen, die erste Begegnung mit Strand und Meer. Die Autorin schildert in sehr stimmungsvollen Momentaufnahmen das italienische Lebensgefühl dieser Zeit in einem kleinen Ort, in dem der junge Nino die Mutter seines besten Freundes heimlich und heftig anbetet, die schöne Angebetete namens Marina jedoch eine leidenschaftliche Affäre beginnt mit einem Mann, dessen Identität wir zwar ahnen, aber erst viele, viele Seiten später erfahren sollten. So beginnt eine Zeitreise durch die Jahre 1960 – 1968, lautmalerisch jeweils eingeleitet durch einen für dieses Jahr typischen Hit. Das Schicksal jedoch wirkt schier unausweichlich, und der Leser wird in dieses Spinnennetz des Lebens und Liebens immer mehr hineingezogen. Je weiter man sich lesend in den Schicksalsfäden der verschiedenen Familien verstrickt, umso mehr verlassen uns die anfänglichen urlaubsleichten Gefühle, bis hin zu diesem entsetzlichen Rückblick in das Jahr 1944.

Die Autorin hat mich über die Maßen überrascht. Anfänglich plätschert das Buch so dahin, in wechselnd zusammengestellten Szenen unterschiedlicher Intensität erleben wir jugendliche Irrungen und Wirrungen und die Hitze des Sommers und der Gefühle. Dann aber offenbart das Buch zunehmend seine wahre Kraft, denn dramatische Geschehnisse, intensiv geschildert, treffen den Leser mit voller Wucht. Die Autorin beobachtet mit scharfen, geradezu indiskreten Augen die Menschen und ihre Verstrickungen, ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und ihr Scheitern, ohne Stellung zu beziehen. Es geschieht was geschieht.

Ein Buch, so vielseitig und unvorhersehbar wie das Meer. Still dümpelnde Wellen, die harmlos im Gleichmaß am Strand auslaufen, dann auf einmal gewaltige, kraftvolle, brüllend laute Wellen, die alles verschlingen wollen. Der Rhythmus des Meeres ist der Rhythmus des Lebens: unausweichlich. Überhaupt: Unausweichlichkeit scheint mir die Botschaft des Buches, die Unausweichlichkeit der Gefühle, aber auch die Unausweichlichkeit eines Schicksals, das uns sowohl trägt als auch zerstört, so wie das Meer, unaufhaltsam.

heinoko, 01.05.2019

Mit " Marina, Marina " habe ich ein Buch gelesen, welches weit mehr als eine Liebesgeschichte ist. Der

Autorin " Grit Landau " ist es in hervorragender Weise gelungen, historische Ereignisse und persönliche Erlebnisse in Familiengeschichten zu vereinen. Als Leserin hatte ich nicht nur entspannte Lesestunden, sondern habe auch viel über das Jahr 1944 in Italien erfahren. Ganz nebenbei ist es mir auch gelungen, einige Sätze in der italienischen Sprache zu lernen. Sehr praktisch auch das kleine " Wörterbuch " zum Schluss. Ebenfalls möchte ich die präziesen Beschreibungen der Landschaften loben, die jeden Italien Liebhaber in Erinnerungen schwelgen lässt. Die Musik der 60er Jahre begleitet den Leser durch dieses Buch, und jedes Kapitel wird durch einen ganz besonderen Titel eingeleitet.

Ich kann diesem Roman eine absolute Leseempfehlung aussprechen, eben oder gerade weil es keine " leichte " Sommerlektüre ist, wie man vom Coverfoto erwarten könnte.

 

Siggi, 30.04.2019

Klappentext: 


Anfang der 1960er Jahre in dem kleinen Küstenort Sant‘ Amato an der italienischen Riviera: Der Hit „Marina“ erobert die Herzen der Italiener und der ganzen Welt - auch das des jungen Nino. Doch dieser denkt dabei nicht an die Musik, sondern an die schöne Frau des Friseurs, die er heimlich, aber dafür umso heftiger anbetet. 
Marina dagegen beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, dessen Identität Nino erst viele Sommer später erfahren soll. Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante er füllt sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt, und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen… 

Meine Meinung: 

Dem Roman ist ein umfangreiches Personenregister vorangestellt, was es erleichtert, die vielen agierenden Personen zuzuordnen. 

Auch wenn Matteo, Nino, Marina und Davide zu den Hauptakteuren zählen,gehören gewissermaßen alle Einwohner des kleinen italienischen Ortes ,mit ihren Geschichten dazu. 
Was als leichter,lockerer Sommerroman beginnt, mit einigen erfüllten und unerfüllten Romanzen,mehreren Intrigen und Geheimnissen,entwickelt sich durch Rückblicke in Italienische Geschichte sehr stark in Richtung Drama. 
Die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Partisanenkämpfe und das Leid des italienischen Volkes werden eingehend thematisiert. 
Es geht um einen Zeitraum von über 40 Jahren, in welchem die Geschicke mehrere Familien beleuchtet werden. 
Es gefiel mir gut, dass viele Abschnitte mit der Jahreszahl und dem dazugehörigen Hit begannen,das lockerte die Geschichte immer etwas auf. 
Man merkt der Autorin ihre Leidenschaft für Italien deutlich an, das besondere Flair , des bei den Deutschen so beliebten Urlaubslandes, wurde gut vermittelt. 

Fazit: 

Ein Roman , der Liebe,Leidenschaft und Dramatik miteinander verband. 
 

Vielleserin, 28.04.2019
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