Verlagsgruppe Droemer Knaur



Zara und Zoë - Rache in Marseille

Zara und Zoë - Rache in Marseille
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E-Book, Droemer eBook
27.03.2019, 336 S.

ISBN: 978-3-426-45524-1
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Thriller

Kommissarin Zara von Hardenberg ist die beste Profilerin bei Europol. Weil sie sich alles merkt, alles entdeckt und alles voraussieht. Das Dumme ist nur: Sie kann keine Regeln brechen. Als sie ein junges Mädchen bestialisch ermordet in der Felsenlandschaft Marseilles finden, spürt sie, dass das Verbrechen auf eine drohende Katastrophe hinweist. Sie kennt nur eine, die diese noch aufhalten kann: ihre Zwillingsschwester Zoë – eine Killerin der korsischen Mafia, deren einzige Grenze sie selbst ist. Das Aufeinandertreffen der verfeindeten Schwestern wird zum Kampf um Leben und Tod. Und dann erst beginnt der eigentliche Showdown im nächtlichen Marseille.

Der Autor

Alexander Oetker

Portrait von  Alexander Oetker

Alexander Oetker, geboren 1982 in Berlin, ist der Frankreich-Experte der neuen Generation - und politischer Journalist im Zentrum der Macht. Er war...

zum Autor Bücher von Alexander Oetker

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Weitere Teile der Reihe "Die Profilerin und die Patin"

Pressestimmen

Wem Oetker bisher zu sanft war, der bekommt jetzt eine deutlich härtere Seite des Autors zu sehen. Bei Zara und Zoë bekommt man das reale Frankreich dieser Tage, spannend und kenntnisreich in einen Thriller verpackt, der einem mehr als einmal den Atem nimmt und Lust auf mehr macht.

n-tv.de, 12.05.2019

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Alexander Oetker hat einen zeitgeschichtlich aktuellen Thriller geschrieben. Die kriminellen Machenschaften von

Politik, Polizei, Rechtsnationalismus, arabischer Terroristen und italienischer Mafia.

Europol, das Europäische Polizeiamt mit Sitz in Den Haag schickt seine besten Agenten, ZARA, Deutsch-Französin und Isaakson, Schwede, an die französische Südküste, um den Tod des syrischen Mädchens Aïicha aufzuklären und das kriminelle Netzwerk aufzudecken. ZARA, eine Autistin, unnahbar und mit unglaublicher Analyse- und Erkenntnisfähigkeit ausgestattet stößt an ihre Grenzen. Sie kann auf ihre Art nicht weiterermitteln. Sie bittet ZOË um Hilfe. Zoë ist die rechte Hand von Mafiaboss Bolatelli, das absolute Ass in seiner Organisation. ZARA und ZOË sind Zwillingsschwestern, aufgewachsen in Nizza. Die Familie ist durch den kriminellen Vater zerbrochen, ZARA und ZOË sind sich spinnefeind. ZARA kann ZOË überreden, die Ermittlungen „auf ihre Weise“ an ihrer Stelle zu übernehmen. Isaakson bekommt dadurch eine etwas „andere“ Partnerin.

In turbulenter Abfolge mit brutalen und tödlichen Aktionen von allen Seiten wird schlussendlich ein Teil des Netzwerkes zerschlagen. ZARA und ZOË trennen sich in schwesterlicher Übereinkunft.

Der Schreibstil ist angenehm, förderlich für das Lesen ist zudem die Spannung. Trotz der erschreckenden Realität, der beschriebenen brutalen Szenen, der teilweisen Übertreibung und der plakativen politischen Ansichten, trifft Alexander Oetker mit diesem Plot den Kern der aktuellen Situation in Europa, im Speziellen an der Mittelmeerküste zwischen Nizza und Marseille. Es bleibt aber die außerordentliche Zusammengehörigkeit von ZARA und ZOË das Hauptthema dieses Thrillers.

mapefue, 16.06.2019

Rasanter Südfrankreich Thriller

Ein junges Mädchen mit afrikanischer Herkunft wird bei Marseille ermordet aufgefunden.
Zara von Hardenberg und ihr Partner Isaakson von Europol ermitteln.
Als Zara an ihre Grenzen stößt bittet sie ihre Zwillingsschwester Zoë ihre Rolle zu übernehmen.
Nur Zoë ist so ganz anders al Zara, sie ist eine Killerin und arbeitet für die korsische Mafia.

„Zara & Zoë – Rache in Marseille“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Alexander Oetker.
Der Autor ist mir durch seine Luc Verlain Reihe schon bestens bekannt (und ich hoffe, er lässt die Reihe nicht einschlafen).
Der Handlungsort ist Marseille und die Cités. Die Cités sind zum Teil von Zuwandererfamilien mit Nordafrikanischer Herkunft bewohnt. Hier gibt es einige Jugendliche die sich radikalisiert haben.
Das Thema Terrorismus ist leider sehr aktuell und wird überzeugend und beängstigend dargestellt.
Die Protagonisten sind gelungen. Vor allem die Zwillingsschwestern Zara & Zoë

Zara von Hardenberg ist die beste Ermittlerin bei Europol. Sie ist immer korrekt, kann keine Nähe, keine Berührung ertragen. Zara hält sich immer strikt an die Regel, ein Abweichen kommt für sie nicht in Frage.
Sie weist eindeutig autistische Züge auf, ich habe sofort an Asperger gedacht.

Zoë ist eine Killerin und arbeitet für die korsische Mafia. Ihre Ausdrucksweise ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Gleich im Prolog wird man Zeuge wie sie einen Mann einfach ohne triftigen Grund erschießt. Einen Menschen hasst sie besonders und möchte ihn auch nie wieder sehen. Ihre Zwillingsschwester Zara.

Zara ahnt das der Mord an dem Mädchen nur der Anfang war und etwas Schlimmes bevorsteht.
Sie merkt auch, dass sie ohne Regeln zu brechen nicht weiter kommt.
So macht sie sich auf die Suche nach ihrer Zwillingsschwester. Zara möchte Zoë davon überzeugen in ihre Rolle zu schlüpfen.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist sehr rasant. Man merkt beim Lesen gar nicht wie die Seiten dahinfliegen.
Die Kapitel sind recht kurz gehalten und es wird immer aus der Sicht der Hauptperson in diesem Kapitel erzählt.
Dieser Perspektivwechsel ist sehr interessant und kurzweilig.
Es ist auch erstaunlich wie der Autor mit Sprache umgehen kann. Drückt Zara sich immer gewählt und förmlich aus so ist der Umgangston von Zoë deutlich barscher ja oft schon vulgär.

Die Story ist sehr spannend, man weiß manchmal nicht wem man trauen kann, auch von der ansässigen Polizei ist nicht jeder auf der Seite des Gesetzes.

Für „Zara & Zoë – Rache in Marseille“ vergebe ich 4 von 5 Sternen weil der Thriller mich gut

Sylvia Hertel, 03.05.2019

Dieses Buch hatte ich in kürzester Zeit verschlungen, was wohl nicht nur an der spannenden Story, sondern auch

am Schreibstil lag. Der Autor passt sich etwas an Situationen oder Personen an und manchmal lesen wir nur ganz kurze Sätze, untereinander platziert, wie aus der Pistole geschossen, rasant, verknappt, actionreich. Er weiß zu fesseln und man mag das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Es geht um Terror, Drogengeschäfte, viele Tote, eine Familie mit Geheimnissen und zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Zoe und Zara. Eigentlich Zwillinge, aber von Kindesbeinen an wie Feuer und Wasser.
So ist es fast nicht verwunderlich, dass die eine bei Europol gelandet ist und die andere eine gefürchtete Unterweltgröße ist.
Als Zara zu einem brutalen Verbrechenstatort nach Südfrankreich gerufen wird, begreift sie schnell, dass hier etwas sehr Großes im Gange ist. Etwas, dem sie mit ihren Möglichkeiten niemals gewachsen ist. Sie tut das Unmögliche und kontaktiert ihre Schwester, um sie um Hilfe zu bitten. Wird Zoe darauf eingehen?

Die Story ist prima durchdacht und weiß mit einigen Überraschungen und Wendungen durchgehend bestens zu unterhalten. Es wird stellenweise echt blutig, aber man kann es aushalten. Was ich besonders gut fand: auch das richtige Quäntchen Humor fehlt hier nie.
Als Südfrankreichliebhaber kannte ich schon viele der Schauplätze live, aber auch Nichtkundige können sich aufgrund der lebendigen Beschreibungen ein gutes Bild davon machen.

Ein Thriller, der beste Unterhaltung bietet, mit einer etwas ungewöhnlichen Story und auch einigen Emotionen. Und vor allem mit dem Potential für weitere Bücher: ich würde mich freuen!

beastybabe, 26.04.2019

Bei diesem Thriller, der in Marseille, der nördlichsten Stadt Afrikas, spielt, behandelt der Autor sehr gekonnt

die Themen Terror, Radikalisierung, Korruption im Polizeiapparat und Machtversessenheit einiger Politiker. Hinzu kommt die Darstellung der Lebensumstände der Hoffnungslosen, der Ausgestossenen in den Vororten und Betonburgen von Marseille.

Die Zwillinge sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser wie Himmel und Hölle. Sie werden sehr  gekonnt in Szene gesetzt. Die einzelnen kurzen Leseabschnitte tragen als Titel die  Namen der Personen, die gerade im Mittelpunkt stehen. Mir kommt die Person Isaakson dabei ein wenig zu kurz dargestellt rüber, auch wenn ihm zahlreiche Abschnitte gewidmet sind und man seine Gedasnkengänge verfolgen kann. Interessant, dass er in Zara ein wenig verliebt scheint und fast bekommt, was er will.

Während Zara ruhig, introvertiert und ein wenig autistisch veranlagt ist, ist Zoë genau das Gegenteil. Das wird auch anhand der Sprache ersichtlich, die sich je nach Zwilling ändert, mal sachlich und ruhig, mal knackig kurz und ausdrucksstark. Der Beginn des Buches mag hinsichtlich der verwendeten Sprache Manchen  abschrecken, aber man darf nicht vergessenen, in welchem Milieu der Thriller spielt.

Die Story ist erstklassig und sehr kurzweilig geschrieben und schneller zu Ende als man denkt. Der Autor beschränkt sich auf das Wesentliche und handelt nach dem Motto Weniger ist manchmal Mehr.

Erschreckend genau stellt Alexander Oetker die sozialen Strukturen in den  Banlieus dar und zeugt eindrucksvoll,  dass der Staat in der Gestalt der Polizei dort überhaupt keine Rolle mehr spielt und die Polizei nur mit großem und massiven Polizeiaufgebot sich dorthin wagen kann. Aber das ist nicht erstaunlich, da der Autor als langjähriger Frankreichkorrespondent  für RTL und n-tv gearbeitet hat.

Der Spannungsbogen wird von Anfang an aufrechterhalten und zieht ich bis zum Ende durch.

Fraglich ist, ob man wirklich nur dann gegen Gewalt, Korruption und Kriminalität vorgehen kann, wenn man sich selbst nicht an rechtsstaatliche Grundsätze hält so wie es Zoë tut. Das dürfte für ausreichend Gesprächsstoff sorgen.

Leider ist das Buch ein wenig kurz und es hätte die Protagonisten noch ein wenig detaillierter dargestellt werden können.

Insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Thriller. Ich hoffe auf Festsetzungen und würde beim nächsten Zara & Zoë- Thriller zugreifen.

Sir.Gerry.liest, 23.04.2019

Zoe rast mit 220 Stundenkilometern über die Autobahn von Marseille aus Richtung Amsterdam. Die Mautschranken

öffnen sich für sie und das nachfolgende Auto wie durch Geisterhand. Zara, Profilerin von Europol, wird zusammen mit ihrem Kollegen Isaakson nach Marseille gerufen. Ein junges Mädchen wurde bestialisch ermordet, die beiden Ermittler sollen die Tat und die Hintergründe aufklären.
Zoe und Zara sind eineiige wunderschöne Zwillinge, aber vom Charakter total unterschiedlich. Zoe lebt in Italien und steht im Dienst der korsischen Mafia. Sie ist für die Verteilung von Drogen zuständig. Zara ist die beste Profilerin bei Europol und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Beide haben seit langem keinen Kontakt, aber bei diesem Fall sind sie aufeinander angewiesen.
Ein rasanter Thriller bis zur letzten Zeile.

brigitte brunotte, 22.04.2019

Eine durch und durch korrupte Welt

Zara und Zoe, eineiige Zwillingsschwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Die eine ist Top-Ermittlerin bei Europol, die andere steht an der Spitze der Mafia. Als in ihrer Heimatstadt Marseille ein Verbrechen verübt wird und Zara bei ihren Ermittlungen an ihre Grenzen stößt, wendet sie sich an Zoe und hofft, dass diese ihr hilft, obwohl die beiden Schwestern schon seit vielen Jahren verfeindet sind…

Mir hat der reduzierte Erzählstil von Alexander Oetker ungemein gut gefallen. Er ist einfach, kurz und knapp gehalten. Es gibt keine Ausschweifungen, sondern ist aufs Wesentliche reduziert. Dazu kommen kurze Kapitel und wir erfahren bereits in der Überschrift, mit wem wir es zu tun haben oder um was es geht. Dadurch dass das Buch nicht künstlich aufgeblasen ist, lässt es sich schnell lesen und ist, wie ich finde, zudem spannend geschrieben.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es bei eineiigen Zwillingen möglich ist, dass eine Schwester autistisch ist und die andere nicht. Doch davon abgesehen, fand ich diese gegensätzlich angelegten Schwestern, die auf unterschiedliche Arten ein Verbrechen aufklären, eine super Idee und auch die Art der Umsetzung hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte kann ich mir so oder so ähnlich in unserer heutigen Zeit gut in unserer korrupten Welt vorstellen – nicht nur in Frankreich.

Elchi130, 11.04.2019

Die Zwillinge Zara und Zoe könnten nicht unterschiedlicher sein, aber die Ereignisse in Marseille führen

dazu, dass sie zusammenarbeiten müssen.

Lesetechnisch betrachtet ist Frankreich nicht unbedingt mein liebstes Land für eine gedankliche Reise und ich tue mich mit solchen Büchern immer etwas schwerer, ohne den genauen Grund benennen zu können, der sich mir hier in den Weg legt. Aber das vorliegende Buch von Alexander Oetker hat mich dann doch neugierig gemacht. Denn auch wenn ich mit Frankreich nicht unbedingt viel am Hut habe, so habe ich doch ein kleines Faible für Geschichten á la „Das doppelte Lottchen“, auch wenn dies im Falle von Zara und Zoe nicht ganz so harmonisch abläuft.

Die eine arbeitet für die Antiterroreinheit von Europol und die andere hat sich einen Namen als Fürstin der Unterwelt gemacht. Das ihre Ansichten über Gut und Böse nicht unbedingt zusammenpassen ist da keine große Überraschung. Dem Autor ist es sehr gut gelungen diese Gegensätze in seine Charaktereinstellung mit einfließen zu lassen und darzustellen. Allein durch ihre Handlungen und ihre Sprache weiß man die beiden Zwillinge zu unterscheiden.

Alexander Oetker hat aber nicht nur die beiden Titelheldinnen in Szene gesetzt, sondern auch andere Figuren aus seinem Buch zu Wort kommen lassen.

Der Autor versteht es seine Figuren nur durch die verwendete Sprache leben zu lassen und damit meine ich nicht nur die gesprochene Sprache. Auch die begleitenden Beschreibungen und natürlich auch die Gedanken, der jeweiligen Person tragen dazu bei, die Person und ihren Charakter ins rechte Licht zu rücken.

So gibt es Abschnitte mit schön ausgearbeiteten Sätzen voller Details und dann wieder Abschnitte mit kurzen, knackigen Sätzen, die gleich wieder eine ganz andere Atmosphäre schaffen. Und genau so kann die verwendete Sprache mal zurückhaltend und sachlich sein und dann wieder derb und alles andere als zurückhaltend.

„Zara & Zoe – Rache in Marseille“ ist für mich ein gelungener Thriller, der für ein paar spannungsgeladene Stunden sorgen kann. Und das nicht nur für Frankreich-Fans.

Lesekatze, 08.04.2019

Terrorgefahr ?

Als Südfrankreichfan bin ich von dem Buchcover total begeistert. Auch finde ich es sehr gelungen, dass in den Deckelinnenseiten einmal Marseille mit den Hauptschauplätzen abgebildet ist und zweitens der Küstenabschnitt bis Monaco. Allerdings war ich von der Fäkalsprache und der Brutalität des ersten Abschnitts schockiert und ich habe deshalb das Buch erst einmal zur Seite gelegt. Später wurde mir klar, dass die totalen Gegensätze von Zara und Zoe bewusst mit unterschiedlichen linguistischen Mustern ausgestattet sind. Beim Lesen von Abschnitten, in denen Zara spricht, ist die Ausdrucksweise sehr geordnet und verständlich, während bei Zoe, ihrem Temperament und ihrer sozialen Schicht entsprechend, ihre Ausdrucksweise äußerst derb ist. Man weiß also sofort, um welche der beiden Charaktere es sich jeweils handelt.

Durch diese Gegensätze und die sehr unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonistinnen gewinnt der Text an Reiz, aber auch an Rasanz.

Der Spannungsbogen beginnt gleich ganz oben und wird bis zur letzten Seite aufrechterhalten. Durch die zahlreichen Wendungen wird ein Überraschungseffekt erzeugt und regt zusätzlich zum Weiterlesen an.

Beide Zwillingsschwestern sind verfeindet und in unterschiedlichen Ländern aufgewachsen. Sie sind wie Feuer und Wasser, die eine, überaus diszipliniert, arbeitet für Europol, während Zoe eine brutale, sehr gefürchtete Unterweltgröße ist. Da Zara bei ihrer Arbeit im Drogen- und Terrormilieu nicht weiterkommt, bittet sie ihre Schwester um Hilfe.

Inwiefern wird Zoe darauf eingehen?

Generell ein Thriller, der die Probleme der französischen Vorstädte, den Baulieues aufwirft, wo vorzugsweise Personen aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs in sogenannten Betonburgen, also tristen Massenquartieren, leben. Dort herrschen Drogenkriminalität, Hoffnungslosigkeit, Korruption und Aggression. Den muslimischen Grundsätzen der Unterordnung der Frauen und der Machtbesessenheit der Männer zufolge, werden soziokulturelle Standards der ehemaligen Herkunftsländer erhalten. Das brutal ermordete Mädchen, dessen Fall Europol aufklären soll, hat versucht, etwas aus sich zumachen und nach modernen französischen Standards zu leben. Musste es nur deshalb sterben oder ist eine Terrororganisation am Werk? Dieses Werk bearbeitet viele Fragezeichen, ist sehr spannend und liefert Hintergrundswissen zum besseren Verständnis der französischen Partnerschaftsgesellschaft in den Massensiedlungen. Deshalb vergebe ich 5 Punkte.

Rosenfreund, 07.04.2019

Packender Thriller mit brisanten Themen

Dieser Thriller hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und bis zum Ende gefesselt. Denn Alexander Oetker zeigt hier Südrankreich sehr realistisch mit den Problemen der armen und ungebildeten und somit chancenlosen Bevölkerung in den Vorstadt-Ghettos, beschreibt die Radikalisierung von Islamisten und das alltägliche Leben.

Die Zwillinge Zara und Zoë sind so gegensätzlich wie man nur sein kann, während Zara ihr Leben als Polizistin in Berlin meistert, gibt sich Zoë der kriminellen Seite hin und arbeitet für die korsische Mafia, schleust Drogen und Waffen aus dem Land. Sie ist eiskalt und führt ohne mit der WAufträge ihrer Bosse.

Solch verschiedene Charaktere sind für Zwillinge zwar ungewöhnlich, doch diese Konstellation ist für einen Thriller eine gute Idee, die für Interessenskonflikte und den nötigen Kick sorgt.


Die Perspektiven wechseln häufig, dadurch geht die Handlung Schlag auf Schlag und der Einbau einiger Action-Szenen sorgt für eine hohe Spannungskurve. Alexander Oetker lässt die Story sehr authentisch in den Armenvierteln von Marseille spielen, wo durch die aussichtslose Lage auch die Radikalisierung von Islamisten gedeihen kann. Es ist erschreckend zu beobachten, wie die Ermittler dort nur mit Polizeischutz vorgehen können und bei den Bewohnern auf Granit beißen. Niemand ist hier an der Wahrheit interessiert, hier regiert die Gewalt, die Angst und der Hass auf die Polizei und die wohlsituierten Franzosen. Das ist der Moment, indem Zara sich Hilfe von Zoë holt.

Über die gut durchdachte und wendungsreiche Handlung möchte ich nicht viel verraten, nur soviel sei gesagt: Korruption, Terrorismus, Drogenhandel, Religion und Familie sind die Themen, mit denen sich der Autor in seinem Thriller näher beschäftigt. Ein wenig blutig geht es in diesem Buch zu, doch Strandausflüge und Landschaftsbilder mildern diese Seiten des Buches.  

 

Der Auftaktband "Zara und Zoë - Rache in Marseille" ist ein absolut packender Thriller, der mich durch seine brisanten Themen, die realistische Milieuschilderung und die rasante Handlung überzeugt hat.  

sommerlese, 05.04.2019

Zara und Zoe sind beide in einem Banlieu von Marseille aufgewachsen, wo Gewalt, Wut und Armut herrscht.

Während es Zara schafft, sich aus diesem Milieu zu befreien, in Berlin lebt und als Profilerin für Europol tätig wird, ist Zoe in die Kriminalität abgedriftet und erledigt eiskalt und skrupellos die Aufträge ihrer Bosse.
Zara hingegen lehnt Gewalt jeglicher Art ab. Bei ihrer Arbeit wirkt sie unnahbar und auf mich anfangs sogar empathielos.
Zusammen mit ihrem schwedischen Kollegen Isaakson soll sie nun den brutalen Mord an der 15 järigen Aicha klären.
Die Ermittlungen führen sie in die Banlieus und Cités von Marseille, wo sie auf massiven Widerstand stoßen und Zara erkennt, daß sie an ihre Grenzen geraten sind. Sie weiß, daß es nur ihrer Schwester Zoe gelingen kann, diese Widerstände zu brechen und überzeugt sie, als Zara weiter zu ermitteln.

Schon die Leseprobe mit diesem rasanten Start hat mich überzeugt und es hat sich gelohnt, den ganzen Thriller zu lesen.
Der Autor baut von Anfang an einen Spannungsbogen auf, der bis zur letzten Seite anhält.
Die Figur der Zara fand ich zu Beginn eher unsypmpathisch, denn sie machte auf mich einen empathielosen, auch leicht arroganten Eindruck. Aber als Zoe später einmal anmerkte, ihre Schwester sei leicht authistisch, erklärte sich ihr Verhalten.
Isaakson hingegen fand ich von Anfang an total sympathisch, weil er auch mal Emotionen zeigte. Allerdings kam er mir dann doch sehr naiv vor, als er mit Zoe zusammenarbeitet und im guten Glauben blieb, es sei Zara.
Solche wesentliche Verhaltens- und Charakterveränderungen würde doch jeder Mensch hinterfragen.
Was mich sehr beeindruckt hat, waren die Schilderungen über Zaras und Isaaksons Einsätze in den Cités. Man konnte die gewaltbereite Athmosphäre richtig spüren. Alles wirkte sehr authentisch und man merkt, der Autor hat sehr gut recherchiert und weiß, worüber er schreibt.
Insgesamt ist ihm ein ausgezeichneter Thriller über aktuelle und brisante Themen wie Terrorismus, Radikalisierung, Korruption und der skrupellosen Machenschaften machthungriger Politiker gelungen.
Chapeau!

 


       

 

Litha, 02.04.2019

          In diesem Roman lernen wir zwei Schwestern kennen die in Marseille auf

verschiedene Art und weise ihrer Berufung nachgehen. Während Zoe hart, unempathisch und grausam in der Unterwelt agiert, kämpft ihre Zwillingsschwester gegen das organisierte Verbrechen indem sie ruhig, mit Verstand und einem erstaunlichen Merkvermögen an die zu lösenden Fälle herangeht.

Die Sprache in dem Roman ist oft rau, da sie größtenteils in den Banelieues, den Französischen Vorstädten spielt. Dort herrschen eigene Gesetze an die sich auch die Polizei halten muss, wenn sie keine Opfer riskieren möchte. 

Die Geschichte könnte sich leider so zutragen wie im Roman beschrieben.

Packend, erschreckend und auf alle fälle lesenswert.
        

Paulaso, 02.04.2019

Die Leseprobe hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber als ich das Buch dann in den Händen hatte, konnte ich es

nicht mehr weglegen. 
Die beiden Schwestern Zoe und Zara sind super. Mir gefallen die Gegensätze, aber auch der Zusammenhalt, der dann entsteht. Beides sind auf ihre Art zwei starke Protagonistinnen, da fällt es schwer, eine Favoritin zu haben. Etwas schade fand ich, dass Zara nach dem Rollentausch nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, aber das liegt in der Natur der Sache. 
Auch der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen: Durch die unterschiedlichen Perspektiven haben sich immer wieder kleine Cliffhanger entwickelt und man hatte das Gefühl, alle relevanten Informationen zu erhalten. Auch, dass mal Zeitungsartikel oder Telefongespräche abgedruckt waren, hat für Abwechslung gesorgt. Mir wurde auf jeden Fall nicht langweilig. 
Auch das Ende hat mir gefallen. Es war nicht klassisch "Die Guten gewinnen", aber trotzdem für den Leser sehr befriedigend und absolut passend. Es bleiben keine Fragen offen. 
Jetzt warte ich gespannt auf den nächsten Teil, denn die Zwillinge sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich will unbedingt mehr von ihnen lesen und weitere Gauner zur Strecke bringen!

jasbr, 01.04.2019

Mon Dieu, war das ein Thriller!

Erstens war es ein viel zu kurzer Thriller. Das schreit geradezu nach einer Fortsetzung weil viel zu viele Fragen offen geblieben sind.

Zweitens ist die Idee die dem Thriller zu Grunde liegt genial: Zwei Zwillingsschwestern, identisch im Aussehen aber grundverschieden im Wesen und im Leben, tauschen die Rollen. Bzw. die gute, brave, gesetzestreue Europolbeamtin Zara überlässt heimlich und ohne das es jemand merkt ihre Stelle und Aufgabe der eiskalten skrupellosen und abgebrühten Mafiakillerin Zoe. Und Zoe löst den Fall, bringt korrupte Politiker haushoch zu Fall, verhindert einen vermeintlich islamistischen Terrorangriff, enttarnt korrupte Politiker und Polizisten und löst den Fall um das fünfzehnjährige Mädchen Aicha das brutal und gnadenlos getötet wurde.

Drittens finden ein paar herrliche Verfolgungsjagden per Auto oder zu Fuß durch Marseille und Umgebung statt, ein Muss für jeden Thrillerfan.

Viertens ist das Buch sehr ansprechend gestaltet: Vorderseite einen traumhaften Blick auf die Kathedrale von Marseille im Sonnenuntergang, Innenseite Stadtplan von Marseille und Lagekarte von Marseille und den sie umgebenden Orten.

Fünftens ist der gesamte Thriller wie aus einer Feder und ohne abzusetzen geschrieben, baut die Spannung sofort auf und hält sie durch bis zur viel zu frühen letzten Seite. Und wir, die Leser hecheln und rasen mit, durchs Buch, durch Marseille, gönnen uns kaum einen Pastis in einer Hafenkneipe weil wir schon weiter müssen, den Hauptgestalten hinterher.

Sechstens – Ach, lest doch selber!

kleine hexe, 30.03.2019

Zugegeben, meine Erwartungshaltung war wohl etwas zu hoch, aber im Großen und Ganzen kann ich das Buch doch mit

gutem Gewissen weiterempfehlen. Es handelt sich hier um einen gelungenen, spannungsgeladenen und atmosphärisch dichten Thriller, der von Drogen, Mafia und Europol handelt. Angesiedelt ist die Story vor der malerischen Kulisse von Marseille. Den Protagonisten wurde eine sympathische und nachvollziehbare Identität einverleibt. Der Schreibstil mag für meine Begriffe etwas gewöhnungsbedürftig sein, verleiht der Handlung aber einen eigenwilligen Charakter.

Dem Autor gelingt es, mit wenigen Worten und kurzen Sätzen eine Szenerie zum Leben zu erwecken, wie ich es selten erlebt habe.

Mir fällt es ehrlich gesagt unheimlich schwer, einen so sympathischen Schriftsteller zu kritisieren, aber ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem hatte ich Spaß, dieses Buch lesen zu dürfen. 

Novizin, 27.03.2019

Zara..Zoe...Marseille...Spannung Pur

 

Also Zara und Zoë - Rache in Marseille von Alexander Oetker ist ein Thriller über 336 Seiten der für mich sehr gelungen ist und sehr geschickt eingebaute kliffhänger hat und man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Die Story um Kommissarin Zara von Hardenberg und Ihre Schwester Zoe von Hardenberg die eigentlich eine Gänsterin ist ist sehr spannend und gleichzeitig Top Aktuell.

Ich hab leider trotzdem ein paar minus Punkte die aber den Gesamteindruck nicht drüben. Sondern halt für micht nicht zu 5 Sternen reichen sondern ehrt zu 4 1/2 Sternen für das Buch.

Punkt 1: Die realtiven Kurzen Kapitel: Ich finde es gut das zwischen den Personem hin und her gewechselt wird und aus Ihre sicht geschrieben wird aber man hätte es trotzden in dei Kapital noch ein Bissechen ausführlicher Schreiben können. Seih es gedanken oder eine ausführichrere Beschreiben oder so.

Punkt 2: Zara im 2 Teil: nach dem Zoe den Platz von Zara eingenommen hat kommt diese im Buch nicht mehr außer ganz kurz am Ende das ist schade und man hätte sich gefreut von ihr noch mehr zu erfahren. wie zb auf diese geschenisse reagiert oder so.

Punkt 3: nur 336 Seiten: Dieses Buch und die Story hätten locker zu 500 Seiten gereicht und das wäre auch Okay gewesen und nicht zu viel. Ganz im Gegenteil hätte es dem Buch noch Super geholfen. in dem man die ein oder andere Ecke detaiter beschreibt oder hinzufügt.


Das Cover , der Klappentext und Karten passen perfekt zum Buch und helfen sogar beim Lesen. Das Buch läst sich sehr flüssig lesen.

Ich hoffe es gibt eine Fortsetung von den beiden Schwestern da noch paar Fragen offen bleiben

 

4 von 5 Sternen

Dennyfr93, 27.03.2019

rasant - derb - mit aktueller Brisanz

Bei diesem Buch haben mich das schöne Cover und der Klappentext neugierig gemacht. 


Zara, die wohl beste Profilerin bei Europol, hat bei dem Fund einer Mädchenleiche eine Vorahnung. Irgendwas schlimmes wird passieren. Eine Katastrophe. Sie hat autistische Züge und nimmt mehr wahr als das Offensichtliche. 
Zoe, ihre jüngere Zwillingsschwester, arbeitet für die Mafia und ist eine Legende in ihren Reihen. Eiskalt und brandgefährlich. 
Zwischen den Schwestern steht ein jahrzehntealter Konflikt. Nichts verbindet die Beiden. 
Zara erkennt, dass sie selber in dieser Angelegenheit nicht weiterkommt und um eine Katastrophe zu verhindern sucht sie den Kontakt zu ihrer Schwester. Die allerdings hat nichts anderes im Kopf als den Tod von Zara. 

Beide Charaktere sind interessant und auf ihre Art sympathisch. Ein wenig haben mich die beiden an 'Lisbeth Salander' erinnert. 

In diesem Buch hat der Autor sehr geschickt und fast schon zu glaubwürdig, eine düstere Geschichte um organisierte Kriminalität, Fremdenfeindlichkeit, arabische Clans und islamistischen Fanatismus entworfen. 

Ich habe das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen können und hoffe, dass es eine Fortsetzung gibt. 

Rose75, 25.03.2019

In diesem Roman vertauschen zwei Zwillings—Schwestern ihre Rollen. Aus der Verbrecherin wird eine Polizistin,

die es gewohnt ist, mit anderen Waffen zu kämpfen, als ihre Schwester, die sich immer an das Gesetzbuch hält. Im Sumpf des organisierten Verbrechens von Marseille, stößt die anständige Zara an ihre Grenzen. Nie würde sie einen verbotenen Weg einschlagen, oder mit illegalen Mitteln gegen Kriminelle vorgehen. Aber sie hat einen Blick für die fast unsichtbaren Vernetzungen und Geschehnissen an Tatorten , sie hat das Innere Gespür . So war es schon in ihrer Kindheit, sie ,als Denkerin ,als absolut Gehorsame und ihre Schwester Zoe hat aktiv gehandelt ohne die Konsequenzen zu fürchten. Deshalb mussten sich ihre Wege trennen. Doch jetzt im Augenblick einer drohenden Gefahr sucht die Polizistin die Hilfe der Verbrecherin. Mit skrupellosen Mördern kann man nur eine Sprache sprechen und das ist Zoes

Renate Gerhards, 25.03.2019
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